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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.07.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-07-09
- Erscheinungsdatum
- 09.07.1906
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- Deutsch
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6700 Nichtamtlicher Teil. ^ 156, 9. Juli 1906. 1878 wurde Emil Fink durch die Verleihung des Titels eines k. u. k. Hofbuchhändlers ausgezeichnet. Als Emil Fink am 9. Juni 1902 starb, war die Trauer um ihn groß. Mit ihm erlosch der männliche Stamm der Buchhändlerfamilie, nachdem das Geschäft beinahe 120 Jahre in ihren Händen gewesen war. Eine Schwester des verstorbenen Emil Fink, Frau Jsabella Häcker, Donau-Dampfschiffahrt-Revisors-Witwe, lebt noch in Linz. Die Verbreiterung der Schmidtorstratze zwang schon Vinzenz Fink, im Jahre 1860 das Geschäft in das Herrn Franz Lain- gruber gehörige Haus am Franz Joseph-Platz zu verlegen, wo es sich heute noch befindet, es hat im Laufe von hundertzwanzig Jahren nur einmal den Ort verändert. Als derzeitiger Inhaber und Nachfolger Emil Finks wirkt nun Herr Albert Foltz, der von 1873 an in der damals bestandenen H. Dannerschcn Hofbuch handlung (Theodor Ewert) angestcllt war und den alten Herrn Vinzenz Fink noch persönlich gekannt hat. 1877 trat er in die befreundete Firma ein. Seit jener Zeit leitete er neben Emil Fink das im ganzen oberösterreichischen Lande wohlbekannte Ge schäft. Der jetzige Inhaber, der sich von jeher allen gemeinnützigen Veranstaltungen gern zur Verfügung stellt, führt nun das Geschäft nach den alten reellen Grundsätzen der Firma Fink fort. Vom Reichsgericht. (Nachdruck verboten.) — Be leidigung durch versuchtes öffentlich es Ausbieten einer Forderung. — Vom Landgericht Kassel ist am 16. Juli v. I. der Kaufmann V. in Witzenhausen wegen Beleidigung zu 30 ^ Geldstrafe verurteilt worden. Der damals 20 Jahre alte Sohn eines Oberregierungsrats in Hannover besuchte die Kolonialschule in Witzenhausen und entnahm beim Angeklagten nach und nach auf Borg für etwa 130 Waren, und zwar durchweg Sachen, die nicht zu den notwendigen Verbrauchsgegenständen gehören, wie Tabak usw. Der junge Mann zahlte nicht und der Vater lehnte die Bezahlung ab, da er seinen minderjährigen Sohn reichlich mit Mitteln versehen habe und er nicht zur Bezahlung solcher Schulden verpflichtet sei. Der Angeklagte sandte nun ein Inserat an den Hannoverschen Anzeiger, in dem er die Forderung an den Vater unter voller Namensnennung und unter Verschweigung der Tatsache, daß die Forderung auf dem Rechtsweg nicht ein ziehbar sei, ausbot. Die Zeitungsexpedition fragte erst bei dem Oberregierungsrat an und unterließ dann die Veröffentlichung. Da aber der Jnsertionsauftrag verschiedenen Angestellten zu Gesicht gekommen war und der Inhalt als beleidigend erachtet wurde, so stellte das Gericht eine strafbare Beleidigung fest. — Die Revision des Angeklagten, die sich gegen die Auslegung der Anzeige durch das Gericht wandte, wurde am 6. Juli d. I. vom Reichsgericht verworfen. Handelsregister-Eintrag. — In das Handelsregister B des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte ist am 30. Juni 1906 folgendes eingetragen worden: 37S0. Verlag Wohlauer Moderne Reklame Gesell schaft mit beschränkter Haftung. Sitz: Berlin. Gegenstand des Unternehmens ist: Betrieb von Reklameunternehmungen, insbesondre auch Pach tung von Theaterreklamen und Herausgabe solcher. Das Stammkapital beträgt 20 000 Geschäftsführer: der Kaufmann Julius Wohlauer zu Berlin. Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag ist am 13. Juni 1906 festgestellt. Außerdem wird hierbei bekannt gemacht: Öffentliche Bekanntmachungen erfolgen im Deutschen Reichs anzeiger. Der Gesellschafter Kaufmann Julius Wohlauer in Berlin bringt in die Gesellschaft ein das ihm zustehende Urheberrecht an einer charakteristisch zusammengestelltcn Agenda für den Haushalt, ferner das ihm zustehende Urheberrecht an einer Zusammenstellung der Theaterpläne von Berlin in Verbindung mit Reklame, zum festgesetzten Gesamtwert von 12 000 unter Anrechnung dieses Betrags auf seine Stammeinlage. Berlin, den 30. Juni 1906. (gez.) Königliches Amtsgericht Berlin-Mitte. Abteilung 122. (Reichs-Anzeiger Nr. 158 v. 6. Juli 1906.) Handelsregister-Eintrag. — In das Handelsregister B des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte zu Berlin ist am 2. Juli 1906 eingetragen: Bei Nr. 518: August Scherl, Gesellschaft mit be schränkter Haftung: Gemäß Beschluß vom 25. Mai 1906 ist das Stammkapital um 750 000 auf 15 750 000 ^ erhöht worden. Außerdem wird hierbei bekannt gemacht: Der Gesellschafter Verlagsbuchhändler August Scherl in Berlin bringt in die Gesellschaft ein: einen Teilbetrag von 1 125000 von einer ihm gegen die Gesellschaft zustehenden Gesamtforderung von 5 000 000 ^ wegen Abfindung seines Anspruchs auf vor zugsweise Beteiligung vom Reingewinn. Dieser Teilbetrag seiner Forderung ist auf 750 000 ^ bewertet und wird zu diesem Be trage auf seine bei der Kapitalserhöhung übernommene neue Stammeinlage in Anrechnung gebracht. Berlin, den 2. Juli 1906. (gez.) Königliches Amtsgericht Berlin-Mitte. Abteilung 122. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 158 vom 6. Juli 1906.) * Privat - Zettungs-, Drucksachen- und Warenproben- Bestellung in Berlin. — Die Berliner Paketfahrt- Gesellschaft Starke L Co. in Berlin 8., Ritterstraße 98/99, trägt sich mit der Absicht, anläßlich der eingetretenen Postporto- Erhöhung ihre bis zum Mai vorigen Jahres betriebene Zeitungs und Drucksachenbestellung innerhalb des dortigen Ortsbezirks wieder aufzunehmen. Sie gibt einen Auszug aus ihrem Tarif bekannt (Änderungen Vorbehalten) und bittet zunächst um Aus füllung eines Fragebogens, wonach sie ein Bild gewinnen will, inwieweit ihre Absicht Anklang findet. Auskunft wird Ritter straße 98/99, Gebäude lZ, Zimmer 15, erteilt. Tarif-Auszug. Beförderung von offenen, unadressierten Drucksachen Zeitungen rc. an bestimmte Empfänger an der Hand bei» zugebender adressierter sogenannter Kolportagebestell karten Paketsahrt Post Die Post ist demnach teurer um: bis 50 A pro Sendung 2 <Z 3 ^ SOA über 50 „ 100 8 ,. 3 o) 5 ^ 66^ „ 100 „ 250 Z „ „ 3V- ^ 5 ^ 42 ^ „ 250 „ 356 A „ ,, io -z 20 ^ 100^ „ 350 „ 500 8 „ „ 12-/2 ö 20 <Z 60^ „ 500 „ 1000 8 „ „ 15 H 30 ^ 100^ 6. Beförderung von unadressierten Warenproben in Massen als kleine Stadtpakete gegen Quittung des Empfängers auf dem Paketbegleitschein Die Post ist Paketfahrt Post demnach teurer um: bis 250 8 pro Sendung 6 H 10 H 66 ^ 2o0 „ 500 8 „ 10 ^ 20 H 100)6 500 „ 1000 8 „ „ 15 H 30 100^ -Bastei-, Verein jüngerer Buchhändler, Dresden. — Eine herrliche, für die Teilnehmer unvergeßlich schöne Nacht ver lebten die Mitglieder der -Bastei» bei erfreulich zahlreicher Be teiligung auf dem Rauenstein (Sächsische Schweiz). Am 30. Juni abends 8." fuhr man bis Pötzscha und erreichte gegen 10 Uhr die Höhe des Felsens, wo der sagenhafte Fürst vom Rauenstein mit seinen Vasallen seine Gäste durch Feuerwerk und Illumination empfing. Hierauf fand die offizielle Begrüßung statt, und sodann schritt man in die bescheidenen, aber anheimelnden Räume, wo eine überaus fröhliche Sitzung begann. Gegen Mitternacht begann abermals eine Illumination des Felsens, und wunderbar wirkte das Feuerwerk in der sternenklaren Nacht. Vis gegen Morgen dauerte die heitere, durch ernste und humorvolle Reden und Lieder gewürzte Sitzung. Gegen -/,6 Uhr langte man in Rathen an, wo die einen heimwärts, die andern weiter hinein in die schöne Sächsische Schweiz fuhren. — Möge dieser Ausflug noch manche Nachfolge finden! Kretzschmar.
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