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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.05.1909
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1909-05-28
- Erscheinungsdatum
- 28.05.1909
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- Deutsch
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121. 28. Mai 1909. Nichtamtlicher Teil. BSrsradlatt f. d. Lychn. vuchhaadel. 6485 sagungsanspruch gegen Unter-Preis-Verkäufe zugestanden haben, wäre es wünschenswert, daß die Verleger gegen jeden zu ihrer Kenntnis gelangenden Fall energisch vorgingen. Die im Jahre 1906 festgesetzten Verkaufsbedingungen im Verkehr mit der Kundschaft haben die Hoffnungen auf Beseitigung des Rabatt- gebens zu erfüllen vermocht. Die lange Jahre hindurch be kämpfte Rabattschleuderei hat, ohne auf großen Widerstand bei dem Publikum zu stoßen, fast völlig aufgehört. Daneben machen sich auch in Sortimenterkreisen Bestrebungen dahin geltend, zur Hebung der Geschäftslage eine Verbessung der Bezugsbedingungen im Verkehr mit den Verlegern berbeizuführen, und auch im Verlagsbuchhandel bricht sich mehr und mehr die Erkenntnis Bahn, daß die Erhaltung eines leistungsfähigen Sortimenter standes nur möglich ist, wenn ihm ein auskömmlicher Verdienst geboten wird. Der Detailhändler hat mit fast jährlich steigenden Betriebskosten zu rechnen, wozu noch die ihm durch die sozial politische Gesetzgebung auferlegten beträchtichen Lasten kommen, die ihn schwerer bedrücken, als den Grossisten. Dies trifft ins besondere auch für den Sortimentsbuchhandel zu, der in den meisten Fällen nicht, wie andere Detailgeschäfte, in der Lage ist, sich seinen Verdienst nach Maßgabe der Unkosten zu sichern. Nur durch günstigere, den Zeitverhältnissen mehr Rechnung tragende Lieferungsbedingungen wird es möglich sein, eine Besserung der Geschäftslage im Buchhandel herbeizuführen. Es wäre daher nur zu wünschen, daß es dem Buchhandel gelänge, auch die Ver kaufsbedingungen im Verkehr mit den Verlegern auf eine an gemessene Grundlage zu stellen. Gegen Ende des Berichtsjahres hat die hiesige Polizeibehörde den Vertrieb einer Reihe Zeitschriften und Kolportagewerke im Wege des Straßenhandels verboten, die von ihr zur Schmutz- und Schundliteratur gerechnet wurden. Im Anschlüsse hieran erließ eine Anzahl hiesiger angesehener Bürger der verschiedensten Berufszweigc einen Aufruf, worin das Publikum im Interesse deutscher Zucht und Sitte aufgefordert wurde, Stellung zu nehmen gegen alle Läden, Gastwirtschaften usw., in denen die von der Straße verwiesenen Schriften ausliegen. Die Wirkungen dieser Maßnahmen, die in den Kreisen des Publikums vielfach Zu stimmung gefunden haben, sind noch nicht zu übersehen. Lehmann ä: Wentzel, Buch- nnd Kunsthandlung G. m. b. H. in Wien. Handelsregistereintrag. — Im Handels register des k. k. Handelsgerichts Wien wurde am 14. Mai 1909 eingetragen: Lehmann L Wentzel, Buch- und Kunsthand lung, Gesellschaft m. b. H., Wien I, Kärntnerstr. 30. Gegen stand des Unternehmens: Die Weiterführung des bisher von Paul Krebs als Alleininhaber des in Wien l, Kärntnerstraße 30 unter der handelsgerichtlich protokollierten Firma »Lehmann L Wentzel (Paul Krebs)« betriebenen Buch- und Kunsthandels und Verlags geschäftes. Höhe des Stammkapitals: 260 000 Kronen; darauf geleistete Bareinzahlungen: 60 000 Kronen. Geschäftsführer: Paul Krebs, Buch-und Kunsthändler in Wien; Friedrich Helf, Privatier in Wien; Max Czerny, Prokurist in Klosterneuburg. Rechtsverhält nisse der Gesellschft: a) Die Gesellschaft beruht auf dem Gesell schaftsvertrage vom 30. April 1909; b) vertretungsbefugt: je zwei Geschäftsführer; e) die Firma wird in der Weise gezeichnet, daß dem vorgeschriebenen oder vorgedruckten Firmawortlaute je zwei Geschäftsführer kollektiv ihre Zunamen beisetzen; ä) betreffs Sacheinlagen (Apports) enthält der Gesellschaftsvertrag im § 7 nachstehende Bestimmungen: Der Gesellschafter Paul Krebs bringt in Anrechnung aus seine Stammeinlage in die Gesellschaft das von ihm unter der Firma »Lehmann L Wentzel (Paul Krebs)« betriebene Buch-, Kunsthandels- und Verlagsgeschäft samt allem Zubehör in Aktiven und Passiven (insbesondere samt Warenlager, Geschäftseinrichtung, Debitoren und Kreditoren, Verlags-, Mit- und sonstigen Rechten und Berechtigungen) um den einverständ lich nach Abzug der Passiven ermittelten reinen Wert von 146 000 Kronen ein. (Osterr.-ung. Buchhändler-Corresp. Nr. 21 vom 26. Mai 1909.) Richard Labisch ä- Co. in Berlin. — Die Probenmappen der graphischen Kunstanstalten scheinen ansteckend aufeinander zu wirken. Innerhalb zwei bis drei Monaten sind deren drei: Kramp olek in Wien, F. Bruck mann A.-G. in München und Meisenbach Riffarth L Co., dem Buchgewerbe vorgelegt worden, und jetzt bietet die Graphische Kunstanstalt von Richard Labisch L- Co. in Berlin, L.^V. 68, Lindenstraße 69, dem weiten Interessentenkreise Probedrucke ihrer Erzeugnisse, die sich hier vorzugsweise auf industrielle Klischees beschränken. Mit 14 feinen, sauber gedruckten Kupfer-Autotypien führt sie uns in ihre kaufmännischen und künstlerischen, resp. kunstindustriellen Betriebe ein, diesen aber fügt sie eine Anzahl Kunstblätter in ein facher und in Duplex-Autotypie mit Tondruck und in Mehr- farbendruck, sowie nach einfacher und retouchierter Photographie — alles sehr tüchtige Arbeiten — bei; von ihrer Beigabe in Buch druck läßt sich indes nicht das gleiche sagen. Denn hier stimmen die Anschlüsse der Linien weder in den Ecken, noch in den Bahnen, und solche Mängel wirken immer störend auf das geschulte Auge des Buchdruckers; für diesen aber sind die Probedrucke der Mappe doch in erster Linie bestimmt. Die Klischees selbst verdienen indes seine ganze Aufmerksamkeit, seien sie nur in Schwarzdruck, oder in zweifarbigem Buntdruck vvrgeführt. Theod. Goebel. Lithograpstisch-artistische Anstalt München in München. (Vgl. Börsenbl. Nr. 110.) — Das Interesse an dem Jahresbericht der Gesellschaft, deren Obligationen bekanntlich vor kurzem an der Münchener Börse eingeführt wurden, wird diesmal am meisten von dem Passus in Anspruch genommen, der die zu künftigen Aussichten behandelt. Obgleich das Unternehmen zurzeit nicht nur vollständig, sondern auch für längere Zeit und lohnend beschäftigt ist, sodaß die Aussichten des neuen Jahres als günstige anzusehen sind, so wird doch eine einigermaßen sichere Beurteilung der nächsten Zukunft erst dann mög lich sein, wenn die Zollvereinbarungen mit dem Auslande, namentlich mit Amerika, die für das Unternehmen eine aus schlaggebende Rolle spielen, zu einem für Deutschland günstigen Abschluß gebracht werden. Im Berichtsjahr hatte die anfangs noch bestehende Zurückhaltung im Verlaufe einer lebhaften Be schäftigung Platz gemacht. Das mit 61 376 -// zu Buch stehende Grundstück Pasing wurde inzwischen gegen bar verkauft, was in der nächstjährigen Bilanz zum Ausdruck kommen wird. Der Erlös aus der Fabrikation betrug 1312 617 (i. V. 1 389 768 ^k). Abzüglich sämtlicher Unkosten, worunter 43 184 ^ (0) Emissions kosten, sowie der Abschreibungen von 207 910 .// (195 220 .//) ver bleibt einschließlich Vortrag von 18 907 (13 287 ^) ein Rein gewinn von 117 208 ^ (104 338 ^), aus dem die Reserve 4916^ (4553-//), die Spezialreserve 20 000-^ (15000-^) und die Aktionäre wieder6^ Dividende erhalten; die neuen 100000 .4 Aktien nehmen an der Dividende zur Hälfte teil. Tantiemen erfordern 4929 -// (4379-^l). Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 22 863 (18 907 -^). In der Bilanz erscheinen das Aktienkapital nunmehr mit 1 125 000 -// (1 025 000 -/?), die Hypothekenschuld mit 529 809 -// (533 263 -//) und neu die Obligationenschuld mit 700 000 dagegen ist das »Conto Separato«, das die für den Fabrikneubau und für maschinelle Einrichtung aufgenommene schwebende Schuld enthielt, getilgt, und auch die Kreditoren haben sich von 57 367 -// auf 28 329 ermäßigt. Anderseits betrugen Bankguthaben 153 373 -// (94 666 -//), Kasse und Wechsel 22 441 -k (30 017 ^), Waren-Debitoren 513 431 -// (560136 .^!); in der vorjährigen Generalversammlung war von internen Abschreibungen auf Debitoren, namentlich amerikanische, berichtet worden, aus denen man wiederum Eingänge erhoffte. Ob das eingetreten ist, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Reserve enthält 80 216 -// (75 663 -//), die Spezialreserve 135 000 ^ (120 000 ^L). (Münchener Neueste Nachrichten.) Gustave Lyon in Paris. — Das P ariser Haus der bekannten Berliner Mode-Journal-Firma Gustav Lyon (gegr. 1865) ist in eine Aktien-Gesellschaft umgewandelt worden und firmiert jetzt Lt3.b1is86ni6nt8 6u8ta.v6 1-^on Loeiete ^non^ws. Das Geschäftslokal befindet sich nach wie vor 42, rue Lt-ienns ölaresl. Im Verlage der Firma Gustave Lyon erscheinen u. a. die be kannten Mode-Journale »1.8. kilocks Xrti8tigue«, »I/Ickeal ?g.ri8ieu«, »New I.3,cki63 k'asbio!^«, »1.63 LIoäöl68 ?ari8i6N8«, »I.s, l'oilot.to kcko- äsrne«, »Ltiapoaux Uock6rn68«, »I.a Blocke Simple«, »Die Mode« rc. Londoner Versteigerung. — Am 29. und 30. v. M. fand, wie »?udli8li6r8'Oireular« mitteilt, bei.Hodgson eine Versteigerung statt, die bei scharfem Wettbewerb gute Preise erzielte. Der 834*
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