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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.07.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-07-28
- Erscheinungsdatum
- 28.07.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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7250 Sprechsaal. ^ 173, 28. Juli 1906. gegen einen guten Kunden einlassen. Recht- und wehrlos ist er in solchen Fällen übrigens nicht; noch weniger aber der Verleger. Selbst wenn die obige Feststellung gelänge, dürste es doch immer hin zweifelhaft sein, ob sie den Sortimenter auch zur Anfechtung des seinerseits mit dem Verleger geschlossenen Kaufvertrags be rechtigt. H 10 Absatz s. der buchhändlerischcn Verkehrsordnung gibt hierzu keine Handhabe. Aussprache erbeten. Red. Auch ein Rabatt! Im Regensburger Anzeiger stand dieser Tage folgende Anzeige: »2b Nie. Provision! bekommt jeder sofort bar ausgezahlt, der bei mir Meyers Klassiker-Bibliothek oder Meyers Konversations-Lexikon gegen 4 ^ monatliche Raten bestellt oder mir einen Kunden zumeist. Briefe mit Angabe des Standes und genauer Adresse unter p. M., Hotel »Grüner Kranz-, Regensburg. Es ist dies eine neue, ungewöhnliche Art, wie durch diese Anzeige dem Publikum Rabatt angeboten wird. Niemand wird dagegen sein, wenn man dem Vermittler einer größeren Bestellung eine angemessene Provision gibt, daß man aber dem Besteller selbst eine Provision auszahlt, dürfte eine Neuerung sein, die nur schädigend auf den Sortimentsbuchhandel wirken kann und allen buchhändlerischcn Gebräuchen zuwiderläuft. Was nützen uns alle Rabattabschaffungs-Bestrebungen, wenn man an das kaufende Publikum mit solchen Angeboten herantritt, die noch dazu beim Publikum den Anschein erwecken, im Buchhandel werde immer noch zu viel verdient! Es ist sicher nicht anzunehmen, daß das Bibliographische Institut in Leipzig damit einverstanden ist. Jeden falls läge es im Interesse des Gesamtbuchhandels, wenn derartige Angebote unterblieben. Regensburg. Otto Hartmann, Prokurist der Verlagsanstalt vorm. G. I. Manz. Erwiderung. Wir können nur bedauern, daß Herr Hartmann es vermieden hat, den Namen des fraglichen Inserenten fcstzustellen und uns mitzuteilen. Wir würden dann Gelegenheit gefunden haben, dem Unfug zu steuern. Es ist selbstverständlich, daß weder wir noch die mit uns in Verbindung stehenden Reisebuchhandlungen derartige Ausschrei tungen dulden. Nur muß man uns Handhaben zum Einschreiten bieten. Sollte der Unfug in andern Städten fortgesetzt wer den, so bitten wir den Ortsbuchhandel, die in Regensburg ver säumte Gelegenheit zur Feststellung des Inserenten nachzuholen und uns geeignete Mitteilung zukommen zu lassen. An unserm Eingreifen soll es dann nicht fehlen. Leipzig, 27. Juli 1906. Bibliographisches Institut. Zum Artikel: »Die Übersiüssigkeit des Sortiments«. (Vgl. Nr. 165, 168 d. Bl.) Wir fügen mittels Stempels folgendes unserm Bestellzettel hinzu, falls wir in bezug auf Auslieferung im Zweifel sind: Palls nickt in Leiprix auk Luxer erbitten unter Lrenrkunck vom Verlaxsort. Wir müssen aber leider Mitteilen, daß in den seltensten Fällen diese Bitte beachtet wird. »Die Gesetze des Verlegers, lieber Sortimenter, mußt du beachten und strikte befolgen, sonst — —l Auf Wünsche und Bitten deinerseits können wir uns aber nicht einlassen.- Coblenz, Juli 1906. W. Groos Hofbuchhandlung (L. Meinardus). Vermeidbare Spesen. Mehr rechnen! Wieviel wurde schon gejammert über die hohen Spesen des Sortimenters — und wie oft ist dieser selbst daran schuld, wie oft könnte er sogar dem ihm befreundeten Verleger diese ver ringern, wenn die Arbeit mit ein klein wenig mehr Überlegung erledigt würde. Namentlich zur Ostermesse kann man in dieser Hinsicht manches erleben. Vielleicht erwidert man mir: »Bei den Ostermeß-Arbeiten hat man keine Zeit- — zu überlegen?? — Ich bin zwar jetzt nur Verleger, war aber auch lange Jahre Sortimenter, um das genügend und richtig beurteilen zu können. Da finde ich in einem Ballen Krebse aus Leipzig einen Bei- schluß von »nur- R/, Kilo aus dem in der ersten Postzone liegenden K. Das Paket kostete nun an Spesen dem Absender: Frachtgut von K. nach Leipzig einschließlich Rollgeld bei etwa 6H das Kilo rund mindestens 55—60 ^, also etwas mehr als ein direktes Postpaket von K. hierher, aber mindestens 25 mehr als Expreßgut. Wo diese Beförderungsart nicht besteht, oder wo die zweite Postzone in Betracht kommt, stellt sich namentlich direktes Frachtgut billiger, zumal bei Sendungen über 10 Kilo, wie ich auch schon manche über Leipzig erhielt. Ein andrer Beischluß aus dem noch nähern M. von -nur- 7 Kilo kostete dem Absender über Leipzig mindestens 35—40 <H, also etwa so viel wie bei direkter Postsendung, aber 10—15 H mehr als Expreßgut, das von M. hierher bis 10 Kilo nur 25 ^ kostet. Solche Sendungen kommen fast mit jedem Ballen; von den nur 5 Kilo schweren gar nicht zu reden. Rechnet man nun, daß die ganz geringe Mehrarbeit des Schreibens der Begleit- und Ausklebeadressen — an die Post oder Bahn geht der Ausläufer so wie so wohl täglich — reichlich aus gewogen wird durch die Minderarbeit beim Packen des Sammcl- ballens, und daß noch eine weitere nicht unwichtige Ersparnis an Packmaterial in Betracht kommt, daß ferner eine weit größere Übersichtlichkeit entsteht, wenn solche schweren Beischlüsse gleich aus dem Hause sind und nicht oft wochenlang mit vielen andern in einer Ecke des Geschäfts den Platz versperren, so wäre hier ein übcrlegteres Handeln von verschiedenen Gesichtspunkten aus ein entschiedener Vorteil für den Sortimenter. Für den Verleger aber, der doch meist auch nicht auf Rosen gebettet ist und mit dem Pfennig rechnen muß, stellt sich die Sache noch viel betrübender, wie folgende Rechnung zeigt: Der erste Beischluß von 9>/g Kilo aus K. kostet: das Kilo Fracht von Leipzig zum Verlagsort (hierher) rund 5 H, Packung des Kommissionärs 6 H das Kilo — 11 H, so daß also dem Ver leger für den Beischluß noch 1 5 H Spesen und Fracht er wachsen; beiden zusammen also »nur» 1 60gegen etwa rund 50 ^ bei direkter Sendung. Ähnlich stellt sich die Rechnung bei dem andern Beischluß aus M. Gewiß wäre der Verleger meist gern bereit, einen Teil des direkten Portos, statt des oft mehr als dreimal so teuren über Leipzig zu tragen, zum doppelten Vorteil für den Sortimenter. Was könnte da gegenseitig gespart werden an direkten Geld ausgaben und wieviel gewonnen an Arbeit, Übersichtlichkeit usw.I Auch würde es manches zur bequemeren und schnelleren Konten- erlcdigung beitragen. Und endlich leidet ein solches Paket als direkte Post- oder Erpreßgut-Sendung, wie Beispiele sehr oft zeigen, unterwegs ganz bedeutend weniger als in einem selbst gut ge packten Frachtballen, vorausgesetzt, daß alle Sortimenter einen solchen wirklich einwandfrei packen können; ich habe reichlich Grund, dies sehr zu bezweifeln. Über das Kapitel »Packen- ließe sich auch noch manches sagen. Weinheim. Ackermann. Offene Anfrage an Phryne-Verlag, Berlin-Schöneberg. Im Herbst 1905 bestellte ich 1 Quartal Phryne Oktober— Dezember und erhielt Heft 1 mit Quartalsberechnung prompt, aber weiter nichts. Reklamationen blieben unberücksichtigt. Vielleicht hat diese Anfrage Erfolg. G. Köhler, Wunsiedel.
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