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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.08.1903
- Strukturtyp
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- 1903-08-29
- Erscheinungsdatum
- 29.08.1903
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- Deutsch
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6602 Nichtamtlicher Teil. ^ 200. 29. August 1903. die nicht genannten Firmen mit dem Bewußtsein trösten, daß sie ihr Bestes geleistet haben und ihr Wirken auch die verdiente Anerkennung gefunden hat. Auf dem Gebiet der Kinderbilderbücher und Jugend schriften hat die Entwicklung zum Bessern und Guten einen weiteren erfreulichen Fortschritt gemacht. In der Ostermeß- und Jahresausstellung fehlen Bilderbücher mit den sattsam bekannten unschönen Bildern und schrecklichen Farben ganz, das Vorhandene muß zum Teil als sehr gut, zum andern Teil aber als gut und annehmbar bezeichnet werden. Der Jungbrunnen von Fischer L Franke in Berlin ist oben bereits erwähnt worden. Schafstein L Co. in Köln haben zwei neue Jugendbücher, und zwar »Kreidolf, Die Wiesen zwerge«, und »Dannheiser-Diez, Miaulina« herausgegeben, die sich den frühem Erzeugnissen dieses Verlags in bester Weise anpassen. Aus dem Verlage der Thieme'schen Druckereien, G. m. b. H. in Kaiserslautern liegt »Moser, Eine Nacht im Walde« vor, das ein höchst beachtenswertes Bilderbuch ist. Die farbigen Bilder sind gut, zum Teil sehr gut; die Reime lassen allerdings manchmal zu wünschen übrig. — Weitere gute Jugend- und Kinderbilderbücher liegen vor von den Verlagsfirmen Ernst Keil's Nachf., G. m. b. H. in Leipzig (Gartenlaube-Bilderbuch); Carl Haushalter in München (Meggendorfer, Trulala); Verlagsanstalt und Druckerei Aktien-Gesellschaft vorm. I. F. Richter in Ham burg (Weber, Neue Kinderlieber), Braun L Schneider in München, Otto Spanier in Leipzig, A. Hartleben in Wien, Martin Warneck in Berlin, Schmidt L Spring in Leipzig, Ferdinand Hirt L Sohn in Leipzig, Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart, B. G- Teubner in Leipzig, Carl Schünemann in Bremen, Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung, Theodor Weicher, in Leipzig, Alfred Janssen in Hamburg, Verlags gesellschaft »Harmonie« in Berlin und I. F. Schreiber in Eßlingen und München. Auch in diesem Jahre ist die Gruppe »Musik« wieder am schwächsten mit Neuheiten beschickt. Dies ist sehr be dauerlich, denn der Musikverlag mit seiner reichen Pro duktivität sollte doch in der Ostermeß- und Jahresausstellung in einer seiner Bedeutung entsprechenden Form vertreten sein. Die Werke der Firma Breitkopf L Härtel in Leipzig, Max Brockhaus in Leipzig, Ernst Eulenburg in Leipzig, C. F- Kahnt Nachfolger in Leipzig, C. F. Peters in Leipzig, B. Schott's Söhne in Mainz, Fritz Schubert!) jun. in Leipzig, Hermann Seemann Nachf. in Leipzig und Süddeutscher Musikverlag G. m. b. H. in Straßburg i. Elf. sind aber durchgängig von bester Ausstattung, sowie guter technischer Ausführung und beweisen, daß der deutsche Musikverlag seinen alten guten Ruf festzuhalten und zu vermehren weiß. Eine Musikverlagsfirma verdient besondere Erwähnung, da sie dieses Jahr zum erstenmal auf der Ostermesse vor die Öffentlichkeit trat und ihre Erzeugnisse eine selbständige Gestaltung, sowie teilweise ein Abweichen von den bis herigen Ausstattungsformen aufweisen. Es ist dies die Firma Lauterbach L Kuhn in Leipzig, deren Musikalien weit über das Mittelmaß hinausgehen und künstlerisches Gepräge tragen. Besondere Beachtung verdienen Bischoffs 25 neue Weisen zu allen Liedern, deren Einband nebst Vorsatzpapier nach Entwürfen von Fritz Erler in München hergestellt wurden. Auch die andern Musikalien verdienen wegen ihrer sorgfältigen Ausstattung volle Anerkennung. Nach diesen trefflichen Anfängen darf wohl auch für die Folge nur Gutes von der Firma Lauterbach L Kuhn er wartet werden. — So wäre denn der Rundgang durch die diesjährige Ostermeß- und Jahresausstellung beendet, die wieder ein ganz erfreuliches Bild bietet von der Leistungsfähigkeit und Schaffensfreudigkeit, sowie von der stetigen Entwickelung des deutschen Buchgewerbes sowohl in technischer, als auch in künstlerischer Beziehung. —u—. Eine Bibliographie der Geschichte der Buchdrnckerkunst und des Buchhandels in Frankreich. Die Buchdruckerkunst und der Buchhandel sind für die Kultur geschichte von so großer Bedeutung, daß die Herausgabe einer Bibliographie der Geschichte dieser Gewerbe wohl keiner Recht fertigung bedarf. An eine vollständige Bibliographie dieser Art für alle Länder ist aber vorläufig nicht zu denken. Man muß es daher dankbar begrüßen, wenn einzelne Forscher wenigstens für ihr Land eine solche Bibliographie bearbeiten. Paul Delalain, der bekannte Pariser Verleger, hat soeben eine solche Bibliographie für Frankreich hcrausgegeben unter dem Titel: Ossai äs biblioAraxbis äs 1'üistoirs äs l'imprimsris tn>0Araxbigus st äs 1a librairis sv Oranos. VI, 48 Lsitsv Osxikcm - Olrtav. Paris 1903, Llxlrcmss piearä st tils, säitsurs. Man ersieht aus dieser Bibliographie, daß auch in Frankreich auf diesem Gebiete schon sehr fleißig gearbeitet worden ist. Namentlich gegen das Ende des neunzehnten Jahrhunderts erschienen zahlreiche Schriften über die Entwicklung der Buch druckerkunst und des Buchhandels, über berühmte Buchdrucker, Buchhändler usw. Diese Arbeiten sind aber nur zum Teil in Buchform erschienen; die meisten sind in Zeitschriften zerstreut. Ältere Werke sind auch schon fast der Vergessenheit anheim gefallen. Es ist daher sehr bequem, in einer Bibliographie die meisten einschlägigen Arbeiten verzeichnet zu finden. Delalain hat in seiner Bibliographie diejenigen Werke ausgenommen, die in der Bibliothek des französischen Buchhändlervereins (Osrols äs 1a lidrairis) und in seiner Privatbibliothek sich vorfinden, ferner alle Titel der einschlägigen Literatur, die er anderswo verzeichnet fand. Der Verfasser unterscheidet folgende drei Gruppen: 1. Werke allgemeineren Charakters, die sich mit der Geschichte der Buchdruckerkunst und des Buchhandels in ganz Frankreich oder in Europa befassen. In letzterm Fall sind speziell die Abschnitte erwähnt, die Frankreich betreffen. Einen großen Teil dieser Gruppe bilden die Fachkalender und Jahrbücher für Buchhändler und Buchdrucker seit 1777, die zumeist das ein schlägige Adresscnmaterial, zuweilen aber auch Artikel über hervor ragende Drucker und Verleger enthalten. Von den allgemeineren Werken kommen hauptsächlich in Betracht: Lsrvarä (^.vAusts), Os 1'oriAins st äss äsbuts äs l'imprimsris sn Ourops. 2 Länäs. 8". Paris 1853, Imprimsris impsrials. Oapcmt (Paul), Oistoirs äs l'imprimsris. 2 LLnäs. Paris 1854, Oupcwt. IVsräst (Oämovä), Os la librairis kranyaiss, son passs, son prä sent, son avsnir. Paris 1860, Osntn. — — Oistoirs än livrs sn pravss äepnis Iss tsrnps Iss plus reoules jusqu'su 1789. 5 Länäs. Paris 1861—62, Osntn. Der Verfasser erwähnt auch mehrere umfangreiche Manu skripte, die sich in der Bibliothek des französischen Buchhändler vereins in Paris befinden. 2. Werke, die sich auf die Geschichte der Buchdruckerkunst und des Buchhandels in Paris beziehen. Bekanntlich ist in Frankreich die Zentralisarion größer als in andern Ländern, und deshalb rechtfertigt sich diese Sonderstellung in der Bibliographie. Die erste Druckerei in Frankreich ist in Paris errichtet worden, und wenn auch im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert Lyon in Bezug aus das Buchgewerbe Paris zu überflügeln suchte, so hat doch seither die französische Hauptstadt unbestritten den Vorrang behauptet. Außer wertvollen Monographien enthält dieser Ab schnitt eine größere Anzahl Biographien hervorragender Pariser Verleger, die zumeist auch Drucker waren, namentlich auch ein Verzeichnis der seit 1858 im »äourval Asusral äs l'imprimsris et äs 1a librairis» erschienenen biographischen Artikel «meist Nekrologe). 3. Werke über die Einführung und die Fortschritte der Buch druckerkunst und des Buchhandels in den französischen Provinz städten. In diesem Abschnitt sind die Werke nach der alpha betischen Reihenfolge der betreffenden Städte und Provinzen geordnet. Die Zahl dieser lokalgeschichtlichen Monographien ist sehr groß. Man kann aus ihnen ersehen, daß die Buch druckerkunst und der Buchhandel in der Provinz durchaus nicht so unerheblich sind, wie vielfach angenommen wird, und daß auch der Verlag von Jahr zu Jahr bedeutender wird. Gerade dieser Abschnitt enthält zahlreiche Abhandlungen aus Provinz zeitschristen, sowie kleinere und größere Schriften, von deren Existenz man nur mit Mühe Kenntnis erhalten würde. Angegeben sind bei den meisten Werken Verfasser, Titel,
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