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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.09.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1901-09-05
- Erscheinungsdatum
- 05.09.1901
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- Deutsch
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Jahresbericht über die Thiitigkeit des Kaiserlich deutschen Archäologischen Instituts. Erstattet von demGeneral-Sekretar,Professor Or. AlexanderConze (Nach dem Deutschen Reichsanzeiger Nr. 204 vom 28. August 1901.) Die jährliche ordentliche Gesamtsitzung der Central-Direktion fand im Jahre I960 vom 2. bis 5. April statt. Es hatten sich dazu alle Mitglieder eingefunden, nur Herr Hirschfeld war durch Krankheit, Herr Körte durch eine wissenschaftliche Reise am Erscheinen verhindert. Nach der Gesamtsitzung hat die Central-Direktion mit Bedauern, aber mit der Hoffnung, ihn zu gelegenerer Zeit wieder aufnehmen zu dürfen, Herrn Diels aus ihrer Mitte scheiden sehen, da er wegen Ueberlastung mit Geschäften seinen Austritt erklärte. Eine Neu wahl an seine Stelle fand nicht statt, da Herr von Wilamowitz- Moellendorff, bisher nach 8 2, 3 des Statuts zwölftes Mitglied, als eines der vier Mitglieder der Berliner Akademie der Wissen schaften einrückte. Nach Ablauf der statutenmäßigen Fünfjahr- Periode seiner Mitgliedschaft schied am 28. April 1900 Herr Zangemeistcr aus der Central-Direktion aus. An seine Stelle wurde Herr Puchstein-Freiburg gewählt und nahm die Wahl an. Zu ordentlichen Mitgliedern des Instituts wurden ernannt die Herren Dragatsis-Piräus, Evans-Oxford, Fickcr-Straßburg, Leonardos, Stals und Tsundas in Athen, Graf Waldersdorff- Rcgensburg; zu korrespondierenden Mitgliedern die Herren Vikelas- Athen, Boni-Rom, Vysantinos-Athen, Blinkenberg-Kopenhagen, Fredrich-Berlin, jetzt Posen, Marques de Monsalud-Madrid, Navpliotis-Paros, Persichetti-Aquila, Rubensohn-Berlin, Schiff- Athen, Tsopotos-Volo, Wilberg-Wien, Wilski-Liegnitz und Zahn- Berlin. Durch den Tod wurden von unseren Mitgliedern hinweg genommen: R. Ambrosi (f 29. Dezember 1900), Adolf Holm (f 3. Juni 1900), Emil Hübner (f 21. März 1901), dessen wir in einem Nachrufe im «Anzeiger- des Jahrbuchs besonders gedacht haben, Emil Oberg (f im Dezember 1900), Wolfgang Reichel (fi 17. Dezember 1900, als Sekretär des österreichischen Instituts zu Athen) und, schmerzlich vermißt auch als Mitarbeiter bei der Herausgabe der Berliner Schriften des Instituts, Conrad Wernicke (f 20. August 1900). Durch Bestätigung der Wahlen der Central-Direktion erhielten das Stipendium für klassische Archäologie die Herren Rabbow, Thicrsch und Watzinger, je ein Halbjahrsstipendium die Herren Magnus und Sudhaus und das Stipendium für christliche Archäologie Herr Sauer. Bei der Herausgabe der Berliner Publikationen des Instituts traten nach dem Hingange Conrad Wernickes in dankenswerter Weise die Herren Brandts und Pernice ein, der erstere für die Bibliographie, die er auch weiter zu führen sich hat bereit finden lassen, nachdem mit dem Beginn des laufenden Rechnungsjahres Herr Botho Grass die übrige Hilfsarbeit bei der Redaktion über nommen hat. -Jahrbuch- und -Anzeiger-, der letztere auch in Sonderausgabe, sind regelmäßig vierteljährlich weiter erschienen, unterstützt namentlich für die Bibliographie auch im vergangenen Jahre von ausländischen Freunden der Sache. Das Zehnjahr- rcgister des -Jahrbuchs- und -Anzeigers- hat leider wegen ander weitiger Inanspruchnahme des Bearbeiters noch immer nicht fertig- gestellt werden können. Auch die Herausgabe eines neuen Heftes der -Antiken Denkmäler- ist nicht zum Abschlüsse gelangt; die teilweise umständlich herzustellendcn Tafeln sind aber bis auf eine in Auflage fertig, der Textdruck soll alsbald beginnen. Uebcr- schuß-Tafeln, namentlich Buntdrucke, der früheren Hefte der »Antiken Denkmäler- sind den archäologischen Apparaten der deutschen Universitäten unentgeltlich zur Verfügung gestellt und von den meisten mit Dank angenommen worden. Der General-Sekretar war im vergangenen Jahre mehrfach und einmal auf längere Zeit auf Reisen. Die Vertretung über nahmen außer Herrn Schöne die Herren Hirscbseld und von Wila- mowitz-Moellcndorff. Die längere Reise fiel in die Monate September, Oktober, November. Sie ging nach Pergamon, wovon weiterhin bei den Angelegenheiten des athenischen Sekretariats die Rede sein wird. Kleinere Reisen des General-Sekretars wurden gefordert zur Wahrnehmung der Instituts-Interessen bei der archäologischen Forschung innerhalb Deutschlands. Daß dafür dem Institut im Reichs-Etat Mittel bewilligt waren, wurde bereits im vorigen Jahresbericht erwähnt; aber, wie damas, so stand auch im ver gangenen Jahre die Entscheidung über die an jene Bewilligung geknüpften organisatorischen Fragen noch aus. Um nun den Beginn zweckmäßiger Verwendung der verfügbaren Mittel nicht ganz und gar darauf warten zu lassen, genehmigte die Reichs regierung wiederum das Vorgehen der Central-Direktion an den drei Stellen, an denen bereits im Rechnungsjahre 1899 thätig hatte anqesetzt werden dürfen, in Süd-, Mittel- und Nord- dcutschlarid. Die Herausgabe einer -Karte der römischen Ueberreste in Bayern- durch Ohlenschlager-München ist zum Beginn des Text drucks in zwei Bogen gediehen. Wir rechnen auf das Erscheinen eines ersten Heftes in diesem Jahre. Die Ausgrabung einer von ihm entdeckten prähistorischen An siedelung bei Neuhäusel im Regierungsbezirk Wiesbaden wurde von Herrn Soldan-Darmstadt kräftig gefördert und dem Abschluß nahe gebracht. Die Fundslücke fallen dem Museum in Wiesbaden zu, die Veröffentlichung der ganzen Ergebnisse soll in den Schriften des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung erfolgen. Als Drittes wurde schon die im Jahre 1899 inaugurierte, für unsere vaterländische Geschichte so bedeutsame Erforschung der Römerspuren an der Lippe fortgesetzt, indem das Institut der vom Altertumsverein in Münster bestellten Altertums-Kommission für Westfalen Mittel und sonstige Unterstützung zur Wetterführung von Ausgrabungen der Römerfestung bei Haltern geivährte. Die Veröffentlichung der erheblichen Resultate steht im zweiten Hefte dc>7 -Mittheilungen der Westfälischen Alterthums - Kommission nahe bevor. Aus den reichen Fundstücken ist, mit Entgegenkommen der städtischen Behörden und unter rühmlichem Eintreten nament lich des Herrn Conrads-Haltern, ein kleines Museum in Haltern selbst gebildet worden, und das Lokalinteresse hat sich durch Gründung eines dem Münsterer Verein assistierten Haltener Alter tumsvereins in höchst erfreulicher Weise bethätigt. Die Arbeiten bei Haltern gaben den Anlaß zum Besuche des Platzes auch durch den General-Sekretar, zweimal im April und je einmal im August und Dezember vorigen Jahres, während mit den Mitgliedern des Münsterer Vereins, besonders vertreten durch die Herren Philippi und Koepp, Herr Schuchardt-Hannover an den von ihm für den Verein eröffneten Ausgrabungen fortgesetzt sich beteiligte, und von seiten des Instituts die Herren Loeschcke-Bonn und Ritterling-Wiesbaden sich bereit finden ließen, abwechselnd am Platze mit einzutreten, auch Herr Hettner-Trier und, bei zufälliger Anwesenheit in der Nähe, der Erste Sekretär in Athen, Herr Dörpfeld, einmal an den Besichtigungen teilnahmen. Um die für das Institut im Interesse der Sache wesentlichen Beziehungen zu den Altertumsvereinen wahrzunehmen, wohnte auf Ersuchen der Central-Direktion Herr Hettner-Trier im Oktober der Tagung des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine in Dresden bei, sowie, um damit allerdings schon in das laufende Rechnungsjahr überzugreifen, der General- Sekretar zur ersten Gesamtsitzung des Sonderverbandes süd- und westdeutscher Altertumsvereine nach Trier reiste. In diesem Zusammenhangs ist auch zu erwähnen, daß der Reichskanzler den General-Sekretar des Instituts zum Mitglied des Gesamtausschusses des römisch-germanischen Central-Museums in Mainz ernannte. Unser Bericht hat nunmehr zu den sogenannten Serien- Publikationen überzugehen. Zur Herausgabe der -Antiken Sarkophage- gedachte der Leiter dieses Unternehmens, Herr Robert, im vergangenen Jahre den Druck des Textes zu Band III, 2, dessen Tafeln fertig sind, beginnen zu können; aber ungewöhnliche Inanspruchnahme durch andere Verpflichtungen ist hindernd in den Weg getreten, so daß der Beginn des Druckes erst in diesem Jahre möglich sein wird, wie auch eine im Interesse des Werkes beabsichtigte Reise nach Italien erst jetzt wird ausgeführt werden können, nachdem soeben Schloß Wolfegg in Württemberg von Herrn Robert um eines von Herrn Michaelis dort untersuchten, für die Sarkophage zu benutzenden Skizzenbuches aus dem 16. Jahrhundert willen besucht worden ist. Ueber die Sammlung der -Antiken Terrakotten- berichtet Herr Kekule von Stradonitz, daß die Vollendung des Typen katalogs durch Herrn Winter im vorigen Jahre nicht erreicht worden ist, aber jetzt in naher, sicherer Aussicht steht. Vom zweiten, abschließenden Bande sind bereits 30 Bogen gedruckt, Bogen 3t bis 34 im Manuskript vollendet. Der im Drucke fertige erste Band soll erst mit dem zweiten zusammen erscheinen. Nicht so weit ist die Herausgabe der Lampana-Reliefs gediehen, obwohl der Text des ersten Bandes im Manuskript nahezu fertig vorliegt und der des zweiten Bandes nur noch mit einzelnen Abschnitten und einer Gesamtredaktion aussteht. Mit dem Bearbeiter des Bandes, Herrn von Rohden, ist Herr Winnefeld für die Arbeit fortgesetzt eingetreten, an der auch Herr Friedrich eine Zeit lang sich be teiligte. Die Reproduktion der in den Vorlagen vorhandenen Abbildungen wartet auf die Fertigstellung des Textmanuskriptes. Herr G. Körte hat für die -Etruskischen Urnen- die Tafeln des dritten Bandes jetzt alle zum Druck gebracht, ist aber durch
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