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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.11.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-11-02
- Erscheinungsdatum
- 02.11.1905
- Sprache
- Deutsch
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^ 255, 2. November 1905. MchtamMHer Teil. 9999 tragung in die Liste böswilliger Schuldner in Aussicht gestellt wird, wenn sie die zweimalige Aufforderung zur Zahlung unbeach tet lassen. Der Kaufmann W. war Abonnent und beauf tragte den Angeklagten im Jahre 1904, von dem Bureaugehilfen K. eine aus dem Jahre 1897 stammende Schuld von 30 ^ ein zuziehen. Horn sandte dem K. die entsprechenden Briefe, dieser rührte sich aber in keiner Weise darauf. In der Androhung der Aufnahme in die Liste der böswilligen Schuldner hat das Land gericht entsprechend einer reichsgerichtlichen Entscheidung keinen strafbaren Nötigungsversuch erblickt, da es sich hier um die Betracht, daß sich der Angeklagte einem außerordentlich hart näckigen Schuldner gegenüber sah. — Die Revision des An geklagten wurde am 27. Oktober vom Reichsgericht verworfen. Dahingestellt könne es bleiben, ob in der Mitteilung an den könne als Beleidigung angesehen werden. Die Verurteilung sei also zu Recht erfolgt. Lentze. Weihnachts - Verlagsberichte in Zeitungen. (Vgl. Nr 246, 253 d. Bl.) — Als weiterer Nachtrag zu dem in Nr. 246 und 253 d. Bl. gegebenen Verzeichnis solcher Zeitungen, die in besondrer Abteilung -Aus dem Buchhandel, den Ankündigungen neuer Bücher durch die Verleger in katalogmäßig angereihter Form mit knappen Inhaltsangaben Aufnahme gewähren, sei den dort vermerkten Blättern auch die in Berlin (0., Stralauer Straße 25) erscheinende große Tageszeitung »Germania» hinzugefügt, die auch in diesem Jahre eine entsprechende Abteilung »Aus dem Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart. - Der Rein gewinn aus dem Geschäftsjahr 1904/05 beläuft sich auf 287 403 (349 735 ^). Mit dem Vortrage aus dem Vorjahre von 124 061 (51 190 ^) stehen insgesamt 411 464 ^ (400 925 zur Verfügung der Generalversammlung. Der Aufsichtsrat schlägt die Verteilung einer Dividende von 6A (wie i. V.) vor. (Allgemeine Ztg.) Der Aufdruck auf Ansichtspostkarten. — Ein Rund schreiben an sämtliche deutschen Ansichtspostkarten-Fabrikanten er läßt der Alldeutsche Verband (Ortsgruppe Dresden). Es heißt da u. a: Mit der erfreulichen Zunahme deutscher Industrie im allgemeinen hat sich auch die Erzeugung von Ansichtspostkarten in den letzten Jahrzehnten außerordentlich gehoben, und es ist wohl nicht mit Unrecht zu behaupten, daß Deutschland einen großen Teil der Welt mit Ansichtspostkarten versorgt. So sehr diese Tatsache an und für sich unsre lebhafte Freude erregt, und so sehr wir der Ansichtspostkarten-Jndustrie Deutschlands einen weitern fortschreitenden Aufschwung von Herzen wünschen, so sehr bedauern wir anderseits, einen Mißstand zur Sprache bringen zu müssen, der Abhilfe fordert. Wir meinen die das Gesamtbild der Kartenvorderseite erheblich störende und dem Fremdtum huldigende Anbringung des Wortes »Post karte. in 10 bis 15 fremden Sprachen. Wir sprechen erst in zweiter Linie von der französischen und englischen Sprache - Oarts postals und kost-oarä, beides sind Weltsprachen ersten Ranges. Aber in erster Linie richten sich unsre Aus stellungen gegen die Übersetzung des deutschen Wortes Post karte, das übrigens jedem gebildeten Europäer, der als solcher die deutsche Sprache beherrscht, verständlich ist, in allerlei minderwertige Sprachen und in Sprachen zum Teil von Völkern, die unserm Deutschtum bei jeder Gelegenheit haßerfüllt entgegentreten, und deren völkischen Stolz und Über hebung durch Anbringung ihrer Sprache auf den Erzeugnissen der deutschen Industrie zu steigern, nie und nimmer unsre Aufgabe sein sollte. Wir erinnern nur an die Übersetzung des Wortes Postkarte ins Tschechische, Polnische, Magyarische, ohne dem An bringen norwegischer, schwedischer, spanischer, italienischer, russischer, bulgarischer, serbischer, ja auch englischer und französischer Über setzungen irgendwie das Wort reden zu wollen. Daß natürlich in den Fällen, wo von deutschen Herstellern Ansichtskarten mit Ansichten fremdländischer Orte und Gegenden auf Bestellung ge liefert werden, auch die von den ausländischen Auftraggebern ge forderten und in deren Heimatslande üblichen Sprachenbezeich nungen aufgedruckt werden, halten anch wir für ganz erklärlich. Hiergegen würden wir uns keineswegs wenden. Wir beklagen die genannten fremdsprachlichen Worte nur auf jenen Karten, die deutsche Orte und Gegenden oder Orte des deutschen Sprachgebiets dar st eilen und für den Verkauf in ihnen bestimmt sind. Solche Karten dürften wohl überhaupt nur in deutschsprechenden Bevölkerungskreisen zum Absatz kommen. Eine Anzahl von deutschen Ansichtspostkarten-Erzeugern ist sich auch vollkommen dessen bewußt, daß diese fremdsprachigen Auf schriften einerseits nicht ein Erfordernis des Geschäfts sind, anderseits unfern Ansprüchen an völkische Würde Abbruch tun. Denn viele Kartenmuster tragen entweder nur die Auf schrift Postkarte oder daneben nur das Wort Oarts postale, das man mit Rücksicht auf die Amtssprache des Weltpostvereins ja zur Not noch gelten lassen könnte. Vor uns haben eine große deutschen wie außerdeutschen Ursprungs, zur Unterrichtung ge legen. Wir gestatten uns einige Beispiele herauszugreifen: Das Münchner Löwenbräu mit 12 Sprachen außer deutsch und fran- eine einzige Karte mehr verkauft wird, wenn neben der allgemein verständlichen deutschen Bezeichnung noch eine polnische, kroatische oder tschechische Aufschrift beigedruckt ist? Im Gegenteil ist zu befürchten — und in unfern Mitgliederkreisen ist diese Überzeugung auch durch die Tat erklärt worden —, daß mancher gute deutsche Mann Karten mit einem solchen babylonischen Sprachgemisch zurückweist und nicht kauft. Wie wohltuend vom nationalen Standpunkt berühren da uns zur Verfügung gestellte Ansichts karten aus England, Amerika, Frankreich, den Niederlanden, Serbien oder serbische Bezeichnungen tragen! Kruppsche Bücherhalle in Essen. — Dem ersten Bericht der Kruppschen Bücherhalle (über das Betriebsjahr 1899/1900) war eine Anlage beigegeben: Die Verwaltung und Einrichtung der Kruppschen Bücherhalle. Infolge der starken Nachfrage ist dieser erste Jahresbericht schon seit längerer Zeit vergriffen, und da noch formieren wünschen, so ist jetzt eine neue Auflage der ursprüng lichen Anlage als besondere Schrift erschienen: Die Verwaltung und Einrichtung der Kruppschen Bücherhalle. Essen 1905, Buchdruckerei der Gußstahlfabrik Friedr. Krupp A.-G. IV, 62 Seiten. 4". Der ungenannte Verfasser ist der verdienstvolle Chef- Bibliothekar Or. Paul Ladewig, der mit nimmer rastendem Eifer an dem Ausbau der Vücherhalle arbeitet. Die neue Auflage weist gegenüber der ersten mancherlei Verände rungen und Zusätze auf. Namentlich haben die seit der Eröffnung der Bücherhalle gemachten Erfahrungen zu vielen kleinen und größern Verbesserungen geführt, die jetzt auch in dieser Beschreibung der Einrichtungen verzeichnet sind. So sind z. B. neu hinzugekommen die Abschnitte über den Bücherverkehr mit den Tochterausleihen, über den Zeitschriften-Ausleihedienst und andres mehr. In dem zweiten Teil, der die Beilagen, For mulare und Stempelabdrücke enthält, sind in der neuen Auflage die Erklärungen den Formularen unmittelbar beigesügt. Dies ist entschieden praktischer als die Anordnung in der ersten Auflage, wo die fraglichen Erklärungen in einer Einleitung zusammen gestellt waren. Im übrigen sind die vortrefflichen Abbildungen Die schör/ ausgestattete Schrift wird sicher auch in Zukunft vielen Interessenten gute Dienste leisten. Zu den naturgemäß etwas trocknen bibliothektechnischen Details bildet eine wünschens werte Ergänzung die Schrift: Die Kruppsche Bücherhalle in Essen-Ruhr. Sonder druck aus Reyer, »Fortschritte der volkstümlichen Bibliotheken. (Leipzig 1905, Wilhelm Engelmann) nebst statistischer Tabelle über 1320'
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