Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.11.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-11-19
- Erscheinungsdatum
- 19.11.1901
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19011119
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190111191
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19011119
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1901
- Monat1901-11
- Tag1901-11-19
- Monat1901-11
- Jahr1901
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
S584 Nichtamtlicher Teil. 270, IS. November 1901. Mangels neuer Nachweise über die Presse und die Ein- und Ausfuhr von Büchern beschränken wir uns auf eine Nachlese von Mitteilungen. Das »Uursan äss äöolarstions« des »Osrols äs 1s übrsnis« in Paris hat im Jahre 1900 die Erfüllung der Formalitäten, die durch die Litterarverträge mit Oesterreich- Ungarn und Portugal vorgeschrieben sind, für 1683 Werke bewirkt (1899: 1689 Werke). Davon waren 729 litterarische Werke, 938 musikalische und 16 Kunstblätter. Die Zahl der französischen Stücke, die 1899 in Paris, in der Bannmeile, in der Provinz und im Auslande zum ersten Male aufgesührt worden sind, beträgt nach dem r^nnuairs äs Is Loeiötö äss ^.utsurs st äss tüompositsnrs ärsnuttignesr für 1899/1900 660; die Statistik nennt ihre Titel, die litterarische Gattung und die Zahl der Akte der Stücke, die Namen der Autoren, den Tag der ersten Auf führung und das betreffende Theater In dem Bericht, den Herr Abel Hermant am 31. März 1901 der Generalversammlung der »Looiötö äss gsvs äs Isttrssr erstattet hat, lesen wir die folgende Stelle: »Die Statistik erweist, daß es 25 000 Schriftsteller in Frankreich giebt; uns gehören davon nur 300 an - bei 600 Mitgliedern.« Großbritannien. Nach einem Aufsatz, den Herr Slater im »^tbsnasnm« veröffentlicht hat, ist das Jahr 1900 für den Buchhandel eines der unbefriedigendsten der letzten Zeit gewesen. Zum großen Teil sei daran der südafrikanische Krieg schuld. Luxuswerke und solche, für welche Liebhaberpreise gezahlt werden, sind in erster Linie von diesem Niedergange des Handels bettoffen worden und wurden zu wesentlich ge ringeren Preisen verkauft. Thatsache ist, daß die Zahl der neuen Bücher, ebenso auch die der neuen Auflagen, die bis her immer einen gewissen gedeihlichen und beständigen Fort gang des Marktes aufzuweisen hatten, sich im Jahre 1900 merklich verringert hat (— 418). Neue Neue cv ^ ^ Veröffentlichungen Auflagen Insgesamt 1895 5481 1035 6516 1896 5234 1339 6573 1897 6244 1682 7926 1898 6008 1508 7516 1899 5971 1596 7567 1900 5760 1389 7149 Neue Neue Werke Auflagen Theologie, Predigten 579 129 Erziehung, Schulbücher, Philologie ... 613 119 Romane und Erzählungen 1563 546 Gesetze, Rechtswissenschaft ... . . 101 46 Staats- und Volkswirtschaft, Handel . . 380 107 Künste, Wissenschaften, illustrierte Werke . 385 63 Geographie, Reisen 174 70 Geschichte, Biographie 601 115 Poesie, Theater 296 74 Almanache, Spruch rc. -Sammlungen . . 410 Medizin 192 74 Schöne Wissenschaften, Abhandlungen . . 289 41 Verschiedenes, Broschüren 177 5 Insgesamt: 5760 1389 »Lulüislisrs' Oironlsr«, das diese statistischen Angaben macht, fügt hinzu, daß diejenigen Werke, die direkt den Buren krieg behandeln, sich auf 197 belaufen, daß aber vielleicht von etwa 300 Büchern deren Verfasser oder Verleger durch den Krieg zu ihrer Herausgabe bestimmt worden seien, so daß die Büchererzeuguug des Jahres 1900 noch um etwa 5oO neue Bücher geringer sein kann als diejenige von 1899 und uni 700 Werke geringer als die von 1897. Die Schwankungen der Produktion sind auch offenbar durch die politischen Ereignisse beinflußt worden, denn die Werke in den Fächern Staats- und Volkswirtschaft, Handel, die illustrierten Werke, diejenigen über Kunst und Wissenschaft (die auch die Kriegswissenschaft einschließen), die geschicht lichen und biographischen, ebenso die medizinischen Werke zeigen eine Vermehrung, während die Verminderung ganz besonders bei den Werken über Erziehung und bei den Ro manen und Erzählungen bemerkbar ist. (Fortsetzung folgr.) Das ständige Bureau des internationalen Verlegerkongrestes. »Droit ä'^.utenr« berichtet in seiner Nummer vom 15. November 1901 (XIV. Jahrgang, Nr. 11) folgendes: Das ständige Bureau, dessen Errichtung in der vierten Tagung des internationalen Verlegerkongresses (Leipzig, 10. bis 13. Juni 1901) beschlossen worden ist, hat sich in Bern seit dem 1. November d. I. eingerichtet (Kanonen weg 18). Wir haben es in unserem Bericht über den Kongreß willkommen geheißen und haben dort auch die Grundlagen seiner Organisation und seine hauptsächlichen Befugnisse an gedeutet.*) Vor allem mit der Aufgabe betraut, die Ausführung der in den verschiedenen Tagungen des internationalen Verlegerkongresses gefaßten Beschlüsse zu betreiben, hat das ständige Amt zu allererst eine Reihe von Schritten gethan, um verschiedene Länder, die zur Zeit noch außerhalb der inter nationalen Union zum Schutze der litterarischen und künstlerischen Urheberrechte stehen, dieser zuzuführen. In dieser Richtung hat es sich teils direkt, teils durch Ver mittelung der nationalen Vereinigungen an die Regierungen der folgenden vier Länder gewandt: Oesterreich-Ungarn, Vereinigte Staaten von Amerika, Holland und Rußland. Es hat ihnen die Wünsche des Leipziger Verlegerkongresses vorgetragen und ihnen auch die Dokumente unterbreitet, die die An nahme dieser Beschlüsse vorbereitet haben oder sie erläutern, ebenso die Vorträge und Verhandlungsberichte über diese Angelegenheit. Das Amt hat betont, daß es dem Kongreß niemals in den Sinn gekommen sei, sich in irgend welcher Weise in die inneren Angelegenheiten der Staaten, deren Beitritt zur Union angestrebt werde, einmischen zu wollen, daß aber die Bewegungen, die in diesen Ländern selbst hervorgetreten seien, um sie zu einem Aufgeben ihrer Ab- schließung gegen die internationalen Beziehungen auf dem Gebiete des Urheberrechts zu veranlassen, und ferner die dem Anschluß an die Union durchweg geneigten Erklärungen von Verlegern dieser vier Länder auf dem Leipziger Kongreß, ihren ausländischen Berufsgenossen erlaubt hätten, sich mit ihnen zu Beschlüssen zu vereinigen, die gleichzeitig eine nationale und eine internationale Forderung stellten. Das genannte amtliche Blatt der Berner internationalen Union für den Urheberrechtsschutz am geistigen Eigentum läßt dann aus dem Wortlaut der Eingaben des ständigen Amtes des internationalen Verlegerkongresses an die be treffenden Regierungen einen Auszug folgen und giebt zum Schluffe dem Wunsche Ausdruck, daß diese ersten, der privaten Anregung zukommenden Schritte des neuen Amtes von gutem Erfolge begleitet sein möchten, als eine glückliche Vorbedeutung seiner Thätigkeit. Diesem Wunsche werden sich weite beteiligte Kreise gern anschließen. *) »Orolt ä'Xutsur- vom 15. Juli 1901; vgl.auch Börsenblatt 1901 Nr. 164.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder