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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.11.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-11-13
- Erscheinungsdatum
- 13.11.1905
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19051113
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Nichtamtlicher Teil. 1051L ^ 284. 13. November ISgb. und bibliographischen Zusammenstellungen entgegengebracht werden, die mit vielem Fleiß bearbeitet sind und sowohl dem angehenden Jünger Gutenbergs als auch dem gereisten Praktiker eine große Anzahl wertvoller Angaben und Aus künfte bieten. Diese Notizen sind allerdings mit einiger Un gleichheit zusammengestellt und sündigen leider durch zahlreiche Ungenauigkeiten, besonders bei den nicht französischen Namen. So z. B sind dem berühmten englischen Prototypographen Caxloit nur fünf Zeilen gewidmet, von geradezu lakonischer Kürze; kurz darauf aber kommen Napoleon Chaix und dessen Sohn E.-A. Chaix mit je einer Kolumne. Immerhin mag hier zugegeben werden, daß dem französischen Buchdrucker die genauere Kenntnis der großen »Imprirnoris Oimix« nütz licher und wertvoller sein dürfte als die des ersten eng lischen Buchdruckers. — Unter Hallbsrger lesen wir, daß er nach Über Land und Meer und »Gartenlaub« (I) das »Illu- strsä Nagarillo von Freligrath« herausgegeben habe; sein sicher nicht weniger bedeutender Zeitgenosse I. I. Weber, der Gründer der Jllustrirten Zeitung und dadurch hoch verdient um die Wiederbelebung des Holzschnitts, scheint den Bearbeitern nicht bekannt zu sein. Buchhändler sind offenbar nur ausnahmsweise berücksichtigt worden, denn es fehlen Namen wie Quaritch, Trübner, Reinwald. Alles in allem aber ist das Wörterbuch ziemlich vollständig, und gerade das Ausland ist mit Sorgfalt berücksichtigt, was eine bei Franzosen nicht häufig anzutreffende Eigenschaft ist. Das biographische Wörterbuch umfaßt Buchdrucker, Verleger, Holzschneider und Kupferstecher, Buchbinder, Schristgießer, Kalligraphen, sowie Gelehrte, die durch Selbstverlag oder andre geschäftliche Beziehungen dem Buchgewerbe nahe gestanden haben. Folgende deutsche Namen eines aufs Geratewohl herausgegriffcnen Buchstabens mögen ein Urteil über die Vollständigkeit dieses Teils des Taschenwörterbuchs gestatten: Pachel, Palm, Paunartz, Pellican lKonrad Kürschner), Perthes, Petrina, Peutinger, Pfister, Pleydenwurf, Prestel Der nun folgende bibliographische Teil enthält wieder eine lobenswerte Berücksichtigung nichtfranzöstscher, vor allem deutscher Werke, deren Titel in französischer Über setzung wiedergegeben sind. Die nützliche Bemerkung »(lateinisch;,, »(deutsch), rc. ist jedoch leider nur teil weise durchgeführt worden. Obwohl diese Abteilung etwa 1750 Titel aufführt, sind schon bei flüchtiger Durchsicht wichtige Unterlassungssünden zu bemerken. So fehlen u. a.; Baillisres Oriso äu livrs (19Ü4); Michers Die Wissenschaft und der deutsche Buchhandel; Kapps Geschichte des deutschen Buchhandels; Mühlbrechts Bücherliebhaberei. Die großen deutschen Biicherkataloge fehlen ganz, während die französischen wenigstens teilweise Vorkommen. Dagegen sind von Breit kopf nicht weniger als acht Bücher aus den Jahren 1777 bis 1801 erwähnt, von vr. von Hase 3, von Goebel 4, von Lorck 5. Die Titel sind stets ziemlich vollständig und mit etwaigen das Verständnis erleichternden Untertiteln wiedergegebeu. Dem Autorcnalphabet folgen (auf acht Seiten) anonym er schienene Werke, unter denen wir manchem sonderbaren Pamphlet aus alter Zeit begegnen. Den Verfassern, die beide früher an der bekannten »Levis üutsnbsrg, tätig waren (Deformes als Direktor, Bastle als Lehrer), sei ein flotter Absatz des nützlichen Buchs schon deshalb gewünschl, weil eine zweite Auflage sie ohne Zweifel in die Lage versetzen würde, die bei der ersten Aus gabe eines derartigen Nachschlagewerks unvermeidlichen Lücken auszufüllen und Fehler zu verbessern. Es wäre dann auch angebracht, am Kopf jeder Seite nicht nur die Anfang und Ende der Spalten angebenden Worte des Alphabets zu verzeichnen, sondern auch die Überschrift des betreffenden Spezialwörterbuchs, wodurch das Nachschlagen außerordentlich erleichtert würde. Jos. Thron. Kleine Mitteilungen. Post. — Die Postwertzeichen für die deutschen Schutzgebiete und für die deutschen Postanftalten im Auslande. — Die neuen Postwertzeichen für die Schutzgebiete tragen ein Schiffsbild, Kiautschou, außerdem den Gegenwert in Dollarwährung. Für die Postanstalten im Ausland werden die für die deutsche Reichspost ausgegebenen Postwertzeichen mit der Inschrift »Deutsches Reich- verwendet, jedoch mit schwarzem Über druck, der für die Türkei den Gegenwert in Piasterwährung, für China den Landesnamen und den Gegenwert in Dollar währung, für Marokko den Landesnamen und den Gegenwert in der Pesetawährung angibt. Aus den Wertzeichen für Deutsch- Ostafrika ist der Wert nur in der Rnpienwähcung angegeben. Diese Wertzeichen können vom Postamt 19 in Berlin 81V. (Beuth- straße) bezogen werden. Die Versendung erfolgt unter Ein schreibung, nicht unter Nachnahme. Die Einsendung des Betrags muß daher vorher in bar (nicht in Freimarken) erfolgen. Das Porto muß der Besteller tragen. Die Abgabe geschieht in jeder beliebigen Menge zu den in deutscher Währung angegebenen Preisen. Die Wertzeichen früherer Ausgaben (Adlerzeichnung) werden postseitig nicht mehr verkauft. (Lpzgr. Tgbl.) Post. Die Postkarten und ihre Vcrsendungsoor- schrtften. — Die für den Orts- und Nachbarortsoerkehr und für den Jnlandsoerkehr bestehenden amtlichen Postkartenformulare Dies ist der Fall bei frankierten Postkarten, denen ein un frankiertes Formular zur Antwort beigesügt ist; Postkarten, mit erheblich abgerundeten Ecken; Postkarten aus Büttenpapier, deren mit ausgestanzten Öffnungen, mit Buchstaben, die durch Durch lochung hergestellt und mit Fäden ausgestrickt sind; Postkarten mit ausgeklebten Brieschen, Blumen, Warenproben usw.; Post karten mit Dreh- oder Ziehbtldern, Quietschkarten; Postkarten aus Metall, Holz, Baumrinde usw. Gänzlich unzulässig zur offenen Versendung sind Postkarten mit aufgeklebtem Mineralstaub, Glimmer, Glassplitterchen, Glas kügelchen, Sand, Metallteilchen, Postkarten mit Ausschnitten für die Marke, mit angehängten Siegeln, sowie Postkarte» in Form von Biergläsern, Flundern, Eiern, Maikäfern, Pappdeckeln, Bier schlag versandt werden. Postkarten mit in der ganzen Fläche aufgeklebten Zetteln oder Bildschmuck sind innerhalb Deutschlands, nach den deutschen Schutzgebieten, nach Luxemburg, Österreich-Ungarn nebst Bosnien, Herzegowina und Liechtenstein, sowie nach der Schweiz zulässig, soweit dadurch die Eigenschaft als offene Postkarte nicht beein trächtigt wird und das geringe Gewicht der Postkarten noch vor handen ist. Ungenügend frankierte Postkarten nach Orten des In- und Auslandes werden mit dem doppelten Betrag des fehlenden Frankos taxiert, unter Abrundung aus eine durch ö teilbare Zahl aufwärts. Postkarten nach Bayern mit bayerischen Wertzeichen werden wie unfrankiert taxiert, abzüglich des Werts der bayerischen Wertzeichen. Bei unfrankierten oder ungenügend frankierten Post karten mit Antwort wird nur das Porto für den ersten Teil der Doppelpostkarte austaxiert. Ungenügend oder nicht frankierte Post karten mit dem Vermerk »Portopflichtige Dienstsache» und den erforderlichen Siegeln oder Stempeln werden innerhalb Deutsch lands nur bis zur Höhe des Frankos bezw. des fehlenden Frankos mit Porto belegt. (Leipziger Tageblatt.) Verkehrsstörungen in Böhmen. (Vgl. Nr. 2KS d. BI.) — Die amtliche »Wiener Zeitung» teilt folgendes mit: AuS Anlaß des übergreifenS der im Bereich der Staatsbahn- Direktionsbezirke Prag und Pilsen herrschenden außergewöhn lichen Verkehrsoerhältnisse aus weitere Bahngebiete, und zwar aus die Böhmische Nordbahn und die Buschtehrader Eisenbahn, wodurch auch der Verkehr aus den in Böhmen gelegenen Linien der Österreichischen Nordwestbahn, der Süd-Norddeutschen Ver- 1387'
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