7632 Künftig erscheinende Bücher ^ 185, 11. August 1906. An: H. September gelangt zur Ausgabe: Roman von Mt einem Geleitwort von Sven LnnKS. Einzige berechtigte Übersetzung aus den: Dänischen von A^eriNNNN Hii^. Nt. H.50 brosch., Rc. 5.50 geb. dK Mit welchen: Interesse der Buchhandel den Roman dieses „Jütischen Pfarrers" erwartet, ersehe ich aus den fortgesetzt zahlreich einlaufenden Bestellungen. — Ich sehe mich daher schon heute zu der Mitteilung veranlaßt, daß ich, nach den: Eingänge der Barbestellungen zu schließen, zunächst nicht in der Lage sein werde, reine ^ conck.- Bestellungen auszuführen; doch hoffe ich, a conä. wenigstens dort liefern zu können, wo gleichzeitig bar bestellt wird. Der Vorzugsrabatt von 40°/» itirberlischt bestimmt am Tage des Erscheinens. Ich bringe nachstehend weitere Urteile der Dänischen Presse über das Buch zum Abdruck: Aöbenhavn: Anudsen ist in seinem Roman tief eingedrungen in das Wesen jener höchst eigenartigen Nordjüten, die, Geschlecht auf Geschlecht, auf ihren großen Bauernhöfen und -gütern gelebt und einen trotzigen Eigensinn ent wickelt haben, aber auch eine Araft, die für uns „kultiviertere" Menschen höchst erstaunlich ist. Jeden Augenblick muß man bei der Lektüre des Buches der isländischen Häuptlinge und Großbauern gedenken, die die Interessen ihres Geschlechts oder sein vermeintliches oder ererbtes Recht aufs äußerste verfechten und die, wenn sie nicht Recht bekommen konnten, es sich selber nahmen. Man hat Anudsen vorgeworfen, daß er das Buch mit einer fürchterlichen Ratastrophe endigen lasse, indem die Hauptperson, ein junger Großbauer, ohne weiteres einen Hardes- adjunktcn und Gefängniswärter erschlägt. Dieser Vorwurf scheint uns nicht am Platze zu sein. Der Verfasser hat alles mit grstzer rinnst und tiessr ZNensehenkenntnis so zurechtgelegt, daß das Buch diesen Ausgang nehmen mußte. — — — „A. H." ist ein großzügiges Werk in all seiner tragischen Macht; es wirkt fesselnd auf den Leser, wie eine alte isländische Tage. Aolding Lolkeblad: Der Roman ist in die Gegend des Limsjords, besonders nach Hanherred verlegt. Niemand, der diese eigentümliche Landschaft gekannt und geliebt hat, kann Jakob Anudscns Schilderung dieser Gegenden und dieses Naturlebens lesen, ohne davon ergriffen zu werden. Die Seele der ganzen Landschaft lebt darin, und das gibt der Erzählung einen packenden Hintergrund. Jede der Personen des Romans steht lebendig vor dem Leser. Selbst Menschen, die nur mit wenig Worten geschildert sind, erhalten Leben. Aber besonders hat der Verfasser seine Liebe auf die vier jungen Menschen verwandt: Anders Hjarmsted, seine Schwester, seine Verlobte und deren Bruder. In wie feiner Weise wird die erwachende Liebe zwischen diesen beiden Paaren geschildert; sie ist weder geschraubt noch erdgebunden dargestcllt, sondern so, wie sie sich in Wirklichkeit zwischen jungen, unschuldigen, aber nicht unwissenden Menschen äußert, die zueinander hingezogen werden. — — — Gesund, wahr und echt ist dieses Buch. Rnudsen kennt die jütischen Bauern, er liebt sie, er versteht sie — er ist selbst einer von ihnen. Er will sie nicht wie gewisse „jütische Schriftsteller" in pikanter Sauce servieren, um fein literarische Gaumen zu kitzeln. Er erzählt die Wahrheit über sie. Und darum ist „A. H." nicht blosz Sakob Anudscns bestes Buch. Ls ist die beste Erzählens, die bisher über dänische Vnnern geschrieben «»erden ist. Es ist einer der bedentendsten dänischen rrsinnne!