Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.01.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-01-31
- Erscheinungsdatum
- 31.01.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19060131
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190601311
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19060131
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1906
- Monat1906-01
- Tag1906-01-31
- Monat1906-01
- Jahr1906
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
1150 Nichtamtlicher Teil. ^ 25, 31. Januar 1906. Im weitern beschäftigten den Hauptausschuß: eine Differenz zwischen einer Leipziger Sortiments- und Kommissions-Firma wegen Rückeinlösung eines unter Vor behalt bezahlten Barpakets; die Beschwerden über: eine Ver lagsfirma wegen Lieferung an Warenhäuser mit unzulässig hohem Rabatt; eine andre Verlagsfirma wegen Ankündigung eines Verlagsartikels unter dem Ladenpreis durch Rund schreiben direkt an das Publikum; eine Buch- und Papier handlung wegen satzungswidrigen Rabatts in Gestalt von Rabattbons bei Schulbücherverkauf; eine Verlagsfirma wegen Lieferung von Schulbüchern zu Nettopreisen; eine Versandfirma wegen Rabattangebot in ihren gedruckten Mit teilungen. Sämtliche Fälle wurden in befriedigender Weise, meist im Laufe persönlicher Besprechungen erledigt. Eine fernere Beschwerde über eine Sortimentsficma wegen Offerte mit satzungswidrigem Rabatt mußte als nicht zutreffend zurückgegeben werden. Die Beschwerden über eine Sortimentsbuchhandlung wegen Rabattangebot und Lieferung mit unzulässig hohem Rabatt, sowie über eine Verlagsfirma wegen direkter Offerte eines Lehrbuchs mit besonders hohem Rabatt direkt an eine Schule gingen an den Vorstand nach Klarstellung des Sach verhalts zurück. Endlich hatte sich der Hauptausschuß noch zu befassen mit einem am hiesigen Platze gegründeten Aufsatzinstitut. Auch diese Angelegenheit wurde nach genügender Klarlegung des Sachverhalts zu weiterer Erledigung an den Vorstand zurückgegeben, dem gegenüber der Besitzer des Aufsatz instituts sich verpflichtete, es eingehen zu lassen. Der Wahlausschuß bat den Vorstand zu Anfang des Jahres um eine Geschäftsordnung, wurde jedoch von diesem ersucht, selbst den Entwurf einer solchen vorzulegen. Der sodann vom Wahlausschuß ausgearbeitete Entwurf fand mit einigen kleinen Abänderungen die Genehmigung des Vorstandes. — Gegen Ende des Jahres trat der Wahl ausschuß zur Vorbereitung der Wahlen für die Hauptver sammlung vom Januar 1906 zu mehreren Sitzungen zu sammen, deren Ergebnis die jetzt vorliegenden Wahlvor schläge sind. Auf der Tagesordnung findet die Hauptversammlung einen Antrag des Vorstandes auf Änderung der Satzungen. Diese sind nun sieben Jahre, die als Probejahre gelten können, in Kraft und haben sich im meisten bewährt, nur nicht in ihren Bestimmungen über die Ausschüsse. Außer den neun Mitgliedern des Vorstands nimmt unser Verein in Anspruch: sechs Mitglieder für den Haupt- ausschuß; sechs (und ein Vorstandsmitglied) für den Wahl ausschuß, drei für den Rechnungsausschuß, sechs (und sechs Vorstandsmitglieder) für den Bestellanstalts-Ausschuß, zu sammen 30 Ehrenämter. Es fällt dem Wahlausschuß schwer, so viel geeignete und amtswillige Männer zu finden. Die Geschäfte des Ausschusses für die Bestellan stalt könnten nach Ansicht des Vorstands von einem dazu zu bestimmenden Vorstandsmitglied besser erledigt werden, als von zwölf aufsichtführenden Herren, die monatlich wechseln, die, soweit sie nicht dem Vorstand angehören, unter einander keine Fühlung haben, in deren Entscheidungen also keine Einheit sein kann. Die Geschäfte des Haupt-, des Wahl- und des Rechnungsausschusses könnten sehr gut von einem einzigen Ausschüsse von 6—7 Mitgliedern erledigt werden. Würde man diese 6—7 Herren nur aus an Jahren reifen, lebens- und geschäftserfahrenen Mitgliedern wählen, so wäre ein Altesten-Kollegium vorhanden, das sich aufs treff lichste zur Vorbereitung der Wahlen, zur Untersuchung von Beschwerden, zur Schlichtung von Streitigkeiten, zur Beratung des Vorstandes in schwierigen Lagen, zur Kontrolle des Rech- nungs- und Kassenwesens eignen würde. Der Ausschuß für die Lehranstalt (drei vom Vor stand aus seiner Mitte zu wählende Mitglieder) leidet am allzu häufigen Wechsel der Mitglieder. Es würde diesem Aus schuß eine Erhöhung der Zahl der Mitglieder (fünf statt drei) und deren längere Amtsdauer nützen; denn unter Mangel an Stetigkeit muß die Entwicklung der Lehranstalt leiden. Dies würde sich gerade jetzt bald fühlbar machen, wo die Lehr anstalt einer Reorganisation dringend bedürftig ist. Darum hat der Ausschuß selbst den Anstoß zu der vom Vorstand vorgeschlagenen Änderung der Satzungen gegeben. Der Vorstand erkennt bei dieser Gelegenheit freudig an, daß er von den Mitgliedern sämtlicher Ausschüsse stets aufs willigste und beste unterstützt worden ist, daß sich also seine Einwände nur gegen die Organisation der Ausschüsse richten. Von außergewöhnlichen Vorgängen, die den Ver ein berühren, sind folgende zu erwähnen: Auf Anregung des Börsenvereins erließ der Vorstand am 25. April an alle ordentlichen Mitglieder die Aufforde rung zu Beiträgen zu einer Ehrengabe an den Nat der Stadt Leipzig, einem Tafelschmuck, der dem Rate bei der feierlichen Einweihung des neuen Rathauses überreicht werden sollte. Es wurden von 183 Mitgliedern 8091 ge zeichnet; außerdem steuerten der Börsenvereiu und Herr Geheimer Kommerzienrat Adolf von Kröner in Stuttgart namhafte Beträge bei. Diese reichen Mittel gestatteten, den Vorschlag der Leipziger Handelskammer auzu- nehmen, mit ihr gemeinsam Herrn Professor Max Klinger mit dem Entwurf und der Ausführung zweier silberner Fruchtschalen zu beauftragen, deren eine Geschenk der Handelskammer, die andre Geschenk des Buchhandels ist. Die Schalen sind Seitenstücke zu dem von einer freien Ver einigung Leipziger Bürger gestifteten, von demselben Künstler herrührenden Blumenkorb. Mit diesem zusammen bilden sie ein kunstvolles und kostbares Ganzes. Bei der Einweihung des Rathauses konnten dem Rate von der aus den Herren Robert Voigtländer, Johannes Hirschfeld und David Rost bestehenden Abordnung vorerst nur die Entwürfe übergeben werden (s. Börsenblatt Nr. 237). Herr Professor Klinger hofft die plastische Ausführung bis zum Herbst 1906 zu vollenden. An der Schillerfeier zur Erinnerung an den am 9. Mai 1805 erfolgten Tod des Dichters hat sich der Leipziger Buchhandel durch eine eigne Veranstaltung beteiligt. Auf Anregung des Ortsausschusses der Leipziger Buch- handlungsgehilfen-Vereine bildete sich unter Vorsitz des Vorstehers des Vereins der Buchhändler zu Leipzig ein Ausschuß, unter dessen Leitung am 6. Mai 1905 im Fest saal des Zentraltheaters eine wohlgelungene und von Herren und Damen stark besuchte Feier stattgefunden hat. Ein kleiner Überschuß wurde zur Beschaffung von Werken über und von Schiller für die Schülerbücherei der Buch händler-Lehranstalt verwendet. Die Königliche Eisenbahnverwaltung hatte die Handels kammer zu einer Besprechung über den Sechs uhrschluß für Frachtgüter zum 23. August 1905 eingeladen. Die Handelskammer ihrerseits zog zu dieser Beratung und zu einer Vorbesprechung am 22. August die Herren Johannes Hirschfeld, Robert Voigtländer und Rudolf Winkler hinzu; als Mitglied der Handelskammer nahm von Buchhändlern noch Herr Kommerzienrat Otto Nauhardt teil. Die Vertreter der sächsischen und der preußischen Verwaltung erklärten, daß der Sechsuhrschluß für Frachtgüter die Entleerung der Güter böden allabendlich ermöglichen, dadurch die Beförderung rechtzeitig angefahrener Güter beschleunigen, aber auch das Eisenbahnpersonal von Überstunden entlasten solle. An den
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder