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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.04.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-04-15
- Erscheinungsdatum
- 15.04.1901
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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Börsenblatt f. d. deutschen Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 2995 Bruno Hetzling in Berlin. 3013 La,uin, Llotivg ans äsr ?ÜMLSll»vslt. In Ng.ppg 6 -F. Robert Lutz in Stuttgart. 3014 de Gourgaud, Napoleons Gedanken u. Erinnerungen. St.Helena 1815—18. 6 gcb. 7 ^ 50 Louis Marcus in Berlin. 3009 Hirschfcld-Kittilsen, Handbuch der Schaltungsscheinata für elektrische Starkstromanlagen. Geb. 20 Jos. Roth'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. 3013 ksinbolä, Das IVsssn äss Lüristoutums. 1 ^ 20 W. Spemann in Berlin. 3011 Schmidt, Der Leibalte. 2 Julius Springer in Berlin. 3012 Lsllsrwaun, Osr Loutrapunlct. 4. ^uö. 6a. 14 ; gsl>. ca. 15 ^ 20 lottmar, Praxis u. Ibsorio clor I^sclerorrsuZunA. Oa. 8 Bernhard Tauchnitz in Leipzig. 3012 'lauoüuitr-Mition. Vol. 3493: Vongs Uoäsrn Lrooels. Emil Wirz in Aarau. 3012 Orsrali, Lxeursionsüora, kür äis Leüvsin. 9. ^.uü. 5 40 Asb. 6 llubsr, clio NostbsrsitunA unä iilostbsüanülunA. 2. ^1u!i. 2 Illocb, Ilübasr/.acbt. 50 Nichtamtlicher Teil. Von einigen dem Ausländer auffallenden Einrichtungen des deutschen Buchhandels?) Dem fremden Buchhändler, der sich über das Wesen des deutschen Buchhandels unterrichten will, werden nament lich sieben Einrichtungen auffallen, wodurch sich derselbe von dem anderer Kulturvölker unterscheidet: 1. daß die Provinzialstadt Leipzig der Mittelpunkt des deutschen Buchhandels, an dem alle deutschen Buch händler, Verleger, Sortimenter, Antiquare u. s. w., sich durch einen »Kommissionär« vertreten lassen, ist; 2. daß die Zahl der deutschen Verlagsbuchhandlungen im Vergleich zu anderen Nationen, bei denen der Verlag zumeist in wenigen starken Händen zusammen läuft, eine so große ist; 3. daß die großen deutschen Verlagsbuchhandlungen weder in Berlin, der Hauptstadt des Deutschen Reiches, noch in Leipzig, der Hauptstadt des deutschen Buchhandels, konzentriert, sondern über das ganze Deutsche Reich zerstreut sind; 4. daß die Mehrzahl der nicht in Leipzig ansässigen Ver leger in Leipzig ein Lager ihres Verlages zu sofor tiger Erledigung von Bestellungen unterhält; 5. daß ein dichtes Netz von Sortimentsbnchhandlungen, die mit den Verlegern über Leipzig durch die beider seitigen Kommissionäre unmittelbar auf der Grund lage, daß sowohl die Lieferungen der Verleger als auch die Rücksendungen (Remittenden) der Sorti menter frei Leipzig zu machen sind, verkehren, das ganze Deutsche Reich überzieht; 6. daß die Verlagsbuchhandlungen ihre Verlagswerke den Sortimentsbuchhandlungen in Kommission (ä eonä.) liefern, und daß letztere so in den Stand gesetzt sind, sowohl die Neuigkeiten bei Erscheinen, als auch ältere Werke den Interessenten zur Ansicht vorzulegen; 7. daß die »Abrechnung« zwischen Verleger und Sorti menter über die im Laufe eines Kalenderjahres von letzterem gemachten Bezüge regelmäßig am Montag nach dem Sonntag Kantate im Buchhändlerhaus zu Leipzig in der Weise stattfindet, daß der Sortimenter den sich nach Abzug von Remittenden und Disponenten ergebenden »Saldo« durch seinen Kommissionär an den Kommissionär des Verlegers bezahlt. Ein Buchhändler, der in Leipzig einen Kommissionär hat, und dessen Firma in das vom Börsenverein der Deutschen Buchhändler herausgegebene »Adreßbuch« ausgenommen ist, gilt dadurch als Buchhändler legitimiert und hat als Sorti- *) War ursprünglich als Beitrag zu einer Schrift für den Internationalen Verlegerkongreß bestimmt. menter dem Verleger gegenüber Anspruch auf die buch händlerischen Bezugsbedingungen. Die für den deutschen Buchhandel charakteristischen Ein richtungen haben auch für den deutschen Mustkalienhandel Geltung erlangt. Die Buchhändler in Oesterreich, in den Niederlanden, in der Schweiz, in Skandinavien u. s. w. haben sich nach dem von Deutschland gegebenen Vorbild organisiert und sind zu der deutschen Organisation in immer engere Fühlung dadurch getreten, daß die Verleger und Sortimenter dieser Länder sich in Leipzig auch durch Kommissionäre vertreten lassen. Infolge davon hat sich Leipzig von einem Mittelpunkt des deutschen Buchhandels immer mehr zu einem inter nationalen buchhändlerischen Centralpnnkt entwickelt. Die Ausgestaltung der Organisation des deutschen Buch handels ist das Ergebnis eines langen geschichtlichen Prozesses. Das Deutsche Reich zerfiel Jahrhunderte hindurch in zahlreiche größere und kleinere Staatswesen, die unabhängig von einander ihre Bildnngsideale zu verwirklichen suchten, eigenes Recht, verschieden organisiertes Schulwesen u. s. w. hatten. Am Hauptsätze eines jeden dieser Staatswesen ergab sich die Notwendigkeit des Verlages und Vertriebes der Gesetz bücher, der Schulbücher u. s. w, und so entstanden in vielen kleinen Residenzstädten lebenskräftige, häufig mit großen Privilegien ausgestattete Buchhandlungen, die anfänglich stets Verlag und Sortiment zugleich betrieben. Auch die zahlreichen Universitäten, die sich zumeist nicht am Sitze der Landes regierung befanden, waren ein günstiger Boden für das Em- porkommen von Buchhandlungen. Während in den anderen, ein einheitliches, festgeschlossenes Staatswesen bildenden Ländern der Verlagsbuchhandel im Laufe der Zeit immer mehr von der Hauptstadt aufgesogen wurde, blieben ihm in Deutschland in den Residenzen, Uni versitäten u. s. w. günstige Bedingungen für sein Gedeihen erhalten. Auf den Messen zu Leipzig (vorher in Frankfurt) trafen die deutschen Buchhändler zusammen und tauschten ursprünglich ihre Verlagswerke untereinander aus. Erst später bildete sich ein Abrechnungsverkehr heraus. Durch die im Jahre 1825 zu Leipzig erfolgte Gründung des »Börsenvereins der Deutschen Buchhändler« wurden einheit liche Normen für den Verkehr der Buchhändler unter einander geschaffen, die allgemeine Anerkennung auch bei den Nichtmitgliedern des Börsenvereins erlangt haben. Das Organ des Börsenvereins ist das an jedem Wochen tage erscheinende »Börsenblatt für den deutschen Buchhandel«, das in jeder Nummer die neuen deutschen Erscheinungen nach dem Alphabet der Verleger registriert. Die Voraus setzung der Aufnahme unter die neu erschienenen Bücher ist die Vorlage des Werkes in natura. Auf dem Grundsätze, daß nur solche Bücher, die wirklich Vorgelegen haben, ausgenommen werden, beruht die Zuverlässigkeit, durch die sich die deutsche 390*
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