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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.11.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-11-03
- Erscheinungsdatum
- 03.11.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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11010 Nichtamtlicher Teil. ^ 256, 3. November 1906 in dem Wortlaut der Klausel keinen Stützpunkt. Gemeint war nur folgendes: entweder Zahlung binnen 30 Tage oder Hingabe eines Wechsels, der nach drei Monaten, vom Datum der Faktura an gerechnet, fällig sein sollte. Hätte also der Verklagte den Wechsel erst nach Ablauf der Skontofrist akzeptiert, so hätte er ihm nur eine Umlaufsfrist von 2 Monaten geben dürfen. (Papierzeitung.) * Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler: ^.uktious-Xataloxs von 0. Ol. Bosrnsr in BsipriZ: ghlllltsIoA clor LawwIuvA Ir.-Borlin nsllst anäsrsn Lsitrö-Agv. Xupksrstiolls, kadisruv^so, Lollallkuvstblkttsr dss XVIII. und XIX. dallrlluuderts. Dalloi llssovdsrs vielg und sollövs Blätter der kraurösisollsn Ltsollsr von galanten und sittevgeselliollt- Uobsn Dg,rstsBuv§sn und von Bortraits. ÜLndv.tziebnuu^on alter und nsusrsr Meister. 4". 71 8. 827 Drn. w. 2 Lll- bildun^sn. — VerstsiAsrun^: Donnerstag und Drsitag, den 1b. und 16. Dovswbsr 1906. b)LataIog der 8awwlungsn Dr. 'I'r.-Lorlin und Brokessor Xltllok- tVsiwar. hervorragende öibliotllsk dsutsellsr Diteratur der klassisollsn und romantiscdsn Bsriods, dabei grosse Lsltsn- bsiten. Xusgevvablts ^utograpbensammlung, dabei wertvolle Oorrespondeossn aus dem Haoblass des Diobters Bürger. Original-Dortraits von Bürger, Biobtsnbsrg, Oarl August, 8obubart u. a. OriginalLöiobnungsn Oostbss. 4°. 108 8. 1107 kirn. w. 3 laiein Abbildungen. Versteigerung 12.— 14. Dovswbsr 1906. Beide Kataloge bieten eine Fülle des Interessanten in Literatur, Autographen, Kupferstichen und Handzeichnungen. In der Bibliothek, die die deutsche klassische und romantische Literatur umfaßt, steht Goethe obenan, von dem die seltenen frühen Ausgaben der Schriften und eine Anzahl wertvoller Erstdrucke verzeichnet sind, wie derjenige des Goetz von Ber- lichingen, des Clavigo, des Egmont, des Tasso; auch von Schiller sind seltene Erstausgaben vorhanden. Das meiste Interesse in dieser Sammlung erregt der Nachlaß des Dichters Gottfried August Bürger, der, bisher in Familienbesitz be wahrt, hier zum Verkauf angeboten wird. Cs handelt sich in der Hauptsackie um zum teil noch unveröffentlichte Korre spondenzen des Dichters, die wertvolle Beiträge zur Literatur geschichte bieten. Besonders Bürgers Verhältnis zu Goethe und zu Schiller wird darin beleuchtet und auch das unglückliche Liebesleben des Dichters erscheint in neuem Licht. In derselben Abteilung findet sich eine Originalzeichnung Goethes, die er in einer Soiree bei Johanna Schopenhauer entworfen und ihr geschenkt hat. Unter den weitern Auto graphen des Katalogs befinden sich noch wichtige Briefe von Goethe — dabei je ein ungedruckter Brief der Dichter Wieland, Ibsen und mancher andern, auch ein Brief des Kronprinzen Rudolf von Österreich an Kaiser Wilhelm II. Die Kunstabteilung bringt schöne französische Stiche des achtzehnten Jahrhunderts. Die besten Namen sind vertreten, Nicolas Lavreince Baudouin, Freudeberg, Bonard, Moreau le Jeune, Debucourt, De Launay und viele andre. Von eng lischen Schabkunstblättern und Farbendrucken finden sich seltene Stücke. Die Handzeichnungen des Katalogs sind meist von Künstlern aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, darunter Ludwig Richter, Moritz von Schwind, Peter von Cornelius, Josef von Führich, Vonaventura Genelli u. v. a. Beide Kataloge bringen viele Abbildungen, Divriolls' Bülltjallrs-kataloA dor im dsutsollsa Buollllavdsl srsollisnsvsn öüollsr, 2sitsollriktsn, Bavdkarten usw. Titslvsr- xeiollvis und Laellregister. Bitter Band 1901—1905, Bisks- ruvg 31/32. (Vitslvsrvsiollnis: Blatsn—koswavn.) I-ex.-M. Mtslverrsiollvis 8. 1105—1200. BsipriA 1906, 1. 6. Divriolls solle LuollllavdluvA. Brsollsiut in etwa 45 Bistsrunxev ru 1 ^ 70 <ß llar. Oesollicllts der ausssrdsutsollev Ltaatsv Buroxas mit Xusvallme der lürkei, Orisollsvlavds und der slavisollsv Völker. — Büoller-kataloA Ho. 298 von Otto Darrasso wits. 8". 91 8. 2031 Drn. duristisollss Bitsraturlllatt. Begründet von Dr. Otto Bosweustsin. Dsrausge^ellsv von X. Beil, Oellsimsm Ollsrrsgisruvgsrat, Vor tragendem Kat im Ministerium des Lönigliollen Dauses. Verlag von Oarl Hermanns Verlag in Berlin. Do. 178. Ld. XVIII, Do. 8. 15. Oktober 1906. 4°. 8. 169—192. Bntllält viele Lüollsrllesprsollungen. Idealer und Musik. — Xntigu.-Katalog Do. 4 von 8ollwsitLsr L Mollr (Inll. Riollard kvll) in Berlin. 8". 58 8sitsn. 1654 Drn. Pers onalnachrichten. * Gestorben: am 30. Oktober in Cheseaux, unweit Lausanne, im sechsund vierzigsten Lebensjahre Herr Marc Hebmann, Prokurist und Geschäftsführer der Buchhandlung Payot L Cie. in Lausanne. Wladimir Stassow ch. (Geboren am 2./14. Januar 1824, gestorben 10./23. Oktober 1906.) — In Nummer 112 des Börsen blatts vom 16. Mai d. I. berichtete ich, daß dem Ebrenmitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg Wladimir Stassow außergewöhnliche Huldigungen dargcbracht worden seien. Heute muß ich leider berichten, daß dieser hervor ragende Gelehrte im fast vollendeten 83. Lebensjahre einem Schlaganfall erlegen ist. Um die eminente Bedeutung dieses Mannes zu kennzeichnen, möge es mir gestattet sein, hier einige biographische Daten und bibliographische Notizen Uber seine Arbeiten zu veröffentlichen. Wladimir Stassow erhielt seine höhere Ausbildung in der Kaiserlichen Rechtsschule zu St. Petersburg und wurde dann Beamter im Senat und Justizministerium. 1851 nahm er seinen Abschied aus dem Staatsdienst, reiste ins Ausland und faßte hier den Entschluß, sich ausschließlich dem Kunststudium zu widmen. Im Jahre 1872 übernahm er die Leitung der kunstgeschichtlichen Abteilung der Kaiserlichen öffentlichen Bibliothek in St. Petersburg, und in dieser Stellung, die es ihm ermöglichte, sich seinen speziellen Studien und Arbeiten zu widmen, blieb er bis an sein Lebensende. Stassow war seit 1847 Mitarbeiter vieler in- und ausländischer Zeitschriften. Die Geschichtswissenschaft bereicherte er 1856 durch seine Beiträge zur Regierungsgeschichte Kaiser Nikolaus' I.; dann schrieb er eine Geschichte des unglücklichen Kaisers Iwan Antono- witsch, der 1746, nach langjähriger Festungshaft, in Schlüsselburg ermordet wurde; ferner eine -Geschichte der Versuche den Gregoria nischen Kalender in Rußland einzuführen-. Diese Arbeiten waren ausschließlich für Kaiser Alexander II. bestimmt und wurden nicht veröffentlicht. Im Jahre 1860 redigierte Stassow die »Nachrichten der Kaiserlichen Archäologischen Gesellschaft- und wurde Sekretär der ethnographischen Abteilung des Kaiserlichen Geographischen Museums. In den Jahren 1858 bis 1864 lieferte er verschiedene wissenschaftliche Berichte im Aufträge der Akademie der Wissenschaften. Von seinen umfangreicheren Werken sind folgende heroor- zuheben: Aus dem Gebiete der Archäologie, der Kunst und des Kunstgewerbes: -Der Schatz von Wladimir- (1866), — -Das russische Volksornament-, ein Prachtwerk in Quarto mit einem Atlas kolo rierter Abbildungen: — »Das slawische und orientalische Ornament vom 5. bis zum 19. Jahrhundert-, mit Atlas von 156 farbigen Blättern, die Frucht einer dreißigjährigen Arbeit; das Werk wurde auf Staatskosten herausgcgeben, und der Verfasser erhielt dafür den Rang eines Geheimrats mit dem Prädikat Exzellenz. — Ein weiteres Werk dieser Art ist -Das hebräische Ornament nach den Handschriften der St. Petersburger Öffentlichen Bibliothek«, ein Großfolio-Atlas in Chromolithographie, herausgegeben auf Kosten des Barons Horace Günzburg, — -Die hebräische Rasse in den Erzeugnissen der europäischen Kunst», — -Die Fresken in den Katakomben von Kertsch« (1875), — -Die griechisch-orthodoxen Kirchen Westrußlands im 16. Jahrhundert-, — -Mitteilungen über altrussische Kleidung und Bewaffnung-, — -Fünfundzwanzig Jahre russischer Kunst- (1882—1883), — »Die Hemmschuhe der russischen Kunst- (1885), — -Die koptische und äthiopische Architektur- (1885), — -Die in den Initialen altrussischer Hand schriften verborgenen Bilder und Kompositionen-, — -Der Thron der Chane von Chiwa« (1886), — -Armenische Manuskripte und ihre Ornamente- (1886), — -Photographie und Gravüre« (1886), — -Die Schallapparate in den alten Kirchen von Nowgorod und Pskow- (1861—1863), — »Die russischen Benennungen der Spiel kartenfarben« (1876), — »Die ägyptische Architektur- (1880), — »Ist eine russische Akademie in Rom notwendig?« (1886), — -Koptische Gewebe« (1890).
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