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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.10.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-10-24
- Erscheinungsdatum
- 24.10.1901
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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8572 Nichtamtlicher Teil. 24". 24. Oktober 1901. stellung und in den Handel gelangten Bilder seien nicht lediglich als Schöpfungen des Meisters selbst zu betrachten, sondern man habe hier zum Teil nur Entwürfe Arnold Böcklins vor sich, die von einer anderen Hand, wahrscheinlich der seines Sohnes Carlo, der bekanntlich auch Maler ist, ausgeführt seien. Die Angelegenheit hat in Kunstkreisen Aufsehen erregt, und der Verhandlung wird mit Interesse entgegengesehen. Professor Muther will den Versuch machen, seine Behauptung durch die Aussage gewichtiger Kenner zu stützen. Beschlagnahme. — Aus Breslau wird gemeldet, daß dort die Nr. 30 des -Simplicissimus- mit dem Titelbild -Der kleine Willy- beschlagnahmt worden ist. Ausstellung von Adressen rc. an Rudolf Virchow. — Die Ausstellung der Adressen, Diplome, Medaillen und Fest geschenke, die Rudolf Virchow bei der Feier seines achtzigsten Ge burtstages erhalten hat, im Lichthofe des königlichen Kunstgewerbe museums zu Berlin ist jetzt eröffnet worden. Den Mittelpunkt bildet die vom königlichen Kultusministerium für das Patholo gische Institut gestiftete Marmorbüste, ein Werk des Bildhauers Arnoldt. Unter den Adressen und den sie umschließenden Hüllen befinden sich wertvolle Kunstarbeiten, in erster Linie die von den wissenschaftlichen Körperschaften Oesterreichs gestiftete Kassette aus Bronze und Onyx, ein Werk des Wiener Künstlers Matsch, die 114, zumeist künstlerisch ausgeführte Adressen enthält. Die Akademie der Wissenschaften zu Berlin stiftete eine von Kruse ausgeführte Plakette. Fünf goldene Medaillen und über 100 weitere Adressen, Diplome und wissenschaftliche Widmungen aus allen Teilen des Erdballs reihen sich an. Lortzingfeier. — Mit Bezug auf die gestern begangene Feier des hundertsten Geburtstags Albert Lortzings teilte das Komitee zur Errichtung eines Lortzing-Denkmals in Berlin folgendes mit: -Bis vor kurzem waren wichtige Daten aus dem Leben Lortzings in Dunkel gehüllt. Mit der Chronologie seines Daseins hat es Lortzing niemals genau genommen. So entschwand ihm das Datum seiner Verehelichung völlig aus dem Gedächtnis. Er erinnerte sich nach fünfundzwanzig Jahren nur noch dunkel, daß er etwa im Januar 1823 zu Köln mit seinem geliebten Röschen den Bund fürs Leben eingegangen war. Daß dieser Tag aber der 30. Januar gewesen, das fiel dem Meister nicht bei. Er feierte daher seine silberne Hochzeit an irgend einem Tage der fröhlichen Karnevalszeit 1848, und es war natürlich der falsche Tag. Aber auch über das Jahr seiner Geburt ist Lortzing Zeit seines Lebens in Zweifel gewesen. Er selber glaubte, daß er am 23. Oktober 1803 geboren sei, und dieses Datum ist denn auch in alle Biographien und Lexika übergegangen, so daß zuerst eine beträcht liche Meinungsverschiedenheit obwaltete, ob die Hundertjahrfeier schon in diesem Jahre zu begehen sei. Erst vor einigen Jahren hat der Sohn des Meisters, Hans Lortzing, die Eintragung im Kirchenbuch eingesehen und dabei festgestellt, daß das Geburtsjahr Albert Lortzings 1801 gewesen. Der Taufeintrag im Register der Petri-Kirche zu Berlin lautet: -1801, geboren den 23. Oktober, Nachmittags 5 Uhr, getauft den 29 November 1801 im Hause. Vater: Herr Johann Gottlieb Lortzing, Lederhändler, Mutter: Frau Charlotte Sophie Seideln, Kind: Gustav Albert. Pathen: Madame Lortzing, Herr Friedrich Lortzing, Madame Lortzing, Herr Barbjie, Buchhändler, Madame Lagarde, Herr Ferd. Schmidt, Graveur.- Dieses amtliche Zeugnis hebt also jeden Zweifel, und so wird es denn für immer bei dem 23. Oktober 1801 verbleiben-. Dieses Datum erscheint auch auf der Gedenktafel, die gestern, am 23. Oktober 1901, an der Geburtsstätte des Tondichters in der Breitenstraße zu Berlin (jetzt Kaufhaus Rudolph Hertzog) enthüllt worden ist. Diese Gedenktafel ist die erste Thal des Komitees zur Errichtung eines Lortzing-Denkmals in Berlin. Berichtswerk über die internationale Feuerschutz- Ausstellung. — Das Bericktswerk über die internationale Feuer schutz-Ausstellung in Berlin 1901 wird im amtlichen Aufträge des Ministers des Innern herausgegeben werden. Eine Redaktions- Kommission unter dem Vorsitz des Geheimen Ober-Regierungsrats vr. Maubach wurde eingesetzt. Sie besteht außer dem Vorsitzen den aus den Herren Ober-Regierungsrat Kautz, den Geheim räten Richter und Meißner, Direktor Schlesinger, Kommerzienrat Jacob, Branddirektor Giersberg, Baurat Herzberg und vr. Passa- vant. Die eigentliche Redaktionsarbeit übernahm der General sekretär des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller Herr Willner. Preußische Haupt-Bibelgesellschaft. — Die Preußische Haupt-Bibelgesellschaft feierte am 20. d. M. in der Lutherkirche u Berlin ihr siebenund achtzigstes Jahresfest. Den Bericht er- tattete Licentiat Breest. Die Gesellschaft, die jetzt 188 Tochter gesellschaften hat, hat im letzten Jahre 171 760 Bücher ausgegcben, und zwar 113 745 Bibeln, 57 861 Neue Testamente und 154 Psalter. Traubibeln wurden 28 958 verteilt, davon in Berlin 7862, Jubel bibeln 403. Die Chinaexpedition erhielt 300 Bibeln und 9400 2290 Traubibeln und 19 214 Neue Testamente. Seit Gründung der Gesellschaft sind von ihr 2 944 470 Bibeln, 924 414 Neue Testamente und 4172 Psalter verbreitet worden. Verein deutscher Buchhandlungsgehilfen inWien. — Der Verein deutscher Buchhandlungsgehilfen in Wien eröffnete die Veranstaltungen seines dritten Vereinsjahres am Montag den 14. Oktober mit einem Vortrage des bekannten Wiener Schrift stellers vr. Rudolf Lothar über das Thema: -Das Buch und die öffentliche Meinung. .Äußerst fesselnd besprach der Redner die Beziehungen zwischen Presse und Buchhandel, den Verkehr des Autors mit dem Buchhändler einer- und des Buchhändlers mit dem Publikum anderseits und brachte somit seinen Vortrag in innigen Zusammenhang mit dem buchhändlerischen Berufe. Die austausch, der ^sich dem Vortrage unmittelbar anschloß, bewies aufs neue, daß geistiges Leben und verständnisvolles Zusammen wirken in dem jugendkräftigen Verein heimisch geworden sind. Wiederholt noch mußte Herr Or. Lothar das Wort ergreifen, um auf die Anfragen und Entgegnungen aus dem Kreise der Zuhörer näher einzugehen. — Es steht zu hoffen, daß der Verein im weiteren Verlaufe noch manchen namhaften Vertreter der Wiener Schrift stellerschaft begrüßen kann, um solcher Art die Mehrer und die Personalnachrichten. Rudolf Virchows Dank. — Geheimrat Professor vr. seinem achtzigsten Geburtstage zugegangeneu Glückwünsche En folgenden Worten Ausdruck: -Mein achtzigster Geburtstag hat mir^aus der Nähe und Ferne^ so viele herzliche und weit über Dank durch einige gedruckte Worte allen auszusprechen und zu gleich zu melden, daß ich aus dieser Probe unversehrt hervor gegangen bin.- (Sp rechsaal.) 8edeuek, ^tlas 8ax<miou8, 1752. (Vgl. Börsenblatt Nr. 241.) sind jedenfalls die sehr selten gewordenen -vier Leipziger Ansichten von Außen, in 4°. Ansichten Leipziger Häuser von Schenck sind mir nicht bekannt. Was die verschiedenen Ausgaben der Atlanten von Schenck, Lotter, Seutter, Homann, Jansson, de Wit, Blaeu betrifft, so sind diese, wie sie jetzt Vorkommen, sehr verschieden in der Anzahl der Blätter und Karten - Mischung. Von den späteren Verlegern und Herausgebern obiger Atlanten wurden Karten getauscht und anderen Atlanten beigefügt, hauptsächlich in den Kriegsjahren des achtzehnten Jahrhunderts, als: Kriegs-Karten des Rheins, Ober- Italiens, Rußlands-Türkei und Oesterreichs-Türkei, Schwedens. Aber auch die Besitzer obiger Atlanten ließen sich passend er scheinende Karten, Städtepläne ihren Exemplaren beibinden. Die frühen Auflagen hatten Inhaltsverzeichnisse wie auch die späteren, aber es wurde bei den letzteren mit dem ursprünglichen Inhalt -gemudelt-. druckte Inhaltsverzeichnis besagte: -Supplement: Die vier An sichten von Leipzig von P. Schenck .-. Amsterdam-. Diese Ansichten sind, wie oben bemerkt, in quer 4", sodaß sie wohl als unzerschnitten dem Atlas beigebunden waren. Sie fehlten aber bereits beim Ankauf. Heutiger Wert dieser vier Ansichten ist etwa 40 Nach meiner Ansicht verlangt der Käufer des Atlas — wenn kein ge drucktes Inhalts-Verzeichnis vorliegt — zuviel, wenn er diese kost baren Ansichten -dazu- haben will. Die Streitenden mögen außerdem -Krünitz, Encyclopädie, Bd: 60. Artikel: Landkarte- Nachsehen. Charlottenburg. CH. Otto Bouillon.
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