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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.11.1909
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1909-11-04
- Erscheinungsdatum
- 04.11.1909
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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13316 SkrfestüUr f. h ikuchharuxi. Mchtamtlicher Teil. 257, 4. November 1S0S. * Deutsche Verlags-Anstalt in Ttuttgart. — Dem uns vorliegenden Geschäftsbericht für die 28. ordentliche General versammlung der Aktionäre am 22. November 1900 entnehmen wir folgendes: Anträge des Aufsichtsrats und des Vorstands Verteilung des Gewinns pro 1908/09. Der erzielte Nettogewinn pro 1908/09 beträgt 200 279,29 H Hierzu kommt der Vortrag vom Vorjahr mit . . 202 716,07 ^ so daß zur Verfügung der Generalversammlung stehen 402 995,36 cs Wir schlagen der Generalversammlung vor, zu beschließen: 1. an den Tagblatt-Aktien weiter abzuschreiben . '. ^ 200000,— H von 4^ . . . ^ 120000,— H 3. den Angestellten und Arbeitern an Remunerationen zu be willigen ^ 15 000,— «>) 4. den Rest tantiemefrei auf neue Rechnung vorzutragen mit. . ^ 67 995,36 H .//l 402 995,36 cZ Geschäftsbericht des Vorstands. Das 28. Geschäftsjahr unserer Gesellschaft hat, wie die dem Bericht beigegebene Bilanz aufweist, einen Reingewinn von 200 279 ^ 29 ergeben. Wenn er dem des vorigen Jahres nachsteht, so ist das auf den Abschluß der Neues Tagblatt A.-G. pro 1908 zurückzuführen, auf den wir weiter unten zu sprechen kommen. Im Verlagsgeschäft hat das abgelaufene Jabr im ganzen einen normalen Verlauf genommen. Der Ertrag ist bei gleich vorsichtiger Bewertung der Vorräte wie seither etwas über den des vorigen Jahres hinausgegangen, während die Hilfsbetriebe, Buchdruckerei und Buchbinderei, ungefähr gleich befriedigende Ergebnisse abgeworfen haben wie im vorigen Jahre. Die Papierfabriken Salach und Süßen haben wiederum nur einen Teil der auf sie erforderlichen ordentlichen Abschreibungen aufbringen können Der allgemeine Rückschlag, den die Industrie im Jahre 1908 erlitt, hat sich auch in der Papierbranche fühlbar gemacht. Zwar lagen für beide Fabriken genügend Aufträge vor; die Abrufe ließen aber im Anfang d. I nach, und so kommt es, daß die Vorräte an fertigen Fabrikaten eine Vermehrung erfahren haben. Im Frühjahr d. I. wurde die alte Papier- Maschine II, die schon seit längerer Zeit nicht mehr auf der Höhe der heutigen Technik stand, vollständig außer Betrieb gesetzt; dadurch ist die Jahresproduktion im abgelaufenen Geschäftsjahr etwas hinter der vorjährigen zurückgeblieben, der Ausfall dürfte aber durch die jetzt ermöglichte Steigerung der Leistungsfähigkeit der beiden anderen Papiermaschinen einen gewissen Ausgleich finden. Das Erträgnis der Papierfabrik Wildbad, die bekanntlich den weitaus größten Teil ihrer Produktion an unser Tagblatt-Unter- nehmen liefert, wie auch das der ihr angegliederten Holzstoff- Fabriken darf als günstig bezeichnet werden. Was das Neue Tagblatt betrifft, so haben wir in unserem vorigen Bericht ausgeführt, daß die Opfer, die ihm durch die be kannten Verhältnisse auferlegt sind, fortdauern und auch unser diesjähriges Erträgnis beeinträchtigen würden. Das war nicht zu umgehen; die Verwaltung des Neuen Tagblatts mußte es als ihre Pflicht erachten, alles aufzubieten, um der Zeitung ihre herr schende Stellung zu erhalten. Die zu diesem Ende erforderlichen Maßnahmen erheischen außergewöhnliche Aufwendungen und haben auch eine Verminderung der Einnahmen im Gefolge. So konnte es denn nicht überraschen, daß das Geschäftsjahr 1908 der Neues Tagblatt-A.-G. mit einem Verlust abschloß. Bei den bestehenden Verhältnissen wird auch für das jetzt laufende Geschäftsjahr des Neuen Tagblatts noch mit einem Ausfall gerechnet werden müssen, der aber, soweit sich das jetzt schon übersehen läßt, wesentlich niedriger sein wird als der vorige. Im übrigen kann mit Genugtuung festgestellt werden, daß die für das Neue Tagblatt gebrachten Opfer nicht ohne Erfolg sind: die Abonnentenzabl ist grö er als je zuvor und auch der Anzeigen ertrag in stetigem Steigen begriffen. Zu der dem Bericht eben falls beigegebenen Bilanz der Neues Tagblatt A.-G. ist zu be bemerken, daß die Generalversammlung dieser Gesellschaft be schlossen hat, die Reserve von 100 000 ^ zur teilweisen Tilgung des Verlustsaldos zu verwenden, so daß dieser nur noch mit 29 821 ^ 65 H in neuer Rechnung erscheint. Zu Beginn dieses Jahres haben wir in Berlin eine Zweig stelle errichtet, die sich neben unserer literarischen und buchhändle rischen Vertretung zunächst hauptsächlich mit der Verwaltung des Anzeigenteils der »Mitteilungen der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft«, des offiziellen Organs dieser Gesellschaft, sowie einiger anderen Zeitschriften befaßt. An diese Berliner Zweigstelle haben wir ab 1. September d. I. auch die Redaktion unserer Zeitschriften »Uber Land und Meer« und »Deutsche Roman bibliothek« angegliedert, nachdem wir zu ihrer Leitung Herrn vr. Rudolf Presber berufen hatten. Der finanzielle Stand unserer Gesellschaft ist aus der vor liegenden Bilanz mit aller wünschenswerten Deutlichkeit zu er sehen. Zu den Veränderungen einzelner Bilanzposten, soweit sie einer Erklärung bedürfen, sei folgendes bemerkt: Der Zuwachs an Maschinen in unserem hiesigen Betriebe, der einen Aufwand von 66 004 ^ 36 ^ erforderte, rührt von An schaffungen her, die sich zur Erneuerung und Auffrischung unseres Maschinen-Parks als dringend notwendig erwiesen. Das Effekten- Konto hat außer durch Abstoßen der früher zum Zweck der Kapitalanlage gekauften Reichsschatzscheine im Betrag von 120 000 ^ eine Verminderung von 600 000 erfahren, die auf Beschluß unseres Aufsichtsrats an den Tagblatt-Aktien abgeschrieben wurden. Zu dieser Abschreibung wurde ein Teil der außerordent lichen Reserve herangezogen« Der Rest dieser Reserve in Höhe vo 105 000 ^ ist ebenfalls auf Beschluß unseres Aufsichtsrats zu einer weiteren Abschreibung auf die Salacher Anlagen und zu einem kleineren Teil auch zu einer Abschreibung auf das Maschinen- Konto unserer hiesigen Betriebe verwendet worden. Das Zurück gehen der Debitoren hat seinen Grund in der Verminderung der Ausstände unserer Papierfabriken. In Wildbad hat sich bei der Unzuverlässigkeit der Wasserkraft, die für die Holzschleifereien verwendet wird, die Notwendigkeit ergeben, zur Sicherstellung des Betriebs eine neue Kraftanlage zu erstellen. Diese Anlage ist mit einem Aufwand von 60 534 ^ 71 ^ für Dampfkessel, Dampfmaschinen und die dazu gehörigen Bauten ausgeführt worden; sie ermöglicht eine erheblich gesteigerte Holzstoff-Erzeugung, macht die Wildbader Anlage weniger abhängig von den Wasserverhältnissen und sichert der dortigen Papierfabrik den größten Teil ihres Bedarfs an Holzstoff zu einem Preise, der trotz Verwendung von Dampfkraft immer noch niedriger ist als der allgemeine Marktpreis. Unter den Passiven ist der Posten der außerordentlichen Reserve infolge der von unserem Aufsichtsrat beschlossenen bereits erwähnten Abschreibungen verschwunden. Unsere Obligationen- und unsere Hypothekenschuld, sowie unsere Schuld an die Neues Tagblatt A.-G. haben sich um die darauf geleisteten Abzahlungen, die in diesem Jahre zusammen 321551 76 -Z betrugen, ver mindert. Daß das Zinsen-Konto diesmal auf der Soll-Seite der Gewinn- und Verlustrechnung erscheint, rührt hauptsächlich von dem Ausfall einer Dividende aus dem Tagblatt-Unternehmen her, die auf diesem Konto gebucht zu werden pflegt. Die ordent lichen Abschreibungen sind neben den bereits erwähnten außer ordentlichen in dem früher üblichen Umfange erfolgt. Zu dem Reingewinn des Geschäftsjahres 1908/09 von 200 279 ^ 29 H kommt der Vortrag vom vorigen Jahr mit 202 716 07 H. Zur Verfügung der Generalversammlung steht also die Summe von 402 995 36 H. Die Anträge der Ver- waltung auf Verwendung des Gewinns sind diesem Bericht wieder vorangestellt. Wenn eine weitere Abschreibung von 200 000 auf die Tagblatt-Aktien beantragt wird, so bedarf dieser Antrag nach den obigen Ausführungen über das Tagblatt-Unternehmen wohl keiner weiteren Begründung. Von dem inzwischen angetretenen neuen Geschäftsjahr ist zu sagen, daß unsere hiesigen technischen Betriebe bisher gut be schäftigt waren. Auch in der Papierfabrikation sind Anzeichen für eine leichte Besserung vorhanden. Schließlich haben wir noch zu bemerken, daß unser Aufsichts-
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