251. 27. Oktober IS08. Künftig erscheinende Bücher. Börsenblatt f. b. Dtschn. Buchhandel. 12051 Axel Juncker, Verlag Ich versende dieser Tage: Stuttgart undBerlinVV. 15 Max Dauthendey, Der weiße Schlaf. Umschlag von E. N. Weiß. Preis M 2.— ord., M. 1.50 no., M. 1.40 bar, geb.M. 3.— ord., M. 2.25 netto, M. 2.10 bar. Max Dauthendey, In sich versunkene Lieder. Umschlag von E. R.Weiß. Preis M. 2.50 ord., M. 1.90no., M. 1.75 bar, geb. M. 3.50 ord., M. 2.65 netto, M. 2.50 bar. Die ganze Sammlung ist eins der kostbarsten lyrischen Werke der letzten Jahrzehnte, und sie gibt Dauthendey eine künstlerische Bedeutung, die nur George und Dehmel mit ihm teilen. Eins hat aber Dauthendey voraus: er ist einfacher und volkstüm licher. Will Vesper im Literarischen Echo. Max Dauthendeys Kunst prangt nun in sommerlicher Reife. Es ist wirklich, als habe der Dichter sich mit seiner siebentönigen Flöte in die dichten Zweige einer deutschen Linde gesetzt und hier mit den Vögeln um die Wette gesungen, un bekümmert um die Wirkung und um den Preis. Die Mannigfaltigkeit seiner Gleich nisse hat kaum irgendwo ihresgleichen- so angefüllt mit Wunderworten ist sein Buch . . . Möchten die keuschen Liebesgesänge aus dem Laubverstecke heraus- schallen, möchten sie in die Ohren der Menschen eingehen und den Seelen sagen, daß die Quellen deutscher Dichtung heute noch so üppig springen und lieblich rauschen wie jemals! Prof. Ferdinand Gregor! in Oesterr. Rundschau. Nach diesen Empfehlungen der bedeutendsten Kenner deutscher Lyrik tue ich kaum eine Fehlbitte, wenn ich den deutschen Sortimentsbuchhandel bitte, sich dieses Dichters anzunehmen, der wie ein himmelhoher Baum im deutschen Dichterwalde emporragt. Merken Sie sich, bitte, diesen Namen, den Sie künftighin wieder und immer wieder hören werden! Zeder deutsche Buchhändler, der die geringste Empfin dung für deutsche Lyrik hat, muß ihn kennen, weshalb ich bitte zum eigenen Gebrauch ein Exemplar broschiert oder gebunden mit 40°/« verlangen zu wollen. sDauthendeys Name ist deutsch auszusprechen mit Betonung auf der ersten und letzten Silbe.)