^ 103, 5. Mai 1906. Fertige Bücher. 4513 T Volksausgabe von Conrads Revision des Schlegek-Tieckschen Shakespeare In unserer Sammlung einbändiger Klassiker-Ausgaben sind erschienen: Shakespeares dramatische Werke Übersetzung Schlegel-Tieck, revidiert von Hermann Conrad Im Auftrag der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft herausgegeben und mit Einleitungen versehen von Wilhelm Oechelhäuser 32. Auflage. Gebunden M. 4.—, M. 3.— netto, M. 2.80 bar. Freiexemplare Il/lO, auch gemischt mit anderen Bänden der Sammlung.. />^aß der Schlegel-Tiecksche Shakespeare-Text — als Gesamtwert eine Meisterleistung ersten Ranges — im einzelnen voller Mängel und Fehler ist, war in der wissenschaftlichen Welt längst offenes Geheimnis, und auf die Notwendigkeit einer gründlichen Revision wurde deshalb nicht nur aus den Kreisen der eigentlichen Shakespeare-Gemeinde heraus lauter und lauter schon seit Jahren hingewiesen. Die von uns im vorigen Lerbst nach langjähriger aufopferungsvoller Arbeit von Professor Lermann Conrad veröffentlichte Revision ist, wie wir zu unserer Freude konstatieren können, auch den höchsten Ansprüchen gerecht geworden und darf sich schon heute eines großen und durchschlagenden Erfolges rühmen. Die ersten Bühnenleiter — allen voran Baron Alfred Berger im Deutschen Schauspielhause in Hamburg — beginnen bereits, den Conradschen revidierten Text den Aufführungen zugrunde zu legen, und die Kritik nennt die Arbeit eine literarische Großtat und schreibt unter anderem: In dieser Form wird der deutsche Shakespeare von neuem seinen Siegeszug beginnen. Leipziger Illustrirte Zeitung. In jedem Betracht die beste Shakespeare-Äbersetzung, die wir gegenwärtig haben. Allgemeines Literaturblatt. Darf mit Recht als die Standard-Ausgabe des deutschen Shakespeare bezeichnet werden. Deutsche Zeitung. Wahrhaft volkstümlich wird der Conradsche Schlegel-Tiecksche Shakespeare-Text jetzt aber erst dadurch werden, daß die Revision nun auch in den Neu-Auflagen unserer im Aufträge der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft heraus gegebenen einbändigen Volksausgabe zur Benutzung gelangt. In den fünfzehn Jahren, die seit dem Erscheinen unseres einbändigen Shakespeare vergangen sind, hat dieser in 31 Auflagen Verbreitung gefunden und zur Kenntnis der Werke des großen Briten im deutschen Volke mehr beigetragen als sonst etwas im letzten Jahrzehnt. Die Ausgabe, deren leichte Verkäuflichkeit wohl den meisten Lerren Kollegen aus eigener Erfahrung hinreichend bekannt ist, erlangt jetzt naturgemäß aufs neue . ^ ,^! eine ganz enorme Absatzfahigkett, denn jeder, der sich in Deutschland ernstlich mit Shakespeare beschäftigt, muß die Revision kennen und wird sie zu dem niedrigen Preise unserer einbändigen Ausgabe auch gern käuflich erwerben. — So dürfen wir wohl hoffen, daß der deutsche Buchhandel voll erkennen wird, um was es sich hier handelt, und daß er sich den lohnenden Vertrieb eines neuen konkurrenzlosen Massenartikels nicht entgehen lassen wird. Wir bitten, reichlich zu verlangen. Auch mit unseren anderen billigsten einbändigen Klassiker-Ausgaben: Goethes Werke — Grillparzers Werke — Lauffs Werke — Lebbels Sämtliche Werke — Leines Sämtliche Werke — Körners Sämtliche Werke — Lenaus Sämtliche Werke — Lessings Werke — Mörikes Sämtliche Werke — Reuters Sämtliche Werke — Schillers Werke — llhlands Sämtliche Werke — wolle man bei dieser Gelegenheit das Lager ergänzen. In Partien von Il/10 liefern wir auch gemischt direkt ohne Emballage-Berechnung ab Leipzig und Stuttgart. Näheres ist aus dem beigesügten Verlangzettel ersichtlich. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 73. Jahrgang. 592