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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.11.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-11-23
- Erscheinungsdatum
- 23.11.1905
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- Deutsch
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- Saxonica
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10964 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. ^ 272, 23. November 1905. Aufgabe der Beschreibung und den Zuhörenden das Verständnis. Mit einer Beschreibung der Albert-Galvanos und der Relief- Klischees, die gleichfalls vr. Albert zu verdanken sind und eben falls einen bedeutenden Fortschritt auf dem Gebiet der Klischee- Herstellung und für den Druck darstellen, schloß Redner seinen mit großer Hingabe ausgearbeiteten, von Sachkenntnis zeugenden Vortrag, der von allen Anwesenden mit ungeteilter Aufmerksamkeit verfolgt und mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. A. Kirsten. Literarischer Preis in Schweden. — Das illustrierte Wochenblatt »Jdun«, eine im 18. Jahrgang stehende schwedische Frauen- und Familienzeitschrift in Stockholm, hatte in diesem Jahr, wie auch früher, für die besten ihr eingelieferten Arbeiten der schönen Literatur Preise ausgesetzt. Das Ergebnis ist diesmal überraschend und hat in Schweden Aufsehen gemacht. Der erste Preis, 5000 Kronen, wurde von den Preisrichtern einem bisher fast völlig unbekannten altern Schriftsteller OlofHögberg in Sundsvall zuerkannt, der als Journalist und Vortragsredner in Norrlands Kleinstädten wirkt. Sein Werk »von stora Brocken-, nordschwedische Schicksale und Abenteuer, zeugt nach dem Urteil des Preisgerichts von großer Kunst. Es läßt sich teilweise, sagt vr. S. Södermann, mit Selma Lagerlöss wärmländischen Chro niken (wie -Gösta Berling«) vergleichen, erinnert indes durch die Form nicht an diese. Eher noch müsse man an Zach. Topelius' klassisches Werk -Psltskärsns dsrättslLsr« denken. Es werde sicher bald als -Norr1avä8 Lp08« zur besten schwedischen Literatur ge rechnet werden. Durch -Jdun« ist die nun so bekannte Selma Lagerlöf zum erstenmal an die Öffentlichkeit getreten. Mit Högberg scheint von dieser Zeitschrift nun wieder eine neue hervorragende Be gabung entdeckt zu sein. Bargum. * Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. OkkiLisIlss ^är668duob Ü68 O6ut.8obsn Luoübg.ncl6l8. §r. Zo. XXXI, 542 u. 427 8. nsdst, u. IIwreelniunAs- kries Ourrent ok Intsraturs No. 657^ 11. November 1905). 8°. 32 8. 628 Nrn. Biedermann, F. von, Einführung in die Rechtskunde des Buchhändlers. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. 8". 104 S. Leipzig, Verlag von Gustav Uhl. Empfehlenswerte Werke aus dem Verlage von I. I. Weber in Leipzig. 4°. 18 S. in Farbendruckumschlag. Pers onalnachrichten. Friedrich von Weech -j-. — Der Direktor des General- Landesarchivs in Karlsruhe (Baden) Kammerherr Geheimer Rat vr. Friedrich von Weech, geboren am 16. Oktober 1837 in München, ist am 16. d. M. in Karlsruhe gestorben. Nach Er ledigung seiner geschichtlichen Studien in München und Heidelberg einer kurzen Tätigkeit als Mitherausgeber der »Deutschen Städte chroniken« und als Privatdozent für Geschichte an der Univer sität Freiburg i/Br. kam er 1864 als Hofbibliothekar an die Groß herzogliche Hosbibliothek in Karlsruhe. Seit 1885 wirkt er als Direktor des dortigen General-Landesarchivs. — Von seinen Schriften seien hier folgende genannt: denzen und Aktenstücke zur Geschichte der Ministerkonferenzen von Karlsbad und Wien — Baden unter Karl Friedrich, Karl und Ludwig (1738—1830) — Geschichte der badischen Verfassung — Badische Biographien — Baden 1852—1877 — Die Deutschen seit der Reformation — Aus alter und neuer Zeit — Das Wormser Synodale 1496 — Die Zähringer in Baden — Ur kundenbuch der Zisterzienser-Abtei Salem — Badische Geschichte — Karlsruhe, Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung — Römische Prälaten am deutschen Rhein (1761/64) — Rom- Fahrten — Die Siegel der badischen Städte — Staatsminister vr. Wilhelm Nokk. (Sprechsaal.) Frachtgüterverkehr mit Italien. Von allgemeinem Interesse und von besonderm für diejenigen Firmen, die nach Italien Sendungen haben, dürfte ein Rund schreiben sein, das die Speditionsfirma Gebr. Gondrand soeben versandt hat und das in der Übersetzung wie folgt lautet: »Angesichts der langen Auseinandersetzungen, die in diesen Tagen die Zeitungen beschäftigen und die mißliche Lage des Eisenbahndienstes betreffen, sowie der wiederholten, seinerzeit veröffentlichten Telegramme, die die Vereinigung lombardischer Spediteure an die Generaldirektion der Eisenbahnen gerichtet hat, hielten wir es für überflüssig, unsrer Kundschaft besondre Mitteilungen darüber zukommen zu lassen, zumal wir immer auf eine energische und sofortige Abhilfe gehofft haben. -Leider haben sich aber diese Hoffnungen nicht erfüllt, im Gegenteil, in den letzten Tagen sogar so weit verschlimmert, daß wir schließlich an einem Punkt angelangt sind, der geradezu unerträglich ist. Es wird genügen, wenn wir anführen, daß sowohl in Venedig als auch in Genua in diesen regnerischen Tagen auf offnen Güterstellen Berge von Waren aller Art liegen, ungeschützt gegen Wind und Wetter, ja nicht einmal mit Planen verdeckt, so daß sie vor Verderben sowohl, als auch vor Diebstahl und Beschädigung nicht sicher sind. »Wir fügen hinzu, daß Verspätungen in der Zustellung und Beförderung geradezu zur Regel geworden sind und jede bisher erreichte Grenze überschreiten. Gibt es doch Sendungen, die unterwegs sind und deren Schicksal man überhaupt nicht kennt, die mehr als 40 und 50 Tage reisen und dann, am Bestimmungsort angekommen, nicht früher als erst nach 8 bis 10 und noch mehr Tagen abgeliefert werden. Heute z. V. macht die Güterstelle Porta Garibaldi, Mailand, bekannt, daß sie Sendungen sowohl fürs Inland als auch fürs Ausland zurzeit überhaupt nicht annehmen kann.*) »Gegenüber solchen vollständigen Lähmungen des Eisenbahn dienstes und der dadurch entstehenden enormen Schäden können wir an uns gerichtete Reklamationen nicht berücksichtigen und müssen erklären, daß wir bei einem solchen Zustande nicht mehr in der Lage sind, die Interessen unsrer Kundschaft so zu vertreten, wie man es erwartet. Wir weisen hiermit jede Ver antwortlichkeit wegen Verspätung, Beschädigung, Mangels an Waren usw., die aus diesen Zuständen entstehen, ab. -Es ist wirklich sehr bedauerlich, daß wir zu solchen Er klärungen gezwungen sind, Sie aber werden begreifen, daß es unsre Pflicht war, Sie davon zu unterrichten. Mailand, Via Carlo Alberto, 27. H. O. Sperling. *) Ist inzwischen wieder aufgehoben worden. H. O. Sperling.
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