5236 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Künftig erscheinende Bücher. ^ 98, SO. April 1909. N. Piper <8r Co., Verlag, München Maximilian Harden schreibt in der Zukunft: „Braucht man zum Lob von Anatole Franee heute noch etwas zu sagen? Sicher nicht! Sein stärkstes Werk: Die Insel der Pinguine erscheint soeben bei R. Piper <k Co. Ln München. Ein Werk reifen Humors und kraftvoller Skepsis, das in ergötzlichen Bildern die ganze Kulturentwicklung zeigt. Herr Paul Wiegler hat es sehr gut übersetzt." Geheftet M. 4.— erd , M. 3.— netto, M. 2.40 bar Elegant gebunden M. 6.— ord, M. 4,SO netto, M. 3.90 bar Die zahlreichen Bestellungen haben uns veranlaßt, sofort noch eine zweite Auflage zu drucken. Auch diese liefern wir, wenn auf anliegendem weißen Zettel bestellt, bar mit 40 "jo und 7/6. In grauen Zeiten kommt der alte, schon sehr kurzsichtige heilige Mael voll Vekehrungseifer auf eine einsame Insel, und aus Versehen tauft er (die ja ziemlich menschenähnlichen) Pinguine. Darob große Aufregung im Limmel. Schließlich kommt man dahin überein, die getauften Pinguine als Christen anzunehmen und ihnen nachträglich eine Seele und menschliche Gestalt zu geben. Wir erleben nun mit den Pinguinen die ganze Kulturentwicklung. Von den ersten Kleidern der Weibchen, die eine bis dahin ungekannte Erregung der Sinne zur Folge haben, von der Begrenzu'g der Felder und dem Ursprung des Eigentums an werden wir durchs pinguinische Mittelalter in die Neuzeit, ja bis in die Zukunft geführt. Dem Leser wird immer klarer: die Pinguine sind nicht nur Menschen, sie sind Franzosen geworden, llnd wir Deutsche werden be sonders an der geistvollen Verulkung des heutigen Frankreich: der Royalisten, des Klerus, der Bürger, der Intellek tuellen, der Kapitalisten und Sozialisten, unsere Helle Freude haben. Aber der lllk hat auch seinen Ernst, und so ist das Buch nicht nur außerordentlich lustig, sondern auch wertvoll als Dokument unserer Zeit. Für Leihbibliotheken und Lesezirkel unentbehrlich! Alle Barsortimente führen das Buch!