9082 Künftig erscheinende Bücher. 259, 6. November 1901. ZSatstrln; Verlag für neiiileulsche stinäerkunsl. T —— - Der Verlag Schapstein A Ca. in Köln a. Rh-, welcher mit seinen auf rein künstlerische Wirkung ge richteten Kinderbüchern in Zeit von zwei Jahren einen Gesamtabsatz von über 7S 000 Exemplaren erzielt hat, be ehrt sich hierdurch anzuzeigen, daß am zo. November zur Ausgabe gelangt Die sÄ)lnfei»deit Vättine. Lin Märchen in Bildern mit Versen von Ernst HreiÄSll Preis in Griginal-Linband geb. ( Mark. Bezugsbedingungen: Mk. 0.75 ord., Mk. 0.70 fest, Mk. 0.65 bar. vor drei Jahren schrieb der „Kunstwart" über Ernst Kreidolf: -wer ist Ernst Kreidolf? Keiner kennt ihn noch. Aber nicht gar lange wird's dauern, so wird die kleine Gemeinde derer, die vor allem das Echte suchen in der Kunst, leuchtenden Auges aufblicken und sagen: wieder einer! Und diese kleine Gemeinde wird zu der größeren sprechen, und bald wird die größere auf den Markt rufen, wie sies versteht: Hurrah, wir haben einen Kinderkünstler, einen Bilderbuchmaler, der es mit den berühmten Franzosen und Engländern ausnehmen kann, wer die Kreidolfschen Kinderbilder sieht (nennen wir diese Aquarelle einmal so, der Kürze zu Liebe, im Gegensatz zu Kreidolfs Bildern für große Leute), der wird sich zunächst schon über die Technik freuen, so an- spruchlos sie ist: klare Komposition, klare Farbenflächen, klare, starke Umrisse, alles, wie es die Kinderseele verstehen und genießen kann. Dabei ein Zeichnen nicht auf die äußerliche Schönheit der Linie, sondern durchaus auf das Lharakteristische hin. Als Stoffe ganz Einfaches: Märchen und Märlein aus der bunten Blumenwelt, ein Geschichtchen, wie ein Gewitter kommt und vergeht, kleine Schwätzchen, wie sie die Mutter dem Kinde erzählt, wenn es verdrießlich ist und lustig werden soll. Ls ist alles der Welt entnommen, in der das Kind mit Aug' und Herzen lebt. Aber es ist voll Poesie, und zwar von Poesie ohne Herkömmlichkeit sowohl, wie ohne Pose, voll also von einer Poesie, die aus den Dingen selber vom Maler herausgenommen ist. Nicht lange wird's währen, so wird man Kreidolf den Hans Thoma des Kinderbildesbuches nennen. Und hinkt der vergleich auch, ein Streckchen weit führt er uns immerhin. Auch hier das Vereinfachen, das alles Ueberflüssige^ alles, heißt das, was dem Künstler nicht gerade in diese Stimmung paßte, wegläßt, um die Hauptsache so klar und schlicht wie nur möglich abzurunden und selbstver ständlich zu machen. Auch hier die überaus lebendige Phantasie und die Freude am phantastischen, vom Heiteren bis zum Gruseligen hin und zugleich ein so starkes Wirklichkeitsgefühl und Wirklichkeitsverständnis, daß man auch dem phantastischesten immer ansieht, wie es sich an Be obachtungen von Wirklichem entwickelt hat.« Diese Voraussage ist in Erfüllung gegangen. Auf die Blumenmärchen, welche die Aufmerksamkeit auf Ernst Kreidolf lenkten, folgte im vergangenen Jahre der „Fitzebutze". — wird die deutsche Kinderwelt wohl jemals wieder ihren Fitzebutze vergessen? — In diesem Jahr führt der Künstler die Kinder wieder in seine geliebte Märchenwelt und zaubert ihnen in Bildern von wunderbarer Farbenpracht das ge heimnisvolle Leben und Treiben im Märchenwalde vor, wie es nur die Fantasie eines begnadeten Künstlers ersinnen kann. Köln a. Rh. Seh«rfftsiir k Ls., Verlag. Lkll8t ^eKorMLUV, Orossiasrropll. HotbuebkLnälsr, ^0N8tLNN. Lanädueli 7,ur LrkomiuDA, Os urbirsilunS und VsrhübuvA sem- null kxMim-lZcklil eiIsmiselI-tSeliniZelISv Ltoffs unct LStk-iSbLÄnlLAsn vr. von 8divvart2, Or. 80. über 400 Lsitsn. kreis 8 50 H mit 250/^, zeASn bar mit 300/g. konstsnr, November 1901. LkN8t ^.OllOkMavv, Novität!! (D Soeben erschien im Verlage der Junfer- mann'schen Buchhandlung in Pader born: Engel, V.,0x. 20.25Stücke für Orgel oder Harmo nium. 2.40 ord. ^ 1.80 netto. Auf beiliegendem Bestellzettel wollen Sie a cond. und fest verlangen. Leopold Votz iu Hamburg (u. Leipzig). Zur Versendung liegt bereit: Zur Geschichte des sittlichen Ankens und Lebens Neun Vorträge 0. vr. A. Dorner Preis brosch. ^ 4.— Rabatt: In Rechng. 25"/,, bar 300//, u. 7/6. Hochachtungsvoll Hamburg, November 1901. Leopold Kotz.