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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.12.1907
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1907-12-31
- Erscheinungsdatum
- 31.12.1907
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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14062 «Lrl-sbla« s. d. Dlsqn. Buchhandel. Sprechsaal. 303, 31. Dezember ISO'/. Beckmann-Führers durch Karlsruhe, Herrn Professor Karl Widmer, mit, er sei nicht abgeneigt, mit mir gemeinsame Sache zu machen. Auf meine Anfrage nach seinen Wünschen stellte sich aber heraus, daß ich einen neuen Stadtplan von Karlsruhe Herstellen taffen und überhaupt dem Verkehrsverein »einen maßgebenden Einfluß auf die Redaktion und Ausgestaltung des Führers einräumen sollte. Daß mein Beckmann-Plan von Karlsruhe gut ist, beweist der Umstand, daß er schon seit einer Reihe von Jahren dem Karls ruher Adreßbuch beiliegt. Ich wünsche also im Interesse aller Reiseführerverleger und in erster Linie im Interesse des Sortiments selbst, daß sich das Sortiment darüber klar werde, daß es, wenn es Verkehrs- vereinssührer unterstützt, mit dazu hilft, daß ihm ein alljährliches, gutes, in der stillen Sommerzeit doppelt willkommenes Geschäft aus der Hand genommen wird. Stuttgart, den 28. Dezember 1907. Walter Seifert. Liliencrons Jahresbericht. (Vgl. Nr. 284, 287, 288, 289, 290, 293, 296, 298, 301 302 d. Bl.) Antwort an den Verlag von »Nord und Süd- auf die Erwiderung in Nr. 298 d. Bl. Aus Ihrer Erwiderung greife ich zunächst Ihre Bemerkungen über das Inserat Ed. Meyer, Berlin, heraus. Jeder vernünftige Mensch erkennt sofort, daß, wenn in einem Eingesandt von »Leihbibliotheken» die Rede ist, dies nur ein Druck-oder Schreib fehler sein kann, denn mein Eingesandt würde sonst überhaupt keinen Sinn haben. Daß Sie aber aus solchen Nebensächlichkeiten eine Waffe gegen mich zu schmieden suchen, beweist, auf wie schwachen Füßen Ihre Verteidigung steht. Gewiß macht mir die Berliner Firma Konkurrenz, wenn sie durch Inserate in meinen Wirkungskreis einzudringen sucht. Sie ist auch nicht aus schließlich Antiquariat, und in dem Inserat steht ausdrücklich an erster Stelle -zur Komplettierung und Neuein richtung von Bibliotheken bestens empfohlen«. Weshalb verschweigen Sie dies in Ihrer Erwiderung? Daß Sie die Auf nahme eines derartigen Inserates in einem ausschließlich für das Sortiment bestimmten Reklamemittel noch zu beschönigen suchen, ist außerordentlich seltsam. Soweit der sachliche Teil Ihrer Erwiderung. Der übrige Teil besteht nur aus Phrasen, unschönen Unterstellungen und — Un wahrheiten. Unwahr ist es, wenn Sie behaupten, daß alle Firmen, die zu dieser Angelegenheit im Sprechsaal das Wort ge nommen haben, den Katalog nicht als Weihnachtskatalog benutzt hätten. Ich habe 100 Exemplare direkt von Ihnen bezogen und an meine Kundschaft verschickt mit dem Erfolg, daß mir von ver schiedenen Seiten gesagt wurde, man könnte nichts Passendes auS dem Kataloge finden. Als unwahr muß ich cs bezeichnen, wenn Sie behaupten, die von mir als fehlend angegebenen Novitäten wären in dem »systematischen Katalog- enthalten. Ich habe in meinem Eingesandt ausdrücklich nur von diesjährigen Novitäten gesprochen und kann nicht annehmen, daß Sie so wenig Literaturkenntnisse besitzen, um nicht ganz genau zu wissen, was ich gemeint habe. Wo stehen in dem systematischen Katalog: Wolfs, Wildfang- recht; Wildenbruch, Lukcezia; Laufs, Tanzmamsell; Herzog, Aben teurer; Wilbrandt, Sommerfäden; Heimburg, Wie auch wir ver geben (von Heimburg steht überhaupt nichts im ganzen Katalog); Rosegger, Försterbuben; Hermann, Jettchen Gebert; Ompteda, Wie am ersten Tage; Viebig, ^.bsolvo ts; Brachvogel, Der Ab trünnige, u. a. m.? Es sind dies alles Bücher, die sämtlich bis spätestens Oktober d. I. angekündigt worden, teilweise bereits im vorigen Jahre erschienen sind, die also ausgenommen werden konnten und ausgenommen werden mußten, wenn der Katalog etwas mehr sein will, als eine Jnseratensammlung. Allerdings haben sämtliche Verleger obiger Bücher nicht inseriert, und dies dürste der Grund der unterbliebenen Ausnahme sein. In den andern Abteilungen des Novitätenverzeichniffes ist das Fehlen von Büchern nicht insereriender Verleger noch aus fallender. Die Union-Jugendschriftcn fehlen in dem Nooitäten- verzeichniS gänzlich, und in dem systematischen Kataloge stehen nur »DaS neue Universum- und »Kränzchen- bis zum vorjährigen (I) Bande. Direkt armselig sieht die dramatische Literatur im Novi tätenverzeichnis aus. Es sind hier ausschließlich nur im Katalog inserierte Bücher enthalten, und zwar je eine Ausgabe von Shakespeare, Sophokles und Ibsen, Widmann, Der Heilige und die Tiere und fünf ganz unbekannte Bücher, von denen eins überhaupt keine dramatische Dichtung ist, eins bereits 1905 zur Ausgabe gelangte und die übrigen im Verlag der Herausgeber des Katalogs (Harmonie) erschienen sind. Das sind »die wich tigsten dramatischen Novitäten des Jahres 1907»! Ich glaube, hiermit ist zur Genüge der Beweis erbracht, daß bei Bearbeitung des Novitätenverzeichnisses mit ganz verschwindenden Ausnahmen nur die inserierenden Verleger berücksichtigt worden sind. Um so mehr sind die eigenen Verlagswerke der Heraus geber des Katalogs, der vereinigten Firmen S. Schottlaender, Harmonie, Verlag »Nord und Süd», Verlag deutscher Zeitschriften (Bus) und Berliner Verlag, die bekanntlich alle eins sind, berück sichtigt worden. Außer der 17mal wiedeikehrenden, widerwärtig ausdringlichen und nur abstoßend wirkenden Reklame für Külpe, Mutterschaft, und ungezählten redaktionellen Hinweisen befinden sich nicht weniger als 56 größtenteils ganzseitige Inserate dieser vereinigten Firmen im Katalog enthalten. Uber die Superlative, mit denen da gearbeitet wird, werden die übrigen Verleger, be sonders schönwiffenschaftlicher Literatur wenig erbaut sein. Die ersten 40 Textseiten des Katalogs handeln überhaupt fast nur von Verlagswerken obiger Firmen. Faßt man alles zusammen, was bereits über diesen Katalog zur Sprache gebracht worden ist, so erhält man ein sonderbares Bild von diesem mit so pomphafter Reklame in die Welt gesetzten Unternehmen. Da aber trotz alledem der Verlag von »Nord und Süd- die vorgekommenen Ungeheuerlichkeiten noch zu verteidigen und zu beschönigen sucht (es scheint System darin zu liegen), so dürfte nun wohl jeder Sortimenter erkennen, daß es dieser Verlag nicht für nötig hält, Rücksicht auf die Interessen der den Katalog vertreibenden Sortimenter zu nehmen. Halberstadt, Weihnachten 1907. Rudolf Schönherr. Perversität und — Weihnachtskatalog. (Vgl. Nr. 284, 287, 288, 289, 290, 293, 2S6, 298, 301, 302 d. Bl.) Die Leser des Börsenblattes brauchen nicht zu befürchten, daß ich das Thema ack ivümtum weiterführe. Da sich aber der Verlag »Nord und Süd- erlaubt, mir im Börsenblatt 296 mit den Worten: »also wozu der Lärm, in Szene gesetzt nicht von den Be- ziehern des Weihnachtskatalogs, sondern von denen, die ihn nicht erhalten haben und der Konkurrenz überlaffen mußten- unlautere Motive für mein Vorgehen zu unterstellen, und da er ferner damit die Unwahrheit sagt, so stelle ich folgendes fest: a) der -Lärm- ist von mir -in Szene gesetzt». (Siehe Börsen blatt Nr. 284); b) ich betreibe eine Spezialbuchhandlung für Medizin und Naturwissenschaft (siehe Offizielles Adreßbuch für den Deutschen Buchhandel) und habe mit Weihnachten so gut wie gar nichts zu tun. Infolgedessen überlaffe ich nicht nur die Weihnachtskataloge, sondern auch das Weih nachtsgeschäft meiner »Konkurrenz»; o) in der Erwartung, daß unter Liliencrons Leitung etwas anderes als ein gewöhnlicher Weihnachtskatalog zustande kommen würde, und in der Absicht, einigen guten Kunden eine Aufmerksamkeit mit dem -Jahresbericht- zu erweisen, bestellte ich auf die Anzeige hin fünfzig Exemplare! ä) der Verlag »Nord und Süd- bestätigte den Empfang dieses Auftrages in indiskreter Weise im Börsenblatt (Nr. 166 vom 19. Juli 1907 (Ilmschlagseite); s) die Barfaktur und den Frachtbrief, aus denen Bezug und Empfang der Exemplare hervorgeht, übersende ich anbei der Redaktion des Börsenblatts.*) Da sicher anzunehmen ist, daß der Verlag -Nord und Süd ein Stillschweigen meinerseits in seinem Sinne weiter ausbeuten würde, so nagle ich jene der Wahrheit widersprechenden Unter stellungen niedriger Beweggründe hiermit fest. Freiburg im Breisgau, den 24. Dezember 1907. Hans Speyer. *) Die Barfaktur (mit Bestellzettel) und der Eil-Frachtbrief liegen uns vor. Red.
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