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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.05.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-05-26
- Erscheinungsdatum
- 26.05.1906
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- Deutsch
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120, 26. Mai 1906. Künftig erscheinende Bücher. 5297 Lini^e Orteile cler Dresse über die erste ^uÜL§e von Oslcar IVliebel: Vorwärts ?u Okristus! k^ort mit Laulus! Deutsche Lellgion! Oer laß. Dieser Herr Oskar hlichel ist offenbar ein Ldel- mensch von heissem Wahrheitstreben. ringendem Geisse, grabender und wühlender Originalität, leidenschaftlichem Lemperament und hochgemuter, edler, auf wahrhaft würdige geistige Liele ausgehender Oesinnung. Lr tragt ja besonders das geistige Wohl seines jetat in schmeralicber Zerrissenheit hinsichtlich des idealsten Lebensinhalts ver fahrenen deutschen Volkes auf sorgendem Herren . . . Ich empfehle das geistvolle und von edlem Willen durchüutete Luch O. Büchels selbst dringend au eigenem Ltudium (Lrof. Dr. hlax 8chneidewin.) VvSSlseLe Leitung. Wie einst klorita v. Lgidzf hat auch Oskar Idicbel den grossen Lprung vom Kavallerie-Offiaier rum theologischen Schriftsteller getan, ^.n den Schriften dieser beiden Otüaiere kann man den eminenten Fortschritt ermessen, den die theologische Forschung im letrten Iahraehnt gemacht hat. Ls ist er staunlich. mit wie sicherem Lakt Oskar Büchel in das innerste Zentrum der theologischen Oegensätre der Oegenwart hineingreift. Denn weit mehr, als es die heutige Lachliteratur er kennen lässt, führt die Stellung au Laulus ru einer Scheidung der Oeister innerhalb der protestantischen Ideologie und Lärche Das Luch bietet eine Lulle anregender Oedanken. Oeutsede (Deutseke LeittiUß). Lin Otüaier, der nach dem Studium weniger ^sabre den bis in unsere Lage mit unvermindertem 'Wachstum fortwucherndem Urwald der Libeltorschung, Kirchengeschichte und Dogmatik so weit übersieht, dass er mit tadelloser Llarheit und Ordnung seinen eigenen, a. 1. völlig neuartigen Oedanken gang wissenschaftlich bekräftigen und kritisch mit Wällen der Abwehr befestigen kann, der dabei dann auch im sprachlichen Ausdruck logische Lnergie mit Schönheit und Lülle ru verbinden weiss — das erlebt man nicht alle läge Das Luch ist in der Lat und ohne allen Zweitel als Leiterscheinung wie als Lersönlichkeit- bekundung ein höchst bedeutsames Werk. . . . Lin neuer, rüstiger Weggenosse in die deutsche Lukunft! — Das war die freudige Lmpündung, mit der ich das Luch aus der Hand legte. (Dr.Lriedrich Lange.) staatsküi'gei'-Leitung. Lgid^, der sächsische Lusaren- kommandeur. hat einen Nachfolger in Oskar Gliche!, einem hannover schen Dlanenofüaier, gefunden. Den begabten Offfaier und — besonders in Züddeutscbland — bekannten und geachteten Lennreiter trieb aus ehrenvoller Laufbahn von der Lehrbank der Kriegsakademie und vom Lampf auf dem grünen Lasen ehrliches und heisses Verlangen, sich selbst beruhigende Klarheit ru verschaffen und die gewonnenen Oüter dann seinem Volke ru geben, in den unsicheren Strudel des Lampfes der Oeister hinaus. Nun. er hat sich hindurchgerungen, und die Ler 1 e, die er aus dem Orunde des Strudels geholt, liegt in seinem umfangreichen obengenannten Werke vor mir. Kölriiselie VoILsxeituiZA. Der Verfasser ist ohne Lweifel ein geistvoller und religiös interessierter ^lann .... Wirlclich schön ist vieles, was der Verfasser über die Unsterblichkeit und deren Leugnung sagt. (Lrof. Dr. Kneib.) Llteratunkei'ielit kür* IDsoIoZie. Vorwärts ru Ohristus! Lort mit Laulus! 80 lautet die Losung des neuen Leligions- lehrers, der mit seltenem Selbstbewusstsein den Laulinismus als un- scböpferisch und undeutsch darstellt. DeutseDe Der Verfasser, früher Otüaier und bekannter Lennreiter, hat sich aus ehrlichstem Drange seines Deraens dem religiösen Schrifttum augewendet. Das Luch atmet, was die Lein- heit der Oesinnung angeht, einen mit ^lorita v. Lgidzf verwandten Oeist. hlan freut sich über die Wärme und Innigkeit, die sich an vielen Ltellen bemerkbar machen. Liebe ru denldenscben, Verehrung für christliche Oedanken und ein fröhlicher Oottesglaube leben in dem Werke. Das Lelek. Herr Oskar Büchel war rehn ^abre preussischer Lavallerie - Otürier und als tüchtiger OlLaier sowie als erfolgreicher Herrenreiter weit bekannt. Dann hat er seinen Abschied genommen und sich in die religiösen Kragen vertieft .... Nach dem Luche ist es eine durchaus ernste, wohl auch eine sympathische Ler- sönlichk eit. New Volker Staats-Leituvß. Vom Lavallerie-Ofüaier und Herrenreiter aum ^l^stiker und theologischen Schriftsteller ist rwar ein weiter 8prung, aber es sind schon seltsamere Dinge dagewesen, und lolstoj hat ja eine gana ähnliche Lntwicklung durchgemacht. Die Hauptsache isr, dass derartige hletamorphosen sich in ansteigender Lichtung bewegen, d. h. den Menschen auf eine vollkommenere Ltufe seiner geistigen und sittlichen Lntwicklung erheben. Das ist bei Lolstoj geschehen und darf auch bezüglich des Verfassers der vorliegenden Streitschrift mit einem hohen Orade von Wahrschein lichkeit angenommen werden hlan muss dem Verfasser das Leug- nis ausstellen, dass er, der im Lriegshandwerk Oeübte, die Waffen des Oeistes mit überraschender Sicherheit au gebrauchen gelernt hat und die ihm ursprünglich so fremde ecclesia militans in durchaus würdiger Weise vertMtt Der VoIlLSerrielier. Das Luch aeigt in tiefgründigen ^U8- einandersetrungen, wie das deutsche Leelen- und Oeistesleben durch das Lindringen ihm fremder flächte religiös, national, sozial und ethisch Zerrissen wurde, wie sich's heute nach einem Lrlöser und einer Lrlösung sehnt, und wie sein Heiligstes naturwissenschaftlich, historisch und ästhetisch neu fundiert und gerichtet werden muss Ich freue mich, dass die beiden wackeren Soldaten Oberstleutnant Vl. v. Lgid^ und hlajor Hermann Weisse in dem Oberleutnant Oskar Büchel einen so treulichen, tiefreligiösen Nachfolger gefunden haben. Lräedlärider Leitung. Ls darf gewiss au den Abnormitäten unserer gebildeten Menschheit aählen, wenn der eine oder andere ihrer Lepräsentanten aus der Lerufssphäre tritt und die Welt mit einem Werke seines Oeistes voll ernster, wichtiger Lhemen und hochaktueller Lrobleme überrascht. Lin derartiger Lall hat sich dadurch ergeben, dass ein deutscher Leiterofffaier dem Dienste entsagt, sich auf ein ihm früher gänalich fremdes Oebiet begibt, nämlich das religiöse. Welche massgebenden Laktoren ihre gewaltsamen, autokratisclien Lessein an die Oeistesentwicklung des deutschen Volkes gelegt haben, wird in dem Lucbe ohne alle Lchwinke und Lchönlarberei — der Wahrheit auliebe — mannhaft offenbart. Leelltsliort. Der aufmerksame Leser wird vieles gana Vortreff liche in dem Luche ffnden. Die kräftige Zurückweisung der ,,pfäffischen Instinkte" eines Laulus, der in der ^esuslehre so viel verdorben und auf den Kopf gestellt hat, ist durchaus angebracht, hlit Lecbt spricht der Verfasser von dem „paulinischen Oift in der Völkergeschichte"; uns Deutschen ist es besonders verhängnisvoll geworden. Von der vaterlandslosen Leligion gilt es losaukommen und durch eine deutsche Leligion aum Ldeldeutschtum au gelangen. Das Lingen des deutschen Volkes um den Oeisteskrühling kommt in dem Luche trefflich aum Aus druck, und so wird es mithelien au der so notwendigen Verjüngung Deutschlands. kl'aue» - LunclseLau. Die Lahl der Oottsucher wächst von ^ahr au ^ahr. Lu ihnen möchten wir auch einen HIann rechnen, der auf einem gana besonderen Wege voraudringen sucht au dem, was not tut. . . . Lin Lrotestant von echtem Lclirot und Korn ist nun auch Oskar Eichel, der ehemalige Offfaier. ^ber er gehört ... au den Kämpfern und Ltreitern, in deren Hand auch die Leder aum 8chwert wird Lin fehdelustiger, Kamp fb «gieriger Huttengeist weht durch das Luch, das überall unleugbar die Leichen eines starken Lem- peraments aulweist. Das scküns 6uck, clas äis günstigsten Urteils sus allen kagern üsutscksn Qeisteslekens su5 sied vereint Kat, msckte trotr stsrüer ^uüsge nsck wenigen sonsten eins ^eusnklgKS nötiZ. ^rotr ües grossen Urnkangs ist der üacien- prsis niecirig. Ick Kitts um freunälicke Vervvsnäung, wofür ick suck Lusfükrlicke krospekte gern rur Verfügung stelle. Uockscktungsvoll Lerttn. im yo6 Dermann XValtder Verlagskuckksnülung O. m. b. U.
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