278, ZV, November IS22. Fertige Bücher, v««,«lün s. i>. rm«», BÄ««»»»-!, 15813 über Reinhold Conrad Muschser Douglas Webb » Oer lachende Tod (Fortsetzung zu Börsenblatt Nr. 2ö8 vom 17. November) Herr Kollege Wilhelm Scholz, Braunschweig: Ein großer Dichter der neuen Zelt. So muffen wir Reinhold Conrad Muschler nennen, denn seine Prosa klingt, als wenn silberne Kugeln in feinen Porzellanschalen springen. So unsere Sprache zu meistern, ist nur wenigen Sterblichen mög lich, und ich freue mich, daß der Dichter sich bei diesem seinem zweiten Werke gehütet hat, sich in Sprachungeheuerlichkeiten zu verlieren, die seinen „Douglas Webb" etwas verunzierten. Seelenkampfe und Seelenfrieden, heißeste Sehnsucht von Mann und Weib, die umeinander kämpfen, sich trennen, den Kampf weitersührc», bis sie wieder zueinander kommen, um dann zu erkennen, daß sie sich doch wesens fremd sind. Was bei „Douglas Webb" zu rühmen war, tritt auch in diesem Buche in grandioser Schönheit hervor, die wunderbare Art, die Natur zu schildern. In allen Farbeniönen baut er die Alpen vor uns auf, und wie er das Gewitter heranziehen und austoben läßt, als Friedrich Ammon, der Held des Buches, mit seinen Gästen in schirmender Gebirgsvilla beim Abendtrunk sitzt, während dort gleichfalls zwei Herzen gegeneinander klinge», das ist von erschütternder Wirkung. Herr Kollege Bruno Hennings i. Ka. Heerdegsn-Barbeck, Nürnberg: Reinhold Conrad Muschler hat mit seinem neuen Roman „Der lachende Tod" uns eine Dichtung ge- schenkt, die durch ihre schöne, edle Sprache Genuß und Freude bereitet. Wie in seinem „Douglas Webb" beherrscht er auch in diesem neuen Werk den Dialog ganz meisterhaft, und ich glaube, daß der Sortimenter seiner Kundschaft das Buch mit gutem Gewiffen als eines der besten der letzten Zeit ein- pfchlen darf. Wer dafür eintritt, wird es nicht zu bereuen haben. Darum lassen «ruck S>ie sich nun zur regen Mitarbeit an öer wertesten Verdrritung der Romane bere>ifi„den Bestellzettel mit Vorzugsangebot in der Beilage Verlag von Fr.Wilh.Grunow inLeipzig 1777