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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.07.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-07-29
- Erscheinungsdatum
- 29.07.1896
- Sprache
- Deutsch
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>74, 29 Juli 1896 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 4543 Experimcntal-Pathologie. Psychophysik und Anthropologie- und zwar in noch festzusetzenden Abgrenzungen, aber mit Ausschluß der an gewandten Wissenschaften enthalten. Für die Aufnahme ist nicht nur der Titel, sondern insbesondere der Inhalt der betreffenden Arbeit maßgebend. Die Titel sind in der Originalsprachc und, falls diese eine weniger gebräuchliche ist, auch in englischer Ucbersetzung anzuführcn. Dieser Katalog soll unter der Leitung eines inter nationalen Rates, dessen Mitglieder in später festzusehender Weise gewählt werden, von einem in London zu errichtenden Central bureau hcrausgegeben werden. Diejenigen Staaten, welche sich bereit erklären, an diesem Werke mitzuarbcitcn, hätten ihrerseits dieses Bureau dadurch zu unterstützen, daß sie nach den pon jenem Rate erlassenen Regeln alle Eintragungen für die Litteratur des betreffenden Landes selbst sammeln, provisorisch klassifizieren und dann jener Ccntralstelle cinsenden müßten. Doch bleibt die Art, wie das Material in den einzelnen Staaten gesammelt und vor bereitet würde, der Zustimmung des Rates unterworfen. Der Katalog hätte zunächst und zwar in möglichst rascher Weise in Zcttelform zu erscheinen. Später soll auch von Zeit zu Zeit eine Ausgabe in Buchform in den einzelnen Wissenschaften entsprechenden Abteilungen erfolgen. Bezüglich der Kosten wurde vermutet, daß mit Rücksicht auf die geplante Organisation von Filialbureaus in den einzelnen Staaten diejenigen für das Centralbureau durch frei willige Subskriptionen würden aufgebracht werden können und in Anbetracht dessen beschlossen, von einer Inanspruchnahme der auf der Konferenz vertretenen Regierungen abzusehen. Schließlich wurde die Royal Society ersucht, ein Komitee zu bilden, um die noch nicht gelösten Fragen zu studieren und den beteiligten Regie rungen darüber Bericht zu erstatte». Dieses Komitee wird sich ins besondere auch mit der Wahl des Systems für de» Materienkatalog zu beschäftigen habe», da die Konferenz zu einer Entscheidung über dasselbe nicht gelangte. — Die Mitglieder der Konferenz waren Gegenstand vielfacher Aufmerksamkeiten. Zu ihren Ehren veranstaltete die Royal Society am 13. Juli einen Empsangsabend und am 14. ein glänzendes Bankett im »Hotel Mstropole«, bei dem es an ernsten und heiteren Toasten nicht fehlte. Am 15. Juli bewirtete der Lord Mayor im Mansion Honse die illustre Gesellschaft, die Tags darauf gleichsam zum Abschiede von dem bekannten Gelehrten und Indu striellen Herrn Or. Ludwig Mond zu einer reizenden Sarcisn xart,^ in sein kunstsinniges Haus geladen war. — Zur Buchdruckerbewcgung. — Seitens der organisierten Gehilfenschaft ist zur Beleuchtung der Lohn- und Arbeiterverhält- nisse am 1b. Februar d. I. eine Statistik ausgenommen worden und die damit beauftragte Kommission hat an die ca. 1700 Leipziger Vcrbandsgehilfen entsprechende Fragebogen verteilt, die jedoch nur von 1192 in 101 Druckereien beschäftigten Gehilfen aus gefüllt bez. zurückgegeben worden sind. Wenn aus diesem Grunde die ausgestellte Statistik auf Vollständigkeit und Richtigkeit nicht Anspruch erheben kann, so giebt sie doch immerhin mancherlei all gemein Interessantes. So geht daraus hervor, daß von den ge nannten 1192 Gehilfen 8 Faktoren, 13 Korrektoren, 475 Geivißgeld- setzer, 376 berechnende Setzer, 311 Drucker und 9 Aufräumer sind. Sprech Das Heransnehmen der Zeitschriften-Beilagen. in. (Vergl. Nr. 162, 169 und 173.) Herr Fr. Opitz Nachfolger in Hcrzberg teilt uns in Nr. 162 des Börsenblatts mit, daß er in der Zeitschrift »Kaufmännische Reform (Verlag Hitler)- eine vom Verleger cingeschobene Doppel karte entdeckt habe, durch welche Reklame für Kürschners Lexika gemacht und direkte Bestellung erbeten wird. Es ist allerdings ein starkes Stück, wenn Herr Hiller den Versuch macht, durch Vermitte lung der Sortimenter direkte Bestellungen auf Kürschner zu er langen, und Herr Opitz Nachs. that recht, den Versuch zu vereiteln. Es war dies ein Akt der Notwehr. Wenn Herr Opitz Nachs. aber bei der Gelegenheit erzählt, daß er die Gewohnheit habe, alle durch seine Hände gehenden Zeitschriften von den Beilagen der Verleger zu befreien, und dies Verfahren seinen Kollegen dringend em pfiehlt, so ist dies eine Ungehörigkeit, die ernstlich zu rügen ist. Daß die oft wohl übergroße Zahl von Beilagen dem Sortimenter zuweilen unangenehm sein kann, da das Gewicht der mit Post oder Eilfracht bezogenen Zeitschriften dadurch vermehrt wird, können wir begreifen. Wenn das unangenehme Gefühl aber über wunden und die Zeitschriften eingetroffen sind, dann heißt es doch im eignen Fleisch wühlen, wenn man dann noch die Beilagen ver nichtet, die doch dazu bestimmt sind, dem Sortimenter Bestellungen Drrlandjechziiytcl Jahrzüiig Der wöchentliche Lohn beträgt im Durchschallt bei den KcnreOmen 28 21 H, bei den Gewißgeldsetzern (Accidenz) 26 ^ 38 bei den Gcwißgeldsetzern im Werke 24 ^ 72 -H, bei den berechnenden Setzern 25 73 H, bei den Druckern 26 ./il 93 -H. Von den 311 Druckern haben 270 eine und 41 zwei Maschinen zu bedienen. Die Arbeits zeit ist im allgemeinen die lOstündige mit Ausnahme von drei Druckereien, die 9 Stunden, zwei, die 9'/2 Stunden, und weiteren zwei, die 10'/, Stunden täglich arbeiten. Verheiratet sind 769 Ge hilfen, von denen 634 für 1626 Kinder und 345 sonstige Angehörige zu sorgen haben. Von den 428 ledigen liegt 94 Gehilfen die Für sorge für 132 Angehörige ob. Endlich geht aus der Statistik der Altersverhältnisse in der Gehilfenschaft hervor, daß die Mehrzahl der Gehilfen in den besten Mannesjahrcn, insbesondere im 33. und 34. Lebensjahre, das Opfer ihres Berufes werden. (Leipz. Zcitg.) Ursprungszeugnisse nach Italien. — Vom 1. August ab sind Ursprungszeugnisse für Postfrachtstücke aus Deutschland nach Italien nicht mehr erforderlich; die Begleitadresse ivird als ge nügender Ausweis über den Ursprung der Ware angesehen. Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. Haturas Hovitatss. Uibliograpbis nsusr Lrsobsinrmgsn allsr llänclsr aut äsm Osbists äsr Naturgssobieills unä äsr sxatztsv IVisssnsobattso. klrsg. von k. k'risälünäsr L 8obn in Lsriin. 18. .laln-A-mg. dir. 13. (luli 1896.) 8°. 8. 337—360. Nr. 5222—5589. Llnloiogis uncl tlltsrtbuwslruncls. ^ntig.-llatalog Nr. 266 von Ob. Orasgsr in Halls a. 8. 8". 36 8. 1905 Nrn. Süddeutsches Verlags-Institut in Stuttgart — Der Vorstand erläßt folgende Bekanntmachung: Die ordentliche General versammlung der Aktionäre des Süddeutschen Verlags-Jnstituts in Stuttgart vom 10. Dezember 1894 hat die Zusammenlegung der Prioritäts-Aktien von 5 zu 3 und der Stamm-Aktien von 10 zu 1 mit der Maßgabe beschlossen, daß für letztere gleich falls den ersteren gleichwertige Prioritäts-Aktien herauszugeben sind. An die Gläubiger der Gesellschaft ergeht hiermit im Hinblick auf Artikel 245 und 248 des Allgemeinen Deutschen Handelsgesetz buchs die wiederholte Aufforderung, sich bei der Gesellschaft melden zu wollen. Personalnachrichten. Ehrcnbürgcrrecht. — Stadtrat und Stadtverordnete der Stadt Grimma haben Herrn Buchhändler Friedrich Gustav Gensel in Anerkennung seiner Verdienste um Begründung, Aus bildung und Entwickelung der Freiwilligen Feuerwehr und seiner Beteiligung an allen das Wohl der Stadt fördernden wohlthätigcn und gemeinnützigen Bestrebungen das Ehrenbürgerrccht der Stadt Grimma verliehen. Herr Gensel teilt diese Auszeichnung zur Zeit nur mit dem Fürsten Bismarck und dem Professor Schieck. saal. zuzuführen. Daß Herr Opitz Nachs. aber den Verlegern, die erheb liche Kosten auf Beilagen verwandt haben, ein großes Unrecht durch sein Verfahren zufügt, dessen ist er sich wohl nicht bewußt? Selbst verständlich wird jeder Verleger, der Prospekte durch Zeitschriften verbreitet, die Verbindung mit einer Firma, die sich rühmt, seine Beilagen in den Papicrkorb zu befördern, sofort abbrechen. Da wir der Klage über die große Zahl der Zcilungsbeilagcn schon früher begegnet sind, möchten wir bitten, doch einmal den Versuch zu machen, das Gewicht der mit einer Leipziger Sendung einlaufcnden -Steine des Anstoßes« fcstzustellen. Wir sind fest überzeugt, daß eine mittlere Sortimentshandlung kaum mehr als ein halbes Pfund Beilagen ermitteln würde, während ein großes Geschäft vielleicht das Doppelte feststellt. Was will aber eine so geringe Gcwichtsvermchrung bei Post- und Eilgutscndnngcn be deuten, zumal wenn man in Anschlag bringt, daß die Beilagen dem Sortiment auch Nutzen bringen? Göttingen, 17. Juli 1896. Vandenhoeck >L Ruprecht. IV. Meiner Meinung nach ist der Sortimenter zum Hcrausnchmen der Beilagen unbedingt nicht berechtigt, weil er damit einen Ein griff in fremdes Eigentum begeht. Die Zeitschriften gehören nicht mehr dem Sortimenter, sonder» den Abonnenten, die sie entweder schon bezahlt haben oder doch für die Bezahlung haftbar sind. Ich 618
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