^ 166, 20. Juli 1906. Künftig erscheinende Bücher. 7043 sich ferner mit Recht gegen die Ehe schließungen aus Jnteressengründen und gegen die Zumutung an das weibliche Ge schlecht, im Falle der Nichtverheiratung ein liebeloses Leben führen zu müssen. Doch wollen wir nicht weiter auf Einzelheiten der Schrift eingehen, da wir erwarten, daß eine große Anzahl von Lesern sich selbst mit dem geistvollen Verfasser auseinander- zusetzeu wünscht. Wir empfehlen daher das anregende Buch reiferen Lesern aufs gelegentlichste. an- Ate« ««i> Quäle« ««senr ei« Quell l>er Luft? Von Alwin von Weither. prris ^ 1.—. „Das deutsche Gesetz zum Schutze der Tiere ist des eigentlichen Begründers des deutschen Weltreichs, Friedrichs des Großen, des Altmeisters deutscher Philosophen, Kants, des Philosophen Schopenhauer usw., unwürdig." In flammender Entrüstung wendet sich der Verfasser gegen jegliche Art der Tierquälerei und Tierfolter. Zunächst geht er dem Jagdoergnügen zu Leibe und zitiert die Worte Friedrichs des Großen: „Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung." Voltaire sagt bekanntlich, daß KarlIX. durch die Jagd sich auf die Bartholomäusnacht vorbereitet habe. Eine Reihe großer Namen kann Werther für sich anführen. In einem weiteren Kapitel »Das Jagdvergnügen und das Weib wendet er sich mit edler Entrüstung, die ihm jeder fein empfindende Leser nachfühlen wird, gegen die Weiber, die an der Jagd Ver gnügen zu finden imstande sind. Ferner gegen den Stierkampf und Schaustellungen mit dressierten Tieren, das Taubenschießen, Fuchs- und Dachsschliefen usw. Hat auch der Autor die ganze Grausamkeit des Men schen gegen unschuldige Tiere nicht enthüllt, so hat er doch auf ein weites Gebiet solcher barbarischen Tätigkeit ein grelles Licht ge worfen. Lächle mancher noch heute über den Utopisten; aber die Zeit wird doch kommen, da der Tierschutz im strengsten Sinne Gesetz wird und die Menschheit, einer höheren Kultur sich rühmen darf. Diese Schrift ist ein Vorbote derer, die da kom men werden; aber sie kann heute schon viel Gutes stiften; darum sei sie aufs nachdrück lichste weiten Kreisen empfohlen. Der billige Preis von 1 ^ dürfte der Verbreitung des trefflichen Buches förderlich sein. Für Leihbibliotheken und Bücher-Lesezirkel find diese interessanten Bücher lohnende Erwerbungen! Wir bitten, gefl. zu bestellen, da wir un verlangt nicht versenden! Rabatt: In Rechnung 30°/o, bar bci Oorausbeftrllung 40°/^ und 7/6. Bar-Auslieferung in Berlin bei Herrn Max Spie lm eger. Dresden. K. Hfterson's Werkag. Die erste Austage von Das Tagebuch eines Glücklich Verheirateten T> unterschlagen und mitgeteilt von Karlchen (Karl Ettlinger, Redakteur der Münchner Jugend) Mit Amschlagzeichnung von Paul Rieth steif broschiert M. 2.- ist durch die zahlreich eingelaufenen Bestellungen vergriffen, der größte Teil der cond.-Bestellungen mußte vorläufig zurückgelegt werden. Die 2. Auflage erscheint am 25., und ich hoffe dann wieder auch in größerer Anzahl u cond. liefern zu können. Falls bis 30. d. M. auf beiliegendem weißen Zettel bestellt, liefere ich HI 7/6 Exemplare mit 40'/, m später nur mit 30°/» und 7/6. Für Bahnhofsbuchhandlungen, Buch handlungen in ReiseorLen und Leih bibliotheken ist das Merkchen unent behrlich. Ich bitte zu verlangen. München, 20. Juli 1906. Georg Müller Verlag.