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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.07.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1896-07-14
- Erscheinungsdatum
- 14.07.1896
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- Deutsch
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4210 Nichtamtlicher Teil. 161. 14. Juli 1896. wenn sie im Jnlande lediglich als ,Beilagen' anderer periodischer Druckschriften verwendet werde».- Vergleiche auch die Mitteilung in den -Nachrichten aus dem Buchhandel- 1896, Nr. 98. Bücherstatistik in Frankreich. — In Frankreich sind im vorigen Jahre 10115 neue Werke oder Neuauslagen von älteren Werken verlegt worden (gegen 10 459 im Jahre zuvor), davon ent fallen allein aus die Religion 790, auf die Heilkunde 114l, auf Ge schichte und deren Hilfswissenschaften 1095, aus Erziehung und Unterricht 1822, auf französische Litteratur 1875, auf fremde Lite ratur 242 und auf alte Litteratur 58 Werke. Reichskommissar für die Pariser Weltausstellung 1900. — Nachdem der Bundesrat beschlossen hat, daß die seitens der Re gierung der Französischen Republik ergangene Einladung zur Teil nahme an der Weltausstellung in Paris angenommen werde, ist der Kaiserliche Geheime Negierungs-Rat und Vortragende Rat in, Neichsamt des Innern Lr. Richter zum Neichskommissar für diese Ausstellung und der Kaiserliche Regierungs-Rat und ständige Hilfs arbeiter im Rcichsamt des Innern Lewald zu dessen Vertreter er nannt worden. Die Geschäftsräume des Neichskommissars befinden sich i» Berlin IV. Wilhelmstraße 74. Anfragen sind dorthin zu richten. (Reichsanzgr.) Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. Meinholds Juristische Handbibliothek. Redigirt von Obcrlandes- gerichtsrath Hallbauer in Dresden. Band 75: Gesetz zur Be kämpfung des unlauteren Wettbewerbes vom 27. Mai 1896. Mit Erläuterungen, Beispielen und einem Sachregister heraus gegeben von Lr. Rudolf Heinze, Amtsrichter in Dresden. 8°. VIII, 48 Seiten. Leipzig 1896, Verlag von Albert Berger (Serig'sche Buchhandlung). Kart. 1 Nooatliobs Nittsiluvgsv äss Luobbaväluvgs - Oskilksn- Vsrsive ?.u Lsipüig. 63. Vsrsivezabr. 1896. lir. 7. (äuli.) 4°. 1 Slsckt. Lsttsralrns, Italiava: Ors.wmalics, s IsssieograLs,; äialstti, provsrbi soo.; storia Isttsraria; i quscktro posli: Xriosto, Lauts, Lstrarsa, Ts-seo; soo. sos. Vutigu.-Katalog Ho. 107 von 3. II ospIi In Nailavä. 8°. 443 8. 10 581 3ru. Nsworial äs la librairis Irauyaiss. lis.vus bsbäomaäairs äss livrss. Lomplsivsvt äs la bibliograpbis travqaiss. ksousil äs eatalvßuss äss säitsurs, avse tabiss. 3. äaürgaug. dir. 28. (9. äuli 1896.) 8". 8. 449—464. Vsrlag von 3. Ls 8ouäisr in Larls. Lsutsobs äuristsu-^situvq. Usrausgsgsbsn von Lr. 3. Labauä, Or. N. 8tsoglsin uuä Lr. 3. 8taub. 1. .lubi-gavA. 3r. 12. Mt Littsraturübsr8isbt, mitgstsilt von krotsssor 8sbuL, Libliotbslrar bsi äem Rsiobsgeriolit. 4". 4 8. u. 8. 225—244. Vsrlag von Otto Lisbmauv iu Lsrliv. — äo. — dir. 13. Nit Littsraturübsrsieiit, mitAstsilt von Lrolsssor 8oiiuL, öibliotlislrar bsi äsm ksisbiizsriebt. 4". 4 8. u. 8. 245 —264. Lbsväa. Barpaketdiebstählc in Leipzig. — Seit circa drei Monaten ist eine große Anzahl derartiger Pakete von verschie denen Buchhändlerwagen in der inneren Stadt und Ostvorstadt gestohlen worden. Jetzt ist es nun gelungen, den Spitzbuben in der Person eines wegen Diebstahls schon wiederholt vorbestraften sechzehn Jahre alten Lausburschen zu ermitteln und hinter Schloß und Riegel zu bringen. Durch die kriminalpolizeilichen Erörte rungen konnten ihm zehn Diebstähle von Barpaketen nachgewiesen werden. Der Dieb hat die Pakete bei den betreffenden Adressaten präsentiert und das Geld dafür in Empfang genommen. Diebstahl. — Am Sonntag, den 19. April d. I., 1 Uhr nachts, sind, wie -W. T. B - meldet, aus dem Museum in Bourgcs ge stohlen: Ein Opfcrkastcn aus vergoldetem Kupfer, verziert mit Emaille von Limoges, mit einem kegelförmigen Deckel, aus dem 13. Jahrhundert stammend. — Die Versuchung des heiligen Antonius, aus Emaille, auf blauem Grunde mit Goldmalerei koloriert, in einem mit Blumen-Zieraten versehenen Rahmen, ge zeichnet: Lauäiv aux Laubourgss äs Nagvivs ä Liwogss, das auf der Rückseite in Blau gemalt ist. Nus dem 17. Jahrhundert. Dimensionen 19:16. — Eine mit zwei Medaillons in ovaler Form und in farbiger Emaille gezierte Börse. Das eine Medaillon zeigt eine Figur, einen Marschallstab haltend, das andere eine Hof dame, die einen kleinen Hund aus ihren Knieen hält. Aus dem 17. Jahrhundert. Höhe 105, Breite 80 wm. — Der Kuß des Judas, in farbiger Emaille mit Goldmalerei, aus dem 16. Jahrhundert stammend. — Die Kreuzesabnahme, aus farbiger Emaille auf schwarzem, mit goldenen Thränen besäten Grunde, in einem aus graviertem Kupfer hergestellten Rahmen. — Kunst- und Antiqui tätenhändler werden hierauf besonders aufmerksam gemacht. Sonntagsruhe. — Der Vorsteher der Corporation der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienhändler macht unterm 9. Juli be kannt: Obwohl für die Firmeninhabcr keine gesetzliche Verpflichtung vorliegt, hat der Ausschuß in seiner Sitzung vom 9. d. M. im Sinne des in der Corporations-Versammlung gestellten Antrages be schlossen, an alle geehrten Wiener Kollegen das Ersuchen zu richten, in den Sommermonaten nach Möglichkeit ihren Gehilfen und Dienern die wohlverdiente Sonntagsruhe zu gewähren. Die Cor- porations-Vorstehung hofft, daß diesem Ansuchen allseitig ent sprochen werde. Auszeichnungen. — Aus Anlaß der hundertjährigen Feier der Lithographie hat der Präsident der französischen Republik u. a. folgende Herren zu Rittern der Ehrenlegion ernannt: B. Arnaud, Buch- und Steindruckcr in Lyon und Paris; G. A. Failliot, Papicr- fabrikant und Vorsitzender mehrerer Vereine der Papier-Industrie, Vorsteher des 4. Bezirks von Paris; I. NI. Firmin-Didot, Buch drucker und Verlagsbuchhändler in Paris; I. A. Voirin, Fabrikant vor, Buchdruck-Maschinen in Paris und Montataire; L. Chaix, Buchdruckerei-Direktor in Paris; I. Charles-Lorilleux, Bnchdruck- Farben-Fabrikant in Paris; A. Darblay, Papiersabrikant in Essonnes; A. Dupont, Buchdruckcrci-Direktor in Paris; L. Putois, Luxus- papicr-Fabrikont in Paris. Herr L. Pichot, Buchdrucker und Ver leger in Paris, wurde zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. (Pap.-Ztg.) Personalnachrichten. Gestorben: am 9. Juli der ord. Professor der Geologie und Paläontologie an der Universität Berlin, Geheimer Bergrat Lr Heinrich Ernst Beyrich. Der Verstorbene gehörte zu den Spitzen der deutschen Naturwissenschaft. Am 31. August 1815 in Berlin geboren, ein Mitschüler des Fürsten Bismarck in der Prima des Gymnasiums zum Grauen Kloster, mit 16 Jahren Student, trat er schon frühzeitig mit wissenschaftlichen Arbeiten hervor, die früh die Augen der gelehrten Welt auf ihn lenkten. Seit dem Jahre 1841 gehörte er dem Lehrkörper der Berliner Fricdrich-Wilhelms-Univcrsität an, zunächst als Privatdozent, dann seit dem Jahre 1846 als Extraordinarius, seit dem Jahre 1865 als Ordinarius. Mitglied der Akademie der Wissen schaft war er seit 1853. Mitte der sechziger Jahre übernahm er die Leitung der paläontologische» Sammlung und 1875 nach dem Tode Gustav Roses die des ganzen Mineralogischen Museums. Später wurde er erster Verwaltungsdirektor des neuen Museums für Naturkunde. Ebenso war er seit ihrem Entstehen, 1873, Mitdirektor der Geologischen Landesanstalt und gleichzeitig Lehrer an der Bergakademie. Aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstages im vorigen Jahre sind seine großen und zum Teil bahnbrechenden wissenschaft lichen Verdienste um die Geologie und Paläontologie von der gesamte» gelehrten Welt anerkannt und gefeiert worden. Sein Name wird in der deutschen Wissenschaft nicht vergessen werden. Seine Witwe ist die bekannte Jugendschriftstellerin Element! ne Helm. am 11. Juli in Berlin Geh. Rat Lr. Ernst Lurtius, o. Pro fessor für klassische Archäologie an der Universität Berlin. Geboren am 2. September 1814 in Lübeck hat Curtius in Bonn, Göttingen und Berlin Philologie studiert, besuchte 1837 Griechenland und habilitierte sich 1843 an der Berliner Universität, an der er 1844 eine außerordentliche Pro fessur erhielt. Im Oktober 1844 wurde er zum Erzieher des nachmaligen Kaisers Friedrich 13. berufen, nahm aber später 1850 seine akademische Lchrthätigkeit wieder aus. 1856 ging Curtius als ordentlicher Professor nach Güttingen, unternahm 1862 wieder eine Reise nach Griechenland und wurde 1863 als ordentlicher Professor an die Universität Berlin berufen, ivo er beständiger Sekretär der Königlichen Akademie der Wissenschaften wurde. Im Frühjahr 1874 ging Curtius im Aufträge des deutschen Reiches nach Athen und schloß mit der griechischen Negierung einen Vertrag wegen der Ausgrabungen zu Olympia ab, die im Oktober 1875 begannen. In dem 82jährigen Gelehrten verlor die deutsche Wissenschaft und das deutsche Volk einen ihrer Besten und Edelsten. Aus Anlaß seines 50jährigen Prosessoren- Jubiläums an der Universität Berlin im Jahre 1894 haben wir in Nr. 31 des Jahrgangs 1894 der -Nachrichten aus dem Buchhandel« ein ausführliches Verzeichnis seiner zahlreichen Werke und Schriften gebracht, auf das wir hiermit verweisen.
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