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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.07.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-07-20
- Erscheinungsdatum
- 20.07.1906
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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166, 20. Juli 1906. Nichtamtlicher Teil. 7027 4. Voranschlag des Vorstandes für das laufende Jahr. Voranschlag für 1906/07. Einnahme. Vercinsbeiträge ^ 4342 — Zinsen ^ 120.— Kassensaldo ^ 2889.34 ^ 7351.34 Ausgabe: Porti rc 300.— Reisen, Bureaukostcn 2500.— Stenogramme und schriftliche Arbeiten . . . . 500.— Drucksachen ^ 1000.— Diverses .F 500 — ^ 4800.- Einnahme 7351.34 Ausgabe 4800.— Überschuß 2551.34 Vorsitzender: Wünscht jemand das Wort zu dem Voranschlag? — Das ist nicht der Fall; ich darf feststellen, daß Sie den Vor anschlag einstimmig genehmigen 5. Neuwahl des Verbandsvorstands. Herr R. L. Prager (Berlin): Ich beantrage, den Vorstand durch Akklamation auf die nächsten drei Jahre wiederzuwählen. Borsitzender: Meine Herren, ich habe bereits gestern abend Veran lassung nehmen müssen, darauf hinzuweisen, daß Strömungen gegen uns vorhanden sind. Ich kann nicht unterlassen, das heute nochmals auszusprechen; es ist eine Tatsache, die nicht aus der Welt zu schassen ist; sie wird auch in keiner Weise zu unfern gunsten verändert durch die freundliche Absicht des Herrn Prager. Ich gebe also namens des Verbandsvorstands die Erklärung ab, daß wir eine Wahl durch Zuruf unter keinen Umständen annehmen können. Wenn Sie uns Ihr Vertrauen noch einmal schenken wollen, so stehen rvir zu Ihrer Verfügung; aber es liegt uns daran, durch eine geheim zu vollziehende Wahl zu erfahren, ob und in welchem Um fange sich Stimmen gegen uns erheben. Herr R. L. Prager (Berlin): Mir ist von Gegenströmungen nichts bekannt; ich sollte meinen, wenn solche wirklich bestehen, daß jeder-den Mut hätte, das hier offen auszusprechen. Selbstverständlich ist aber der Vorstand berechtigt, eine Wahl durch Zuruf abzu lehnen. Vorsitzender: Ich bitte die stimmberechtigten Mitglieder, auf die von hier aus linke Seite des Saales sich zu verfügen. Wir gehen inzwischen in der Tagesordnung weiter: 6. Besprechung und Beschlußfassung über die Ge schichte des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine im deutschen Buchhandel. Ich kann hierzu nur wiederholen, was schon im Jahres bericht gesagt ist: es ist für uns eine Unmöglichkeit gewesen, und wir haben uns nur zu entschuldigen, daß wir vor zwei Jahren etwas zu leichten Herzens das Wort gegeben haben, das wir jetzt nicht einlösen können. Ich meine, es sollten aus Ihrer Mitte jetzt Vorschläge gemacht werden, sofern über haupt an dem Wunsche, eine Geschichte des Verbandes zu besitzen, festgehalten wird Zweiter Schatzmeister des Börseuvereins Herr Bernhard Hartmann (Elberfeld): Ich habe im vorigen Jahre wieder angeregt, der Ver- baudsvvrstand möchte die Sache noch einmal in Erwägung nehmen. Was der Verbandsoorstand im Jahresbericht ge- agt hat, kann ich bestätigen Eine solche Geschichte zu schreiben ist nicht möglich für drei Herren, die außer ihren eignen sie sehr in Anspruch nehmenden Geschäften noch die Leitung des Verbands zu führen haben; sie können nicht da neben noch sich in die Geschichte der letzten fünfundzwanzig Jahre vertiefen, und nicht nur vertiefen, sondern auch die Quellen, die sie da finden, ergänzen und zu einer systema tischen Darstellung verarbeiten. Wenn also die Versamm lung, wenn der Verband eine solche Geschichte wünscht, so müssen Sie irgend jemand damit beauftragen. (Zuruf: Hartmann!) Ich gehöre nicht mehr zum Verbandsvorstand, ich kann das nicht. Aber vielleicht prüfen Sie die Sache weiter. Jedenfalls würde ich empfehlen, die Sache nicht ohne weiteres abzusetzen; vertagen Sie sie vielleicht, bis sie weiter geklärt ist. Ich erlaube mir, Sie in diesem Zusammen hang auf einen Punkt des Jahresberichts des Börsenvereins vorstands aufmerksam zu machen. Es heißt da: »Die beabsichtigte Zusammenstellung und der Druck der für die Entstehungsgeschichte unsrer Satzungen maßgebenden Aktenstücke begegnet größcrn Schwierigkeiten als zuerst ange nommen. Immerhin ist der wesentliche Teil der Arbeit bereits getan, so daß die Drucklegung in nicht zu ferner Zeit geschehen kann.» Der Vorstand des Börsenvereins hat im Laufe der Jahre gefunden, daß bei der Anwendung einzelner Bestim mungen der Satzungen sich Unklarheiten herausstellten darüber, wie die damaligen Gesetzgeber diese oder jene Be stimmung verstanden haben. Es ist darauf im Archiv des Börsenoereins nach den stenographischen Berichten geforscht worden; es hat sich aber herausgestellt, daß die stenogra phischen Berichte spurlos verschwunden waren. Erst vor zwei Jahren hat man irgendwo in diesem Hause in einer verstaubten Ecke des Bodens dieses Konvolut wiedergefunden. Der Vorstand hat diese stenographischen Berichte über die Verhandlungen der Statutenrevistonskommission sorgfältig geprüft und ein außerordentlich reiches Material darin ge funden. Wir sind aber zu der Überzeugung gelangt, daß wir uns auf einen Abdruck dieses Statutenrevistonsberichts nicht beschränken dürfen, daß wir die Veröffentlichung auf die Berichte über die Frankfurter Versammlung und über die Delegiertenversammluugen, die jener Versammlung vorausgiugen, ausdehnen müssen, und haben endlich in der letzten Sitzung beschlossen, eine quellenmäßige Darstellung der ganzen Reformjahre zu geben, also eine mit dem Jahre 1879 beginnende Darstellung. Das voraufgegangeue Jahr 1878 hatte die Weimarer Verhandlungen gebracht, die, wie Sie wissen, im stenographischen Bericht gedruckt sind. An diesen Bericht aus dem Jahre !878 werden sich die neuen Quellenpublikationcn anschließen und werden gehen bis ein schließlich Ostermesse 1889, werden also die Kämpfe noch umfassen, die nach der Annahme des Statuts im Jahre 1888 nicht aufhörten, die sich fortsetzten während der Vorsteher schaft von Parey und erst endigten mit der erneuten Über nahme der Vorsteherschaft durch Adolf Kröner. Erst mit diesem Jahre gehen wir in die ruhigere Zeit über, in der wir uns jetzt befinden. — In den Jahren von 1879 bis 1889 ist die Grundlage für die Entwicklung des modernen Buchhandels geschaffen worden. Es ist uns gelungen, eine Reihe ausgezeichneter Aktenstücke aufzufinden, vor allen diejenigen Aktenstücke aus den ersten fünf Jahren der Bewegung, wo in der Delegiertenversammlung der Schwerpunkt der Bewegung lag; erst später beginnt der Börsenverein sich mit diesen Bestrebungen — Schutz des Sortiments, Bekämpfung der Schleuderei — zu befassen. Der diese ersten fünf Jahre behandelnde Teil unsrer Publi kation wird also auch eine Geschichte des Verbands der 923*
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