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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.06.1904
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1904-06-07
- Erscheinungsdatum
- 07.06.1904
- Sprache
- Deutsch
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Fassung neuer Entwürfe zu erleichtern und so die Bahn für eine immer vollständigere Vereinheitlichung der Art des gegenseitigen Rechtsschutzes zu ebnen. Die Einleitung des Buches bietet einen klaren, treff lichen Überblick über die Entwicklung des internationalen Schutzes des Urheberrechts. Sie geht von der Gesetzgebung der einzelnen Länder aus, zeigt, wie diese unter sich Verträge zum gegenseitigen Schutze schlossen nnd weiter, wie die be teiligten Kreise, die Schriftsteller, Buchhändler, Juristen, durch internationale Kongresse auf die gesetzgebenden Körperschaften einzuwirken suchten und auch tatsächlich einwirkten, bis endlich die Berner Konvention und die Einsetzung des ständigen Bureaus zustande kam. Der stattliche Band zerfällt in zwei Teile. Der erste Teil enthält den französischen Text der Berner Konvention von 1886 mit Protokoll, mit der Pariser Zusatzakte und der Deklaration von 1896, ferner die dazu gehörenden Ausführungs- bestimmungen der Unionsländer, sowie die Konventionen von Montevideo 1889 und die Haager von 1896. Hieran schließt sich, ebenfalls in französischer Sprache, die große Zahl der zurzeit gültigen besonderen Literarverträge (69) zwischen den einzelnen Staaten. Der zweite Teil bringt die Übersetzung der Berner Konvention in die deutsche, englische, italienische, norwegische und spanische Sprache, sowie die Sonderverträge jeweils in den Sprachen der vertragschließen den Länder, mit leicht erklärlicher Ausnahme von Japan. Von ganz besonderem Werte aber sind die rechtsgeschichtlichen Einleitungen, die in klarer, übersichtlicher Fassung den Sonder verträgen der einzelnen Länder vorangestellt sind. Die über Deutschland umfaßt allein zehn Seilen. Die zahlreichen er läuternden und hinweisenden Anmerkungen zu allen Ver trägen, besonders aber die zu den drei großen Konven tionen, ergänzen den Text in trefflichster Weise. Ein Inäsx alpbabätigus erhöht wesentlich die Brauchbarkeit des in einfachem, würdigem Gewände sich umstellenden Werkes, das bei der immer mehr steigenden Tendenz der internatio nalen literarischen und künstlerischen Beziehungen bei allen Interessenten sehr willkommen sein wird, dem aber nament lich auch in der Handbibliothek der Buchhändler ein Ehren platz gebührt. Kleine Mitteilungen. Die Sortimenter. — Unter dieser Überschrift veröffentlicht Herr Ur. Alfred Oehlke einen Leitartikel in der »Breslauer Zeitung« Nr. 888 vom 5. Juni 1904. Er greift aus dem steno graphischen Bericht über die Kontradiktorischen Verhandlungen in Berlin einige wesentliche Punkte heraus, die sich auf die Lage des Sortimentsbuchhandels in Deutschland beziehen. Cr schließt seine ^Betrachtungen mit dem Bemerken, daß er aus ^der Lektüre Sortimentsbuchhandel als einen segensreichen, ^notwendigen und im wesentlichen durchaus gesunden Faktor inmitten der allge meinen Kulturarbeit noch klarer und bestimmter als früher er kennen zu lassen. Dritte Auflage von Karl Bücher, Der deutsche Buch handel und die Wissenschaft. — Die dritte Auflage der Bücherschen »Denkschrift«, deren Erscheinen wir in Nr. 120 d. Bl. verzeichnet haben, enthält auf den nachstehenden Seiten Ab änderungen gegenüber der zweiten Auflage: 3. Auflage: Seite VIII-XII, 2, 29. 30. 31. 36. 37. 40. 41. 43. 49. 57. 83-85, 89. 96-98. 101. 102, 117, 125-128, 146—149. 153, 156. 157, 165 — 167. 169. 174. 175. 177—187, 200, 203—205. 208. 214, 229, 230, 257-269, 300-303, 306, 315-328, 331-334, 338, 341 344. 346 -348, 356. 364. (Red.) Erfolg einer Jugendschrift. — Soeben erschien die 301. Auflage der italienischen Originalausgabe von De Amicis, Ouore. (»Herz»). Die große Verbreitung des Buches kann man ermessen, wenn man in Betracht zieht, daß das Buch außerdem 22mal in andere Sprachen, auch ins Deutsche, übersetzt worden ist. Ein Absatz von 300000 Exemplaren in wenig mehr als 17 Jahren Blül-nbltttt M den deutschen Buchhandel. 71. Jahrgang. dürfte wohl kaum einer anderen Jugendschrift beschieden gewesen sein. ^Zur Feie^des^ Ereignisses veranstalteten die Herren^ G e^ Edmondo De Amieis in einer zündenden Rede sein schon 39 Jahre währendes, nie getrübtes freundschaftliches Verhältnis zu seinen Verlegern hervorhob. Rond. 11 Uhr, in Danzig, Deutsches Haus, Holzmarkt 12, statt. Die standes; - 3. Bericht der zur Kantateversammlung nach Leipzig Abgeordneten; — 4. Neuwahl des Vorstandes; — 5. Wahl des Vertreters des Kreisvereins für die Kantateversammlung 1905; — 6. Bestimmung des Ortes der nächsten Hauptversammlung. Verkauf von Postwertzeichen zu jeder Tages- und Nachtstunde in Leipzig. — Eine Einrichtung, die gewiß allgemein als sehr nützlich begrüßt wird, ist beim Leipziger Haupttelegraphen amt getroffen worden. Es werden nämlich daselbst am Telegraphen annahmeschalter im Grimmaischen Steinweg 1 sowohl an Werk tagen als auch an Sonn- und Feiertagen zu jeder Tages- und Nachtstunde Postwertzeichen (Freimarken, Postkarten, Postanwei sungen und Kartenbriefe) zum Verkaufe an das Publikum bereit gehalten. Art. Institut Orell Füßli, Zürich. — Die 14. ordentliche 18. Juni 1904, vormittags 10 Uhr. in dem Sitzungssaale der Gutenberg-Vank, Bleicherweg 11, Zürich II, statt. Die Tages ordnung umfaßt fünf Punkte: 1. Berichterstattung über das ab gelaufene Geschäftsjahr; — 2. Bericht der Kontrollkommission; — 3. Beschlußfassung über die Rechnung pro 1903; — 4. Verwendung des Reingewinns; — 5. Wahlen. Wereschtschagin-Ausstellung. — Eine große Weresch- tschagin-Ausstellung, die auch in mehreren westeuropäischen bürg vorbereitet. Es sollen in den Räumen ^der St. Peters burger Gesellschaft zur Förderung der Kunst möglichst viele charakteristische Werke des russischen Malers — sei es aus Privat galerien oder öffentlichen Museen — gesammelt und zu einer Über sicht über die Produktion des verstorbenen Künstlers vereinigt werden. Diese Ausstellung soll dann auch in den größeren Die erste Buchhandlung in Berlin. — In der Sonn tags-Beilage Nr. 23 zur »National-Zeitung« trägt Herr Ernst Consentius, dessen Schrift über die Berliner Zeitungen wir in Nr. 125 des Börsenblattes ausführlich behandelt haben, in einem wie oben überschriebenen Artikel Material zur Entstehungsgeschichte des Buchhandels in Berlin zusammen. Vieles davon hat schon Friedrich Kapp im »Archiv für Geschichte des Deutschen Buch handels« Bd. 7, 1882, in einem Aufsatz: »Buchdruck und Buch handel in Brandenburg-Preußen, namentlich in Berlin, in den Jahren 1540—1740« veröffentlicht. Immerhin dürfte die neue geschichtliche Studie besonders Berliner Buchhändlern zur Lektüre empfohlen sein. Auch der Feuilleton-Artikel derselben Beilage: ist amüsant zu lesen. Über moderne illustrative Ausstattung wissen schaftlicher Werke. Jahresbericht über die Tätigkeit des photo graphischen Privatlaboratoriums des Universitätslehrers Hugo Hinterberger im Jahre 1903. Wien 1904, Selbstverlag. (Josef äafLk in Komm.) 15 S. gr. 8". — Der Verfasser dieser vornehm ausgestatteten kleinen Schrift will damit zeigen, was die wissen schaftliche Photographie heutzutage leisten kann, und eine An regung geben zur Gründung einer Zeitschrift, etwa »Die Der Jahresbericht macht einen guten Eindruck von der Be deutung dieses von zahlreichen Gelehrten, von der Polizei, von Ärzten zur Anfertigung wissenschaftlicher Photographien nach Präparaten benutzten Instituts, dessen Leiter selber literarische Arbeiten über Photographie, u. a. in »Lechners Mitteilungen« veröffentlicht hat und Diapositive für eine Reihe von Vorträgen über naturwissenschaftliche Themen lieferte. In dem dann folgenden Aufsatz obigen Inhalts empfiehlt der Verfasser, die Photographie zur Ausstattung wissenschaftlicher, auch volkstümlicher Werke, und besonders der Lehrbücher, in denen es auf Genauigkeit ankommt, mehr als bisher heranzuziehen 654
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