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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.12.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-12-06
- Erscheinungsdatum
- 06.12.1906
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- Deutsch
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der eine farbig, von Levachez Sohn, nach Buguet, erwähnt, die die Kaiserin Josephine darstellen und 150 Frcs. erzielten, sowie 2 Probeabzüge, prsmisr et sseovä 6ts.t, eins »Louis XIV.», von Masson, 130 Frcs. Verschiedene andre Porträts erreichten ge ringere Preise. — Im allgemeinen zeichnete sich die obige Stich auktion (Sammlung des Herrn V. Bouvrain) durch gut erhaltene Exemplare, meistens Probeabzüge, avant lg. Isttrs, aus, weshalb denn auch gute Mittelpreise und einige Ausnahmepreise bezahlt wurden. Eine andre Stichauktion, die am 26. und 27. November im Hotel Drouot unter der Leitung von Delestre und Lair-Dubreuil abgehalten wurde, brachte unter anderm auch folgende alte Stiche: »Vus äu obatsau äs Vaux-Is-Vieowts« von Israel Sil- vestre, 180 Frcs., — ein Porträt des Polenkönigs August III., nach Rigaud, von Balechon, 200 Fr., — ein andres Porträt: »Iwais 1s 6ravä» von Pierre Drevet, nach Rigaud, alter Rahmen, ebenfalls 200 Frcs. — Wie aus obigem hervorgeht, haben gut erhaltene alte Stiche, namentlich Reproduktionen der Porträts von Rigaud, ausgeführt ^>urch die Hand der verschiedenen Drevet, immer noch gute Preise. Am 24. November versteigerten die Herren Lair-Dubreuil und Meynal im Hotel Drouot einige Bücher. An dieser Versteigerung wurde für ein Exemplar »ladlsau xso^ral äss arwsss autriobisvnsg» von Opiz, dem viele farbige Tafeln beigegeben waren, 600 Frcs. bezahlt. Eine hübsche Summe erreichte der erste und zweite Teil der Briefmarkenversteigerung des Herrn Erard Le Roy, d'Etiolles. Die Auktion fand im November unter der Leitung von Gabriel und Bernichon im Hotel Drouot zu Paris statt und ergab für den ersten Teil einen Erlös von 42 000, für den zweiten Teil sogar 96 000 Frcs. Der dritte Teil dieser Sammlung wird am 21. Dezember, ebenfalls im Hotel Drouot, unter den Hammer kommen. Ein Engländer soll für das Pastell »U'^n^slus» von Millet, das dem gleichnamigen Bild als Studie diente, 250000 Frcs. bezahlt haben. Dieses Pastell war von A. Stevens für 400 Frcs. direkt von Millet gekauft worden, im Jahre 1886 kaufte es Herr Rüderer für 3000 Frcs.; 1891 war es bereits für 100000 Frcs. nach London (Hollender) versteigert worden. — Eine andre Irrfahrt scheint das Gemälde »1.3. Nort äs Naresau» machen zu wollen. Dieses war im Jahre 1878 um 30000 Frcs. von Herrn Turquet gekauft worden, der es später an den Zuckersp«kulanten und Ex-Waren-! Hausdirektor (krintswps) Jaluzot in Paris abtrat. Im letzten Jahre erreichte das Bild im Hotel Drouot nur 13000 Frcs. an läßlich der Zwangsversteigerung Jaluzot. Eine Gläubigergruppe kaufte es, um es bald darauf einem Herrn Herzog zu überlassen Soeben wurde nun dieses Meisterwerk von J.-P. Laurens von einem Japaner im Auftrag seiner Regierung für 40000 Frcs. er worben. Und schon gibt man sich hier den schönsten Hoffnungen hin, die in Japan ein Absatzgebiet für europäische Malerei zu sehen glauben. F. A. Müller, Paris. Die Bevölkerung Deutschlands. — Im Deutschen Reichsanzeiger wird das endgültige Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 veröffentlicht, nachdem das vorläufige bereits im März dieses Jahres mitgeteilt worden war. Wie sich jetzt herausstellt, war bei der letzten Zäh ung die Bevölkerung des Deutschen Reichs noch um 36000 Köpfe größer, als man nach der vorläufigen Ermittelung angenommen hatte. Sie beziffert sich auf 60 641 278 Personen, gegen 56 367 178 im Jahre 1900, hat also in der letzten fünfjährigen Zählungsperiode um 4 274 100 Per sonen oder 7,6 v. H zugenommen. Die Bevölkerung Preußens beträgt 37293324 Personen, gegen 34 472 509 im Jahre 1900, hat sich also um 2 820 815 oder 8,2 v. H., mithin etwas stärker als die des gesamten Reiches ver mehrt. Bayern hat 6 524 372 Einwohner und zeigt eine Zu nahme in den letzten fünf Jahren um 348 315 Einwohner. An dritter Stelle steht Sachsen mit 4 508601 Einwohnern und einer Zunahme von 306 385, an vierter Württemberg mit 2302 179 Einwohnern, das aber in der Zunahme (132 699) von Baden überflügelt wird, wo bei 2 010 728 Einwohnern eine Zunahme um 141 870 gezählt worden ist. Es folgt Elsaß-Lothringen mit 1 814 564 Einwohnern und einer Zunahme von 95 094. Hessen ist der letzte Staat, dessen Einwohnerzahl eine Million übersteigt; sie betrug 1 209175 und hat um 90 196 zugenommen. Danach folgt Hamburg mit 874878 und der starken Steigerung um 95 094 Einwohner. Die andern Staaten stehen in nach folgender Reihenfolge: Mecklenburg-Schwerin 625 045 (Zunahme 17 272), Braunschweig 485 958 (21625), Oldenburg 436 856 (39 676), Sachsen-Weimar 388 095 (25 222), Anhalt 328029 (11 944), Sachsen-Meiningen 268 916 (18185), Bremen 263 440 (38 558), Sachsen - Koburg - Gotha 242 432 (12 882), Sachsen-Altenburg 206 508 (11594), Lippe 145 577 (6625), Reuß j. L. 144 584 (5374), Lübeck 105 857 (9082), Mecklenburg-Strelitz 103 451 (849), Schwarz burg- Rudolstadt 96 835 (3776), Schwarzburg»Gondershausen 85 152 (4254), Reuß ä. Linie 70 603(2207), Waldeck 59127 (1209), Schaumburg-Lippe 44 992 (1860). Red. Diplom-Landwirt. — Eine allerhöchste Verordnung vom 23. November 1906 bestimmt, daß Studierende der landwirt schaftlichen Abteilung der Technischen Hochschule in München, die die Diplomprüfung der landwirtschaftlichen Abteilung be standen und hierüber unter den nach den Bestimmungen der Diplomprüfungsordnung erforderlichen Voraussetzungen außer dem Prüfungszeugnis ein Diplom erhalten haben, nach Maßgabe der vom bayrischen Kultusministerium zu erlassenden näheren Anordnungen das Recht erhalten, den Titel »Diplom-Landwirt» zu führen. (Nationalztg.) Von der dänischen Buchhändlerfachschule. — Am Sonntag den 25. November fand die jährliche Prüfung in allen drei Klaffen der Schule statt, die nun 10 Jahre bestanden und mehr als 40 Schüler mit Abgangszeugnis entlassen hat. Dies mal konnten sieben entlasten werden. Die mündliche Prüfung erstreckte sich auf sämtliche Unterrichtszweige. So gaben z. B. die abgehenden Schüler der Oberklasse in Literaturgeschichte Däne marks wie auch in der Weltliteratur über Leben und Werke der großen Dichter Bescheid, übersetzten Geschäftsbriefe aus dem Deu Ischen und ins Deutsche; die der mittleren zeigten ihre Kennt nisse in Prozentrechnung und Buchführung, die der Unterklaffe wiesen ihre Fähigkeit in Katalogbenutzung usw. nach. Zum erstenmal ist, wie der Vorsteher, Herr Buchhändler Salmonsen, mitteilte, im verflossenen Jahre von Herrn Lehrer Soetmann ein vollständiger Kursus, verbunden mit praktischer Anschauung, in der Herstellung eines Buches durchgenommen worden. Herr Salmonsen verteilte dann an drei Schüler Preise, bestehend aus Büchern, die von den Verlagen Gyldendal, Hagerup und Schönbergske Forlag gestiftet waren; auch diese Preisver- teilung ist eine neue Einrichtung. Zu den Empfängern gehörte eine junge Dame, die einzige weibliche Angehörige der Fachschule. G. Bargum. Eine englische Literaturgeschichte. (Vgl. Nr. 280 d. Bl.) — Mit Bezug auf unsere (der Beilage zur Allgemeinen Zeitung entnommene) Mitteilung unter obiger Überschrift, betreffend das Werk ^V. Warä avä k. UVallsr, Oambriä^s Ui3tor^ ok Lvxlisü üitsraturs, sei hier nachgetragen, daß die Firma A. Asher L Co. in Berlin den Alleinvertrieb dieses Werks für Deutschland übernommen hat (vgl. die Anzeige in Nr. 211 d. Bl. vom 11. September 1906, Seite 8645). Red. »Sphynx», Verein j. Buchhändler Hamburg-Altonas. — Die Vereinsabende fallen im Dezember d. I. ganz aus; die nächste Haupt-Versammlung ist am Dienstag, den 8. Januar 1907. Alle dortigen Kollegen, die keine Gelegenheit haben, das Weihnachtsfest im Familienkreise zu feiern, werden gebeten, sich an der kleinen Weihnachtsfeier verschiedener Sphynx-Mitglieder am 24. Dezember im Münchener Bräu-Stübl, Kl. Theaterstraße, zu beteiligen. Beginn ca. 8 Uhr. Gemeinschaftliches Abendessen nach der Karte (ohne Zwang.) Vorherige Anmeldung erwünscht. Zu schriften an Hermann Kiehne, Stubbenhuk 18. Der Vorstand. Aus dem Antiquariat. — Die umfangreiche Bibliothek des f Professors der Botanik an der Universität Cambridge Marshall Ward ist in den Besitz des Antiquariats W. Hefser L Sons in Cambridge übergegangen. Red.
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