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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.03.1906
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- 1906-03-24
- Erscheinungsdatum
- 24.03.1906
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- Deutsch
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3104 Nichtamtlicher Teil. ^ 69, 24. März 1906. ins Zollausland gesandt werden, muß bei der Einlieferung zur Post ein Begleitschein oder ein diesen vertretendes Abfertigungspapier beigefügt sein. Die Pakete und Post paketadressen müssen den Vermerk »nebst Begleitschein« tragen. Da bei Paketen mit Begleitschein die Anschreibung für die Warenverkehrsstatistik auf Grund des Begleitscheins erfolgt, so ist bei ihnen die Beifügung eines Doppels der Zoll inhaltserklärungen nicht erforderlich. Der Beifügung eines Doppels der Zollinhaltserklärungen bedarf es ferner nicht bei Sendungen, die ausschließlich Wertpapiere oder Papiergeld enthalten und demnach nicht unter das Gesetz über die Warenverkehrsstatistik fallen. 3. Versendungsverbote, Einfuhr- und Durch fuhrbesch rän kn ngen. Es ist in allen Fällen ausschließlich Sache des Absenders, sich genau zu erkundigen, ob die zu versendenden Gegenstände in das Bestimmungsland eingeführt und durch die etwaigen Zwischenländer durchgeführt werden dürfen. Kleine Mitteilungen. Bücherversteigerungen im Hotel Drouot zu Paris. — Versteigerung der Bibliothek Billard. (Schluß aus Nr. 61 d. Bl.) — Unter den neuern, d. h. dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert angehörenden Büchern, die zwar nicht so zahlreich und auch nicht in so seltenen Exemplaren vorhanden waren wie diejenigen des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts, möchten wir doch verschiedene Exemplare hervorheben. In bezug auf die in dieser Zeitepoche gedruckten Geschichts werke haben wir folgende Namen und Preise notiert: Den größten Ertrag, nämlich 405 Frcs., brachte ein Widmungsexemplär (sxsmplairs äs prsssnt) des Werkes »LloAS äs äsan-Laptists Oolbsrt« von Necker, ein Oktavband, Paris 1776, bei Demonville, mit eigentümlichen Randverzierungen (äits a l'Oissau). — Das kleine Duodezbändchen »llbblsaux äs la bovns oowpagnis» von Restif de la Bretonne, mit verkleinerten Illustrationen von Freudenberg und Moreau, dem Werke »lls Llonuwsnt äu Oostuws- entnommen, erste Auflage, broschiertes, später eingebundenes Exemplar, Paris 1787, erzielte 108 Frcs. — Zwei Werke -Memoiren- wurden mit je 145 und 175 Frcs. bezahlt. Das erstgenannte Buch betraf die Memoiren der Madame von Motteville »Llswoirss pour ssrvir L 1'Llistoirs ä'^nns ä'^utriobs», in 5 Duodezbändchen, alter Einband, Amsterdam 1723, bei Francois Changuion, erste Auflage; die Titel des zweiten Buches lauteten »Nswoirss äu oaräinal äs kstr«, »Llswoirss äs Nonsisur äoli- und »Nsraoirss äs Llaäaws 1a Ouobssss äs klsrnonrs--, Amsterdam 1718—1731, bei Jean-Frsdsric Bernard, 7 Bände in altem Einband, dem Grafen von Coisltn gehörendes Exemplar. — Zu dieser Kategorie wäre noch nachzutragen ein Exemplar »ksousil äss portraits st Dogss äss plus bsllss äarnss äs la Oour- von Fräulein von Montpensier, 2 Oktavbändchen, mit blauem Kunsteinband von Thibaron-Joly, Paris 1668, das 126 Frcs. brachte. Die Kunst und Wissenschaft brachte folgende bemerkenswerte Exemplare, die ebenfalls diesem Zeitraum ihre Entstehung ver danken: »llss OrLoss« von Meusnier de Querlon, mit 5 Zeichnungen von Boucher und Moreau, — zusammen mit dem Buche »Origins äss OrLoss-- von Fräulein D . . ., Paris 1777, mit 6 Illustrationen von Cochin, für 170 Frcs., — -llss Nstaworxbosss ä'Oviäs«, ein Quartband mit 140 Abbildungen von Eisen, Monnct, Moreau und Boucher, brachten 340 Frcs., — noch mehr, nämlich 800 Frcs., wurde für das spanische Werk »Oapriobos invsntaäos grsbaäos al'aKua korts« von Francesco Goya, erste Auflage, mit 80 Tafeln, Madrid 1799, bezahlt. — Eine interessante Studie für alte Schweizerkostüme lieferte das mit Zeichnungen von König versehene Werk »klouvslls Oollsotion äs Oostumss suissss« (1811); es kam für 115 Frcs. unter den Hammer. Die meisten Bücher dieser Epoche, die anläßlich dieser Ver steigerung unter den Hammer kamen und einiges Interesse boten, gehörten der Literatur und der Literaturgeschichte des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts an. Was die ältern Autoren anbelangt (bis 1800), so mögen folgende Bücherverkäufe erwähnt werden: Zwei kleine Oktavbände des Werkes »llss Osnt I4onvsllss nouvslles., mit Illustrationen von Romain de Hooghe, Köln 1701, bei Pierre Gaillard, brachten 501 Frcs., — »lls Roman äs la Ross- von Guillaume de Lorris und Jean de Meun,3Bände, Paris 1735, bei Witwe Pissot, 101 Frcs-, — »llss klouvellss äs LlarAasrits-, 3 Oktavbände, mit Vignetten von Dunker und Freudenberg, Bern 1780—1781, Typographische Gesellschaft, erreichten 230 Frcs., — eine seltene und reich illustrierte Ausgabe des Werkes »^naorson, 8apbo, Lion st Nosobns- von Moutonnet de Clairfons, große Oktavausgabe, mit Illustrationen von Eisen, alter Einband, Paris 1773, brachte 400 Frcs., — »L.xoloZis pour Ksroäots-, im Haag 1735, bei Heinrich Scheuerleer, galt 170 Frcs., — »llss ^vsnturss äs 7?slswagus» von Fsnelon, in 2 Duodezbändchen mit 24 Illustrationen, nach Bonnart, Paris 1717, bei Florentin Delaulne, 1. Auflage (^ros oaraotörss), erreichten 118 Frcs., — das Werk »Llaximss st Rsüsxions moraiss äu äus äs 1a koobs- kouoaulä«, das sich durch einen besonders gut erhaltenen Einband auszeichnete und die Abzeichen von Derome trug (Iwprlwsris Roz-als 1778), ein hübscher Oktavband, 159 Frcs., — -llss Oanxsrs äs la vills» von Restif de la Bretonne, 4 Duodezbändchen mit 34 Illustrationen, Paris 1784, 110 Frcs., — die erste Ausgabe des Gil Blas »Ristoirs äs Oil-Llas äs Lautill ans» von Le Sage, Paris 1747, Iss lidrairiss assooiss, 147 Frcs-, — »Osuvrss äs LI. Loarron-, 10 kleine Duodezbände, mit Porträt, Amsterdam 1737, 159 Frcs., — »läMss« von Berquin, 2 in-16°.-Bändchen, mit 24 Illustrationen von Marillier und Einband von Bradel-Derome (sxsmplairs avso Iss Lxurss avant Iss numsros), Paris 1775, bei Ruault, 145 Frcs., — die beiden Liedersammlungen »^ntbolvAis kranxoiss, ou Obansons oboisiss« von Jean Monnet, Paris 1765 und »Obansons jo^susss«, ein Oktavband, mit Porträt von Cochin, 4 Illustrationen von Gravelot, alter Einband, brachten zusammen 115 Frcs-, — eine Ausgabe der Werke Boileaus (Osuvrss äs LI. Soilsau), in 5 Oktavbänden, mit Porträt von Rigaud, 6 Illu strationen von Eisen und Cochin, Einband von Thouvenin, Paris 1747, bei David und Durand, 167 Frcs. — -lla Lsnriaäs« von Voltaire, Londoner Ausgabe 1728, Quartformat, 10 Illu strationen von I. de Troy, Le Moine und Vleughels, alter Kunsteinband, erste Auflage, auf holländischem Papier, 101 Frcs., — dasselbe Buch in 2 Oktavbänden, Porträt in Medaillon form, Illustrationen von Eisen, alter Einband, 121 Frcs. Noch größer war der Preisunterschied zwischen zwei ver schiedenen Auflagen des Werks »lla kusslls ä'Orlsans- desselben Autors. Die ältere Ausgabe, Paris 1795, beim jüngern Didot, 2 große Quartbände, mit dem Bilde der Jungfrau von Orleans von Taucher, nebst Illustrationen von Le Barbier, Marillier, Monnet und Monsiau, auf Velinpapier, brachte 140 Frcs.; die neue Ausgabe der 8ooists Inttsrairs-ll^poArapbigus 1889, 2 Duodez bändchen auf Velinpapier, mit Illustrationen von Moreau, Abzug vor der Probe, Kunsteinband von Bradel-Derome galt fast das Dreifache, nämlich 345 Frcs. Folgende Werke erzielten einen Ertrag von 200 und mehr Franken: »Osuvrss äs Llolitzrs-, 8 kleine Duodezbände, mit Porträt und 32 Illustrationen von Legrand, alter Einband, Paris 1760, bei David, 221 Frcs., — dasselbe Werk in 6 Oktavbänden, Por trät von Mignard, Illustrationen von Moreau, Paris 1773, librairss assooiss, erster Abzug, 220 Frcs., — »llss Laissrs« von Dorat, Oktavformat (Aranä xaxisr), mit Illustrationen von Eisen und Marillier, Kunsteinband von Lortic, Paris 1770, bei Lambert und Delalain, brachte sogar 596 Frcs., — ein andres Werk von demselben Dichter »1?g.b1ss nouvsllss«, in 2 Oktavbändchen, die im Haag und in Paris, bei Delalain (1773), herausgegeben wurden, mit Zeichnungen von Marillier, Kunsteinband von Derome, erster Abzug auf xaxisr äs Bravos, galt 220 Frcs. Großen Erfolg hatten ferner 2 Ausgaben des Fabeldichters La Fontaine. Die eine, betitelt: »l'g.blss oboisiss, wisss sn vsrs pur N. äs lls. l?ontains», Paris 1755—1759, bei Desaint, Saillant und Durand, 4 Foliobände, mit Porträt und Illustrationen von Oudry, erster Abzug, auf holl. Papier, präch tiger Kunsteinband, der dem Künstler Padeloup zugeschrieben wird, erreichte den hohen Preis von 900 Frcs. Die andere Ausgabe trug als Überschrift »blouvsllss st oontss sn vsrs pur LI. äs lla bon- tains--, Paris und Amsterdam, 1762, 2 Oktavbände, mit Porträt von Rigaud, Illustrationen von Eisen und Chvffard, Einband von Padeloup, sogenannte »Generalpächter-Ausgabe-- (säition äits
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