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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.05.1900
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- 1900-05-05
- Erscheinungsdatum
- 05.05.1900
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3486 Nichtamtlicher Teil. 103, 5. Mai 1900. OropSASuäs. Asitsubrikt kür äss lislllsms-, Inssrston-, Illallst-. XusstsIluvAs-, Okksrtsn-, Xärssssn- uvä ^sikuvAsvsson. Osrsus- ASAsbsn von liobsrt Oxvsr. VsrlsA: OropSASväs 6. m. b. 8. in Lsrlin ^V. 9. XusIiskoruvA kür äsn Ouollllsuäsl: Oonrsä 8Icopnill in Lsrlin X.7V. 7. III. äsllrAsnA, Oskt 7, Xpril 1900. 1/öx.-8o. 8. 213 — 248 mit vislsn L.bl>iläunAsn. Nil äsn LsilsASn: Intsrnstionsls klsllstAslsris (2 Llstk), unä Xlik- tsiluvASn über Inssrtionsmittsl. 3. äsllrA. Xr. 7. Osx.-8o. 8. 55-62. Libliotbses svsnAslioo - tllsoloAios. l?rotsstsntisolls 1'üsoIoZis in sllsn 8xrssllen. 8ollriktsn äsr Xirollsnvstsr, Vorrskormstorsn, kskormstorsn uni illrsr OsAnsr, 8slrtsn: Lällmisells Lrüäsr, Oussitsn, äsnssoistsn, (^nsllsr, 8ollcvsnollksläisnsr, 8oeinisnsr, IVisäsrtsuksr sto. XirollsnoränunASn, 6sssnAbüobsr. Libsln uni Libslksils. XxsAstisolls, s^stsmskisslls, llistorisolls unä prslrtisolls llbsolvAis. Inäioss librornm probibitoram unä äis äsrin vsrrsiollnstsn kllsoloAisobsn Lüollsr. XI. XbtsilnvA: Lk^iksr- ksillinA (inol. Lökorinstion krsnysiss). Xs.ts.IoA 70 von OuävviA kossnkllslls Xntignsrist irr Nünobsn, XiiäsAsräskr. 16. 8». 8. 1153—1313. Xr. 18195—20225. Os.rs.us sinesln: Lskormstion krsnysiss. OuvrsAss äss Lskormstsurs krsngsis st äs Isurs sävsrssirss. Xistoirs äs 1s I'rsnus äu XVI. sisols. XstsloA 79 von Ouä^viA Rossntbsls Xntigusrisk in Nünollsn, OiläsAsrästr. 16. 8". 98 8. Xr. 19004—20070. Goethebund. — In Breslau vereinigten sich am 2. d. M. zahlreiche Vertreter der Wissenschaft und Kunst zur Gründung eines Zweigvereins des Goethcbundes unter dem Vorsitz von Professor Or. Kaufmann. Gabelsberger Stenographen-Tag. — Der sechste Deutsche Gabelsberger Stenographen-Tag wird in den Tagen vom 21.-25. Juli d. I. in Dresden abgehalten werden. Man rechnet auf eine Beteiligung von gegen 1500 Gabelsberger Stenographen. Geschäftsjubiläum. — Am 6. Mai d. I. vollenden sich fünfzig Jahre, daß der Chef und Senior der -K. u. k. Hofbuch handlung Karl Prochaska in Teschen- seine Selbständigkeit als Buchhändler begründete und damit eine Firma schuf, deren Name heute nicht nur in Oesterreich-Ungarn, sondern weit über die Grenzen dieses Reiches hinaus hochgeachtet dasteht. Dazu ist es Herrn Karl Prochaska vergönnt, den Tag seines Jubiläums in so voller körperlicher und geistiger Frische zu feiern, wie cs wohl selten einem Jubilar, der auf ein halbes Jahrhundert geschäftlicher Selbständigkeit zurückblickt, beschieden ist. Wir begrüßen deshalb dieses fünfzigjährige Jubelfest als eine ebenso seltene, wie hoch erfreuende Feier und wollen gleichzeitig in nachstehenden Zeilen den Lebensgang und die buchhändlerische Thätigkcit des verehrten Jubilars zu schildern versuchen. Geboren am 3. Oktober 1829 in Teschen, absolvierte Herr Karl Prochaska die damalige Mittelschule daselbst, arbeitete hierauf einige Zeit in der väterlichen Buchdruckerei und ging dann zu seiner Ausbildung im Buchhandel nach Wien, wo er drei Jahre in der Jasperschen Buchhandlung thätig war. Aus Wien zurück- gekehrt, gründete er am 6. Mai 1850 in seiner Vaterstadt die Buch handlung, die anfänglich nur den örtlichen Verhältnissen Rechnung trug, sehr bald aber durch ihre Verlagsthätigkeit sich in weiteren Kreisen bekannt machte. In jenen Jahren wurde auch die jetzt als Tageblatt erscheinende Zeitung -Silesia» ins Leben gerufen. Kleinere Verlagsuntcrnehmungen, darunter juridische Artikel, bildeten die Vorläufer von -Müllers Volksadvokat-, dem die -Eiscnbahnkartc» und das -Stationcn-Vcrzcichnis von Oesterreich-Ungarn» folgten. Die inzwischen erweiterten technischen Geschäftszweige ermöglichten bald die Herstellung größerer Unternehmungen, darunter den -Deutschen Nationalschatz», enthaltend die billigen Klassiker-Aus gaben Schiller, Goethe, Lessing, sowie die später sich daran an schließende mustergiltig ausgestattete, zehnbändige Antigua-Ausgabe von Schillers Werken (prämiiert London 1872). Während der Vor bereitung und Durchführung dieser Unternehmungen wurde eine bedeutende Ausgestaltung der technischen Zweige des Geschäfts in Angriff genommen, die Räume der Buchdruckerei wurden durch einen Neubau erweitert, der Dampfbetrieb wurde eingcsührt, die Buchbinderei nach Leipziger Muster ueu organisiert. Da brach im Jahre 1866 der Krieg mit Preußen aus und stellte das Gelingen dieser großen und mit so bedeutenden Aufwendungen verbundenen Unternehmungen in Frage. Aber Herr Prochaska wurde nicht ent mutigt. Sein geschäftlicher Scharfblick, seine richtige Beurteilung der damaligen politischen Verhältnisse, seine rastlose Thätigkcit, verbunden mit einer außerordentlichen Willenskraft, überwanden nicht nur die sich darbietenden Schwierigkeiten, sondern sie waren es, die das Haus Prochaska stark und achtunggebietend machten. Nach Vollendung der Klassikerausgaben gelangten in den folgenden Jahren folgende größere Werke auf den Markt: -Das Buch der Bücher», Teusfenbachs -Vaterländisches Ehrenbuch», das Prachtwerk -Kaiser Franz Josef I.-, »Die Völker Oesterreich-Un garns», die ansehnliche Kollektion österreichischer Jugendschriften, die -Salon-Bibliothek», -Prochaska's Jllustrirte Monatsbände-, -Die besten Romane der Weltliteratur-, -Prochaskas Familien kalender-, Drasches -Bibliothek der gesummten medicinischen Wissen schaften-, -Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie-, -Die Reform-, Fortschritte im Verkehrswesen der Kulturvölker, ferner (demnächst erscheinend) »Ocsterreichisches Reichs- Jndustrie-Adreßbuch-, dem wir, die Firma Karl Prochaska be treffend, folgende Daten entnehmen: Betriebe: Buchdruckerei, Schriftgießerei, Galvanoplastik, chromo lithographische Anstalt, Buchbinderei, Einbanddecken-Fabrik, Verlags-, Sortiments- und Militärbuchhandlung. Arbeiter: 310, 15 Beamte. Betriebsmittel: 20 Schnellpressen, 4 Gießmaschinen, 64 Hilfs maschinen, 2 Dampfkessel, 1 Compound-Dampfmaschine mit 100 Pferdekräften, 2 Dynamomaschinen für Licht und Kraft. Auszeichnung: London 1872. Große goldene Medaille für Wissenschaft und Kunst 1875, Venedig 1881. Hoftitel 1883. Bemerkungen: Buchdruckerei gegründet 1806, die Buchhandlung 1850. Mit der Entfaltung der Verlagsbuchhandlung wurden auch die Betriebsstätten der technischen Geschäftszweige, die nicht nur die Artikel des eigenen Verlages, sondern auch Werke fremder Verlagshandlungen herzustellen halten, unausgesetzt vergrößert und erweitert. Die technischen Zweige der Firma übersiedelten mit der Verlagshandlung im Jahre 1887 in das neu erbaute große Geschäftshaus, das 1896 einen weitläufigen Flügelanbau erhielt. Welche Entwickelung des mit drei hölzernen Handpressen begonnenen Betriebes! In der Gemeindevertretung seit 1861 fast ununterbrochen thätig, wurde der Jubilar seitens des Monarchen 1875 durch Ver leihung der großen goldenen Medaille für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Im Jahre 1883 erhielt Herr Prochaska den Hof titel als Buchhändler und Buchdrucker, und 1893 das Ritterkreuz des Franz Josefs-Ordens. Mit Befriedigung darf Herr Prochaska auf die Erfolge seiner geschäftlichen Thätigkcit zurückblicken. Möge es dem verehrten Jubilar vergönnt sein, unterstützt von seinen beiden Herren Söhnen, die als Teilhaber der Firma mit ihm arbeiten, in bisheriger Rüstigkeit an der weiteren Entwickelung des Geschäfts noch viele Jahre zu wirken zur Freude uud zum Stolz aller, die ihn kennen. -Duodez-, Verein junger Buchhändler in Nürnberg. — Der -Duodez-, Verein jüngerer Buchhändler von Nürnberg und Umgebung, feiert am 12. und 13. d. M. sein 19. Stiftungs fest. — Der neugewählte Vorstand ließ es sich angelegen sein, für beide Tage ein reichhaltiges Programm zusammenzustellen, und cs dürfte den Kollegen zu empfehlen sein, den bereits ergangenen Einladungen nach der alten -Xoris« recht zahlreich Folge zu leisten. — llxk. Personalnachrichten. Ordensverleihung. — Dem Verlagsbuchhändler Herrn Richard Lincke in Dresden, Inhaber der dortigen geachteten Firma E. Pierson's Verlag, ist der Verdienstorden für Kunst und Wissenschaft vom Anhaltinischen Hausorden Albrechts des Bären verliehen worden. Hoftitel. — Dem Kunsthändler Herrn Bruno Richter zu Breslau ist von Seiner Majestät dem König von Preußen das Prädikat eines Königlichen Hof-Kunsthändlers verliehen worden. G e st o r b e n: am 3. Mai in Leipzig nach längerer Krankheit Herr Eduard Klemm, langjähriger Mitarbeiter, Hauptkassierer im Hause I. I. Weber in Leipzig, in dem er über fünfzig Jahre lang mit unwandelbarer Treue in verantwortlichen Stellungen thätig gewesen ist. Am 21. Februar 1848 wurde er in dieses angesehene Ge schäftshaus ausgenommen und hat ihm länger als zweiund fünfzig Jahre durch unermüdliche strenge Pflichterfüllung in ehrenvoller Arbeit gedient. Bei Gelegenheit seines Jubiläums im Jahre 1898, das er in voller Frische und Rüstigkeit feiern durfte, wurde ihm in ehrendster Weise von vielen Seiten An erkennung, Achtung und Liebe bezeugt; nicht nur sein Chef und seine Kollegen begrüßten ihn mit verdienter Herzlichkeit, sondern auch der Rat der Stadt Leipzig ließ ihm seine Glückwünsche aus sprechen, und Seine Majestät der König von Sachsen zeichnete ihn durch Verleihung des Ritterkreuzes II. Klasse vom Albrechtsorden aus. — Ehre seinem Andenken!
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