Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.01.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-01-12
- Erscheinungsdatum
- 12.01.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19060112
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190601125
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19060112
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1906
- Monat1906-01
- Tag1906-01-12
- Monat1906-01
- Jahr1906
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
^ 9, 12. Januar 1906. Mchmmrlicher Teil. 421 jahrsgcschenk bildeten. (Da übrigens auch das Denkmal Friedrichs des Großen Unter den Linden dargestellt war, so müssen diese eisernen Gratulationskarten auch noch nach dem Jahre 1832 ge gossen morden sein, denn Rauchs Denkmal des großen Königs ist erst am 31. Mai 1851 enthüllt worden.) Bei dieser Gelegenheit erscheint es aber noch erwähnenswert, daß neben den Eisenkarten zu Neujahr auch Visitenkarten von Eisen vorgekommen sind, natürlich mehr zu originellem Scherz, als zum täglichen Gebrauch. Der bekannte Buchhändler Besser, der Gründer der nachher von Wilhelm Hertz fortgeführten, renommierten Verlagsbuchhandlung, dessen Geschäftslokal neben dem Hinterhause des Palais des Prinzen von Preußen — spätern Kaiser Wilhelm — in der Behrenstraße gelegen war, wo die Elite des geistigen Berlin außer den neuesten Erscheinungen der Literatur in einem Wohn zimmer auch noch ein frugales Frühstück zu kosten bekam, — dieses Ideal eines Buchhändlers hatte z. B. solche eiserne Visitenkarten, die er gelegentlich abgab. Sie waren von der gewöhnlichen, vier eckigen Form der Visitenkarten, aus diinncn Gußeisenplatten her- gestellt und enthielten die launige Aufschrift: Immer Besser. Fr. Musikalien-Volksbibliothek, München. — Eine Musi- kalien - Volksbibliothek ist in München durch die Ortsgruppe München des Allgemeinen deutschen Musikvercins eingerichtet worden. Der Katalog weist bereits an 2000 Nummern auf. Sämtliche Werke der Bibliothek sind innerhalb der Abteilungen übersichtlich nach Autoren geordnet, deren Namen in großen Buch staben an den Regalen angebracht sind; zudem unterstützt ein Zettelkasten die schnelle Auffindung. In der Mitte des sehr Hellen Raums bietet sich an drei Lesetischen Gelegenheit zum Studium der musikalischen Literatur. Der ganze Bibliothek raum ist wohnlich ausgestaltet und macht einen freundlichen Eindruck. Die »Musikalische Volksbibliothek» ist vorläufig jeden Mittwoch von 7—9 Uhr abends und jeden Sonntag von 11—1 Uhr mittags dem unentgeltlichen Besuch geöffnet; später, wenn der Zuspruch größer werden sollte, ist beabsichtigt, noch einen dritten Bibliothektag einzuschalten. Die Abgabe der Musikwerke erfolgt unentgeltlich an jedermann, und zwar gegen Unterzeichnung eines Ausweises, wie es bei der Hof- und Staatsbibliothek der Fall ist. Die Leihfristen sind verschieden; für die kostbaren Werke, wie Partituren usw., sind acht Tage, für Klavierauszüge mit und ohne Text vierzehn Tage, für allgemeine Stücke, Bücher, Lieder usw. vier Wochen, für Studienwerke bis zu zwölf Wochen festgesetzt. (Nach »Concordia«, Organ des Zcntralvereins für Arbeiter- Wohlfahrts-Einrichtungen.) Das Bach-Haus in Eisenach als Bach-Museum. — Johann Sebastian Bachs Geburtshaus in Eisenach ist nunmehr in den Besitz der Neuen Bach-Gesellschaft in Leipzig übergegangen. In einer in Leipzig unter dem Vorsitz des Geheimen Kirchenrats Professors v. Rictschel stattgehabten Direktoriumssitzung der Ge sellschaft wurde für das zukünftige Bach-Museum in Eisenach ein Direktorium gewählt, dem die Herren Professor Joseph Joachim, Professor Georg Schumann (Berlin), Hofrat vr. O. v. Hase (Leipzig), Generalm isikdirektor Or. Fritz Steinbach (Köln) und Or. Bornemann (Eisenach) angchören. Die Einweihung des neuen Bach-Museums soll im Frühjahr 1907 unter Mitwirkung des einst von Johann Sebastian Bach geleiteten Leipziger Thomaner chors und des Herrn Professor Joachim unterstehenden Chors der königlichen Hochschule der Musik in Berlin stattfinden. (Lpzgr. Tageblatt.) * III. Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung, Dresden 1906. — Eine große Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung, die dritte ihrer Art, wird im Laufe dieses Jahres, vom 12. Mai bis Ende Oktober, in Dresden dem Besuch geöffnet sein. Sie steht unter dem Protektorat Seiner Majestät des Königs von Sachsen und unter dem Ehrenpräsidium Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Johann Georg von Sachsen. Achtzehn Jahre sind seit der letzten Großen Deutschen Kunstgcwerbe-Ausstcllung verflossen. In dieser Zeit hat das deutsche Kunstgewerbe sehr bemerkenswerte Fortschritte in künstlerischer und technischer Richtung gemacht; es steht somit zu erwarten, daß diese III. Ausstellung in hohem Grad Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 73. Jahrgang. belehrend und interessant sein und weit über Deutschlands Grenzen hinaus die Aufmerksamkeit wecken wird. Das Direkto rium der Ausstellung hat einen besondern »Werbe-Ausschuß« er nannt, der alle Maßnahmen treffen wird, um, dem Beispiel früherer Ausstellungen folgend, Führungen in der Ausstellung, ermäßigte Eintrittspreise und Einräumung sonstiger Vorzugs bedingungen, wie Fahrpreisermäßigungen, Beschaffung guter und billiger Wohnungen rc., in die Wege zu leiten. * Kunstausstellung. — Die Januar-Ausstellung in der Kunst halle P. H. Beyer L Sohn, Leipzig, Schulstraße 8, bringt eine Sammlung von etwa 250 geschnittenen Original-Silhouetten von Johanna Beckmann (Berlin), ferner Ölgemälde von F. O. Behringer (Leipzig), W. Stumpf (München), H. Dischler (Fceiburg i. B.), Studien und graphische Arbeiten von A. Olbricht (Weimar), eine Ausstellung des Vereins Münchner Aquarellisten, plastische Ar beiten von Henn (München), Düll-Bezold (München), P. Sturm (Leipzig), Max Lange (Leipzig) u. a. m. Deutsch-Bulgarischer Handelsvertrag. — Die Rati fikationsurkunden zum deutsch-bulgarischen Handels-, Zoll- und Schiffahrtsvertrag vom 1. August 1905 sind am 9. d. M. in Berlin durch den Direktor im Auswärtigen Amt, Wirklichen Ge heimen Rat vr. von Koerner und den Ersten Sekretär der Fürstlich bulgarischen diplomatischen Agentur in Berlin vr. Schischmanow ausgewechselt worden. (Dtschr. Reichsanzgr.) * Nuntius komanus und ^.ata Lontikioia. — Der seit vierundzwanzig Jahren in Rom erscheinende »Nuntius komanus» ist mit Januar d. I. mit der im Verlag von Federico Pustet in Rom erscheinenden Zeitschrift »^.cta Lontiiieia- vereinigt worden und wird unter diesem Titel weitergesührt. * Wechsel im Bibliotheksamt. — Der Bibliothekar an der Kaiser Wilhelm-Bibliothek in Posen Herr Or. Fabricius ist zum 1. März 1906 zum Bibliothekar an der Universitätsbibliothek in Marburg ernannt worden. Phöbus Verlagsanstalt G. m. b. H., Berlin. — Das Königliche Amtsgericht I zu Berlin gibt folgende Eintragung in das Handelsregister bekannt: In das Handelsregister L des Königlichen Amtsgerichts l zu Berlin ist am 3. Januar 1906 eingetragen: Nr. 3398: Phöbus Verlagsanstalt Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sitz: Berlin. Gegenstand des Unternehmens ist: Herausgabe und Vertrieb von Zeitungskorrespondenzen, Übernahme gleichartiger oder ähn licher Verlagsunternehmungen, insbesondre der Erwerb und die Fortführung der Zeitschrift -Redaktionspost», die Beteiligung an solchen Unternehmungen und der Betrieb von Annoncengeschäften aller Art. Das Stammkapital beträgt 27 000 Geschäftsführer: Fräulein Johanna Felgemacher in Berlin. Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag ist am 23. November und 28. Dezem ber 1905 festgestellt. — Außerdem wird hierbei bekannt gemacht: Es bringen in die Gesellschaft ein: die Gesellschafter: 1. Schriftsteller Fritz Schmelzer in Groß-Lichterfelde sein in, Handelsregister nicht eingetragenes Verlagsgeschäft, dessen Gegen stand die Zeitschrift »Rcdaktionspost« ist, mit allen Aktivis und Passiois, insbesondere mit allen gegen die Zentrale für Zeitungswesen Gesellschaft mit beschränkter Haftung ihm zu stehenden Rechten zum festgesetzten Wert von 6000 2. vr. pbil. August Fischer in Berlin die ihm gegen dieses Verlagsgeschäft und gegen Herrn Schmelzer zustehende Forderung von 6000 ^ zum festgesetzten Wert von 6000 3. die Zentrale für Zeitungswesen Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Berlin die ihr an diesem Verlagsgcschäft zusteheuden Rechte auf Gewinnbeteiligung zum festgesetzten Werte von 9000 4. der Lehrer August Felgemacher in Ascheberg die ihm gegen dasselbe Verlagsgeschäft zustehenden Rechte auf Gewinnbeteiligung zum festgesetzten Werte von 6000 .F, 58
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder