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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.12.1904
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1904-12-16
- Erscheinungsdatum
- 16.12.1904
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- Deutsch
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11398 Nichtamtlicher Teil. 292, 16. Dezember 1904- L. Lruzäant in Lrüsssl. Aklönski, 3., oin<i äi886itg.tion8 8ur Is8 ma.re5e3 ä. terms L deeou- vert. 8». 3 kr. OL. vslaxravs in karis. 3k^k.id, 3., 1s8 art8 de 1s. kemme. 4". 12 kr. 5 deeembre 1904. 40. 7 kr. 50 o. I.oi8c>n^ L., 7 » , pp A Hsrmami in karis. ^riö8, 3., Iv. 8ta.tiyue edimiciue ba8ee 8ur Ie8 deux prineip63 konda.- kr.'bO^o^o^o^on ^ tbäorm nouvelie de8 meeLni8m63. — öoSartb pg.r 3r. Lenoit. 8". 2 kr. 50 o. IiLbrairis äs l'art avsisii L moäsrns in karis. 6oue5ot, 3., 1e8 primitiks klLn^Li8 1 292 — 1500. 80. 4 kr. IdbrairLs Asusrals äs äroit st äs lurispruäsuss in karis. HerinAr^, O., ^kka.i886ment.3 du 8o1 et Loeietes bouill6re8. 8". 3 kr. Alsrours äs Uranos in karis. Os-ultier, dules de, 3iet28ebe et In. räkorme pbi1o8opbi<iu6. 18". 3 kr. 50 e. 8aint-?oI-koux, äe lg. Oolomde au oordeuu pa.r le ?aon. 18". 3 kr. 50 o. LLsrloant in karis. 3mel^, 3., I'benre du öerxer. 18". 3 kr. 50 o. lerumond, 6u^ de, Ie8 de880U8 de Irr. oour d'^nAleterre. 18". 3 kr. 50 o. O. Rsin^valä in karis. Nrr,rtin, d., 3epidoptöre8 d'3urope. 8". 9 kr. Vsuvs8 R-srraiä L Vilairr in Lornu. kenard, N., Ie 3rr.inrr.ut pittore8<iu6. 4". 3 kr. 50 o. bistoriciue. 8". 2 kr^ 50 o. ^8.^ ^istox(.ne de pa.ente t I.r mu8i(iue de t 1 Der Holzschnitt, die Galvanoplastik und Slerrolypie. Bortrag im Deutschen Buchgewerbehause zu Leipzig. (Vgl. Nr. 285, 272, 276, 284 d. Bl.) Als fünfter Redner in der Reihe der Vorträge, die der Deutsche Buchgewerbeverein für die Angehörigen des Buch handels zu Leipzig halten läßt, sprach Herr Johann Weber (I. I. Weber, Leipzig) über den Holzschnitt, die Galvano plastik und Stereotypie. Herr Weber bemerkte einleitend, daß man sich des grund legenden Unterschieds zwischen Holzschnitt und Galvano um somehr bewußt bleiben müßte, als die Zusammenschweißung dieser beiden Themata in einen für Buchhändler bestimmten Vortrag aus Rücksichten für die Druckpraxis verlangt worden sei, da man eben in der Praxis nur mit dem Galvano, dem metallenen Ebenbild des Holzschnitts, zu hantieren ge wohnt ist, im übrigen aber die Entstehung des Holz schnitts und die Entstehung des Galvanos zwei so grund verschiedene Dinge sind, daß ihre Schilderung den Vortrag in zwei völlig gesonderte Teile zerlegen muß. Beim ersten, dem Holzschnitt, handelt es sich um die Darstellung des künstlerischen, des zeichnerischen Entstehens einer Re produktion nach irgend einem beliebigen Vorbilde, im zweiten Teile der Darstellung, der Galvanoplastik, ist nur die mechanische, technische Vervielfältigung, die Umwandlung eines bestimmten Holzschnitts mit dem Ideal mathematischer Genauigkeit in ein metallenes, dem Druck Widerstand leistendes Klischee zu schildern. Der Redner trennte denn auch äußer lich die beiden Teile des Vortrags durch eine Folge von Lichtbildern, in denen am Schlüsse des den Holzschnitt be handelnden Teils das Gesagte in Lichtbildern von charak teristischen Holzschnitten aus fünf Jahrhunderten illustriert wurde. Der Vortrag selbst möge hier in gekürzter Form folgen. Er bietet eine Geschichte der Holzschneidekunst, soweit sie für den Buchhändler wissenswert ist, und gewährt uns Einblicke in das Schaffen der xylographischen Werk stätten alter und neuer Zeit und in die buchgewerbliche Produktion sowie den buchhändlerischen Vertrieb unsrer Altvordern. Es ist für uns heute gleichgültig, ob wir in römischen Legionsstempeln oder ägyptischen Zeugdrucken den Anfang des Holzschnittes erkennen wollen. Eine buchgewerbliche Be deutung erhält er erst mit dem Auftreten der Donate, der in Holzschnitt Wiedergegebenen lateinischen Grammatiken usw. Die Donate waren Reiberdrucke, d. h. noch nicht auf der Presse hergestellt, sondern mit dem Ballen auf den Form schnitt aufgepreßte feuchte Papierbogen, die natürlich eine derartige Druckschattierung erhielten, daß sie zum Wiederdruck unbrauchbar waren; sie wurden mit den leeren Seiten an einander geklebt, und hießen dann Blockbücher. Das älteste datierte Denkmal der Xylographie ist aber bereits ein Pressendruck, der bekannte Christoph von Buchs heim vom Jahre 1423. Er ist ein unbeholfener Formschnitt, als Heiligenbild zum Aufhängen in der Stube bestimmt, und sollte ausgemalt werden. Diese Heiligenbilder waren ehedem Marktware der Briefmaler gewesen, die sie auf den Messen d. h. am Ausgang der Kirche feil hielten. Die Blätter waren ursprünglich mit der Hand gezeichnet und mit der Hand koloriert worden und gewährten ihres guten Ab satzes wegen der handwerklichen Zunft der Briefmaler ein gutes Auskommen. Da zog einer zur Be schleunigung der Arbeit, um nicht die Konturen immer wieder selber zeichnen zu müssen, den Formschnitt herbei und produzierte Reiberdrucke, bis auch er überholt wurde durch einen Konkurrenten, der den Pressendruck an Stelle des Handdruckes setzte und nun natürlich, zum Brief drucker geworden, für damalige Verhältnisse Massenauflagen druckte, über deren Wettbewerb sich dis zünftigen Genossen bitter beklagten. So ist also der heilige Christoph von Buchsheim, das erste datierte Blatt des Holzschnitts, zugleich das Dokument der ältesten Form des »Scherlismus». Die Formschnitte jener Zeit wurden hergestellt aus ge glätteten Brettern vom Birnbaum oder Apfelbaum, von der Linde oder vom Kirschbaum. Der Reißer, das heißt der Vorzeichner, entwarf darauf die Abbildungen in Konturen mittels der Rohrfeder; dann gab er die Platte dem Form schneider, der, mit dem Federmesser die Konturen vorsichtig umschneidend, die weißen Flächen dazwischen heraushob, so daß eine Hochdruckplatte entstand, die mit dem Ballen ein gefärbt und unter der Presse abgedruckt werden konnte, ohne daß sich etwas andres auf das Papier übertrug, als die vom Reißer ursprünglich vorgezeichneten Konturen. Gutenberg, der etwa 2ü Jahre nach dem Erscheinen des heiligen Christoph zu drucken begann, hat keine Bilder
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