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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.09.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-09-26
- Erscheinungsdatum
- 26.09.1901
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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7590 Nichtamtlicher Teil. 225, 26. September 1901. Weltalls in sich schließt, giebt Loewy noch ein Verzeichnis der sämtlichen Observatorien der Erde, 58 an Zahl, von denen die meisten an der Herstellung der Himmelskarte mitgearbeitet haben. Papierzölle. — Die Vereinigung für die Zollfragen des Papierfachs hat auf Grund einer eingehenden Umfrage bei den Interessenten dem Bundesrat ein Gutachten über den Zolltarif- Entwurf erstattet. Es wird darin nachgewiesen, daß die Klagen der Papierfabrikanten über die angeblich ungenügende Rentabilität der heimischen Papiererzeugung und über die drohende Konkurrenz Amerikas völlig unbegründet sind, und weiter wird dargelegt, daß die Beibehaltung des jetzigen Papierzolls von6^E (bei heutigem Papierpreis 23 bis 25 Prozent des Werts) oder gar die im Entwurf vorgesehene Erhöhung auf 10 (40 Prozent des Werts) zu schweren Schädigungen der großen Papierverarbeitungs industrie und der Presse führen und nur die Ringbildung unter den Papierfabrikanten fördern würde. Die Vereinigung hat daher die Schaffung einer besonderen Tarifposition für die holzhaltigen Papiere mit einem Zoll von 3 beantragt. Des ferneren wird gegen die beabsichtigten Zollerhöhungen von Holzschliff, Cellulose, Holzpappe, Strohpappe, Strohpapier, Schiefer-, Sand- und der gleichen Papier, Gelatine, Paus-u.s.w. Papier protestiert. Bezüglich der Tarifierung der Roh- und Hilfsstoffe der Papierindustrie wird Zollermäßigung beantragt für Kartoffelstärke, Farben, Buchbinder zeugstoffe, Metalltücher und Zollfreiheit für die Artikel: Karnauba- wachs, Chlorkalk, Kasein. Vom Geldmarkt. — Die Reichsbank hat am 23. d. M. den Wechseldiskont auf 4"/o und den Lombardzinsfuß auf 5°/, erhöht. Pietro Del Vecchios Kunstausstellung. — Am 20. Sep tember d. I. hielt Hermione v. Preuschen anläßlich der Er öffnung ihrer großen Sonderausstellung im oberen Ausstcllungs- saale von Pietro Del Vecchio in Leipzig einen Rezitations vortrag ihrer eigenen Dichtungen ab, und zwar mit großem Erfolg und vor ausverkauftem Hause. Unter anderem trug sie vor: »Herzblut-, Studie aus jedem Künstlerleben, ferner aus Via xas- sionie (C. Reißner's Verlag, Dresden), -Lebenskranz-, -Künstler seele-, -Sanduhr-, -Einsamkeit-, Die Ausstellung der Künstlerin enthält viele neue Werke der letzten Zeit und erfreut sich eines zahlreichen Besuches. -Rübezahl-, Verein jüngerer Buchhändler in Breslau. — Am Sonntag den 15. September feierte der Verein jüngerer Buchhändler -Rübezahl- in Breslau sein vierund dreißigstes Stiftungsfest in Form eines Ausflugs mit Damen. Die Kleinbahn brachte die Fcstteilnehmer in reservierten Wagen nach dem Oertchen Hochkirch, von da wurde zu Fuß nach dem idyllisch gelegenen Dorfe Machnitz marschiert. Nach einer gemüt lichen Kaffeetafel mit Begrüßungsreden wurde ein Rundgang durch Wald und Hügel der bergigen Umgebung unternommen. Zurückgekehrt, wurden einige Stunden durch Gesellschaftsspiele ausgefüllt. Der Abend brachte Ueberraschungen durch feenhafte Beleuchtung der Lauben und Gartenanlagen. Während dessen war eine Verlosung vorbereitet, wertvolle und scherzhafte Geschenke kamen zur Verteilung. Der Rest des Abends gestaltete sich be sonders angenehm; Tafellieder und Reden trugen viel dazu bei. In später Abendstunde wurde die Rückfahrt angetreten. Der Verlauf der ganzen Veranstaltung war ein vortrefflicher. 0. Ll. Personalnachrichten. f Carl Peter Scheitlin. — Ohne nähere Angaben über Ort und Zeit des Ablebens empfingen wir die Nachricht vom Tode eines Nestors des deutschen Buchhandels, des zweiundneunzig- jährigen Herrn Carl Peter Scheitlin, der im Jahre 1835 die Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung C. P. Scheitlin in St. Gallen und 1839, gemeinsam mit Christoph Zollikofer, ebenda die Verlagsbuchhandlung Scheitlin L Zollikofer gegründet hat. Nachdem er 1846 aus beiden Firmen ausgetreten war, war er 1850 Mitinhaber der Verlagshandlung Scheitlin L Krais in Stutt gart, die nur kurze Zeit bestand, übernahm 1851 den Debit des Verlags von I. B. Müller ebendort und gründete im gleichen Jahre 1851 die Firma C. P. Scheitlin's Verlagsbuchhandlung in Stuttgart, die er aber schon 1854 an Rudolf Besser in Hamburg abtrat. Er selber wirkte seitdem als Mitinhaber und Inhaber der 1853 gegründeten Verlagshandlung Gebrüder Scheitlin in Stuttgart, die er im Jahre 1870 an Otto Risch übergab. Wir hoffen, den Lesern dieses Blattes in Bälde mit ausführ lichen Nachrichten über den Lebensgang des verstorbenen Kollegen dienen zu können. (Sprechsaal.) Zur Rechtfertigung des Herrn AlexanderHuschke Nachf. (R.Bnchmann), Weimar. in Nr. 221 d. Bl. (vgl. auch Nr. 206 d. Bl.) in Angelegenheit der -Modernen Verlagsgesellschaft in Frankfurt a/M., die mir vor Abdruck nicht vorgelcgt worden ist,*) ergreife ich heute zum letzten Male das Wort. Da der Herr Einsender abermals versucht, die Angelegenheit der -Modernen Vcrlagsgesellschast-, Frankfurt, mit meiner Firma zu verquicken und dadurch dieselbe in Mißkredit zu bringen, erkläre ich, daß die Behauptungen des Herrn Alexander Huschke Nachf. (R. Buchmann), Weimar, nicht auf Wahrheit beruhen, denn ich konnte nach den mir vorliegenden Barpaketaviscn seines Kommissionärs feststellen, daß die in Frage kommenden Bar remittenden an den angeführten Daten nicht zur Präsentation gekommen sind. Herr Buchmann scheint die seit vielen Jahren bestehende und jedenfalls auch bei seinem Kommissionär gehandhabte Leipziger Usance, wonach Barremittenden erst dann zur Präsentation kommen, wenn Einlösungsordre der Adressaten vorliegt (ok. auch Verkehr über Leipzig § 69), leider immer noch nicht zu kennen; es wäre deshalb wohl angebracht gewesen, wenn er sich eingehender orientiert hätte, ehe er falsche Behauptungen aufstellte. Leipzig, den 23. September 1901. Fr. Fo erster. *) Die Vorlegung eines Bürstenabzuges erfolgte nach alter Uebung in diesem Falle nicht, weil es sich um eine Entgegnung in einer fortlaufenden Erörterung, nicht um einen -Angriff handelte. So wenig wie die Entgegnung des Herrn Fr. Foerster dem Angreifer, Herrn R. Buchmann, vor Abdruck vorgelegt werden durfte, so wenig durfte das bei der weiteren Entgegnung des Herrn Buchmann (die übrigens ausdrücklich als eine -Rechtfertigung bezeichnet ist) geschehen. Würde anders verfahren werden, so ergäbe sich daraus eine unbillige Bevorzugung einer und immer derselben Partei. Nur dann, wenn in fortlaufender Diskussion neue Per sonen auftreten oder neue Beschwerden vorgebracht werden, er folgt neue Vorlegung. Würde thatsächlich jede Aeußerung vor Ab druck vorgelegt werden müssen, so könnte überhaupt keine Zeile davon im Börsenblatt stehen. Redaktion des Börsenblattes. Bücher in Eisemvarenhandlungen. (Vergl. Börsenblatt Nr. 221.) Was Herr Wilhelm Köhler in Minden in seiner Rechtfertigung im Börsenblatt Nr. 221 hat sagen können, kann ich, selbst wenn sich das Geschäft mit dem Herrn Eisenhändler, so wie angegeben, abgewickelt hat, dem Urteil meiner Kollegen überlassen; sonderbar ist mir nur, daß Herr Köhler meine Bestellung auf Schlieper, Kriegserlebnisse, bar und L cond., nicht erhalten hat, und daß seine Angaben durchaus von denen abweichcn, die ich hier an Ort und Stelle eingezogen habe. Hat denn Herr Köhler nicht heraus gelesen, daß ich sehr genau unterrichtet bin? Ich weiß, es sind 11/10 Exemplare L 80 netto geliefert, und mir ist gesagt worden, sie seien unverlangt einem von Herrn Köhler zum Buch händler-Nettopreis gelieferten Buche beigefügt worden. Was mich betrifft, so hahe ich keine Richtigstellung in betreff der nur ironisch aufzusasscnden Vermutung erwartet. Wenn der Saldo diese Ostermesse nur 70 -H betragen hat, so will ich Herrn Köhler doch daran erinnern, daß ich schon jahrelang mit ihm in Verbindung stehe und schon ansehnliche Posten von seinen Verlags artikeln bar bezogen habe. Selbst wenn ich nach Herrn Köhlers Meinung keine Ver anlassung habe, -gegen ihn zu Felde zu ziehen-, so habe ich sie doch im Interesse der Allgemeinheit, um so mehr, wenn ich die Thatsache anführe, daß der Herr Eiscnhändler das Buch zu seinem Nettopreise von 80 verkauft und zum großen Teil abgesetzt hat. Der Herr hat eben kein Interesse am Verkauf. Sollte er die Bücher wirklich in uneigennütziger Weise haben verbreiten wollen? Wie sollen sich die Sortimenter dem Publikum gegenüber rechtfertigen, wenn ein Verleger in so wahlloser Weise seine Er zeugnisse verschickt und er ihr Ansehen durch solche Preisunter bietungen schädigt? Muß ich ein solches Vorgehen nicht unerhört finden? Der Ladenpreis wird zu einem Dekorationsmittel, um dem Publikum recht vor Augen zu führen, um wieviel billiger doch andere bücherverkaufende Geschäftsleute sind als der am Ort angesessene Buchhändler. Oldesloe, 23. September 1901. L. H. Meyer.
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