Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.09.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-09-03
- Erscheinungsdatum
- 03.09.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19060903
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190609034
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19060903
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1906
- Monat1906-09
- Tag1906-09-03
- Monat1906-09
- Jahr1906
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
204, 8. September 1906. Nichtamtlicher Teil, 8815 aber wer von uns kann unter Ansehung der zu Recht bestehenden Gesetze unvernünftig genug sein, eine so phan tastische Unmöglichkeit auch nur im Traum als erreichbar vorauszusetzen. Ohne behaupten zu wollen, daß der Verein der Deutschen Sortimenter, der nun doch im Verborgenen besteht, alle Absichten verfolgt, welche der Rechtsschutz verein bekannt gemacht hat, halten wir uns im Interesse des Kreisvereins und unseres ganzen Standes für be rufen, unfern Vereinsmitgliedern äußerste Vorsicht an zuraten und sie zu bitten, statt sich mit ähnlichen Luft schlössern zu beschäftigen, ihre Mitarbeit in den bestehenden Organisationen, die jahraus, jahrein tätig sind, zur Geltung zu bringen. Zur gemeinschaftlichen Arbeit bietet sich noch ein überaus großes Feld, Nachdem einheitliche Verkauss- bestimmungen glücklich unter Dach gebracht sind, nachdem für neue Bücher feste Preise überall, die Warenhäuser eingeschlossen, gesichert erscheinen, gilt es nunmehr, durch eine zeitgemäße Umgestaltung der Restbuchhandelsordnung dem Mitbewerb der Warenhäuser seine Schärfe zu nehmen und auch in diesem Zweig unseres Berufs Verhältnisse herbeizuführen, welche sich einer Preisübereinstimmung nach Möglichkeit nähern. Es wird eine Kommission zur Beratung der Restbuchhandelsordnung im Herbst dieses Jahres zusammentreten. Wir wollen hoffen, daß uns in absehbarer Zeit eine brauchbare Vorlage gemacht wird, die alsdann in den Kreis- und Ortsvereinen beraten und nach bestandener Prüfung in einer Hauptversammlung des Börsenvereins zum Gesetz erhoben werden muß. Gestatten Sie mir, meine Herren Kollegen, den Grundsatz zu wiederholen, mit welchem ich meinen vorig- jährigen, nicht veröffentlichten Jahresbericht schloß. Die bestehende Organisation des Börsenvereins in seinem Zusammenwirken mit den Kreis- und Ortsvereinen bietet die einzige Sicherheit für eine unparteiische Pflege des Gesamtwohls und der berechtigten Einzelinteressen, und jede buchhändlerische Reform hat nur dann Aussicht aus dauernden Erfolg, wenn sie innerhalb dieser bestehenden Organisation angestrebt und durchgesührt wird. Wenn wir nicht vergessen wollen, daß auch bei noch so erheblichen Meinungsunterschieden im einzelnen das letzte Ziel für alle das Wohl unseres ganzen Standes in allen seinen verschiedenen Geschäftsarten bleibt, dann kann es nicht fehlen, daß unsere Arbeiten zu einem guten Ende führen. Die Versammlung dankt ihrem Vorsitzenden für seine ausführlichen Darlegungen und tritt in die Diskussion des Jahresberichts ein. Es stellt sich dabei heraus, daß die Verkaufsbestiminungen im Kreise der Mitglieder nicht so bekannt find, wie das wünschenswert ist, und es wird infolge dessen der Wunsch laut, die Verkaufsbestimmungen möchten neu gedruckt und nochmals an alle Mitglieder versandt werden. Die Versammlung beschließt demgemäß und stellt auf Grund einiger erläuternden Bemerkungen des Vor sitzenden den Wortlaut des letzten Abschnitts von Absatz 4 der Verkaussbestimmungen folgendermaßen fest: »Bibliotheken, welche über einen jährlichen Vermehrungsetat von 10 000 ^ und darüber verfügen, ist von Büchern und Zeitschriften, welche zwölfmal und weniger erscheinen, ein Rabatt von Prozent zu gewähren,« Zu Punkt 2 der Tagesordnung erstattet Herr Theissing Bericht über die finanzielle Lage des Vereins, und es wird ihm und dem Vorstand Entlastung erteilt, nachdem die Herren Witzel und Krem er seine Aufstellungen geprüft und richtig befunden haben. Darauf verliest der Vorsitzende eine Eingabe vieler Sortimenter an den Kreisvereins-Vorstand, die sich über die Verkäufe des Borromäusvereins beklagen und Abhilfe er bitten, Herr Heinrich Schöningh, Münster, ist in der Lage, über Verhandlungen mit dem Borromäusverein zu berichten und stellt baldige definitive Regelung der Ange legenheit in Aussicht, die schon so lange das katholische Sortiment beunruhigt. Bei der darauf folgenden Vorstandswahl wird Herr Schumacher, Aachen, zum stellvertretenden Vorsitzenden neu gewählt und Herr Ganz, Köln, zum Vorsitzenden wiedergewählt. Beide nehmen die Wahl an. Als Ort für die nächste Hauptversammlung werden aus der Versammlung Cleve, Düsseldorf und Bonn vorgeschlagen, Herr Schöningh beantragt aus Gründen, die sich der öffentlichen Darlegung entziehen, dem Vorstand die Wahl des Ortes für die nächste Hauptversammlung zu überlassen. Es wird dementsprechend beschlossen, Schluß der Versammlung 1 Uhr 30 Minuten, Ein gemeinsames Festmahl, das bei anregenden Reden und hübschen Liedern einen harmonischen Verlauf nahm, vereinigte nach Schluß der Versammlung die Teilnehmer im Saale des Hotels Vogeler, Für den Nachmittag hatten die Kollegen von Barmen und Elberfeld zu einer Wagenfahrt in die schöne Umgebung ihrer Städte eingeladen; in dem idyllisch gelegenen »Bel gisch Nizza« winkte gastlich ein reich gedeckter Kaffeetisch, Von hier führte die Fahrt nach Elberfeld, wo die Kollegen als Gäste des Ortsvereins Elberfeld-Barmen noch lange ge mütlich beisammen blieben, bis Pflicht und Eisenbahn die Teilnehmer befriedigt von dem Verlauf der Tagung wieder in ihre Heimat zurückführten, Köln, Aachen, Münster, Der Vorstand des Lreisvereins Uhcinisch-tvestfälischer Suchstäildler. Alexander Ganz, Paul Stuermer, Siegism, Theissing, Georg Schumacher. Arthur Tacke. Hcinr, Schöningh. Kleine Mitteilungen. Kausmannsgerichte, — über Bestand und Wirken der Kausmannsgerichte gibt die Vossische Zeitung (Berlin) folgende Übersicht: An Kausmannsgerichte» waren am Schluß des Jahres 1905 in Deutschland insgesamt 227 errichtet, wovon 187 bereits be stehenden Gewerbegerichten ungegliedert waren. Von den Kauf- mannSgertchten waren für einzelne Gemeinden 212 zuständig, darunter für Gemeinden mit mehr als 20 000 Einwohnern 204. Von der Ermächtigung zur Errichtung von Kausmannsgerichte» Bezirke mehrerer Gemeinden waren 10 und für die Bezirke mehrerer Kommnnalverbände oder Teile von solchen 5 Kaufmanns gerichte zuständig. Was ihre Rechtsprechung betrifft, so betrug die Zahl der Rechtsstreitigkcilen, die anhängig waren im Jahre 1905 zwischen Kaufleuten und ihren Handlungsgehilfen oder Lehrlingen, und zwar auf Klage der Kausleute 785, der Gehilfen oder Lehrlinge 13 500. Erledigt wurden durch Vergleich 6290, durch Verzicht im Sinne des Z 306 der Zivilprozeßordnung 57, durch Anerkenntnis 111, durch Zurücknahme der Klage 1905, durch Versäumnisurteil 935, durch andre Endurteilc 2644, aus andre Weise 1177, Unerledigt blieben 1166 Nechtsstreitigkeiten. Die Streitigkeiten betrafen in 2074 Fällen Antritt, Fortsetzung, 1093'
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder