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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.01.1923
- Strukturtyp
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- 1923-01-31
- Erscheinungsdatum
- 31.01.1923
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. Xr 26, 31. Januar 1923. bibliotkecae kleckse (1888), Vorschlag zu einer Lesebibliothek für junge Frauenzimmer (1889), Libliotüeea erotiea et euriosa iVIouseeu8i8 (1890), Libliotüeea 6ermanorum uuptialis (1890), Weltliches Liedcr- büchlein saee. XVII. (1890), Vier neue Kuriositätcn-Bibliographicn (Bayrische Hicsel, Amazonen, Halsbandprozeß und Eagliostro), Liblio- tireea 8eleeta erotieo-enrio8a vre8ck6N8i8) (1905), Übersicht der meisten in Deutschland erschienenen Literatur über die angeblich von Inden verübten Ritualmorde und Hosticnfrcvel (1906), De pulieiixus (1913). Alfons Pctzold f. — In Kitzbühel in Tirol ist, 41 Jahre alt, der Lyriker Alfons Petzold .gestorben. Er entstammte einer armen Arbeiterfamilie und war in seiner Jugend in einer Glas bläserei, später als Laufbursche beschäftigt. Im Alter von 28 Jahren trat er mit seinen ersten Gedichten unter dem Titel: »Trotz alledem!« (1910) hervor, 'die große Anerkennung gefunden haben. Er schrieb daun auch Romane und ist überhaupt ein sehr fruchtbarer Schrift steller geworden, von dessen Werken wir die nachstehenden anführen: Memoiren eines Auges (1911), Seltsame Musik (1911), Der Ewige und die Stunde (1912), Heimat, Welt (1913), Erde, Monian (1913), Aus der Wcrkstättc eines Werdenden (1913), Der heili.ge Krieg (1913), Johanna (1914), Volk, mein Volk (1915), Deutsche Legende (1916), Ter stählerne Schrei (1916), Li, der Wanderer (1916), Der brennende Mai (1916), In geruhj.gcr Stunde (1916), Franziskus (1917), Von meiner Straße (1917)^ Dämmerung der Herzen (1917), Der Dorn busch (1919), Das rauhe Loben (1920), Der feurige Weg (1920), Ein kehr (1921), Das Buch von Gott (1924), Menschen im Schatten (1921), Das Irdische (1921), Das Lächeln Gottes (1921), Gesang von Morgen bis Mittag (1922). SprechW. Grundzahl und Auslandpreis. über »die Preispolitik der deutschen Verleger dem Ausland gegenüber« hat sich kürzlich eine Anzahl dänischer Vereinigungen beschwert und einer Reihe namhaft gemachter Verleger vorgeworse», daß ihre Preispolitik es unmöglich mach«, den Kauf deutscher Literatur im alten Umfange aufrechtzncrhalten. Die Geschäftsstelle des Börscnvereins hat darauf unter dem 23. Dezember den betreffenden Verlegern ein merkwürdiges Schreiben zugesandt und eine Revision der festgesetzten Anslandpreise empfohlen. Eine so verantwortliche Stelle sollte doch nicht auf solche allgemeine Klagen hcreinsallen, sondern erst untersuchen, ehe sie den Mitgliedern bedenk liche Ratschläge erteilt. Ich habe daraufhin mit einem befreundeten Gelehrten, dem auch diese Klage zugcstellt war, unsere Auslandprcise durchgcsprochen und sestgestellt, daß, abgesehen von einigen wenigen ganz besonders ge legenen Fällen (fast vergriffenen Werken), unsere Auslandpreise er heblich hinter den alten Friedenspreisen Zurückbleiben, also das Ausland noch billiger cinkauft als vor dem Kriege, während doch die Auslandlitcratnr sicher nicht billiger, sondern meist erheblich teurer geworden ist. Mutmaßlich wird das für die meisten oder doch viele der mit uns genannten Firmen zutrcffen. Jedenfalls ist uns gegen über der Vorwurf absatzschädigender Preispolitik ohne jede genaue Untersuchung zu Unrecht erhoben. Können oder wollen die Dänen unsere Bücher nicht mehr bezahlen, so müssen sic andere Gründe Vorbringen. Der Bvrsenvcrein, der doch wohl das Interesse der deutschen Volkswirtschaft zu vertreten hat, sollte sich aber hüten, dazu ausznfordcrn, die Preise so niedrig festzusetzcn, daß das verarmte Deutschland den, Ausland ein Geschenk macht. Was schlägt die Geschäftsstelle des Börscnvereins nun vor? Sie sagt, bei dem Schlüsselzahl-System sei »im allgemeinen Markprcis Frankcnprcis gesetzt«, »und damit haben sich die ausländischen Sorti menter als einer angemessenen Preisfestsetzung einverstanden erklärt" (sehr gnädig von ihnen!). »Es dürfte sich vielleicht empfehlen, wenn Sic Ihre nach Einführung der Neufassung der Verkaufsordnung für Auslandliescrungcn festgesetzten Anslandpreise einer Revision unter ziehen und sie dem angegebenen Umrechnungsschlüsscl anpassen wollen." Die Geschäftsstelle des Börsenvereins fällt dabei offensichtlich in den von ihr sonst immer berichtigten Fehler, die Grundzahl mit dem Markpreise zu verwechseln. Jedenfalls aber haben Grundzahl und AuSlandpreis überhaupt nichts miteinander zu tun. Einen An haltspunkt für die Bemessung des Auslandpreifcs geben dem Verleger bei ältern Werken die alten Friedenspreise, bei neueren Werken der Vergleich mit den Friedenspreisen älterer Werke oder mit der ent sprechenden ausländischen Literatur. Mir ist wohl bekannt, daß eine Auzahl Verleger das System Grundzahl --- Auslandpreis in Schweizer Verantwort!. Redakteur: Richard A l b e r t t. — Verlag: Der Börser Druck: Ramm L Seemann Sämtlich in Leipzig — Adresse der 124 Franken eingeführt hat, hauptsächlich aus Gründen der vereinfachten Geschäftsführung und Katalog-Verbreitung. Meines Erachtens beruht dieses Streben nach Vereinfachung aber auf einer bedenklichen Gleich macherei der Preise. Einmal wirft in all den zahlreichen Fällen, wo heute die Grundzahl niedriger ist als der Fricdensmarkpreis, der deutsche Verleger dem Ausland eine große Summe in den Schoß. Volkswirtschaftlich richtig würde er nur handeln, wenn die Grundzahl in Schweizer Frauken zum mindesten um ein Viertel höher wäre als der alte Markprcis. Vor allem aber begibt sich der Verleger, der dieses System durchführt, jeder Möglichkeit einer richtigen Preisdifse- renziernng. Es liegt doch wohl auf der Hand, daß der Verleger, privat- wirtschafllich gerechnet, gut daran tut, bei populäreren Werken den Frankenpreis höchstens der Grundzahl glcichznsetzcn, während er ganz verkehrt verfährt, wenn er bei schwer-wissenschaftlichen Werken, die zum großen Teil ins Ausland gehen, durch so niedrige Bemessung des Anslandpreises seine Werke znm Teil verschenken würde. Be sonders unangebracht würde das in all den Füllen sein, wo die Nol- gemcinschaft der deutschen Wissenschaft oder andere Stellen Beihilfen gewährt haben, um den Jnlandpreis zu strecken. Das Weitercrscheinen schiverwisfenschaftlicher Zeitschriften und verwandter Werke, von denen etwa die Hälfte im Ausland, die andere Hälfte im Inland gekauft wird, ist nach meinen Erfahrungen vollständig in Frage gestellt, wenn man diese Zeitschriften und Werke nach dem Schema Anslandpreis — Grundzahl unter dem alten Friedenspreis in das Ausland liefern wollte. Man müßte dann einen so hohen Jnlandpreis ansetzen, daß ein großer Teil der inländischen Interessenten verzichten würde. Bei weiter steigender Schlüsselzahl wird ja übrigens der Unterschied zwischen Auslandpreis und Jnlairdpreis immer geringer werden. Die jenigen Verleger, welche den Grundsatz Grundzahl -- Auslandpreis angenommen haben, werden bei genauem Nachrcchneu mit Erstaunen feststellen können, daß bei den Dollarknrsen im November trotz der damals noch niedrigen Schlüsselzahl die Tschechoslowakei, Bulgarien, Finnland, Jngoslavien, Rumänien nach der offiziellen Umrechnung — unter oder nur wenig über dem Jnlandpreis bezahlt haben. Ta der Verlag 10"/» extra zu geben hat, erhielt er dann einen erheblich niedrigeren Nettopreis als beim Jnlandverkauf. Göttinge n. vr. Wilhelm Nnprech t. Arbeitsgemeinschaft kultureller Buchhändler. Im Anschluß an verschiedene' Anregungen im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel zur Bildung von Interessengemeinschaften hat sich im Buchhandel eine Eiruppe Sortimenter zusammen- gesnnden, die ihre Aufgabe darin erblickt, nur dem Vertrieb d e s w e r t v o l l e n Bucheszu dienen. Die Mitglieder der Arbeits gemeinschaft werden ihrem Geschäft ein bestimmtes persönliches Ge präge geben und jede Verbreitung wertlosen Massen- futters ablehn cn. Bestellungen auf Bücher, die ihrem per sönlichen Werturteil nicht entsprechen, werden, unter aufklärcndem Hinweis ans die Notwendigkeit der Abwehr allen Kitsches im Inter esse des Wertvollen, zurückgewiesen. Mancher Verleger wird das Vorgehen als revolutionär bezeichnen und mißbilligen, vielleicht auch bekämpfen. Das soll uns aber nicht hindern, Verstehen und Unterstützung bei kulturellen Verlegern zu finden, für deren Verlagswerke wir uns persönlich cinsetzen werden. Unser Arbeitsfeld wird sich nicht nnr auf den Buchladcn beschränken, sondern auch auf die Öffentlichkeit ausdchnen, dort, wo es gilt, kul turelle Fragen zu lösen, die in irgendeiner Beziehung zum Schrift tum stehen. Zu diesem Zwecke werden wir auch mit nichtbuchhündle- rischen Organisationen (Literarischen Gesellschaften, Volkshochschulen, Volksbildungsvereinen nsw.) engste Fühlung nehmen. Große Auf merksamkeit werden wir allen-wirtschaftlichen Reformen schenken und durch Buch-Propaganda verschiedener Art den geschlossenen Charakter der Gruppe deutlich kennzeichnen. Das Arbeitsamt steht in regem Verkehr mit den einzelnen Mitgliedern und erteilt allen Freunden gern ivcitere Auskunft. Berufssrennde, die unserem Jdeenkreise nahestehen und zur Mit arbeit bereit sind, bitten wir herzlich, sich uns anzuschließe». Arbeitsgemeinschaft kultureller Buchhändler. Arbeitsamt: Dessau. (Kunst- und Bücherstube Karl Ranch.) Wer liefert die zur P o st ü b e rw e i s u n g von Zeit un gen nötigen L i st e n und F ormulare ? Im allgemeinen Interesse wäre eine Bekannt gabe der Firmen, die diese Formulare vorrätig haben, im Börsenblatt sehr erwünscht, da die Herstellung der kleinen Auslagen auch in eigener Druckerei sehr teuer ist.^ I. H. verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsche-Buchhändlerhaus. Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 lBuchhändlerhausl
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