Fertige Bücher. 39. 17. Februar 1910. Der großes Aufsehen erregende Roman Adolf Dessauers: Grotzstadtjuden erscheint soeben in dritter Auflage! 30 Bogen 8°. Broschiert 3 M. -- 3 X 60 l,; gebunden 4 M. 20 Pf. Zn Rechnung 25"/°, bar 33 V-°/o. Freiexemplare 11/10. 5 X Der Autor ist ei» guter und gründlicher Kenner des Wiener Gesellschastslebcns. Nene Freie Presse. Das Werk des Wiener Autors ist auf seine Art nicht minder originell wie die Kleinmalereien der russi schen Novellisten Neues Wiener Tagblatt. Das Buch enthält eine Fülle köstlicher Type». Neues Wiener Journal. Man findet in dem Roman eine wunderbare Milieu- und Charakterschilderung. Die jüdischen Typen des Groß- stadtlcbens, weibliche und männliche, sind ganz ausge zeichnet dargcstcllt. Sonn- und Montagszeitung. Es ist die tiefe Teilnahme des Autors für die von ihm geschilderten Menschen, welche die große Wirkung des Buches ausmacht. Deffauer liebt seine Geschöpfe, er gibt ihnen sein Herzblut und sic leben alle vom ersten bis zum letzten. Montags-Nevue. Wir wünschen dem Buche viele Leser, es ver dient sie. Jllustr. Wiener Extrablatt. Einige Gestalten des Romans sind mit ungewöhn licher und origineller Schaffensenergie gezeichnet Sie rechtfertigen das ganz besondere Interesse, welches das Buch in Wien wachrief. Vossische Zeitung. Das Werk „Großstadtjuden" gibt einen Beitrag zur Sittengeschichte der Metropole. Was diesem Buche, dessen Lauptthcma die Frage der Mischehe ist, noch zu einem ganz besondere» Erfolge verhalf, das ist die Fülle an ganz vorzüglich entworfenen Episodenfiguren, die sich um die Hauptpersonen gruppieren, den jüdischen Buchhändler Kästner, dessen Sohn, die christliche Braut Wien, 10. Februar 1910. dieses letzteren, den Baron und die Baronin .heben streit und andere wirklich köstlich geschilderte Wiener Milicugestalten. Bohemia. Mit breiter Behaglichkeit führt uns der Verfasser in zwei jüdische Familien ein, in denen wir denn auch allen Vertretern der Rasse begegnen, vom schmierigen Schnorrer an bis zum gebildeten, humanistischenMillionär. Lauter Bekannte, lauter gute Bekannte! möchte man rufen, wenn man eine besonders gelungene Spezies vor findet. Das Ideal des Verfassers ist die Mischehe, damit die Vorzüge der arischen und der jüdischen Raffe sich zur vollen Blüte entfalten können. Denkenden und vorurteilslosen Menschen sei das Buch wärmstens em pfohlen Triester Zeitung. Wir lernen das vorbildliche israelitische Familien leben gründlich kennen. Die Personen, die in die Hand lung eingreifen, besonders die israelitischen sind starke Persönlichkeiten, Charaktertypen. Die Gesprächführung ist unterhaltend. Ein feiner Humor weht durch das Buch, das in der Literatur über das Rassenproblem eine Stellung einzunehmen berufen ist. St. Galler Blätter. Die sichere Gestaltungskraft, welche die große und durchweg vortrefflich und individuell gezeichnete Personen reihe außergewöhnlich geschickt gruppiert, die unfehlbare und gewiß auf eigenes Anschauen und Erleben sich gründende Beobachtungskunst des Verfassers, welche Personen und Handlungen mit dem blutfrischen hauche der Wirklichkeit ausgibt, erheben das Werk weit über den Durchschnitt. Israelitisches Gemeindeblatt, Köln. Wilhelm Braumüller K. u. K. Los- und Aniversitäts-Buchhändler.