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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.04.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-04-06
- Erscheinungsdatum
- 06.04.1906
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- Deutsch
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^ 80, 6. April 1906. Mchtamtltcher Teil. 3575 gegangen oder werden die Aussichten auf ihren Absatz geringer, dann sind sie zu einem niedrigern Preise als dem Herstellungspreise in das Inventar einzusetzen. 8. Um welchen Prozentsatz zurückgegangene Werke bei einer Inventur niedriger zu bewerten sind, läßt sich in feststehenden Sätzen nicht angeben; dies zu bestimmen, muß dem Ermessen des Geschäftsinhabers überlassen bleiben. 9. Werden nur noch wenige Exemplare eines Werks verkauft oder stockt der Absatz ganz, dann kann und muß der Makulatur- und Stampfpreis der Bewertung zu grunde gelegt werden, eventuell bleiben die Vorräte ohne jede Bewertung. 10. Zur Vereinfachung der Buchführungsarbeiten kann man auch für mehrere oder viele geringwertige Ver lagsartikel ein gemeinschaftliches Konto, ein sogenanntes Sammelkonto (Konto geringwertiger Verlagswerke) im Verlagsskontro einrichten. Man überträgt auf dieses Konto den Saldo, mit dem die im Absatz zurückgegangenen Werke noch zu Buche stehen. Von dem so auf dem Sammelkonto erscheinenden Gesamtsaldo wird dann jähr lich eine entsprechende Summe abgeschrieben, bzw. ein niedrigerer Betrag, als auf dem Konto steht, in das In ventar ausgenommen. Halle (Saale), im März 1906. Adelbert Kirsten, Buchhalter. Kleine Mitteilungen. *Mehr juristische Literatur in der Königlichen Bibliothek zu Berlin. — Bei Beratung des Staatshaushalts für 1906 im Etat des Ministeriums der geistlichen Unterrichts und Medizinalangelegenheiten am 31. März d. I. im preußischen Herrenhause wünschte bei den Ausgaben für die Königliche Biblio thek in Berlin Professor vr. Loening, daß dort mehr Gelegenheit gegeben werden sollte, sich mit den Rechtszuständen des Auslandes bekannt zu machen. Bis jetzt sei das nicht möglich ohne längere Reisen im Auslande, weil die Königliche Bibliothek nicht die nötigen Werke darüber enthalte. Eine vortreffliche Biblio thek habe zwar das Reichsgericht in Leipzig; trotzdem aber müsse auch in der Königlichen Bibliothek die ausländische juristische Literatur mehr berücksichtigt werden. Die wichtigsten Werke über das fremde Recht, namentlich das öffentliche Recht, müßte die Bibliothek anschaffen. Ein Regierungskommissar erwiderte, daß sich die König liche Bibliothek augenblicklich wegen des Neubaues in einem Über- gangsstadium befinde, daß aber dem Wunsche nach Möglichkeit Rechnung getragen werden solle. Übrigens habe das Reichsjustiz amt eine Bibliothek, in der alle diese Werke zu finden seien. Professor vr. Loening hielt gleichwohl seinen Wunsch aufrecht. Friedrich Halm-Ausstellung. — Im Prunksaal der K. k. Hofbibliothek in Wien ist dieser Tage eine stimmungsvolle Friedrich-Halm-Ausstellung eröffnet worden, die den Dichter und Dramaturgen und seine Zeit in Manuskripten, Bildern und Druckwerken vorführt. Friedrich Halm (Freiherr von Münch- Bellinghausen) ist im Jahre 1845 als Kustos in die Hofbibliothek eingetreten, und er gehörte ihr bis zum Jahre 1871 als Direktor an. Aus dem Briefwechsel Halm-Rettich sind einige Blätter von besonderm Interesse. Die Neue freie Presse, der wir diese Mit teilung entnehmen, geht auf den Inhalt einiger dieser Briefe näher ein. Die Briefe werden ergänzt durch Porträts, von denen jene aus dem alten Burgtheater das lebhafteste Interesse wecken dürften. Die Rettich als Parthenia, als Thusnelda, die Wolter als Thusnelda, Sonnenthal als Marcell in -Wildfeuer-, Louisabeth Röckel und Stella Hohenfels als Rons u. a. Besonders Kriehubersche Porträts führen uns das gelehrte, das künstlerische und das schöne Wienertum der sechziger Jahre vor Augen, wie reizvolle Bilder der Zerline Würzburg (Gabillon), der Großmann, ferner Porträts von Lewinsky und Baumeister. Es folgen Erstdrucke Halmscher Werke, Übersetzungen, insbesondere des »Fechters von Ravenna-, und die Gedichte Kaiser Maximilians mit Korrekturen seines literarischen Beirats Halm. Die Büste des Dichters schließt die schöne Ausstellung gewissermaßen ab, die den Dichter und seine Zeit lebendig vor Augen führt. Allgemeine Bereinigung Deutscher Buchhandlungs- Gehilfen, Ortsgruppe Dresden. — Vortrag. — Am Diens tag den 10. d. M., abends 9 Uhr, wird Herr Fritz Dalquen in der Ortsgruppe Dresden der Allgemeinen Vereinigung Deutscher Buchhandlungs-Gehilfen im Restaurant »Zum Viktoria- Haus-, Ringstraße 18, einen Vortrag halten über: »Florentiner Kultur zur Zeit Lorenzos von Medici-. Allen Dresdner Kollegen und deren Angehörigen (auch Damen) sei der Besuch dieses Vor trages angelegentlich empfohlen. Walther. Robinson, Verein jüngerer Buchhändler zu Braun schweig. — Ünser 3b. Stiftungsfest wurde am 24. und 2b. März in festlicher Weise begangen. Am Sonnabend den 24. März fand die »Festkneipe- im Veretnslokal »Siegers Brauerei-, statt, zu der neben einer stattlichen Schar alter und junger Mitglieder und Freunde des Vereins auch unser treu an hängliches Mitglied Herr K. Bindernagel, Friedberg, eingetroffen war. Ein Prolog des Vorsitzenden leitete die intime und stim mungsvolle Feier ein. Die Festrede hielt Herr Hartmann. Herr Wollermann überbrachte die Glückwünsche der Herren Chefs und toastete auf ein ferneres freundschaftliches und gedeihliches Ver hältnis zu der hiesigen Gehilfenschaft. Den unterhaltenden Teil des Abends bestritten wiederum Herr Westphalen durch seine Liedervorträge, Herr Süchtig durch seine ausgezeichnete Be gleitung und Herr Steinhof durch seine brillanten humo ristischen Darbietungen. Unserm leider scheidenden Kollegen West phalen wurde der Dank des Vereins durch Überreichung eines hübschen Schoppens dargebracht. Festlieder und Reden wechselten in bunter Reihe, kein Wunder, daß die Wogen der estlichen Stimmung bald hoch gingen und alte und junge Herren erst in später Stunde sich in fröhlicher Stimmung von einander trennen konnten. — Am Sonntag vormittag fand im Hotel -Kaiserhof- ein Frühschoppen statt, dem sich um 2 Uhr, nach einem Spaziergang, ein gemeinschaftliches Mittagsmahl im Restaurant -Zum lustigen Füsilier- anschloß. Die renommierte Küche dieses Hauses tat ihr Bestes, um ihre Gäste zufriedenzu- tellen, so daß auch hier bald eine fröhliche Feststimmung eintrat. Nachdem unser unermüdlicher Bereinsphotograph Horney die röhliche Gesellschaft auf der Platte festgehalten hatte, ging es dann mit dem Omnibus nach Wiesental-Querum, wo ein Fäßlein braunen Bieres aufgelegt wurde. Lieder und Scherze, sowie die vom Kollegen Pfankuch verfaßten und vorgetragenen drolligen Erlebnisse des Buchhanblungsgehilfen Agamemnon Pfeifenstengel ließen die Stunden schnell dahingehen. Um 8 Uhr fuhr der Wagen vor, um die fröhliche Korona nach Braunschweig zurück zubringen. Ein Abschiedstrunk im -Lustigen Füsilier« beschloß das in allen Teilen harmonisch verlaufene Fest. Quaritsch. Englisches und deutsches Dünndruckpapier. — über Dünndruckpapier wird uns von einem deutschen Verleger ge- chrieben: (Red.) »Voreingenommenheit zugunsten ausländischer Leistungen und ausländischer Waren ist ein leider immer noch anzu treffender deutscher Nationalfehler. Um so nötiger ist es, auch in scheinbar nebensächlicheren Punkten vorsichtig mit dem Lob zu sein. In diesem Blatte war kürzlich das groß angelegte Unternehmen »Lvor^wan's I-idrar^- mit im ganzen gewiß verdienter Anerkennung besprochen. Da auch das zu den billigen Bänden verwendete Dünndruckpapier außer ordentlich gelobt war und doch nur ein billiger Stoff verwendet sein konnte, so veranlaßte Einsender die bei den Verlegern der -L. U.» erfragten englischen Papierlieferanten, eine Probe dieses Papiers nebst Preisangebot für Abnahme von 50000 Kilo (also 10 Waggonladungenl) frei Ham burg (einschl. Zoll) einzusenden. Das Ergebnis war: ein nach 470*
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