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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.02.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-02-28
- Erscheinungsdatum
- 28.02.1900
- Sprache
- Deutsch
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1668 Nichtamtlicher Teil. 49, 28. Februar 1900. 2. Bibliotheken und notorischen Bücherkäufern darf vom Ladenpreise höchstens ein Rabatt von 5 Prozent bewilligt werden. 3. Die Berliner Abrechnung wird aufgehoben und mit der Leipziger Abrechnung verschmolzen. 4. Die Verleger haben an Novitäts- und Kommissions artikeln mindestens 33 ^/g Prozent zu gewähren. 5. Die offenen Läden sind spätestens abends 8 Uhr zu schließen. Für diese Grundsätze erbitte ich die Zustimmung des ganzen Buchhandels; sie werden ihm zum Heile gereichen. Berlin. R. Meyenburg. 0Mri6ll68 ^äi'688bueli ä68 V6ut8eli6ll Lueli- lllliultzls null ckon voinuixlton ki680lirMß21stziFV. (Usgrünäst von 0. Lollulr.) K3. 1800. Iw ^.rrktrago äes Vorstsnäss bssrbsitst von äsr U68vllg,kt88i6l1s Ü68 LÖ1'86I1VSrsil>8 äöt U8ni80Ü62 Lnvüüüuälor 2N UsipÄA. Nit äsw Lilänis Horwnnn Uossoüsrs. gr. 80. XVIII, 810, 502 8. n. 20 Llstt Lsilngsn. llsiprig, EssoüLktsstsIls äss Uörssnvsrsins äsr Osntsobsn Lnoüüänälsr. Osbnnäsn. Lrsis kür NitgUoäsr äes Uörssnvsrsins 10 Inr MobiwitZlisäsr 12 1. Abteilung spart 3 Seit Mitte Januar liegt der zweiundsechzigste Jahr gang 1900 des vomBörsenvereiu herausgegebenen »offiziellen« Adreßbuchs des deutschen Buchhandels, des alten »Schulz«, vor und hat durch sein promptes Erscheinen gewiß Viele befriedigt. Die gewohnten Nachträge mit den während des Druckes eingegangenen Meldungen brauchen diesmal nur 4 Seiten; es sind im ganzen nur 65 Nachträge, und sogar diese wenigen bringen schon manches vom 1. Januar 1900 datierte Novum, obwohl die Annahme am 31. Dezember v. I. geschlossen werden mußte. Das bald nach dem Jahres schluß erfolgte Erscheinen zeigt somit augenfällig den Vorteil einer nach Möglichkeit erreichten Ucbereinstimmnng des Adreß buchs mit dem tatsächlichen Firmenbestande. Auch der neue Jahrgang teilt sich wie seine Vorgänger wieder in die bekannten sechs Abteilungen, von denen die erste (das Firmen- und Personenverzeichnis rc.) mit über 800 Seiten, die anderen fünf, die insgesamt nur gegen 500 Seiten in Anspruch nehmen, gewohntermaßen sehr bedeutend überwiegt. Diese erste Abteilung wird bekanntlich auch einzeln abgegeben und mag für manches Geschäft und manche besondere Verwendung auch wohl genügen; erschöpfende Ant wort auf viele der täglichen Fragen, die man an das Adreß buch zu stellen hat, kann freilich nur das ganze Buch geben. Die zweite Abteilung giebt Auskunft über die ver schiedenen Geschäftszweige, Spezialitäten und die etwa kund gegebenen besonderen Wünsche und Bethätigungen der einzel nen Firmen; die dritte Abteilung beschäftigt sich mit dem Kommissionsgeschäft, die vierte mit den Firmenveränderungen, der Verzeichnung der Verstorbenen und mit vermischten ge schäftlichen Mitteilungen; die fünfte Abteilung bringt die Vereine, die sechste die bekannte Buchhändlergeographie und -Statistik. Im Anschluß folgt in gewohnter Weise ein Empfehlungsanzeiger mit vielen sehr schönen Mustern der graphischen Kunst. München, Stuttgart, Altenburg, Leipzig, Berlin und andere Städte sind darin mit sehr hervorragen den Firmen vertreten. Dem ganzen Buche vorangestellt ist eine ausdrucksvolle Radierung, die uns das Bildnis Hermann Loeschers, des unvergeßlichen, aus der alten Leipziger Schule hervorgegangenen Pioniers des deutschen Buchhandels in Italien, vor Augen bringt. Eine Beschreibung seines Lebens ganges von G. Th. folgt dem Bilde in gewohnter Weise. Die statistische Ueberstcht offenbart natürlich wieder manche Veränderung. Zunächst sei hier die Fortdauer des Wachs tums im Firmenbestande erwähnt, welcher letztere 9360 Firmen aufweist und damit das Vorjahr wieder sehr be deutend, um 247 Firmen, überragt. Nur mit Verlags buchhandel beschäftigen sich 2192 Firmen (gegen das Vorjahr -s- 62), nur mit Verlagskunsthandel 326 (-s- 24), nur mit Verlagsmusikalienhandel 364 (ff- 22), mit dem Sortiments kunsthandel als Hauptgeschäft 141 (ff- 2), mit dem Sortiments musikalienhandel als Hauptgeschäft 390 (ff- 21), nur mit dem Antiquariat 218 (4- 1). Der Sortimentsbuchhandel wird, wie die statistische Aufstellung lehrt, ohne Ausnahme in Verbindung mit anderen Geschäftszweigen betrieben. 5405 Firmen (ff- 30) beschäftigen sich damit. Die Zahl der Sortimenter, die Neuigkeiten an nehmen, hat sich wieder um 8 vermindert; es sind jetzt nur noch 228 (gegen 236 im Vorjahr). Die Zahl der »wählenden« hat sich dagegen naturgemäß wieder vermehrt und zwar um 164. Die Gesamtzahl dieser Firmen ist 5972 (gegen 5808 i. V.) Von ihrem Verlag halten 2165 Firmen außerhalb Leipzigs in Leipzig Auslieferungslager (eine Verminderung gegen das Vorjahr um 4). Mitglieder des Börsenvereins gab es am 31. Dezember v. I. 2829. Von Nichtmitgliedern haben die buchhändlerische Verkehrsordnung des Börsenvereins 1408 anerkannt, die Restbuchhandelsordnung 392. Antiquariat wird von insgesamt 2092 Firmen betrieben, Kolportage von 1044, Kunsthandel von 2802, Landkarten handel von 1076, Lehrmittelhandel von 318, Leihbibliothek (einschließlich Musikalienleihaustalt, Journal- nnd Bücherlesc- zirkel) von 1935, Mustkalienhandel von 2955, Papier-, Schreib- und Zeichenwarenhandel von 2326. Bei letzterem Zweige hat sich die Ziffer der beteiligten Firmen um 38 gegen das Vorjahr vermindert. Das Kommissionsgeschäft verteilt sich auf die bekannten sieben Haupt-Kommissionsplätze Leipzig, Berlin, Wien, Stutt gart, Budapest, Prag, Zürich. Davon hat Leipzig 155 Kom missionäre, Berlin 42, Wien 40, Stuttgart 15, Budapest 14, Prag 9, Zürich 6. An Kommittenten werden bedient: von Leipzig 8540, von Berlin 443, von Wien 714, von Stuttgart 684, von Budapest 160, von Prag 126, von Zürich 72. Bei Berlin, Stuttgart und Wien sind in diese Ziffern die Auslieferungslager mit eingerechnet. An neuen Firmen sind in den neuen Jahrgang des Adreßbuchs 656 ausgenommen; erloschen oder aus dem Leipziger Verkehr ausgeschiedeu sind 325, verändert 551. Von den im letzten Jahrgang verzeichnten Personen (Handlungs besitzern, Teilhabern, Prokuristen) sind im Jahre 1899 140 gestorben. 53 von ihnen haben dem Börsenverein angehört. Das Wachstum des deutschen Buchhandels erstreckt sich natürlich auch auf die Zahl der Städte und Ortschaften, in denen er sich niedergelassen hat. Im Anfang des vorigen Jahres gab es 1905 solcher Plätze, im Anfang des gegen wärtigen dagegen schon 1936, also 31 mehr. Von diesen gegen 2000 Orten, in denen der deutsche Buchhandel festen Fuß gefaßt hat, liegen 1382 im Deutschen Reiche und be herbergen 7288 Firmen. 253 liegen in Oesterreich-Ungarn (mit 833 Firmen), 65 in der Schweiz (mit 274), 154 im übrigen Europa (mit 754), 54 in Amerika (mit 167), 8 in Afrika (mit 13), 13 in Asien (mit 23), 7 in Australien (mit 8 Firmen). Man sieht, daß es der deutsche Buchhandel, um seine Aufgabe recht erfüllen zu können, an Ausbreitung nicht fehlen läßt.
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