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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.11.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-11-10
- Erscheinungsdatum
- 10.11.1906
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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11370 Nichtamtlicher Teil. 262. 10. November 1906. Indem wir die Möglichkeit, daß Spielman der Papier fabrikant ist, einmal beiseite setzen, müssen wir uns fragen, aus welcher andern Quelle solches Papier wie dieses denn stammen könnte In meiner letzten Vorlesung vor der Looist^ ok gab ich ein oder zwei bayerische Wasserzeichen Eins, Staiger, vom Jahre 1581, enthielt die Anfangsbuch staben S. 8. unter einer Krone, und ein anderes, Aukther, vom Jahre 1685, die Initialen v. L. ebenfalls unter einer Krone. Ich denke, es ist durchaus folgerecht, daß die Initialbuchstaben U I. und v. 6., die unter der Krone in den Wasserzeichen der für die erste Folioausgabe be nutzten Papiere angebracht sind, die Namen der Verfertiger der Papiere bedeuten, wie in den obigen bayerischen Marken. Diese Zeichen weisen eine so nahe Ähnlichkeit mit den alten bayerischen Marken auf, daß man auf den Gedanken kommt, sie wären Vorläufer dieses Typus von Wasserzeichen, und die zu der ersten Folioausgabe benutzten Papiere seien mög licherweise aus Deutschland gekommen. Wenn sie nicht ans Deutschland kamen, müssen die Zeichen solche gewesen sein, die Spielman angenommen hat, als er nach England kam; aber diese letzte Annahme ist etwas unwahrscheinlich, da Spielman, wenn er von der Krone mit Initialbuchstaben darunter Gebrauch machte, natürlich seine eignen Initialen, ll. 8. (John Spielman) hinzugesetzt haben würde. Es wäre interessant, zu hören, ob einer von Ihren Lesern mehr Licht auf diesen Gegenstand werfen könnte. Exemplare dieser ersten Ausgaben sind von erstaunlichem Werte, nachdem eins sür etwa 1000 F verkauft worden ist. Sie werden stets Objekte von hohem Interesse sür Antiquare, Bibliophilen und andere bleiben; demgemäß ist der Streit punkt von beträchtlichem Interesse für alle ernsten Shakespeare forscher. Wir haben auch erfahren, daß Shakespeares Dramen in Deutschland sogar besser bekannt sind und mehr gewürdigt werden als in England. Verzeichnis von deutschen Büchern, die in Rußland im August 1906 verboten worden sind. (Vgl. Börsenblatt 1906 Nr. 3, 26. 43, 49, 89, 112, 136, 160, 187, 212, 223.) Ganz verbotene Bücher. Augen aus, Taschen zu, ihr Arbeiterinnen, Arbeiterfrauen, Frauen der Handwerker re. 8". 8 S. Berlin. Calmer, R., Die Kirche im Dienste des Unternehmertums. 8". 32 S. Berlin 1904. Baillou, Freiherr von, Gräfin Thunen. Intimes vom Öster reichisch-ungarischen Hochadel. 8". VIII, 416 S. Leipzig 1906, Zeitbilder-Verlag. 4 Dorneth, I. von, Die Letten unter den Deutschen im Balten lande. 3. vermehrte Ausl. 8". III, 91 S. Hannover 1906, Hahn'sche Buchh. 1 ^ 20 Fischer, Der Korbmacher im Lichte der Wahrheit. 8°. 12 S. Berlin 1903, Buchhandlung Vorwärts. 5 Mirabcau, Meine Bekehrung (Na. oonvsrsion). Ins Deutsche über tragen und mit einer Einleitung versehen von Or. F. Detitius (Dokumente zur Sittengeschichte der Menschheit. Herausg. v. Or. W. Heine. I. Bd.) 8°. X, 186 S. Thoma, Ludwig, »Peter Schlemihl«. Gedichte. 8". 107 S. - München 1906, A. Langen. 2 ^ 50 H. L. Teilweise verbotenes Buch. Cleinow, George, Aus Rußlands Not und Hoffen. 8°. VII, 318 S. Berlin 1906, C. A. Schwetschke L Sohn. 5 Mit Ausschnitt der Setten 99—102 und 107—110. Kleine Mitteilungen. Geschäftsjubiläum. — Am heutigen 10. November darf die hochangesehene Königlich Sächsische Hof - Musikalienkandlung C. A. Klemm in Leipzig (Musikalicn-Verlag und -Sortiment, Konimisstons- und Antiquariatsgeschäft, Instrumente- und Saiten handlung , Leihanstalt für Musikalienliteratur, Pianoforte- Magazin) auf ein in Segen und Ehren zurückgelegtes volles Jahrhundert ihres Bestehens zurückblicken. Am IO. November 1806 eröffnete Carl August Klemm in Plauen i. V. eine Niederlage musikalischer Instrumente, siedelte damit jedoch schon 1809 nach Leipzig über. 1814 wurde dem Betriebe eine Musikalien-Leihanstalt angegliedcrt, die sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer ungeahnten Ausdehnung entwickelt hat. Beide Betriebe wuchsen unter der umsichtigen Leitung des Gründers schnell und beständig. Am 18. Mai 1821 wurde die Handlung durch ein Musiksortimcnt erweitert; im Anfang der 1830er Jahre begann der Verlag; später noch traten Antiquariats und Kommissionsbetrieb hinzu. Carl August Klemm starb am 23. Mai 1830. Die Leitung des Geschäfts übernahm sein Sohn Christian Bernhard Klemm, zunächst (bis 1838) für seine Mutter und Geschwister, später als alleiniger Inhaber. 1847 errichtete er eine Filial- handlung in Chemnitz, 1856 eine desgleichen in Dresden auf der Grundlage eines schon 1840 gegründeten Geschäfts. Beide Filialen sind zu blühenden Geschäften herangewachsen, und jede von ihnen blickt heute gleichfalls auf ein beträchtliches Alter zurück. Nach fünfundfünfzigjährigem unermüdlichen und im besten Sinne erfolgreichen Wirken .für seine umfassenden Geschäfte trat Christian Bernhard Klemm am 31. Dezember 1885 von der Lei tung der Handlung zurück und überließ sie seinen Söhnen, den Herren Bernhard Oswald Klemm in Dresden und Bern hard Felix Klemm in Leipzig. Ec starb am 3. Januar 1888. Seine Söhne standen ihm schon seit 1. Januar 1876 als Mitinhaber der Firma zur Seite. Ihre tätige Leitung hat das große Geschäft, unterstützt von dem beständig gewachsenen und verbreiterten Interesse der Öffentlichkeit für Musik, in den Bahnen der Bäter zu weiterer Blüte gefördert. Ihnen und allen ihren Mitarbeitern widmen wir zum heutigen Ehrentage des Hauses unsre aufrichtigen Glückwünsche. Red. Versteigerung von Richard Wagner-Briefen. — Eine Reihe von Briefen Richard Wagners an den königlichen Opern sänger Franz Betz (Berlinj wurden am 7. d. M. in Rudolph Lcpkes Kunstauktionslokal in Berlin öffentlich versteigert. Der Andrang von Kauflustigen, namentlich von seiten der Buchhändler und Antiquare, war ein recht bedeuteuder; doch war auch eine Anzahl früherer Verehrer der Kunst von Franz Betz erschienen. Zuerst wurde die Partitur des Schusterliedes, sehr elegant in roten Maroquin gebunden, ausgerufen, die schließlich dem Buchhändler C. G. Börner in Leipzig mit 2600 zugcschlagen wurde. 20 Briese und 2 Notizzettel erhielt die Buchhandlung von I. A. Stargardt in Berlin für den Preis von 1400 zugeschlagen. Die ganze Versteigerung nahm knapp 5 Minuten in Anspruch. Die erzielten Preise sind im Vergleich zu ähnlichen Objekten auf früher stattgehabten Versteigerungen durchaus mäßig zu nennen. (li. H. in der Nationalzeitung.) * Mitteilung von Konkurseröffnungen im Ausland. — Der Deutsche Reichsanzeiger Nr. 264 vom 7. November 1906 bringt folgende Anordnung zur Kenntnis: In verschiedenen Ländern, insbesondere in Finnland, Galizien, der Bukowina, Rumänien, Serbien und Bul garien werden Konkurseröffnungen den im Ausland wohnenden Gläubigern, auch wenn dieje ihrem Wohnorte nach bekannt sind, nicht besonders bekannt gemacht. Es besteht daher die Gefahr, daß deutsche Gläubiger von Konkurseröffnungen in diesen Ländern überhaupt nicht oder nicht rechtzeitig Kenntnis erhalten und somit der Möglichkeit beraubt werden, ihre Rechte im Konkurs geltend zu machen. Um dem vorzubeugen, ist vom Auswärtigen Amt Fürsorge getroffen worden, daß Konkurseröffnungen in den bezeichneten Ländern, soweit sie für Gläubiger in Deutschland Interesse bieten können, fortlaufend durch Mitteilungen im »Deutschen Reichsanzeiger« zur Kenntnis der deutschen Inter-
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