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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.11.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1922-11-29
- Erscheinungsdatum
- 29.11.1922
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- Deutsch
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der Jubilar den so seltenen Festtao in voller Frische begangen. In den Fachorganen hat man bisher nichts von der Feier gehört, vielleicht ganz im Sinne dieses prächtigen alte» Herrn, der aus Äustcrlichkeitcn keinen Wert legt. Doch ist cs notwendig, des Mannes zu gedenken, der in rastloser Tätigkeit von früh bis spät seinem Beruf nachgeht, und der seinen Angestellten gegenüber ein gerechter, wohlwollender Ches ist. In der langen Zeit seiner Arbeit sür das Gcschäst, in den letzten Jahren als Chef dm Kunstabtcilnng, hat Herr Heinzelmann die Firma zn großer Entfaltung gebracht. Möge er seinem Geschäft noch lange in voller Geistesisrische und Rüstigkeit erhalten bleiben! W. N. Pt. Gestorben: im blühenden Alter von LS Jahre» Herr C a r l S i ek c j u n. in Rendsburg. Der insolg« eines Herzschlags aus einem tätigen Leben Tahin- geschiedene hatte sich im Buchhandel gut »»,gesehen, »m dem väter lichen Geschäft sCoburgsche Buchhandlung, Rendsburg) eine Stütze zu sein und cs dereinst selbst sortsührcn zu können. Mit dem bejahrten Vater, der sich nun seines Rachsolgcrs beraubt sieht, trauern die junge Witwe und die Familie, Wie alle, die den Verstorbenen kannten, um fein frühes Hinjchcidcn. EMWlll. Steuerabzug vom Einkommen. Der Neichsrat hat kürzlich im Hinblick auf die Geldentwertung be schlossen, die Grenze der steuerfreien Einkommen zu erweitern. Für den Steuerzahler und seine Ehefrau sollen 1922 monatlich je 3-10 Mark, für minderjährige Kinder je 680 Mart vom Steuerbctrag abgezogen, werden, und zivar rückwirkend ab Januar d. I. Das bedeutet für die meisten Angestellten, Arbeiter und Beamten, die Steuermarken kleben, das; sie in den verflossenen drei Quartalen schon -weit mehr Steuern gezahlt haken, als nach der endgültigen Festsetzung für das ganze Fahr vom Finanzamt errechnet werden kann und wird. Gleichwohl muß der Arbeitgeber auch weiterhin i10°/<> des Gehalts oder Lohnes cinbehalten! Das heißt in der Praxis, daß Zehn- oder Hnndcrt- tansende, die bei dem Finanzamt bereits ein namhaftes Guthaben be sitzen, für den November und Dezember noch weitere große Beträge an den Staat ab-ftthren müssen, und zivar mit dem jetzigen Wert des Geldes ihre 10°/, zahlen, während sie. nach vielen Monaten den zuviel erhobenen Betrag in sicher weit schlechterem Gelde zurückcrhal- tcn sollen! Liegt darin schon an und für sich eine Ungerechtigkeit, so ist noch zu bedenken, daß gerade jetzt bei den horrenden Preisen für Kohlen, Lebensmittel und alles Notwendige, ivomit die Einkommen ja lange nicht Schritt halten, diese Abgabe besonders drückend ist. Daher muß von der Finanzbchörde erwartet wer den, daß sie sofort einen Erlaß verkündet, wonach überall dort vom Einkommen bis Ende 1922 kein Steuerabzug vorgenommen wer den darf, wo der Steuerpflichtige unter Berücksichtigung der neuen Erleichterungen bereits genügend gezahlt hat. — In Hamburg z. V. ist das Kleben von Steuermarken seit Dktvber ohnehin unmöglich, weil besonders in höheren Werten keine Marken erhältlich sind. F. E. Sch. Preisverzeichnisse. Ich mache in letzter Zeit die Beobachtung, daß viele Verleger die neuen Preis-, bzw. die Grundzahlenverzeichnissc nicht ohne weiteres liefern, sondern entgegen dem früheren Gebrauch erst auf Verlangen, und auch dann nicht immer. Ob diese Gepflogenheit, welche die Sorti menter empfindlich schädigt, überall und allgemein zutrifft, weiß ich nicht. Es ist aber anzunehmen, daß die Herren Verleger die Auswahl derjenigen Sortimcntersirmen, denen sic Preislisten unverlangt zu- gchen lassen, nach der Höhe des Umsatzes treffen. Dagegen ist ent- . schieden Einspruch am Platze, denn kleine und mittlere Sorti menter sind ebenso oder viel mehr auf Berücksichtigung angewiesen, sollen sie anders nicht dem Untergang geweiht sein. F r e u d e n st a d t. Karl Paur. Wirrwarr der Lieferungsbedingungen. (Vgl. Bbl. Nr. 261.) Als Verleger muß ich Herrn Oskar Kirsch in Wien vollständig recht geben. Ich glaube nicht allzu sehr pro domo zu reden, wenn ich Ver leger und Sortimenter auffordere, den Stuttgarter Versand- und Liefe rungsbedingungen bcizutrcten. Sie haben sich bewährt und enthalten alles, was man für den täglichen Gebrauch nötig hat. Für alles, was wcitergeht, können ja die »Allgemeinen Geschäftsgrnndsätze für die Mitglieder des Deutschen Verlcgervereins« als Richtlinien dienen. Es haben sich ja übrigens viele Verlagsfirmcn außerhalb Stutt garts den Stuttgarter Versandbedingungen angcschlossen. AllcrdingL muß dann auch der Verlag die dort feftgclegten Bedingungen cinhalteil er darf sie nicht willkürlich verschärfen. Vor allem muß seine Bnckl Haltung, das Schmerzenskind des Buchhändlers, gut und einwanW frei arbeiten. Dann werden viele Streitigkeiten und UnstimmigkcitcW die zn einer gegenseitigen Unhöflichkeit führen, wie sic leider im BmW Handel üblich ist, vermieden werden. 8 Ein Stuttgarter Verleger.» Vorsicht bei Erteilung von Aufträgen an Buch- H binderten zu freibleibenden Preisen 1 Bei einer Leipziger Großbuchbinderci ließ ich im September 300 Einbände (Pappbände) Herstellen. Titelsatz war vorhanden. Früher war das eine Arbeit von höchstens acht Tagen, jetzt dauerte es vier Wochen. Nachdem Ende September neue Preise in Kraft getreten waren und ich annehmcn konnte, daß dieser Tarif einige Wochen be stehen bleiben, andererseits auch die Fertigstellung nicht noch länger als vier Wochen beanspruchen würde, bestellte ich am 2. Oktober weitere 300 Einbände. Aus einer Zuschrift der Firma vom 10. Oktober ging hervor, daß die Bände in Arbeit waren. Aber ich wartete.bis Ende Oktober vergeblich. Laut Börsenblatt vom 25. Oktober waren bis dahin keine neuen Steigerungen der Drucker-, Papier- und Bindckostcn eingetrcten. Ich verwehrte mich nun am 3. November gegen weitere Verschleppung und Verdrängung in eine neue Teuerungswelle. End^ lich, am 14. November, lieferte die Firma, aber mit 290 (!!) Prozeß Aufschlag (45 000 statt 15 WO) und netto Kasse, trotzdem 30 Tage Zi» vereinbart worden warm. — Das heißt denn doch, jede gesetzliche Bi« dnng negieren. So einfach kann doch die Vertragspflicht nicht beiseite^ geschoben werden. Die Berliner Großbuchbindereien haben den ModM eingeführt, bei Bestellung nach Offerte den Betrag sogleich zn erhebW sie können sich dann eindecken und zum offerierten Preise liefern, vW mir sehr zweckmäßig zu sein scheint. H. StM Antwort ^ auf den »Offenen Brief an die Jugendschristenvcrlegcr« » in N?. 267 des Bbl. H Da die verschiedenen Ladenpreiserrechnungen ein unhaltbarer Z» stand für das Sortiment sind, hat die Vereinigung der Jul gendschriftcn Verleger Schritte eingeleitct, um Anfang nächskß Jahres eine einheitliche Ladcnpreiserrechnung möglichst im ganzen Jil gcndschriftcnverlag herbeiznsühren. Von dem Versuch einer sofortiges Regelung wurde Abstand genommen, weil diese dem Sortiment wäll rcnd der Weihnachtswochen mehr Schaden als Nntzcu bringen könnte. Vereinigung der I u g e n d s ch r i f t c n v c r l e g e r. „Schaff' gute Bücher in dein Haus". (Vgl. Bbl. Nr. 264.) Diesen hübschen Spruch, der für Werbezwecke für den Buchhändler wie geschaffen ist, habe ich vor Jahren dem Lippcrheidcschen Sprnch- wörterbnch entnommen und seitdem in allen möglichen Ausgaben für Neklamezwecke heransgegeben. Später meldete sich Herr Schriftsteller Walther Schulte vom Brühl, dem einige meiner Neklame- marken zu Gesicht gekommen waren, als Verfasser dieses Spruches, den er als Beitrag zu einer buchhändlerischen Jabiläumsschrift geliefert habe. Lieferbar sind zurzeit ein Plakat 23X45 cm auf Prvspektp. zu Mk. 12.—, ein Plakat 23X45 cm auf Karton zu Mk. 25.—, ein kl. Stchplakat aus Karton zu Mk. 10.— und einige Ncklamemarken. Ferner liefere ich Klischees von den Ne- klamcmarken einfarbig in Größe 3)^X4 cm zu Mk. 500.— und Platten für Lichtapparate zu etwa Mk. 350.—. Ein Lichtapparat dazu kostet heute 18 WO Mark. Die Plakate sind sehr wirkungsvoll in Kochschrist gedruckt und eignen sich sowohl zur Straßcnplakatiernng als auch zum Einrahmcn. Ein Nicscnplakat in Länge von 124 cm ist leider gänzlich vergriffen und kann in den jetzigen Zeiten ebensowenig wie die farbigen Neklame- markcn neu hergestellt werden. Leipzig. Siegbert Schnnrpfeil Verlag, Buchdrnckerei. 1680
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