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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.06.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-06-02
- Erscheinungsdatum
- 02.06.1900
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- Deutsch
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126, 2. Juni 1900. Nichtamtlicher Teil. — Sprechfaul. 4261 Debitoren 203115 ^ 58 <H, an Kassenbestand 8143 '39 an Hauskonto 250000 an Papierkonto 28101 ^ 88 ->), Vorschuß konto (Kostenanteil an Vcrtriebsaufwand für II.—IV. Quartal 1900) 15000 an Manuskriptekonto 1010 an Jllustrationskonto 18332 ^ 47 -Z, an Mobilienkonto 1 an Lagerbcständen 4000^. Passiva: Per Genußscheinkonto 2550000 per diverse Kredi toren 91320 ^ 40 per Hnpothekenkonto 120000 per noch nicht eingelöste Dividcndcnscheine 2368 per Konto Delkredere 124 ./ii, per Gewinnsaldo 264391 ^ 93 ->). Bei der Verteilung des Reingewinns kamen dem Reservefonds 13219^ 60zu, dem Vorstand an Tantiemen 8361 12 die Dividende auf die Ge- nußschcine erforderte 242 250 ein Betrag von 561 21 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Neuphilologen-Versammlung. — In der Woche nach Pfingsten wird in Leipzig die 9. Hauptversammlung des Ver bandes der deutschen neuphilologischen Lehrerschaft abgehalten werden. Die Eröffnung erfolgt am 5. Juni in der Aula der Universität durch den ersten Vorsitzenden, Geheimen Hofrat Professor Wülcker. Folgende Vorträge sind angemeldet: Uni versitäts-Professor Mcyer-Lübke (Wien): -Von: Ursprünge der romanischen Sprachen-. Universitätsprofcssor Victor (Marburg) über: -Neuphilologische Wünsche für Universität und Schule- als Einleitung zur Diskussion über eine Anzahl von ihm aus gestellter Thesen. Professor Hermann Müller (Heidelberg): Be richt über das Ergebnis der Arbeiten des Ausschusses für einen Kanon der Lektüre in den Oberklassen. Die Verhandlungen werden u. a. auch Erörterungen über die Leitsätze von Professor Gustav Wcndt zur Methodik des ncusprachlichen Unterrichts in den oberen Klassen der Realanstalten bringen. Den Glanzpunkt des Neuphilologentages wird die von den Professoren Wülcker und Hartmann und anderen Leipziger Fachleuten vorbereitete neu philologische Ausstellung bilden. Diese gliedert sich in eine deutsche, eine englische und eine französische Abteilung. Alle drei Abteilungen werden eine Fülle von textlichem und bildlichem Lehr material für den neusprachlichen Unterricht bringen. Gemälde-Versteigerung. — Bei einer Versteigerung von Gemälden aus dem Besitz von f Benjamin Armitage ('Manchester) und f Henry Mason (Bingley, Dorkshire) bei Christies in Land on am 26. d. M. brachte ein Werk von I. E. Millais »Vergißmein nicht- (1883) 30000 I. Farqurharson, das -Verlassen der Hügel- erzielte 6000 Peter Graham, -Wo tiefe Meere weh klagen- 14600 ./6, Leader -Wild Wales- (1872) 5600 ./<!, Cazin -Lesendes Mädchen- 6200 Corot -Die Stadt Nantes» 7600 .^, derselbe »Der Morgen- 6600 C. Daubigny, »Flußscene mit Bauersfrau- 6800 derselbe -Die graue See- 5600 derselbe -Flußscene mit zwei Figuren- 6000 Jacque, -Waldlandschaft mit Mädchen- 4000 W. Müller -Bazar in Sioul- und -Ver kauf eines Sklaven- (Alexandria 1841) 10200 Rosa Bonheur -Ruhendes Vieh- (1891) 14000 Verein Dresdner Buchhändler. — Der Verein Dresdner Buchhändler wird auf Dienstag den 12. Juni zu einer außer ordentlichen Hauptversammlung in Kneists Restaurant, Gr. Brüder gasse 2, einberufen (vgl. die Anzeige im amtlichen Teil). Goethebund. — Am 29. Mai wurde in Augsburg ein Goethebund gegründet. Der Vorstand besteht aus den Herren Justizrat Herzfelder, Rechtsanwalt Sand und Fabrikant Paul Vogel. Allgemeiner Deutscher Vuchhandlungs - Gehilfen- Vcrband. — Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung wird am 14. und 15. Juli in der Gutenberghalle des Deutschen Buch gewerbehauses zu Leipzig tagen, lieber die Tagesordnung giebt die Bekanntmachung im amtlichen Teile der Nr. 125 d. Bl. Auskunft. S p r e ch s a a l Verweigerte Remittenden. Von dein Verlags-Institut Richard Kühn in Leipzig erhielt ich am 15. Mai 1899 in Kommission unter anderem 5 Kühn's botan. Taschenbildcrbogen und 4 Kiesler's Reise- und Cisenbahn- karte. O.-M. 1900 wurde beides remittiert. Zu meiner Ver wunderung erhielt ich sie am 25. Mai zurück mit der Bemerkung: -zurück, da nicht mehr remittierbar lt. Anmerkung auf Faktur vom 15. Mai 1899; neue Auflage bereits erschienen. Bitte nehmen Sie hiervon umgehend Buchung und zahlen Sie die Differenz noch vor Ende dieses Monats, damit weitere Spesen vermieden werden-. Zur Bekräftigung erhielt ich am gleichen Tage bezüg lichen Abschluß-Zettel: -FaÜs nicht bis Ende dieses Monats direkt bezahlt, entnehmen wir Saldo per Postauftrag zu Ihren Lasten.- Nach Einsichtnahme der fraglichen Rcchnungsfaktur fand ich links quer auf dem Raume von 3'/, Zeilen in kleiner (Petit-) Schrift folgendes: -Anmerkung: Der botan. Taschenbilderbogen u. die Reise rn Eisenbahn-Karte müssen bis Ende eines jeden Jahres in unserm Besitz sein. Lagerergänzungen unserer Artikel durch Varbezügc innerhalb eines Rechnungsjahres gern gestattet.- Für den übrigen Text der Faktur hatte größere Schrift Ver wendung gefunden! — Nicht allein das Rechtsgefühl, sondern auch die Verkehrsordnung sagt, daß derartige Vorbehalte in auf fall ender Weise klar und deutlich bemerkbar gemacht werden müssen. Sollte das Herr Kühn nicht wissen? — Da dieser Fall nicht vereinzelt sein dürfte, so sei er der Oefsentlichkeit über geben. — Jedenfalls kann nian möglichen gerichtlichen Schritten ruhig entgegensetzen. Eisleben. Ed. Winkler. Entgegnung. Brsvi manu zur Erwiderung, daß wir zwar in kleinen, aber zum Teil doch in fetten Lettern in der betreffenden Anmerkung die erwähnten Merkchen zurückverlangten. Wenn Herr Winkler an die bestehende Verkehrsordnung appelliert, deren Inhalt uns vollauf bekannt ist, so bemerken wir dagegen, daß nach unserem Dafürhalten die Anmerkung auffällig genug ist und sich der Beachtung eines aufmerksamen Geschäftsmannes nicht entziehen konnte. Gerechtfertigt erscheint für uns die Anmerkung wegen Vor behalts der Sendungen insofern, als wir eine Verbesserung der bereits fertiggestellten Bogen für die nächste Auflage, die im Januar 1900 erschien, berücksichtigen mußten. In Bezug auf die von Herrn Winkler angenommenen gericht- Slcbeniindsechzlgster Jahrgang. lichen Schritte unsererseits dürfen wir ihn vollkommen beruhigen, da uns selbstverständlich daran liegt, mit unseren Geschäftsfreunden in angenehmem Verkehr zu bleiben. Leipzig, Pfingsten 1900. Verlags-Institut Richard Kühn. Die erste Shakespeare-Folio-Ausgabe. Sehr geehrte Redaktion! Gegenwärtig macht durch eine große Anzahl deutscher Zeitungen ein Histörchen die Runde, wonach jüngst in England ein Exemplar der kostbaren ersten Shakespeare-Folio-Ausgabe gefunden, nicht erkannt und wieder abhanden gekommen ist. Den Engländern scheint cs mit dieser Folio-Ausgabe öfters recht sonderbar zu er gehen. — Gestatten Sic mir, Ihnen einige Worte über das Schicksal desjenigen Exemplars dieser Dramenausgabe zu erzählen, das sich seit einigen Jahren in meinen Händen befindet. Zwar ist es keine wirkliche Originalausgabe, die in meinem Besitze ist, wohl aber ein getreues Faksimile, das Seite für Seite und in der ganzen stattlichen Größe des Originalbuches das 1623 gedruckte Dramenwerk wieder- giebt. Klappe ich den Vorderdeckel dieses Buches um, so finde ich unter meinem eigenen bescheidenen Namensstempel ein eingeklebtes, wappengeschmücktes -sx libris- des früheren Besitzers; denn ich konnte das Buch, das 1866 hergestellt und seit Jahren vergriffen ist, nicht anders als auf antiquarischem Wege aus England beziehen. Dieser frühere Besitzer (Herr P . . . .) mochte das Buch also jahrelang in seiner Bücherei stehen gehabt haben, che cs (im vorigen Jahrzehnt) in meinen Besitz kam. Eines aber war es, was mir, sobald ich es ausgepackt hatte, sofort an dem Buche auffiel: Keine einzige Seite war ausgeschnitten! Das Buch ist 900 Seiten stark, und — keine einzige Seite war ausgeschnitten!! Der Wahlspruch, der Herrn P ... .'s Wappen beigefügt ist, lautet: »^.nciax st xraäsns-, zu deutsch: -Kühn und klug». Aber weder Herr P. . . ., noch irgend eines der Mitglieder seiner ehrenwerten Familie war so »kühn- gewesen, das Buch aufzuschnciden, noch so -klug-, eines der Dramen wirklich darin zu lesen. Das Buch, das sehr viel mehr und richtiger enthält als alle modernen englischen und deutschen Ausgaben (den deutschen fehlen z. B. regelmäßig die Widmungsepisteln und Widmungsgcdichte), ist einer meiner teuersten papiernen Freunde — teuer in jedem Sinne des Wortes. — Es ist in tadellosem und unverletztem Zustande; aller dings nicht im Sinne der P... .'S, denn eine unaufgeschnitiene Seite sucht man darin heute vergebens. Hochachtungsvoll Leipzig, 30. Mai 1900. Edwin Bormnnn. 572
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