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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.02.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-02-03
- Erscheinungsdatum
- 03.02.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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,ff5'28 3. Februar 1906. Vermischte Anzeigen. 1318 Herrn Lutz antworte ich auf seine „vieles nicht sagende" Erklärung im Börsenblatt vom 2/. d. M. folgendes: Es geht mir jene stilistische Gewandtheit ab, die Herr Lutz sich in seinem schon jahre lang dauernden verzweifelten, aber nicht immer glücklichen Kampfe mit andere» Ver legern erworben hat, denn seiner Briefe, die er in vermeintlichen Rechtsansprüchen a» deutsche Verleger, Staatsanwälte und Ge- richtsbehörden richtete, sind ja Legion. Ich will mich deshalb darauf beschränken, festzustellen, daß Herr Lutz mit allen seinen Klagen gegen mich abgewiesen ist, und zwar nicht nur seine, viele Hunderte von Seiten stillenden strafrechtlichen Anzeigen, sondern auch seine auf dem Wege des Zivil-Prozesses anhängig gemachten An sprüche. Daraus ergibt sich für jeden, der die Sorgfalt kennt, mit der die deutschen Gerichte gerade in Nachdruckssachen Vorgehen, auf das klarste, daß mich keinerlei Verantwortung bei den vermeintlichen Nachdrucken trifft. Mit welcher Offenheit Herr Lutz bei seinem vollständig unmotivierten Angriffe vorgeht, mag der Buchhandel aus folgendem ersehen: Herr Lutz weiß aus den Prozeßakten ganz genau, daß mir seinerzeit die Über setzungen der Mark Twain'schen Novellen von dem Schriftsteller A. Schacht angeboten wurden, und ich erst dann den Verlag über nahm, als ich nach sorgfältiger Erkundigung feslstellte, daß bis., zu dem Tage der Ver öffentlichung eine Übersetzung nicht existierte, und daß ich nach deutschem und amerikanischem Urheberrecht zur Veröffentlichung vollständig berechtigt war; aber Herr Lutz hält es für angebracht, diese Tatsachen in seinen Inseraten einfach zu verschweigen. Für jeden Einsichtigen wird nun aber meine Handlungsweise einwandfrei sein, wenn ich seststelle, daß ich aus ein einfaches Schreiben des Herrn Lutz hin, und ohne zu nächst seine Rechtsansprüche zu prüfen, sofort die betreffende» Exemplare aus dem Handel gezogen und ihm eine sehr große Ent schädigung gezahlt habe, danach aber in eine sehr eingehende Prüfung der vermeintlichen Rechtsansprüche des Herrn Lutz..getreten bin, und aus dieser Prüfung die Überzeugung geschöpft habe, daß ich sehr töricht handelte, als ich mich durch die Drohung des Herrn Lutz zur Zahlung einer Entschädigungs summe verstand, mit der er allein schon ein glänzendes Geschäft gemacht hat, denn sie be trägt ungefähr das Neunfache des von ihm für das Übersehungsrecht gezahlten Honorars. Wenn Herr Lutz deshalb sagt, daß ich zum Schaden seines Verlages rechtswidrige Übersetzungen herausgebracht habe, so kann ich mit viel größerem Recht demgegenüber behaupten, daß Herr Lutz bisher von diesen, nach seiner Ansicht rechtswidrigen Über setzungen den größten Vorteil gehabt hat; konnte er hierbei doch eine Einnahme von mir in Höhe von M 750.— für sich ver zeichnen, während er selbst für das Verlags recht nur 4 ^ — M. 80.— bezahlt hat. Es ist wichtig, gerade hier darauf hinzu weisen, daß auf Grund der Arhebergeseye eine große Anzahl Mark Twain'scher Arbeiten in Deutschland auch heute noch nicht geschützt ist, also von jedermann über- setzt und vertrieben werden kann; bei einer kleinen Anzahl dagegen ist ein Schutz durch das, unsere deutschen Urheberrechte so un gerecht behandelnde Übereinkommen mit Amerika vorhanden. Durch seine wortreiche, aber inhaltsarme Erwiderung hat Herr Lutz nicht einen einzigen neuen Gesichtspunkt vorgebracht, der seine vermeintlichen Rechtsansprüche stützen könnte, und der ihm zu diesem ungewöhn lichem Angriff im Börsenblatt Veranlassung gegeben hätte, üm aber doch noch nach Möglichkeit meinem Ansehen im Buchhandel zu schaden, scheut Herr Lutz vor der Be hauptung nicht zurück, ich hätte sicher auch andere Verleger durch unberechtigten Ab druck irgend welcher Arbeiten geschädigt, ohne auch nur den Versuch eines Beweises für diese Behauptung zu unternehmen. Dieses Vorgehe» richtig zu bezeichnen, kann ich mir wohl versagen. Brachte es doch Herr Robert Lutz sogar fertig, einen Kollegen wegen Betrugs anzuzeigen, trotzdem sich nachher herausstellte, daß auch nicht der geringste Anlaß zu einem derartig schweren Vorwurf gegeben war — Diesen und eine ganze Reihe anderer interessanter Fälle wird die Broschüre ebenfalls behandeln, zu der mir Material in geradezu überraschender Fülle von allen Seiten zuströmt. Mit Dank nehme ich die mir.in Aussicht gestellte Unterstützung des Herrn Lutz bei der Verbreitung der Broschüre durch den ange drohten Prozeß und die damit sicher zu er wartenden gerichtlichen Feststellungen ent gegen. Berlin, den 30. Jan. 1906. Hermann Hillger. 0.-N. 1906 Von naebstsbsnden IVsrben von (s. Ks88, Osutolik Lpraeliilisolii in 8üä-Hro1 uuä Obsr-Italion und LkitlL§6 2ur Lsnntnigs äoutsober Vornamen Kann iob Keine Vi8pvnenäen gestatten. leb bsruks miob svsnt. auk dieses dreimal srsobsinsndg Inserat. Heidelberg. Otto Licker, V erlagsbuobbsndlun g. O.-M. IS06. Keine vkponenöen! 8alrburg. An^rteolrs LuoLL. H > o.-m. 1906 l liklllk vi8MKHaKN! Vübingsv, 1. Xebruar 1906. I Lrnnr Lietrclrer, Verlagsbuobbandlg. O.-lVI. 1906 LLLLIdi. 6. LXttL'8 VXlrLäQ. kllMsnüIuiixs-Kktijlfkli-VklkIli ru I-kIprle . Osgründst: 5. Obtob er 1833. I4aeb den IVablen der I. Lusssrordsnt- iiobsn Hauptversammlung vom 26 danuar 1906 setrt sieb der Vorstand kür das73.Vsrsins- jabr Zusammen aus den Herren ZVnst AkÄnr (i/L. 8. Lirrsl), 1. Vorstsber, Adol/' (j/L.8.0.Veubner), 2. Vorstsber, Otto Lrndner (i/L. X. X. Xosblsr Larsort.), 1. 8ebriktkübrer, Xitid Oette (i/L. X. X. Xisober), 2.8obriktkübrer, On-d (i/L. X. X. Xosblsr Larsort.), 1. 8ebatbmerster, ddermann (i/L. Xsrd. Lirt L 8obn), 2. Lebatrmsister, LikAo lXe.sseft/ (i/L. L. 0. Vsubnsr), 1. öiblio- tkebar, Bank lVol/enstetter (i/L. X. X. Xisober), 2. Libliotbebar. Leipzig, den 1. Xsbruar 1906. vor Vorutanck. Inserate für das Märzheft der welches Ende Februar zur Ausgabe gelangt, erbitten wir — bis zum 15. Februar. ---- Die „Deutsche Rundschau", allseitig anerkannt als Jnsertionsorgan ersten Ranges für alle literarischen Erscheinungen, bietet für die Wirksamkeit aller der artigen Anzeigen die sicherste Bürg schaft. Jnsertionspreis pro ^ Seite 25 l/g Seite 34 */, Seite 80 Seite 70 1 Seite 80 2 Seiten 120 4 Seiten 150 netto bar. Alle übrigen Inserate werden nach dem Zeilenpreise von 40 pro 3gespaltene Non pareillezeile berechnet. Gefällige Jnsertionsaufträge erbitten direkt per Post. Berlin IV. 35, Lützowstraße 7. Gebrüder Paetel. AiMLn-ler-Xonlen- formulsre l—ss in Lot- u. Llaudruob. — —» >» » Xormat 36 nu 23 om. Suok KLnslsr-Ltrsrrs, Kunden-Strsrre, kinuptduod, kontlnustlonsl'ste kür lournnle, je 25 Logen rob ^ 1.— ^usllekerungeduok, Lestsllduvk, kssssdood, Lpesltionsiniok, kontliniutlons- Ilsts für kiivdvr, je 25 Logen rob ^ 1.25 Xinbänds in u. ftz Leinen, ft, u. ft, Uolssbin. ^.deokluesdüolisr gedunsen in. bösodpapler, kür 306—1500 Konten »ns erodsdogss lis»s<g«IMi!li > VsllseWi08k3ll.g!M in l.siprix. ^ Restauflagen in Kalcnd., Jug.° u. Geschenk- Büch., Postkarten, Ramsch rc. re. kaust bar G Holst, Buchh., Hamburg I, Kornträgerg. 54.
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