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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.11.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-11-25
- Erscheinungsdatum
- 25.11.1901
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Börsenblatt f. d. deutschen Buchhander Nichtamtlicher Teil. 9769 Lesen haben als auf dem alten Kontinent, sondern auch dem allgemeinen Aufschwungs der politischen Machtstellung der Vereinigten Staaten. In dieser Hinsicht ist es interessant, festzustellen, daß im Jahre 1900 32 Werke erschienen sind, die sich mit der Geschichte und der Zukunft Chinas be schäftigen, und 53, die Südafrika gewidmet sind, den Buren und dem Präsidenten Krüger. Die Zahl der Veröffent lichungen von amerikanischen Verfassern hat sich aufs neue vermehrt. Diese Aufwärtsbeweguug offenbart sich auch in den An gaben des Berichts von Herrn Thorvald Solberg, dem aus gezeichneten Direktor des »Oopyrigbt Okües« in der Kongreß- bibliothek zu Washington, für das Fiskaljahr, das am 30. Juni 1900 zu Ende gegangen ist. Die Zahlen der Eintragungen in den letzten sechs Jahren sind folgende: 1895: 67 572 1898: 75 545 1896: 72 470 1899: 80 968 1897: 74 323 1900: 94 798 Unter den Eintragungen an letzter Stelle (17°/„ mehr als im Fiskaljahre zuvor) kommen 86 438 auf amerikanische Verfasser, 8360 auf ausländische Verfasser. Das Copy rightamt hat an Gebühren 65 206 Dollar eingenommen (1898/99: 58 267 Dollar); 8360 Dollar kamen von aus ausländischen Urhebern. Die Zahl der Hinterlegungen hat sich im Fiskaljahre 1899/1900 auf 141 444 Exemplare ge hoben (1898/99: 120 143 Exemplare); darunter waren 1614 Photographien. Es bleiben 69 915 in doppelten Exemplaren hinterlegte Werke, die sich, wie folgt, verteilen: Eigentliche Bücher, Bände 6550 Verschiedene Artikel, gedruckte Blätter, Cirkulare. . 5 073 Zeitungs- und Zeitschriften-Artikcl 8 851 Dramatische Werke 561 Zeitungen (Nummern) 14147 Musikalische Kompositionen 16 505 Karten 1 353 Radierungen, Kupferstiche 3 503 Farbendrucke, Lithographien 1 257 Photographien 12115 Die eingetragenen Titel werden sorgfältig in den wöchent lichen Katalogen verzeichnet und bekannt gegeben, von denen in der vorerwähnten Periode 4 Bände (3975 Seiten) er schienen sind. Was die Ein- und Ausfuhr von Büchern und anderen Drucksachen betrifft, so giebt die nachfolgende Uebersicht, als Fortsetzung der in den Vorjahren veröffentlichten, die wich tigsten Nachweise: Einfuhr Ausfuhr Herkunft Zollfrei Graen Zahlg von Zoll Be stimmung Dollar Dollar Dollar England, Vereinigtes Königreich . 1 006 247 1114 150 796 345 Frankreich ^ 178 819 99 808 121967 Deutschland ^ 556 382 251 209 151150 Andere europäische Länder . . . j 176 758 77 273 81 349 Britisch Amerika ! 32 858 32 152 1 144 505 China I 7 393 30 509 Japan 13 856 56 960 Andere Länder 28 856 5 462 881 987 Insgesamt 1 979 920 1 601 303 H 3 264 772 Die Einfuhr hat sich gegen das Jahr 1899 noch um 191 184 Dollar erhöht, was hauptsächlich auf englische Ein fuhr kommt; die Ausfuhr hat sich um 520 284 Dollar ge hoben und verteilt sich auf alle Länder. Die Zeitung »llbs Lvenwß Lost« hat im Januar 1900 sehr interessante Rückblicke auf das letzte Jahrhundert ver öffentlicht, die von berufenen Sachkennern geschrieben sind. In dem Abschnitt über die öffentlichen Bibliotheken erzählt Achtundsechzigster Jahrgang. C A. Cutter, daß im Jahre 1801 die Vereinigten Staaten, die damals eine Bevölkerung von 5,3 Millionen Einwohner hatten, 64 Bibliotheken besaßen und mit den zu Kirchen ge hörigen ungefähr 100, die zusammen 50 000 Bände hatten. Im Jahre 1899 gab es in den Vereinigten Staaten mehr als 10 000 Bibliotheken, von denen die Hälfte jede mehr als 1000 Bände hatte und deren Gesamtbändezahl 40 Millio nen überstieg. Das ist eine Vermehrung um 100«/^ für die Bibliotheken und um 800"/^ für die Bände. Was die Be nutzung der Bücher durch Leser anbetrifft, so wäre es sogar eine Vermehrung um 1000"/,. Der Verfasser erklärt, daß schon die ersten Kolonisten Bücher mit sich geführt hätten und daß die Amerikaner immer ein »boolrisb psopls« ge wesen seien. Argentinien. Nach einer sorgfältigen Statistik der »Lrsnsa ^.rgsntios« belief sich im Jahre 1896 die Zahl der öffentlichen Blätter in diesem Lande auf 610. Im laufenden Jahre hat sich diese Zahl auf 739 gesteigert; also eine Vermehrung um 129 Zeitungen und Zeitschriften in fünf Jahren. 334 dieser Blätter erscheinen in der Hauptstadt des Landes. Nach den Sprachen verteilen sie sich wie folgt: 682 erscheinen in spanischer Sprache, 24 in italienischer, 11 in englischer, 10 in deutscher und 7 in französischer. (Schluß folgt.) Kleine Mitteilungen. Versteigerung von Kupferstichen und Hand Zeich nungen (oergl. Nr. 273 d. Bl.). Schluß. — Die beiden letzten Tage der Kupferstich-Auktion bei I. Halle in München hatten folgende Ergebnisse: Von englischen Schabkunstblättern nach Ge mälden des Sir Joshua Reynolds erzielten Nr. 1082 Portrait der Mrs. Bosville, von Watson gestochen, 170 — Nr. 1083 und 1084 gingen für je 195 nach Paris; — Nr. 1086 Portrait der Counteß Coventry in ganzer Figur von I. Watson brachte 800.^, — die Viscounteß Crosbie, ebenfalls in ganzer Figur, von Dickinson 1430 — Nr. 1089 Ducheß of Cumberland, ganze Figur, von Watson 380 (Helbing, München); — Nr. 1092 Mrs. Gallwey os New Uork von I. R. Smith 850 — Nr. 1095, zwei Blatt, das Portrait der Counteß Harrington und der Lady Smith, zwei Stiche in Punktiermanier nach Reynolds von F. Bartolozzi ingen auf 1510 (Meder, Berlin), während das Blatt ady Harrington allein von Bartolozzi gestochen und in Farben gedruckt für 2780 von einem Pariser Händler erworben wurde. — Außerdem wurden von den Reynolds noch hoch bezahlt: Nr. 1105 Miß Monckton 1000 — Nr. 1109 O'Brien 1100 /-ß, — Nr. 1117 400 — Von Blättern nach George Romney erzielten die Portraits der Lady Hamilton, der Geliebten Nelsons, Nr. 1126 als -Alope- von Earlom in Farben 1200 .^, — Nr. 1127 als -Sempstreß» 350 — Nr. 1128 als -Sensibility- 705 — In der Abteilung Russen-Portraits wurden wie immer für schöne Blätter hohe Preise erzielt, so brachten die vier Portraits der Gräfinnen Czernichew, Nr. 1241 bis 44, Preise von 175 bis 325 Gute Preise brachten auch die Blätter des beliebten eng lischen Stechers John Raphael Smith: Nr. 1428, -Kirschen verkäufer», Schabkunstblatt, 510 — Nr. 1431, ganze Figur eines Mädchens, in Farben 1250 — Nr. 1436, -Besuch beim Groß vater-, in Farben 360 (Wien), — Nr. 1437 und 1438, zwei lebensgroße Brustbilder junger Damen mit interessantem Kopsputz, 740 und 895 (Holland). In der Abteilung Sport wurde Nr. 1480 Wolstenholme, Folge von vier Blatt Fuchsjagden, mit 655 bezahlt. Zwei Jagdblätter in Farben von Wm. Ward Nr. 1558 erzielten 1350 Andere Blätter von Ward Nr. 1560, zwei Schabkunstblättcr in Farben, brachten 685 — Nr. 1561, zwei Blatt, 780 — Nr. 1562, eine junge Dame giebt einem Jungen ein Almosen, 1870 ^ (Holland). Das Hauptinteresse deS letzten Tages bildete der Verkauf der -6riss ok llovckon«, Londoner Kaufrufc, die Folge von zwölf Blatt (13 Blatt, Blatt 9 fehlte), in Farben nach Francis Wheatley von verschiedenen Stechern. Sie wurden für 9455 einem anwesenden Holländer zugeschlagen; hätten sich englische Händler beteiligt, so wäre diese Nummer wohl um vieles teurer geworden. Den Schluß der Auktion bildet eine Serie von etwa 100 Blatt der beliebten Wiener Ansichten von Schütz und Ziegler, die zu Preisen zwischen 26 bis 120-«^ von den zahlreich anwesenden Wiener und Münchener Händlern flott gekauft wurden. Das Gesamterträgnis der Auktion beläuft sich auf 180 000 bis 200 000 1284
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