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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.05.1904
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- 1904-05-31
- Erscheinungsdatum
- 31.05.1904
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4720 Nichtamtlicher Teil. 123, 31. Mai 1904. -Mecklenburgischer See- (1783). Von Hans Licht, Char lottenburg , einem Schüler Brachts, ist bemerkenswert -Pappelweg.. (1812) und -Die Alten vom Berge. fLuzinsee in Mecklenburgs (1813). A. Liebmann, Berlin, stellt zwei interessante Zeichnungen: -Schloß Teublitz. und Ort -Kallmünz. (1816) aus. Hugo Mühlig, Düsseldorf, bekannt durch seine reizvollen, Radierungen ähnlichen Federzeichnungen, hat auch diesmal sechs kleine, anmutende Blätter gesandt, die jedoch nicht ganz die Wirkung der früheren erreichen (1844.) Einen Gegen satz zu Mühligs zarter Handschrift bilden die überaus derben aber »An der Alster. (1845). Otto Protzen, Schlachtensee, der be- Zeichnungen und Radierungen für Titel, Exlibris rc. aus, eine Blei- und Federzeichnung -Villa Polborn. (1888) und eine treffliche Lithographie »In der Dubrow. (1889). Fritz Reiß, Freiburg i. B., zeigt in zwei Rahmen Farbsliftzeichnungen von recht guter Wirkung, die in Aquarell aber wohl reizvoller herausgekommen wären. Carl Wendel, Charlottenburg, stellt zwei Naturstudien »Spie gelung im Teich. (2009) und »Bei der Wassermühle- (2010) aus. Länder- und Völkerkunde. -Ein Hochgenuß- betitelt W. Leo Arndt, Berlin, der treff liche Schilderet bosnischen Lebens, einen behaglich schmauchenden Zwornik von der Drina (1585). Dieses fleißigen Künstlers werden wir noch bei Besprechung der Ausstellung der freien Vereinigung der Graphiker als Radierer zu gedenken haben. F. Czabran zeigt sechs Blatt italienische Reisebilder (1621), O. Dinger, Charlottenburg, gut erfaßte südamerikanische Bevölkerungstypen in Federzeichnung, u. a. eine Gruppe von Negern (1625—27), Emil Döpler, Berlin, Studien von Bornholm (1629), V. Freudemann, Berlin, versetzt uns an die -Riviera- (1690) und an die -Schneekoppe« (1689). Angelo Jank, München, einer der zahlreich hier vertretenen Künstler der Wochen schrift -Jugend, bietet einen Kosaken (1754) und einen Krieger der deutschen Schutztruppe (1755), Georg Koch, Berlin, eine treffliche Illustration »Pferdemarkt in Weißensee. (1796). Ernst Liebermann, München, stellt sechs charaktervolle Federzeichnungen zum »Thüringer Tagebuch, aus (1815), Hans Looschen, Berlin, gibt ein lebensvolles Bild »In der Friedrichstraße. (1819); von Carl Marr, München, sehen wir gute Schilderungen »Im Harem- und -Kadi und Dame- (1837). F. Nitz sche, Wiesbaden, zeigt sich als Beobachter holländischen Lebens in »Jan, Der Bevorzugte« (1868) und -Sonntag auf Zeeland- (1869). Rich. Pfeiffer, München, eröffnet uns humorvoll den Blick auf den -Gardasee- von der Höhe, die bekrönt ist von einer herniederblickenden alten Tante,während unbemerkt von ihr imHohl- weg der Herr Neffe ein junges Mädchen liebkost (1876). Ernster ist sein -Heimweh« (1877) mit wegziehenden Störchen. Martin Rä nicke, Schöneberg, stellt das »Getriebe der Großstadt« (1895) recht gut, indes doch etwas zu eng gedrängt, dar. A. Salzmann (München) sandte eine treffliche Tuschzeichnung »In Südrußland- (1927). An Architekturbildern sind nur wenige ausgestellt: C. Kayser-Eichberg, Berlin, -Der neue Berliner Dom- von der Wasserseite gesehen (1779), Joh. Martinis, Berlin, »Schloß Sanssouci- in Lithographie, wenig reizvoll, dagegen eine vortreffliche Lithographie von Fr. Skar- bina »Zwischen alten Häusern« (1966). Hingegen ist eine reiche Fülle vorhanden von Gedichtillustrationen. Hans Anker, Lichterfelde, zeigt in einem Rahmen Feder zeichnungen zu Gedichtillustrationen (1581) und in Gouache eine Nymphe im Walde »Märchen- betitelt (1582). Ant. C. Barvo- rowsky, München, stellt einen »Jahrmarkt- aus der Bieder meierzeit dar (1594), I. Vossard sandte eine Lithographie »Der Sämann« (1606), dessen zum Säen ausgestreckte rechte Hand auch als drohend gegenüber seinem Weibe aufgefaßt werden kann, während das Bild sonst tüchtiges Können verrät, von Brandts, Berlin, gibt »Großmutters Heim« (1613) gar behaglich altfränkisch in seiner Lithographie wieder. Von Ed. Cucuel, Berlin, finden wir die elegant frische Szene »Auf der Hochzeitsreise- (1617), von Jul. Diez, München, zwei Bilder für die »Jugend- »Rübezahl« (1623) und »Die Zofe« (1624), von Max Feldbauer, München, für dieselbe Zeitschrift ebenfalls derb und treffend vorgetragen, einen »Bierführer« (1669). Von Fidus (H.Höppener) sehen wir neun Blatt poesievolle Schöpfungen in der bekannten, zarten und subtilen Zeich nungsweise in Blei, Feder, Tusche und Farbe: Ausgeschlossen — Am großen Gitter — Der Tempel der eisernen Krone — Werbung — Frühmesse — Lucifer und Helianthe — Am Gestade — Auf dem Aste — Poreoino (1673—81). Walter Georgi, München, von der -Jugend«, zeigt seine Kohlezeichnung »Der Eiswagen« (1701). Heide, Wilmersdorf, illustriert einige Schilflieder von Lenau (1739) nicht besonders glücklich. Ad. Hering, Berlin, variiert in hübschen Aquarellen die alte, stets neue Geschichte vom Herzverwunden und Herzbrechen (1742). Zum »Pfeifer von Dusenbach- liefert Oscar Höppner, Berlin ansprechende Illustrationen (1751). F. Mock, Basel, gibt in Federzeichnung ein altes Ehepaar streitend »Aus bewegter Zeit« (1841). Ad. Münzer, München, von der «Jugend«, ist mit kecken Bildern -Am Ammersee« im gemeinschaftlichen Bade (1857) und »Fasching« vertreten. Von Käte Münzer, Berlin, sahen wir schon besseres als die ausgestellten Federzeichnungen Proletarier. (1860) und -Backfische- (1861). Von Paul Paede, München, entbehrt die »Weinprobe mit verbundenen Augen- (1873) nicht guter Charakteristik und einigen Humors. Paul Rieth, München, von der »Jugend-, schildert derb realistisch ein Mittags mahl »Bei Muttern- (1910). Al. Not Hang, Wien, stellt auch und schönheitsvollen Illustrationen aus, u. a. acht Bilder zu den letzten Tagen von Pompeji sVerlagshaus Bong L Co.j (1924/25) und zum »Testament des Kaisers- (Grotes Verlags (1926). Mehr Nachtwandler« von Ad. Schlabitz, Berlin (1942). Fr. Phil. Lyrik, von Avenarius (1951—53'. Neben trefflichem Buchschmuck (1976) ist von der verstorbenen Marie Stüler-Walde eine gute Illustration -Die Perle. (1974) ausgestellt. Max Tilke ist durch gute Typen, »Schauspieler« (1990), »Verschuldet- (1991), -Auf der Eisbahn (1992), vertreten und Otto Ubbelohde, Marburg i. H. mit Illustrationen zu Grimms Märchen in Federzeichnungen; Herrn. Vogel-Plauen zei^t wieder einige seiner älteren reizen- (2000), -Der kranke Einsiedel. (2001), »Igel und Wichtelmänn chen« (2002). Wir ersehen aus diesen zarten Schöpfungen Vogels, daß ihnen die vorzüglichen Holzschnitte der Firma Braun L Schneider kaum etwas schuldig geblieben sind. Einen prächtigen Gegensatz zu den Ausdrucksmitteln dieses Künstlers bildet der charaktervolle, kräftig herausgcarbeitete »Brassenzug am Müggel see- von Werner Zehme, Berlin (2026), von dem noch ein »Arbeitersrühzug der Berliner Stadtbahn- (2027) ausgestellt ist. Elegante Vortragsweise kennzeichnet die Tuschzeichnungen von Karl Zopf, München, dessen -Bauernmädchen beim Dorfbader- (2036) und »Rauchender Studio- (2033) erwähnt sein mögen. Nicht so zahlreich wie sonst ist das Fach des Humors und der Karikatur vertreten. Joh. Bahr, Friedenau, karikiert trefflich in einem Triptychon den -Geist« und die »Kraft«, am besten aber »Keins von beiden«, nämlich einen Gigerl-Dummkopf (1588). Seine Porträtkarikaturcn (1589) gehören zum Teil vergangenen Zeiten an: L. Burger, Bellermann, Steffeck, Amberg, Feckert, Fr. Meyer heim. H. Äaluschek gibt seinen »Spree-Rentier« (1590) in einer farbigen Lithographie in der ihm eigenen derben Manier, dieser rohe Kerl nimmt sich bei der schönen Aussicht als Naturfreund aber recht drastisch aus. Der-Hausknecht am Pianola« (1684) von M. Flashar, Neu-Pasing, und das »Alte Haus« (1685) mit einem energischen Alten, den Bierhumpen schwingend, ebenso der elegante -Tourist und ein Kellner im Gebirgshotel- (1683) und das »Kaffeekränzchen im Luftballon« (1682) desselben Künstlers, sind flott und elegant gezeichnet. Wilh. Fritz, Berlin, karikiert Böcklin in seinen Meerweibern nicht sehr glücklich. Carlos Giner, Wilmersdorf, bietet Porträtkarikaturen von Gorki, Wolzogen, Fulda, Mackolt und Jul. Lazarus (1705—9). Th. Grätz, München, einer der Kiinstler der Fliegenden Blätter führt uns eine moderne »Braut mit Schmissen- im Gesicht vor (1712) und eine viel benutzte »Radfahr-Hilfsstation« (1710). Paul Halte, Wilmersdorf, der Zeichner des Ulk und von Nagels Lustiger Welt schildert trefflich -Streitende Bauern (1729), »Pol nische Juden- (1730) und »Eugen Richter im Neglige« (1728). Adolf Hengeler, München sandte die köstliche Szene -Offizier ä — r fällt ins W. (asser) und erhält einen Orden« (1741), in welcher die Mienen der neidischen Kameraden vorzüglich ge zeichnet sind. Auch die »Sich begrüßenden beiden Ehepaare« (1640) sind erquicklich zu betrachten. Paul Jüttner, Friedenau (1760-9) von den -Lustigen Blättern« ist diesmal nicht besonders günstig vertreten durch eine Anzahl Porträtkarikaturen: G. Hauptmann, Bierbaum, Kirschner, Reicke, Sudermann und andre, ferner durch die Szenen -Der Hausschlüssel« und »Der Stammtisch«. Zu den ergötzlichsten Illustrationen der Ausstellung zählen wir Paul Lothar Müllers, Berlin: Zyklus -Am Sonntag« (1847), bestehend aus dem Titel und 9 Blatt. In diesen kleinen farbigen Bildern ist eine Hundefamilie geschildert, wie sie den Sommersonntag ver bringt, indem sie mit demKinderwagen loszieht, in welchem ein blöde dreinschauendes junges Hundetier unter der gestickten Decke mit der Aufschrift »Unser Liebling, eingebettet liegt. Ein Kaffeegarten,
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