Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.05.1897
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- 1897-05-29
- Erscheinungsdatum
- 29.05.1897
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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122. 29. Mai 1897. Nichtamtlicher Test. 3939 gebrauchte -Vaterländische Lesebuch für die oberen Klassen des Königreichs Bayern- von Ludwig Solereder bis zum Austritt aus der Werktagsschule beibehalten können und daß auch den Schülern der heutigen VI. Kurse die Benützung desselben für die Dauer ihres Werktagsschulbesuches ausnahmsweise noch gestattet ist. sofern sich sämtliche Schüler eines solchen Kurses mit dem genannten Buche zu versehen vermögen.- Handelsregister. Berichtigung. — Zu dem aus dem Reichsanzeiger entnommenen und im Börsenblatt Nr. 117 vom 22. d. M. bekanntgegebenen handelsgerichtlichen Eintrag aus Frei burg i/B., wonach die Firma Ernst Mohrs Verlag in Frei burg i/B. -erloschen- sei, teilt uns der Inhaber der Firma, Herr Ernst Mohr in Oberkirch (Baden) mit. daß seine Firma keines wegs aufgehört habe zu bestehen, sondern daß sie nur im Freiburger Handelsregister gelöscht worden sei, weil die Handlung dort nicht mehr ihren Wohnsitz habe. Bekanntlich erfolgt die Auslieferung des Verlages nur in Leipzig (bei Herrn F. Volckmar). Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. 8odul-, Universität«- uuä dslsirrtsngssobiolits, llnivsrsitätsvsssv nebst einem Endung: Basäs-gogik. ^.ntign.-Batalox; klo. 386 von äosspk Laer L Oo. in Branktnrt a/Vl. 8". 62 8. 1362 dlummsrn. I)sr Lnelisrmarkt. Nonatlieliss Vsrxsielwis ausAsvälstter klsniZ- ksitsn äsr in- und Lnslänäisobsn Bittsratur. 3. äakrganx. dir. 5. (änni 1897.) gr. 8". 8. 81—96. Verlag von äodann Am brosius Bs-rtlr in Bsipxig. Nsäirinisobs klovitätsn. Internationale Bsvns über alle Br- sobsinungsn äsr msäieinisobsn Wisssnsekäktsn nebst ksksratsn über viobtigs u. interessante ^bbanälungsn äsr Baelr-Brssss. Vl. äabrgang. dir. 6. (.loni 1897.) 8". 8. 81—96. Verlag von äobann Ambrosius öartb in 1/sixeig. Astronomie. liebst ^nbang: Wertvolle Werks aus dem dssamt- gsbists äsr exakten Wisssnsvbattsn. (Hierin u. a. äis Liblio- tbsksn äss s- Osbsirosn Ilegisrungsratss Or. Ws^sr in Ilisl unä äss si Brolsssors l)r. 8. Opxsnbsim in Berlin.) Lntigu.- Latalog 8o. 189 von 8. Oalvar^ L 6o. in Berlin. 8". 61 8. 1520 Hummern. Illustrierter keisskatalog. Vsrxsicbnis bsWäbrter ksissbanäbüebsr unä Bübrsr. Vonristsn- unä 8pexial-Xartsn, Bsissbesebrsi- bungsn, Braebtvsrks, Ltlantsn, Lonvsrsationsbücbsr ste. Aus gabe 1897. Hnsgsgsbsn äurob (. . . 8ort.-Ba . .. .) 8". 120 8. Bsipriig 1897, L. B. Ilosblsr, Larsortiwsnt. Nachahmung eines Warenzeichens. — Der Braunschwei gischen Landesztg. ist folgendes über eine Gerichtsverhandlung wegen Verletzung des Markenschutzes zu entnehmen: Anfang der neunziger Jahre ordnete das Schuldirektorium in Braunschweig eine besondere Liniatur für die Schreibhefte an, und der dortige Pestalozzi verein traf mit dem Inhaber einer Papier-Grotzhandlung ein Ab kommen, die Liniatur in der vorgeschriebenen Weise herzurichten. Er mutzte gewisse Prozente des Verdienstes abgeben, dagegen wurde ihm vom Verein überlassen, ein Zeichen der Schreibhefte zu gebrauchen. Dieses bestand aus einem in einem Dreieck befindlichen Pferde und der Bezeichnung -Pestalozzi.. Die Kinder waren nicht dem Zwange unterworfen, gerade diese Hefte zu gebrauchen. Später tauchten noch andere Hefte mit fast dem selben Zeichen im Handel auf. Diese waren aus einer Fabrik in Halle a. S. hervorgegangen. Die Inhaber dieser Firma wurden wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutz der Warenbezeich nungen angeklagt, und die Verhandlung fand am 5. d. M. vor der ersten Strafkammer in Braunschweig statt. Der eine der Ge schäftsinhaber bestritt, dah er sich mit Herstellung der Hefte befaßt habe; der andere wollte es auf eine Täuschung nicht abgesehen haben Die Verteidigung hob hervor) der Aufdruck sei erfolgt, um den Wünschen des Publikums entgegenzukommen. Nach längerer Beratung erkannte das Gericht bezüglich des ersten Angeklagten auf Freisprechung; der andere wurde zu einer Geldstrafe von ISO eventuell 15 Tagen Gefängnis verurteilt, auch wurde auf Beseiti gung der fraglichen Bezeichnungen auf den noch vorhandenen Heften erkannt. In der Urteilsbegründung hieß es, daß die Hefte geeignet seien, Täuschungen hcrvorzurufen; belanglos für das Urteil sei der Umstand, daß der von der Höllischen Firma gebrauchte Aufdruck geringe Abweichungen von dem Originale aufweise. Thüringische historische Kommission. — Ueber die hier schon erwähnte Gründung einer -Thüringischen historischen Kom mission- giebt eine Mitteilung im Reichsanzeiger folgendes Nähere bekannt: Unter dem Titel -Thüringische historische Kommission hat sich eine freie Vereinigung der historischen Vereine der Thürin gischen Staaten und einiger Archivoorstände zu gemeinsamer Arbeit zusammengethan. Durch Zusammenfassung aller in Thü ringen vorhandenen Kräfte soll eine Reihe allgemeiner historischer Aufgaben gelöst werden. Die Geschäfte werden durch eine von dem -Verein für thüringische Geschichte, ernannte Kommission von vier Mitgliedern und je einen Vertreter der dem Ver bände beigetretenen Vereine geführt. Vorsitzender und Stellver treter werden von dem genannten Verein bestimmt. Die Kom mission hat das Recht, weitere Mitglieder zu wählen. Der Kom mission gehören eine Anzahl thüringischer Archivare an, desgleichen Historiker und Rechtshistoriker, sowie der Germanist der Universität Jena. Die Publikationen sollen vorwiegend Materialsammlungen sein. Zur Förderung der im Arbeitsprogramm verzeichnet«» Arbeiten, besonders der in Angriff genommenen Inventarisierung der Be stände kleiner Archive, sind Bezirke gebildet worden, in deren jedem ein der Kommission angehöriger Hauptpfleger die Arbeiten leitet. Unter ihm arbeiten Pfleger in den einzelnen Amtsgerichtsbezirkcn und Ortspfleger in den Ortschaften. Die Ernennung der Pfleger und Ortspfleger mutz der Kommission angezeigt werden. Die Hauptpfleger tragen Sorge, dah überall die Archivalien verzeichnet werden, und unterbreiten der Kommission ihre Anträge bezw. Ver öffentlichungen. Für die Zwecke der Inventarisierung ist eine An weisung für die Pfleger und ein Jnventarisierungsvorbild aus gearbeitet worden. Neben der Inventarisierung ist die Vorarbeit für Herausgabe eines Oorxns jvris munioipaiis IdnringiLs be gonnen worden. Nicht berührt werden von der Thätigkeit der Kommission die besonderen Arbeiten des -Vereins für thüringische Geschichte- u. a., wie Urkundenbücher, die liegest», äipiomatioa nsonon sxistoiaria lristorias Vdnringias und die geplanten Publi kationen aus thüringischen Archiven zur neueren Geschichte. Handelsgesetzbuch für das Deutsche Reich. Vom 10. Mai 1897. — Das Reichsgesetzblatt Nr. 23, ausgegeben zu Berlin am 21. Mai, publiziert das neue Handelsgesetzbuch für das Deutsche Reich samt dem Einführungsgesetz. Beide Gesetze sind vollzogen in Uroille am 10. Mai 1897. Kunstanstalt Grimme L Hempel A.-G. in Leipzig. — Die erste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Kunst anstalt Grimme L Hempel A.-G. in Leipzig ist auf Dienstag, den 15. Juni, vormittags 11 Uhr, anberaumt und wird im Sitzungssaal der Gesellschaft: Leipzig, Kohlenstrahe 16, abgehalten werden. Eine neue Schnellpresse. — Als solche darf man die Herrn Wilhelm Müller in Heidelberg (in Firma A. Hamm, Schnellpressenfabrik und Eisengießerei in Heidelberg und Franken thal) patentierte Flachdruck-Rotationsmaschinc bezeichnen, die von dem Ingenieur der Fabrik, Herrn H. Diehl zu Frankenthal, erfunden und gebaut worden ist. Bei ihr ist das Prinzip einiger Systeme der kleinen Accidenztretprcssen, das des feststehenden Fundaments, auf die große Maschine übertragen, im übrigen hat sie indes mit diesen keine Aehnlichkeit; als Vorläufer könnte man vielleicht die von dem Edinburger Buchdrucker John Ruthoen im zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts gebaute Handpresse be trachten, bei der, wie bei der Hammschen Maschine, das Fun dament feststand und der druckende Tiegel in Schienen hin und her bewegt wurde; sie hat indes wenig Verbreitung gesunden und ist ihrer komplizierten Konstruktion halber bald wieder ver schwunden. Der Versuch, mit Flachdruckmaschinen, d. h. mit Maschinen, deren Fundamente gewöhnliche Satzformen tragen, nicht gebogene Stereotypen zum Druck auf Cylindern, von der Papierrolle zu drucken, ist bekanntlich schon von Hofrat Auer in Wien, dem früheren Direktor der dortigen Hof- und Staats druckerei, gemacht worden, ohne daß er damit einen Erfolg erzielt hätte; der Hammschen Fabrik aber ist es jetzt gelungen, dieses schwierige Problem glücklich zu lösen, und zwar wird die Maschine 3500 bis 4000 beidseitige Drucke in der Stunde bei einem Formate von 51 x 70 om liefern. Dabei ist das Format in der Höhe bis zur Hälfte veränderlich; in der Breite kann es der beliebigen Breite der Papierrolle entsprechend gehalten werden. Ohne bildliche Dar stellung die Maschine in allgemein verständlicher Weise beschreiben zu wollen, dürste jedoch kaum gelingen; deshalb möge hier nur eine flüchtige Skizze versucht werden. Sie besitzt an jedem ihrer beiden Enden ein sehr vollkommenes, unterhalb, resp. zur Seite des Fundaments stehendes Farbwerk, das die verriebene Farbe an zwei zu jeder Seite der Druckcylinder stehende Auftragwalzen (bei jedem Cylinder also vierl) abgiebt, aus deren Paaren noch je eine Reibwalze läuft. Von diesen Auftragwalzen schwärzt das innere Paar die Form beim Hingange, das äußere beim Rückgänge und vies versa; die Cylinder aber haben wiegende Bewegung und drucken daher bei jedem Gange über die Form. Beide Cylinder mit ihren Farbwalzen liegen in festen Lagern, und ihre Druckkraft kann genau reguliert werden ; kräftige Zugstangen verbinden beide Cylinderwagen und führen sie in durchaus gleichmäßigem Gange über die Formen, 529*
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