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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.12.1923
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1923-12-13
- Erscheinungsdatum
- 13.12.1923
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- Deutsch
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zwecks Herbeiführung einer Einigung anzurufen. Mißlingt dies«, so entscheidet der Vorstand des Börsenvereins nach billigem Er messen endgültig, Leipzig, den 6. Dezember 1923, Abrechnungs-Genossenschaft Deutscher Buchhändler c, G, in. b, H, Der Borstand: Earl Lin neman n, Robert Voigtländer, Otto Zimmermann, Verein Leipziger Kommissionäre. Der Vorstand: Georg Schreiber, Theodor Frentzel, Mit diesem unter seiner Mitwirkung zustandegekommcnen Ver trage erklärt hierdurch sein Einverständnis Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. M, Röder, Zweiter Vorsteher, Anlage: Richtlinie» <8 1, Abs, 2 des Vertrages), Das Abrechnungsversahren der BAG wird besorgt von der Abrechnungsstelle der BAG in Verbindung mit dem Verein Leipziger Kommissionäre, Geschäftsgang. 8 1, Die Abrechnungsstelle der BAG (fortan nur BAG gen.) nimmt die in bekannter Form in Goldmark (1 6dl --- >»/^ Dollar) eingereichten Lastzettel (Original und zwei Durchschriften) der Verleger an, prüft und vergleicht sie mit dem Begleitbrief, berichtigt und meldet dem Verleger etwaige Unstimmigkeiten, Die Lastzettelbogen werden zerschnitten, die Zettel nach Sortimenter- Kommissionären und Sortimentern in Fächer geordnet. Am Schluß der Arbeitswoche (Donnerstag früh 9 Uhr) werden die Ein zelbeträge der für jeden Sortimenter ausgesammelten Lastzettel aus einem Begleitzettel zusammengestellt, mit diesem gebün delt (»Päckchen«) und so bis Freitag mittag dem einzelnen Sortimenter-Kommissionär übergeben nebst einem die Einzelbeträge aller Päckchen nachweisenden Begleitbogen, Der Gesamtbetrag dieser Begleitbogen für alle Sortimenter- Kommissionär« muß dem Gesamtbetrag der Verleger-Einreichungen der Arbeitswoche gleich sein, Fehler werden gesucht, 8 2, Der einzelne Sortimenter-Kommissionär prüft die Päckchen nebst den Begleitzetteln und dem Begleitbogen, gibt der BAG di« etwa falsch sortierten Lastzettel zur Entlastung zurück und sendet die Päckchen am Sonnabend dem Sortimenter mit der Post zu, 8 3, Die Sortimenter, die so Montags die Päckchen erhalten, sind verpflichtet, deren aus dem Begleitzettel ersichtlichen Gesamtbetrag ihren Kommissionären, längstens bis Freitag 10 Uhr früh in Leipzig verfügbar, zuzuführen. Die Rück gabe einzelner Lastzettel an den Kommissionär, nicht an die BAG, ist nur dann statthast, wenn sie für eine andere Firma bestimmt, also irrig zugeleitet sein sollten. Alle anderen Unstimmigkeiten sind durch Rücklastzettel auszugleichen, die an die BAG, nicht an den Kommissionär zu senden sind, 8 4, Die Sortimenter-Kommissionär« haben bis zum Sonnabend früh der BAG zu melden, welche der am vorhergegongenen Sonnabend erhaltenen Päckchen sie etwa nicht auszahlen wollen. Dies« Erklärung darf sich nur auf ganze Päckchen, nicht auf einzelne Lastzettel beziehen, und die Zahlung darf nur wegen Mangels an Kasse oder wegen Kredit verweigerung abgelehnt weiden. Als Mangel an Kasse gilt, wenn das Konto des Sortimenters in seiner Gesamtheit Freitags früh 10 Uhr (siehe K 3) das erforderliche Guthaben nicht ausweist. Für seine sich dergestalt ergebende Wochenzahlung stellt der Sortimenter-Kommissionär der BAG einen Zohlzettel aus. Die von den Sortimentern etwa der BAG einge sandten Rücklastzettel werden erst in der folgenden Woche verrechnet, dürfen also keinesfalls von der an die Sortimenter- Kommissionäre zu richtenden Wochenzahlung gekürzt werden. 8 5, Di« BAG meldet Montag vormittag den Verleger- Kommissionären durch Listen und .Forderungszettel dos Guthaben ihrer Verleger-Kommittenten aus der voraufgegangenen Arbeitswoche abzüglich der etwa abgelehnten Päckchen, 8 6, Am Montag nachmittag treten Vertreter aller Kommissionäre in dm Räumen der BAG zur Verrechnung sämtlicher Zahl- und Forderungszettel und zum Ausgleich der Spitzenbeträge zusammen. Die BAG bereitet dies« Verrechnung vor, 8 7, Am Dienstag stehen den Verlegern ihre Guthaben bei ihren Kommissionären zur Verfügung, Leipziger Verlegern und solchen andern, die keinen Kommissionär haben, bei der Girokasse des Vereins Leipziger Kommissionäre. Die Höhe des Guthabens ist im voraus durch die Summe der Einreichungen der Arbeitswoche gegeben. Ist ein Verleger-Guthaben durch Ablehnung von Päck chen mangels Kasse <8 4) vermindert, so meldet dies die BAG dem beteiligten Verleger und teilt allen Verleger-Genossen mit, daß weiterhin Lastzettel auf den betreffenden Sortimenter nicht mehr angenommen werden, 8 8, Die Abrechnungszeit währt somit in dem dem Verleger günstigsten Falle, wenn nämlich dessen Einreichung Donnerstag früh vor 9 Uhr bei der BAG eingeht und erledigt werden kann, von diesem Donnerstag bis zum Dienstag der zweit folgenden Woche, also 13 Tage; im ungünstigsten Falle, wenn näm lich die Einreichung erst Donnerstag nach 9 Uhr eingeht, 20 Tage, Da es unmöglich ist, Donnerstag früh noch viele Einreichungen zu erledigen, so müssen diese in der Regel vorher erwartet wer den; die durchschnittliche Abrechnungszeit würde also 16—17 Tage betragen, eine bei wertbeständiger Währung kurze Frist, Zur Einigung zwischen BAG und Zalko. Mit Recht ist die Gründung der BAG seinerzeit als ein wich tiger Schritt in der Entwicklung des Buchhandels und seiner Orga nisation gefeiert worden. Die völlige Zerrüttung unsrer Währung drohte ihr aber sofort alle Lebenslust zu nehmen. Auch die Zalko- Einrichtung des Vereins Leipziger Kommissionäre litt unter gleichem Ungemach, Nur durch Umstellung auf wertbeständigen Verkehr konnte «ine Besserung erreicht werden. Dabei lag aus mancherlei Gründen aber nur»zu nahe, gleichzeitig auch auf einen Zusammen schluß der beiden Einrichtungen hinzuarbeiten, deren unversöhntes Nebeneinanderherarbeiten für den deutschen Buchhandel gerade in seiner gegenwärtigen Lage auf die Dauer hätte völlig unerträglich werden müssen. So bot sich auch die Aussicht, in der Vereinigung beider einigermaßen Ersatz für die Buchhändlerbmck zu finden, die an sich mehr und mehr «in Bedürfnis geworden ist. Daß nun mit dem jetzt unter Förderung des Börsenbereins geschlossenen Vertrage tatsächlich eine solche Einigung zustandegekommen ist, die Wohl auch dauernden Bestand behalten wird, darf als eine Lösung be grüßt werden, die in mehr als einer Hinsicht Bedeutung hat. Im Buchhandel liegt nach der ganzen Eigenart seines Ge schäftsverkehrs und seiner Ware der Zwang zu organisatorischer Zusammenfassung der Einzelvorgänge, da nur so eine an sich drin gend erforderliche Verbesserung der Gesamtrentabilität erreichbar scheint. Das ist an sich eine Binsenwahrheit, Sie muß aber doch immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden, da sie von grund legender Bedeutung bleibt. Die Stellung Leipzigs und der Ver kehr über Leipzig sind keine Zufallserscheinungen, noch weniger künst lich« Schöpfungen der Willkür, Vorübergehend mag wie in der letzten Gegenwart infolge eines völligen Durcheinanders und der Umkehrung aller gewohnten Verhältnisse -der atomisierte direkte Einzelverkehr das Billiger« werden können, sodaß, rein kauf männisch gedacht, der organisierte Verkehr über die Zentrale sich dann geradezu verbietet; die alte Tendenz, geschichtlich wie sachlich gegeben und bewährt, setzt sich aber doch sofort wieder durch, sobald die Wirtschaft die natürliche Gleichgewichtslage wiedergewinnt. Vielleicht braucht nicht gerade Leipzig ewig die Zentrale zu bleiben. Denkbar wäre, daß sich die an sich vorhandene und immer wieder wirksame Tendenz auch einmal einen anderen Mittelpunkt suchen könnte. Ob das geschieht, wird davon abhängcn, ob Leipzig der Ausgabe gewachsen bleibt. Aber eine Zentrale wird immer nötig bleiben, und Leipzig würde diese Stellung auf die Dauer nur.dann verlieren können, wenn cs den an sich selbstverständlich immer II»8
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