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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.11.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-11-26
- Erscheinungsdatum
- 26.11.1896
- Sprache
- Deutsch
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8030 Fertige Bücher. 275, 26. November 1896 Verlag vo» votiert Mohr in Wien I, Domgasse 4. sb28I2j Das „Neue Wiener Tagblatt"' vom 20. November d. I. bringt ein sieben- spalliges Feuilleton unter dem Titel: „Zwei College»" über meine beiden neuesten Verlags-Artikel: Pötzl, Launen, ill. von Theo Zasche, Ziegler, Wiener Stadtgänge, ill. v.Kolom. Moser. Ich bringe im Nachstehenden die be merkenswertesten Stellen daraus zum Ab drucke : Die Zwei haben oft gute Einfälle, aber just zusammen auf dem WeihnachlSmarkte zu erscheinen, das war schon eine ihrer glück lichsten Ideen. Da liegen ihre beiden Büch lein von säst gleichem Format und gleichem Umfange aus meinem Schreibtische, Dios- kurcn des guten, unverwüstlichen Humors. Nimm sie in die Hand, geehrter Leser, wenn Du in unwirscher Stimmung bist, und bald wirst Lu ein Gesüyl haben, wie wenn Dir in der Sommerhitze ein seines Lüstchen über Wangen und Stirn striche; schlag' sie aus, wo Du willst, sobald Dir der Griesgram im Genick sitzl, und die bösen Launen nehmen Reißaus vor dem fröhlichen Licht, das ihnen da die gute Laune aufsleckl . . . Die „Launen" Ed. Pötzl's sind eine neue Sammlung von Skizzen, an deren periodisches Erscheinen der Autor das Lese publikum bereits gewöhnt hat. Alljährlich kommt so ein Bändchen beim Winterfenfler hereingeflogen und lächelt uns zutraulich an in zierlichem Gewände und mit vergnüg, lichen Bildern, macht einen ernst - komischen Knix und — hat uns schon. Es wärmt unsere Seele, wie das flackernde Osenseuer unseren Leib. Pötzl's Humor paßt so gut in die Traulichkeit des warmen Winter zimmers, und wenn man jetzt aus seinem neuen von Theo Zasche reizend und lustig illustrierlen und originell auögestatteten Buche beim Ofen die „Regentage" liest, diese herbstliche, naßkalte, meisterhafte Skizze, so ist das ein köstlicher Genuß. Pötzl trägt das Kennzeichen eines echten Poelen an sich: die große Wirkung durch eine unendlich ein jache Form . . . Nun steht mir aber noch ein Ver gnügen bevor, nicht minder groß, aber an derer Art, die Besprechung der „Wiener Stadtgänge" von Johannes Ziegler. Auch dieses Büchlein ist, und zwar von Ko loniale Moser mit geistvollen, sehr charak teristischen Bildern versehen worden und prüsenliert sich in der äußeren seinen Aus stattung wie ein Zwillingsbrüderchen von Pötzr's „Launen" . „Kunstlos erscheint seine Sprache, cinsach, fast zu einfach, und ist doch hohe Kunst in ihrer Nacktheit, wie in einem Mar morbild aus schöpserischer Hand. So bringt er uns zweifachen Gewinn: läßt aus ver borgenen Liesen die Seele Wiens gar trau lich zu uns sprechen und zeigt zugleich, wie edel diese Rede in deutscher Muttersprache sei. Auf dem Hochwege zwischen den Ab hängen plattdeutscher und österreichischer Mundart geht Freund Johannes heiteren Blickes dahin. Und der Weg führt gerade aus in die Herzen der Wiener." . . . Noch etwas zum Schlüsse. Beide, Pötzl und Ziegler, haben ein Gemeinsames, was ich noch besonders hervorheben möchte: Sie sind zwei treue Eckarts der deutschen Sprache. Vielleicht achtet der eine oder der andere Leser nicht auf diese Eigenschast; allein er sehe genau hin und er wird er staunen ob der Reinheit, in welcher er hier seine Muttersprache wahrnimmt. Dieses tadel lose Deutsch, welches beide Autoren pflegen, ist um so bcwunderungSwürdiger, als bei dem Berufe, welchem sie angehören, die Ge fahr des leichten Umganges mit der Sprache sehr nahe liegt . . . Wenn aber die Darstellung sich in so klassischer Vollendung erhält, wie bei Pötzl und Zicgler, dann wollen wir uns ganz be sonders freuen, daß wir in ihnen zwei so treue Wächter unserer gerade in diesen Zeiten so unruhig hin- und herflutenden Sprache besitzen Nicht zum wenigsten aus diesem Grunde wünsche ich den „Launen" und den „Wiener Stadtgängen" ein herzliches Glück auf auf eine fröhliche Reise. Bezugsbedingungen: 33'/»°/« und 7/6 gegen bar! Hochachtungsvoll Wien, 2. Novbr. 1896. Robert Mohr. s52395j Soeben erschien: „Im Orient." Reisebeschreibung in Prosa und Bersen, mit Illustrationen und Blumen aus Geth semane geziert, sowie 6 farbigem Einband in Groß-Oktav (22x15 ow) von H. Kager u. A. Aetzlaff. Selbstverlag des vr. weck. O. Hager, Magdeburg-Neu st ad t. Für Buchhandlungen mit höchstem Ra batt. Die günstigsten Rezensionen stehen zur Verfügung. Schall §5 Grund * Verein der Bücherfreunde Berlin IV. 62, Kurfürstenstraße 128. (^s52888j Soeben ist erschienen: Der Ehrbegriff -es OWerstan-es Lin Wort zur Aufklärung von A. von Bognslawski, Generallieutenant z. D. Anhalt: I. Der Ehrbegriff wie er wirklich ist. II. Ursachen von Zwistigkeiten. III. Etwas vom Militärgerichtswesen. IV. Über die Duellsrage und über den Antrag der Freisinnigen Volks-Partei. Nachtrag über die Verhandlungen des Reichstages vom 17. und 19. November. Umfang 2>/jj Bogen — Preis 60 H ord. Bedingungsweise (nur in einem Exemplar und bei gleichzeitiger Larbestellnng) dar 1 ^ 50 -Z, auf 10:1 Freiexemplar. Diese kleine Schrift des bekannten Verfassers stellt den Ehrbegriff des Offizicrstandes dar, wie er thatsächlich ist, nicht wie er, anschließend an den Fall Brüscwitz, vielfach erörtert wurde. Auch das Duell, das Militärgerichts wesen und die Verhandlungen des Reichstages werden in den Kreis der Be trachtung gezogen. Die Schrift war vor den Rcichstagsverhandlungen vom 17. und 19. No vember bereits vollendet. Sie wurde bis zum Schluß jener Verhandlungen zurückgehalten, welche in einem Nachträge kurz behandelt sind. Wir bitten zu verlangen Berlin W. 62, November 1896 Schall L Gl'Mld Geschäftsleitnng des Vereins der Bücherfreunde Verlag von Krieg und Sieg 1870/71
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