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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.02.1923
- Strukturtyp
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- 1923-02-22
- Erscheinungsdatum
- 22.02.1923
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 45, 22. Februar 1923. Der Verlag H e r d e r. Zum Jahresbericht 1922. Germania, Berlin, v. 4. Febr. 1923. N ei chsarbeits nach weisgesetz, Das, vom 25. Juli 1922.! Von Or. Most, M. d. N. Staats- und Selbstverwaltung. 4. Jahrg., Nr. 9 v. 2. Febr. 1923. Berlin, Gersbach L Sohn. Ausführliche Darstellung des Gesetzes unter Berücksichtigung der Ausführungsvorschriften. Schillcrpreis d e r N c p u b l i k. Von Arthur Eloesser. Vossi- sche Zeitung, Berlin, v. 15. Febr. 1923. Polemik gegen das preußische Staatsministerium über den von 1920 noch ausstchenden Schillerpreis. Uber unzüchtige Vorträge und V o r st c l I u n g c n. Von D. v. Behr. Die Polizei. 19. Jahrg., Nr. 21 v. 5. Febr. 1923. Ber lin, Kameradschaft. Behandelt die gewerblichen, polizeirechtlichcn und strafrechtlichen Schutzmaßnahmen gegen unzüchtige Vorträge und Vorstellungen. Antiquariats-Kataloge. 5 l'akeln. I<nn8t und Libliopbllie. 24 8. 352 Krn. giapbie, ^utotzrapbon von Zerrten. VIII, 202 8. 4203 kirn. Enthält einen Aufsatz von vr. Ignaz Schwarz: Johannes Kirch- heimer. Ein ärztliches Charakterbild aus dem mittelalterlichen Wien. Kleine Mitteilungen. Bei Stellenangeboten Orts- und Gchaltsangabe nicht ocrgesse»! Diejenigen Anzeigen über offene Stellen werden meist wenig Be werbungsschreiben zur Folge haben, bei denen nicht der Ort angegeben ist, in dem die Stelle zu besetzen ist, und bei denen ferner alle Angaben über die Höhe des voraussichtlich zu zahlenden Gehalts schien. Be werber werden nicht gern nutzlose Aufwendungen an Zeit und Porto- kosten machen, wenn sie nicht wissen, wohin sie sich bewerben und welche Entlohnung sic voraussichtlich erwarten dlirsen. Vor alle» Din gen ist die O r I s b e z c i chn u n g bei »ossenen Stelle»-- ganz un erlässliche Dies gilt zumal, wenn es sich um gehobene oder leitende Stellungen handelt, für die sa meist verheiratete Bewerber in Frage kommen. Die Bezeichnung des Ortes wird zwar einesteils manchen Stellesuchendcn, der schließlich sowieso wegen des Ortswechsels nicht in Betracht liimc, von einer Bewerbung abhalten, dagegen wird mancher andere sich zu einer Bewerbung entschließen, weil er sich in der gleichen Stadt bcsindet. In unserer ohnedies bitteren Zeit wirkt es verärgernd, wenn z. B. ein Bewerber aus Leipzig durch ein Eingehen auf sein Bewerbungsschreiben erfährt, baß er seine Zeit und Mühe umsonst angewandt hat, weil die anzeigende Firma nicht, wie er angenommen hatte, in Leipzig ist, sondern ganz wo anders. Etwas Rücksichtnahme auf die Angestelltenschaft des Buchhandels ln dieser Hinsicht dürste auch der ausschrcibenden Firma zum Vorteil ge reichen, da sie dann nicht mit einer Menge unnützer Bewerbungs schreiben belastet wird. Ebenso muß es als eine beide Telle schädigende Unsitte bezeichnet werden, wenn beim Ausschreiben einer ossenen Stelle nicht wenigstens ungefähr angegeben wird, welches Gehalt bewilligt wird, sonder» wenn verlangt wird, daß die Bewerber ihre Ansprüche mitteilc» sollen. Für einen Geschäslslelter ist es immer möglich, eine zu be setzende Stelle im Gehalt richtig zu bewerten, wogegen sic von dem Bewerber aus manchen Gründen nicht immer richtig eingeschätzt werden kann. Welche Enttäuschung aber erleidet er, wenn er nach Antritt seiner Stelle erkennen muß, baß er das Gehalt seines Vorgängers unterboten hat und nun nicht geringe Zeit braucht, um diese Höhe wieder zu erreichen. Aber auch dem Geschäslsherrn erwachsen nicht selten große Nachteile und mancher Arger, wenn er erkennen muß. daß er für billige? Geld eine wenig brauchbare Krast bekommen hat, die ihm infolgedessen eigentlich teuer zu stehen kommt. Alle solche Unannehmlichkeiten lassen sich beseitige», wenn ln der Anzeige das Ansangsgchalt genannt wirb, denn dann werden sich von vornherein nur solche Bewerber melden, denen das Gebotene zusagt. Dem Ein- ivand, daß mancher sich um eine Stellung bewerbe, die auszusüllen er nicht imstande sei, kann man damit begegne», daß solche Slellcsuchendew von einer Bewerbung bann wohl absehen würden, wenn sie aus der Höhe des Gehalts den Maßstab für die geforderten Leistungen ersehen 22k können. Also dürste es angebrachä sein, in Stellenangeboten von vornherein Leistungen und Gegenleistungen klar zum Ausdruck zu brin gen, weil dadurch sehr viele Briesschreibercl, die ja heute sehr kostspielig ist, vermieden werde» kann. Die Preise der deutschen chemischen Literatur im Ausland. — In der »Natur, hatte Herr K. C. Browning einen jcharsen Angrlss gegen die Deutsche Chemisch« Gesellschaft gerichtet wegen der Preise, Sie im Ausland siir ihre Publikationen verlangt werben. In einer Sitzung dieser Gesellschaft, die am LS. Januar >928 abgeholten wurde, nahm Herr Professor vr. K. Haber Gelegenheit, sich zu diesem Angriff zu äußern. Er führte u. a. aus: »Rach meiner Überzeugung sind wir in unserm besten Recht, indem wir für deiilsche wlffenschast- liche Schriften in, Anslande die Preise fordern, die der Ausländer zahle» müßte, wenn das gleiche Werk ln seinem Lande geschrieben, gedruckt und hcrausgcgebc» würde. Es mag sein, daß wir in der Be rechnung des srcintcn Preises gelegentlich sehlgchc»: in diesem Kalle nehmen wir gern Belehrung an und tragen ihr Rücklicht. Nach! meiner Überzeugung sind wir weiter in unserm beste» Recht, wenn wir den Ertrag unserer wissenschaftlichen Schriften so verwenden, wie cs. unser» Ausgaben am besten dient. Wir glauben, baß wir ln der drückenden Lage, in der sich die dcutiche Gelchrtemvelt befindet, unserm Wlssenschastsbetrlcbe mit dem Ertrage unserer wissenschaftlichen Unler- nehmnngen nicht besser diencn lönnen, als wenn wir alles tun, um unser» Landsleuten die wissenschaftlichen Hilfsmittel sür ihre Ar beiten so billig als möglich zugänglich zu mache». Ter Zwang unserer wirtschaftlichen Lage zieht uns bei diesem Bestreben neuerdings leider sehr enge Grenzen.-- Die Geschäftslage in der Papierverarbcitung und im Druckgcwerdc im Monat Januar. — Tie Geschäftslage in den Gewerben der Pap er Verarbeitung litt, wie der Bund deutscher Vereine des Druckgewerbes,. Verlags »nd der Papiervcrarbcitung aus Grund der bei ihm eingc- gangenen Berichte der Fachvcrbände meldet, stark unter der allge meinen Wirtschaftskrise, die durch die Ruhrbesetzung hcrvorgernsc» worden ist. Die dadurch geschossene unsichere politische Lage Hatto Stockungen der Auftragseingänge zur Folge. Die weitere Folge der Besetzung, die wahnsinnige Kursverlck-lechterung der Mark, machte sich sür die Papicrverarbeitnng hauptsächlich durch- die Erhöhung des llrrohstofses, der ausländischen Zellulose, bemerkbar. Sehr bebentlich muß es erscheinen, daß trotz des niedrigen Kursstandes der Mart das Ausfuhrgeschäft absolut ruhig bleibt. Wie sich das Gcs.käft in der nächsten Zeit gestaltet, wird ganz von den Aktionen im Rnhrgcbicl ab hängig sein. Aus de» Berichte» über die einzelnen Zweige der Po pierverarbcltung sei folgendes hevoorgehoben: Tie B n n t Papier industrie mußte sich Uber eine ganz erhebliche Verschlechterung der Geschäftslage bellagcn, deren Grund ln der allgemeinen wirtsckaft- lichcn Krise gesehen wird. Jeder Abnehmer beschränkt sich aus den Kauf des Notwendigsten. Die Folge davon ist eine fast völlige Stockung des Jnlandabsatzes. Über die Rohstoffversorgung war nicht zu klage», lcdoch werden die Preise immer unerschwinglicher. Gegen Mitte des Monats mußten die Verkausspreise der Geldentwertung angepaßt wer den, während ftir den ersten Teil des Monats von einer Herausseyung der Preise zum Schaden der Industrie abgesehen worden war mit Rücksicht aus di! Lage der weiter verarbeitenden Industrie. Die AuS- snhr ist ebenfalls znrlickgcgangen, denn der Hauptauslond-Konkurreni lBelgicns liefert zu niedrigerem Preise, als cs die deutsche Jnbustris vermag. Tie Löhne wurden, nachdem ei» Schiedsspruch des Reichs cirbeitsministcrlums nicht zustandegetommen war, bei erneuten Ver handlungen am L4. Januar um durchschnittlich 59"/» gegen die De- zcmbcrjützc erhöht. — Der Verein Deutscher Geschäfts bücher sa b r i l a n t c n teilt mit, baß zwar durch den Markstnrz die Kauflust reger geworden ist, daß der Austragsbesland hingegen doch nicht ausrelchl, um eine dauernde Beschäftigung z» gewährleisten. — Für Schreibhefte und Z e i -h c n I c r n m l t t e l war die Geschäftslage ziemlich uneinheitlich. Bei einigen Firmen hat sie sich dnrckl langsames Eingehen von Ostcransirägen gegenüber dem Vor monat etwas gebessert, jedoch wird größtenteils über einen schlechten Geschäftsgang geklagt. Kennzeichnend sür die allgemeine Lage ist folgender Umstand: ln früheren Jahren Halle die Schreibhefte- und Zeichenlcrnniftlcllndustrie große Osteraufträge bereits im November und Dezember in- Bearbeitung, so daß oft init wesentlichen Überstunden gearbeitet werden mußte. In diesem Jahr hingegen mußten teilwelsc- Eiitlassungcn der Arbeiter bis zu Sl>»/„ erfolgen. Uber die Rohstoff versorgung ist nicht zu klagen gewesen, was als Beweis dafür ange sehen wird, daß die Papierfabriken nicht allzuviel zu tun haben. Die Verkaufspreise wurden durch Konventionsbeschlnß erhöht, liegen je doch unter den kaltulationsmößigen Preisen. Auch die Ausfuhr war ziemlich still, so z. B. ist eine Ausfuhr nach Holland und Belgien,
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