Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.07.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-07-09
- Erscheinungsdatum
- 09.07.1896
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18960709
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189607099
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18960709
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1896
- Monat1896-07
- Tag1896-07-09
- Monat1896-07
- Jahr1896
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
4098 Sprcchsaal. — Geschäftliche Einrichtungen mW Veränderungen. 157, 9. Juli 1896. Zu bedauern ist nur, daß die Firma L. Fernau in Leipzig, welche unter den hiesigen Buchhändlern und Mitgliedern unseres Vereins früher drei, jetzt noch zwei Kommittenten hat, sich auch zur Besorgung der Kommission dieses Pseudo-Buchhändlers herbei gelassen hat. Daß Herr Fernau nicht einmal daran gedacht haben sollte, daß der Büchervertrieb durch einen Lehrer die Interessen seiner hiesigen Kollegen und Kommittenten schädigt und schädigen muß, ist uns undenkbar. Um den genannten Herrn Lehrer nicht weiter im Buchhandel arbeiten zu lassen, hat der Verein Chemnitzer Buchhändler sich mit einer Eingabe an den Rat der Stadt Chemnitz gewandt, welche nachstehend zugleich mit dem Bescheide zum Abdruck gelangt: Verein Chemnitzer Buchhändler. B. Troitzsch, Vorsitzender. -Hochwohllöblicher Rat der Stadt Chemnitz. -Chemnitz, den 16. Juni 1896 -Die ergebenst Unterzeichneten Buchhändler, soweit solche Mitglieder des Vereins Chemnitzer Buchhändler sind, müssen seit Jahren die Wahrnehmung machen, daß Herr Oscar Map Lehrer der IV. Bczirksschule, Neugasse 4, II hier wohnhaft, uns in unserem gewerblichen Berufe nicht unbeträchtlich schädigt, als derselbe eine regelrechte buchhündlerische Vertretung in Leipzig unterhält, sich mittels mit seinem Namen Unterzeichneter Bestell zettel Bücher verschreibt, durch seinen Vertreter in Leipzig zu senden läßt und hier verkauft. -Zum Beweise gestatten wir uns, einen solchen, bereits von der betreffenden Verlagsbuchhandlung erledigten Bestellzettel, welchen Herr Lehrer Map handschriftlich gezeichnet, anbei zu übersenden. Wie hoch der buchhändlcrische Umsatz des Herrn Map ist, vermögen wir nicht anzugeben, doch glauben wir mit Bestimmtheit annchmen zu könne», daß der Bücherabsatz nicht unbeträchtlich seit Jahren gewesen ist, da der Betreffende als Bücher-Liefcrant für die in hiesiger Stadt mit nach Tausenden zählenden Mitgliedern ausgestalteten Naturheil-Vereine gilt. -Wir glauben mit Sicherheit annchmen zu können, daß Herr Lehrer May eine Steuer auf sein flott betriebenes Buchhändler- Gewerbe nicht angemcldct hat, zweifeln aber keinen Augenblick daran, daß sich Herr Map wohl bewußt ist, welche schwere Schädigung er den ortsangesessenen, nur aus dem Einkommen ihres Berufes lebenden Buchhändlern zufügt und seit Jahren zu- gcsügt hat. -Wir gestatten uns vorerst, uns an den Hochwohllöblichen Rat der Stadt Chemnitz als die berufene Anstellungsbehörde des betreffenden Herrn Lehrers May mit der höflichen Bitte zu wenden, nicht zu dulden, daß ein von der Stadt mit auskömm lichem Gehalte und mit Pensionsberechtigung ausgestatteter Lehrer ein Gewerbe, mag cs sein, welches es will, nebenbei betreibt und dadurch seinem eigentlichen Berufe, für den er von Seiten der Stadt bezahlt wird, entzogen wird. -Indem wir unsere höfliche Bitte einer gütigen Berück sichtigung von Seiten des Hochwohllöblichen Rates der Stadt Chemnitz empfohlen halten, zeichnen mit »Hochachtung und Ergebenheit (Folgen die Unterschriften). Antwort. -Auf die Eingabe der vereinigten Chemnitzer Buchhandlungen vom 16. Juni d. I. ist mit Zustimmung der Königlichen Bezirks- schul-Jnspektion dem Lehrer Oscar May der Vertrieb von Büchern und Zeitschriften, insoweit May nicht als Verfasser und Selbst verleger dabei beteiligt ist, verboten worden. »Chemnitz, den 30. Juni 1896. (Folgt Unterschrift.) Erwiderung. Ehe der verehrte Herr Vorsitzende des -Vereins Chemnitzer Buchhändler» es unternahm, den Interessen seiner Vercinsmitglieder dadurch dienen zu wollen, daß er die vorstehende, im Grunde nur gegen mich gerichtete gegenstandslose Anklage dem Börsenblatt, damit also der buchhändlerischen Oeffentlichkeit übergab, würde cs sich empfohlen haben, meine Anteilnahme an der Angelegenheit persönlich oder durch einen Vertrauensmann besser zu konstatieren. Daß ich Herrn Oscar May Bücher aus fremdem Verlage, also als Kommissionär, geliefert habe, ist sehr richtig. Nach Ausweis meiner Bücher aber, welche ich Herrn B. Troitzsch jederzeit behufs Ein sichtnahme und Prüfung zur Verfügung stelle, betrug der Umsatz, welchen Herr May aus fremdem Verlage durch mich über Leipzig erzielte im ganzen Jahre 1894 14 ^ 8 netto, - „ „ 1895 — ^ 48 -Z „ vom 1. Januar 1896 bis heute 17 ^ 39 ^ und zwar habe ich die betreffenden Bücher mit 15°/o Rabatt vom Ordinärpreise der Verleger ab hier, also Porto zu Lasten des Herrn May, berechnet. Durch meine Vermittelung hat Herr O. May keinerlei andere Bezüge aus fremdem Verlage über Leipzig gemacht. Ich muß sagen, daß ich in diesen Bezügen des Herrn May eine ernste Konkurrenzgefahr für den Chemnitzer Gesamtbuchhandel nicht erblickt habe; doch hätte ich selbstverständlich die Lieferung unterlassen, wenn mir jemals irgend ein bezüglicher Wunsch oder auch nur eine Mitteilung seiten des Herrn Troitzsch zugegangen wäre. Der Angriff erscheint mir als völlig gegenstandslos und entspringt wohl nur, soweit er mich betrifft, einer bedauerlichen Unkenntnis der näheren Verhältnisse. Es ist zu beklagen, daß, wie öfter schon in ähnlichen Fällen, das Börsenblatt sich dazu hergeben muß, derartige nichtssagende Frage» zu erörtern. Dieselben würden viel besser in anderer Weise erledigt, ohne Belästigung einer größeren Zahl von solchen, die ihnen innerlich und äußerlich fernstehen. Jedenfalls danke ich der Redaktion des Börsenblatts dafür, daß sie mir den Artikel mitteilte, bevor er zum Druck gelangte. Leipzig, 7. Juli 1896. Curt Fernau in Firma L. Fernau. Anzeigeblatt. Gerichtliche Lekannlmachungen. K. Amtsgericht Stuttgart Stadt. Konkurseröffnung über das Vermögen des vr. Rudolf Förster, alleinigen Inhabers der Firma ,,Druckerei u. Verlagshaus Stuttgart vr. Förster L Co." hier, Wil- helmsstr. 5, Hhs., am 2. Juli 1896, Nach mittags 5 Uhr. Konkursverwalter: Rechts anwalt Stotz hier. Offener Arrest mit An- zeigesrist bis 20. Juli 1896. Erste Gläubiger- Versammlung am 27. Juli 1896, Vormittags 11 Uhr. Ablauf der Anmeldefrist: 29. August 1896. Allgemeiner Prüfungstermin am Mon tag, den 14. September 1896, Vormittags 9 Uhr. Den 4. Juli 1896. Gerichlsschreiber Heimberger. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. s30153j Für die nächsten 4—6 Wochen be sorgt Herr Hans Licht die Auslieferung für mich sowie Herrn Aug. Karrer in Weimar. Leipzig. R. Dalimeier. s30164s Aus dem Verlag der Noßberg'schen Hofbuchhandlung ging in den unsrigen über *): AkudtiuW Rundschau. Blätter für Reform des akademischen Lebens. Preis vierteljährlich 1 50 H ord., 1 ^ 15 -Z bar. Einzelne Nummern 40 ->) ord., 30 H bar. Alle Bestellungen und sonstigen Zu schriften, welche für den Verlag des Blattes bestimmt sind, wolle man richten an den Akademischen Zeitschriften-Verlag in Leipzig, Gerichtsweg 11 I. *) Wird bestätigt: Roßberg'sche Hofbuchhandlung. s30171j Bis bomwission tür clis Ikirma R. 0. 8sswann in Brisäsnan-Lsrlin bssorgs iob von bsuts ab vielt msbr. I-sixr.ig, äsn 1. luli 1896. I'oorstsr's Vorlag. Vcrkaufsanträge. s29277s Ich bin beauftragt zu verkaufe«: Einen» gesehene Buch-, Kunst- u. Mu sikalienhandlung, im mittleren Deutsch land befindlich, mit einem Jahres umsatz bis zu 48000 .L bei mäßigen Spesen. Wertvolles Lager. Das Haus kann zu günstigen Be dingungen mit übernommen werden. Stuttgart, Königsst ratze 38. Hermann Wildt. s28629s In sinsr mittlsrsn 8taclt dlorci- Osutsoblancls, 8it? visier Lsböräsn sto., ist eins alte soliäe Lnobbanälnng, clis angegebenste am klates, wegen Lrünblieb- bsit des Besitzers ru verbauten. Der Um satz beträgt ca. 29000 mit ca. 4000 Reingewinn. Oer Vsrt clss testen Bagers rmä Inventars ca. 14 000 Rautxrsis 20 000 bar. Das 6osobätt bat sine vor- rügliobs, keine u. rum grossen Reil wisssn- sobattlieb gebildete Rundsebakt n. ist novb ssbr erweiteren: gstabig. Berlin IV. 35. Llviu Ltauclo.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder