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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.12.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-12-31
- Erscheinungsdatum
- 31.12.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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18388 Nichtamtlicher Teil. 302. 31. Dezember 1S06. Sammlern sehr stark berücksichtigt worden. Drucke aus den Pressen von Gutenberg. Frist und Schösser, der Aldus. Junta. Stephanus, des Piantin, der Elzevire. von Caxton, R. und A. Foulis und vieler andern Drucker wurden und werden auch heute noch gesammelt, wenn auch manche nicht mehr oder nur zu unerhörten Preisen aufzutreiben find. Daneben sammeln manche Leute Drucke, die an einem bestimmten Ort gedruckt worden sind oder über einen bestimmten Ort handeln, oder sie bevorzugen Abzüge auf Pergament, auf großem oder besserem oder auf farbigem Papier in un- beschnittenen Exemplaren, oder zweifarbige Drucke. Während manche alten englischen Sammler nur Sinn für große Folianten hatten, ergötzen sich moderne Liebhaber an Büchern kleinsten Formats, von denen hundert bequem in einer Zigarrenkiste unlergebracht werden können. Welche großen Verschiedenheiten gibt es nicht bei den illustrierten Büchern der verschiedenen Zeiten und Länder? Auch hier wirft sich der Sammler auf ein nach Zeit. Land, Künstler und Inhalt umgrenztes Gebiet. Er sammelt z B. nur Werke, die von D. Chodowiecki oder L. Richter illustriert sind. Verschiedene Sammler kaufen Bücher nur wegen des Einbands. Die Schönheit, das Material, der Verfertiger desselben, etwa auf dem Einband angebrachte Wappen geben den Ausschlag für die Erwerbung, während der Inhalt des von dem Einband umschlossenen Werks Nebensache ist Ein andrer Liebhaber sammelt nur die verschiedenen Ausgaben eines Werks, z. B der Bibel, des Thomas a Kempis, von Goethe, Schiller usw., oder nur solche Werke, die von einem berühmten frühern Besitzer kommen. Sehr gesucht, aber auch äußerst selten und teuer sind z. B. schön erhaltene Werke aus den Bibliotheken von Th. Maioli, I. Grolier, Heinrich ll. und der Diana von Poiriers. Gewisse Sonder linge finden nur Geschmack an Büchern, die ihr Schicksal gehabt haben, die von kirchlichen und weltlichen Behörden, soweit es möglich war, unterdrückt, verbrannt, vernichtet, kastriert worden find oder sonstwie fast sämtlich untergingen. Dann gibt es komische Käuze, die aus Bücher mit ergötzlichen oder bedenklichen Druckfehlern oder sonstigen Schnitzern Jagd machen. So heißt es in Schcdels bekannter Chronik von 1493 auf Blatt OIL also: »aber zu letzt warbt er (der Kaiser Domitian) auß gütlicher verhengknus von den seinen in seiner 'schlaskammer erschlagen vnd sein leichnam durch Fledermewse vertragen vnd schentlich begraben«. Der Übersetzer hat hier vodpiilouek — Leichenträger mit vsexortiliooes — Fledermäuse ver wechselt. Diese Fledermäuse flattern auch in den Schön- spergerschen Nachdrucken der Chronik und in Seb. Francks von Wörd Chronica Zeitbuch vnd Geschichtlibell 1536 umher In der von R Barker und M. Lucas in London gedruckten sogenannten »IVivlceä üiblo« ist im siebenten Gebot das Wort -nicht« weggelassen, wofür 1633 die Drucker dreihundert Pfund Sterling Strafe zahlen mußten. Ein Druckfehler ist übrigens manchmal dazu gut, daß man durch ihn eine bestimmte Ausgabe eines Werkes erkennen kann. So ist die erste Ausgabe des Horaz von John Pine, 2 Bde. 1733—1737, an dem Druckfehler »kost ost» für »kvtsst» auf der Medaille von Caesar S. 108 II. zu er kennen. Sehr spitzfindige Sammler fahnden nach Werken, in denen irgend ein Stoff zum erstenmal behandelt oder ein Vorkommnis zum erstenmal erwähnt ist, so z. B die Tellsage in Etterlins Kronika ILu7, die Entdeckung Amerikas durch die Nordmännec in Torsaeus, Klosiil-arclls »m-iqu-i, 1706, der Schwarzkünstler Faust in Trithemius, Lpistolsrnw rc. 1536. Die Liste dieser Liebhabereien ließe sich leicht beliebig fortsetzen. Es ist selbstverständlich, daß die Händler den verschiedenen Sammelrichtungen nach Möglichkeit Rechnung tragen, wenn dies auch manchmal schwer fällt, denn die Be zugsquellen find oft sehr entlegene und schwer zu findende. Das kürzlich erschienene: Internationale Adreßbuch der Antiquar-Buchhändler von Wilhelm Junk in Berlin leistet für die Beschaffung derartiger Spezialitäten sehr gute Dienste. Die nachfolgende alphabetische Zusammenstellung der von den einzelnen Handlungen gepflegten Spezialitäten, wie sie im Junkschen Adreßbuch angegeben find, wird Käufern, Liebhabern, Antiquaren und Buchhändlern jeden- salls nicht unerwünscht sein. Wenngleich nicht erschöpfend, da sich verschiedene und große Firmen über ihre Speziali täten nicht ausgesprochen haben, wird sie trotzdem sehr nütz lich sein. Ablaßbriefe. M. Breslauer, Berlin. Afrika. CH. Chadenat, Paris. — W. George, Bristol. Aldinen. Rhein. Buch- u. Kunstantiquarial, Bonn. Almanache (s. a. Kalender, Taschenkalender). Edm. Meyer, Berlin (alte Gothaer, Göttinger usw.). Alpine Literatur. Ed. Voigts Nf, Wiesbaden. LiSLiio». Lindners Buchh., Straßburg i. E. — I. Noiriels Buchh., Straßburg i. E. Altertumskunde. E Lechevalier, Paris. — D. Nutt, London. Frz. Richter, Leipzig. — Simmel L Co., Leipzig. LmorliiLiui. A. Beyer, Madrid. — Libllvtboc» Lmoriosn», kiortb kiuclilox. — M. Breslauer, Berlin. — Burrows Bros. Co., Cleveland, O — CH. Chadenat, Paris. A. H. Clark Co., Cleveland, O. — I T Doonan, Atlanta, Geo. — D. Dünn, Brooklyn, N. U. — W. George, Bristol. KoockpLiituro ltoolc Ov-, Nashville. — Olooä-pooa, Boston, Mass. — H. G. Gregory, Providence, R. I. — G. Holding, London. — F. P. Harper, New Jork. — F. B. Hartranst, Hartford, Conn. — G. P. Humpyrey, Rochester, N. I. — G. W. Humphrey, Boston, Mass. — N. M. Ladd, Brooklyn, N. U. — W. H. Lowdermilk L Co., Washington, D. C. — F. M. Morris, Chicago, Jll. — N. F. Morrison, Elizabeth, N. I. — L. S. Olschki, Florenz. — D. L. Passaoant, Zelienople, Pa. — I C. Price, Philadelphia, Pa. — R. Renault, Quebec. — G. H. Rigby, Philadelphia, Pa. — L. Rosenthal, München. — I. F. Sabin, New Dork. — I. W. Scopes, Albany, N. I. — Shepard Book Co., Salt Lake City, Utah — Simmel L Co., Leipzig. — H. Stevens Son L Stiles, London. — W. Tait, Belfast. — Th. Taylor, Tauiiton, Mass. — C. I. Traver, Trenton, N. I. — I. D. Walker, Albany, N. Y. — E. A. Werner, Albany, N. Y. Anhalt. W Claaß, Dessau (alles auf Anhalt Bezügliche). Ansichten, siehe Städteansichten. Antialkoholika. Brüder Suschitzky, Wien. Antiquitäten. Gebr. Redwitz, Baden-Baden. Arabrca. A. Beyer, Madrid (Hispano-Arabica). Architektur. Boysen L Maasch, Hamburg. — CH. Claesen, Paris. — V. Gastinger, Paris. — I. P. Grisfith, London. — G Heß, München. — E. Hirsch, München. — Kanter L Mohr, Berlin. — C. Leddihn, Berlin. — Mathias L Cie., Paris (alte). — Edm. Meyer, Berlin (ältere). — Uli. Mohr, Berlin. — E. Ostermoor, Charlottenburg. — G. Schlemminger, Leipzig. — Schuster L Busleb, Berlin. — Fr. Toussaint, Berlin. — Weise L Co., Berlin. — L. Werner, München. Archive. Fr. Cohen, Bonn. Lrs morioiiäi. L. Rosenthal, München. Asien. CH Chadenat, Paris. Astrologie. W. Tait, Belfast. llirktriLoo. I. Deibler, Wien. — Fr. Ehrlich, Prag. Autographen. L. Battistelli, Mailand. — R. Bertling, Dresden. — M. Breslauer, Berlin. — E. Carlebach, Heidelberg. — E. Charavay, Paris. — G. Charavay, Paris. — Fr. Cohen, Bonn. — N. Conway L Sons,
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